Menschen, die bemerkt haben, dass sie
zuviel Alkohol trinken, versuchen dies durch ihre
Willenskraft zu steuern. Oft nehmen sie sich vor, heute nicht zu trinken oder zu mindestens die
Menge zu
reduzieren. Manchmal klappt es auch über eine kurze
Zeit, aber dann nimmt der
Alkoholkonsum wieder zu. Die
Gedanken kreisen um den Wunsch, wieder so trinken zu können, wie es früher einmal getan haben. Dieser Wunsch nach
Kontrolle des Alkoholkonsum bringt viele alkoholkranke Menschen in einen
Kreislauf, die ihre
Sucht verlängert. Sie können oder wollen nicht
einsehen, dass ich alkoholkrank sind und nur ein
Leben ohne
Alkohol, ihre Krankheit zum Stillstand bringen kann.
Haben Sie diese Einsicht gewonnen, kommt oft eine
Euphorie hinzu, wo sie
glauben, ihr bisheriges Leben weiterführen zu können, nur eben nichts zu trinken.
Um eine dauerhafte Nüchternheit zu erreichen, gehört aber mehr dazu, als nur den Alkohol wegzulassen. Einige Betroffene wollen aber weiterhin Orte aufsuchen,
Freunde treffen, wo
Alkohol getrunken wird. Sie denken über die
Willenskraft die Alkoholsucht besiegen zu können. Sie glauben die
Stärke besitzen, mit solchen Situationen umgehen zu können, gehen dadurch sehr hohe
Risiken und
Kompromisse zu ihrer Nüchternheit ein.
Oft liegt es darin begründet, dass sie ihren persönlichen Tiefpunkt noch nicht erreicht haben und ein
Rückfall, für sie nicht das Lebensende bedeuten würde.
Die Willenskraft alleine kann niemanden über lange Zeit
zufrieden nüchtern halten.
Willenskraft hat auch etwas mit Kampf zu tun, wo man versucht, stärker als der Alkohol sein. Für einen alkoholsüchtigen Menschen ist es aber sehr gefährlich, das erlernen der Nüchternheit als Kampf zu sehen, denn wer kämpft kann auch verlieren.
Um sich ein Leben ohne Alkohol aufzubauen, sind viele Lebensveränderungen notwendig und oft muss das ganze bisherige Leben aufgegeben werden.
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