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Der steinerne Weg zum eigenen Leben

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Sonnenstrahl
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.04.2009
Beiträge: 256
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BeitragVerfasst am: 16.03.2010, 23:52    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Zampano,

das Thema Selbstheilung ist ein grosses Thema, mit dem ich mich auch schon seit Jahren beschäftige und Dutzende Bücher gelesen habe.

Mittlerweile bin ich aber für mich zur Erkenntnis gekommen, dass ich erst heil werden kann, wenn ich mit mir im Reinen bin. Ich merke jetzt erst, wie diese jahrelang aufgestaute Wut meine Verdauung negativ beeinflusst hat und die dauernde Anspannung meine Gelenke. Der Körper ist ein Spiegel der Seele und er sagt einem, so etwas nicht stimmt.

Also fange ich jetzt an, meine Gefühle zuzulassen und anzuschauen, um meinem Körper zu helfen.

Tagebuchschreiben ist nicht so leicht für mich, weil sich beim "Mit der Hand Schreiben" meine Hand verkrampft. Klar, kann ich auch alles in den PC hacken, aber das ist nicht dasselbe. Ich muss mal sehen, wie ich das Problem löse.

LG,

Sonnenstrahl
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Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
Mond_im_Fisch
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 54
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 17.03.2010, 00:07    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo sonnenstrahl,

vielen Dank für die herzliche Aufnahme hier.
ich bin wirklich glücklich, hier zu sein, denn dieses ganze Thema kann ich mit meiner Familie noch nicht so aufarbeiten. Das wird sicher auch noch dauern.

Darf ich fragen, weswegen du in die Klinik gehst?Íst es die physische oder die psychische Behandlung.Ich bin noch neu hier, sorry.

Und das mit einer "Höheren Macht" glaube ich tatsächlich.vielleicht hat es etwas mit Kontrolle abgeben zu tun, weswegen ich den Bhuddismus oder den Daoismus so liebe. "Loslassen" ist das große Thema und ich muss es jeden Tag neu üben.
Aber es tut mir gut.
Und Veränderung ist immer gut, solange du nicht davon läufst:)Das habe ich jetzt gelernt.

viele grüße
mond_im_fisch
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Mond_im_Fisch hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
Sonnenstrahl
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.04.2009
Beiträge: 256
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 09:43    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Mond_im_Fisch,

ich habe gerade Deinen Beitrag bei den Merkmalen für EKAs gelesen und konnte viele Parallelen feststellen.

Das mit den körperlichen Beschwerden ist bei mir auch sehr schlimm. Die körperlichen Beschwerden haben eigenlich auch den Auslöser gegeben dass ich STOP sagte.

Ich habe schon seit fast 10 Jahren eine chronische Krankheit und konnte lange keine Verbindung zu meinem EKA-Sein herstellen. Obwohl es doch offensichtlich war. Schon als Kind reagierte ich auf die Zustände Zuhause mit Krankheit. Irgendwie waren Angepasstsein, Krankheit und Leistung die einzigen Möglichkeiten, um genug Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Mein Bruder und ich liefen immer so nebenher. Mein Vater war Alk, meine Mutter schuftete Tag und Nacht, damit der kleine überschuldete Betrieb nicht den Bach runterging und daneben wohnten noch ihre Schwiegereltern bei uns im Haus, die meine Mutter und uns Enkel hassten, so dass im Haus immer eine Wolke von Agression, Verachtung und Verurteilung schwebte.

Ich dachte, es wäre ok, wenn ich mich anpasste, bei den Lehrern Liebkind machte, dem grausamen Mobbing in meinem Lehrbetrieb nichts entgegensetzte bis ich zusammenbrach und dann mit Leistungen in Studium und Beruf weitermachte.

Ich erkannte einfach nicht, dass ich das Wunsch-Leben meiner Mutter führte, ihren Wunschberuf ergriff, den sie eigentlich immer haben wollte. Ich merke, wie ich an meine Grenzen stiess, aber das hielt mich an, noch mehr zu arbeiten, um die notwenige Anerkennung, das Benzin, für mein Leben zu bekommen.

Als ich dann chronisch krank wurde, war ich mit einem zerstörerischen Menschen in einer Beziehung. Er tadelte und verurteilte mich jeden Tag, hatte mich von Freunden und Familie entfremdet, ich sollte nur mit ihm zusammensein, ihm zu Willen sein.

Es ging dann schnell bergab, bis ich nur ein Schatten meiner Selbst war. Dann konnte ich mich endlich in einem Befreiungsschlag trennen, zog in eine andere Stadt und hatte wieder eine Wohnung für mich. Aber ich überdachte mein Leben nicht, arbeitete weiter hart, war gefrustet und kam wieder ganz nach unten.

Nach einer Reha wegen meiner Krankheit ging es mir wieder super. Ich wechselte den Job und war superhappy, weil ein Teil des neuen Jobs ganz mein Ding war. Aber nur ein Teil. Dann änderte sich der Kollegenkreis und meine Aufgaben und es wurde die Hölle für mich.

Ich bin zwischenzeitlich nochmal zusammengebrochen und hatte eine Auszeit vor ein paar Jahren, aber brachte das alles nicht mit EKA zusammen und machte danach weiter wie gehabt. Auch Beziehungen hatte ich zwischendurch nochmal, wieder mit beziehungsgestörten Menschen, die selber viele Probleme hatten und mich weiter runterzogen. Ich habe mich runterziehen lassen.

Und letztes Jahr dann im Herbst ging es nicht mehr. Mein Körper zog die Notbremse. Ich hatte 24h non-stop Schmerzen.

Seitdem warte ich auf die Aufnahme in Klinik, habe aber auch in der Zeit viel an mir gearbeitet. Mein Scheinleben ist zusammengekracht und ich musste erkennen, dass mein Leben ein Theaterstück war, ich spielte jeweils die Rollen, die andere wollten und jetzt? Mein Leben fühlt sich an wie 100 abgespulte Wollknäul, total durcheinander.

Ich weiß nicht, wer ich bin. Wenn ich alleine hier in meiner Wohnung sitze und den Fernseher nicht anhabe, oder kein Buch lese, fühle ich mich einfach leer und krank.

Der Gedanke, gar nicht zu wissen, was mich ausmacht, außer Leistung und Krankheit, macht mich fertig. Ich habe das Gefühl, wenn ich jetzt meine Krankheit loslassen würde, gesund werden würde, würde nichts übrig bleiben von mir. Ich wäre nicht definiert.

Ich komme da alleine nicht weiter und deshalb gehe ich in die Klinik. Ich brauche wieder ein Fundament, auf das ich mein weiteres Leben bauen kann. Ich brauche Abstand zu meinem jetzigen Leben, zu Familie, Arbeit, Freundeskreis, um mein Leben zu reflektieren und zu entscheiden, was ich zukünftig machen will.

Ich will mein Leben leben und nicht das meiner Mutter aber dafür muss ich erstmal rausfinden, was ich überhaupt will.

Übrigens bin ich auch schon seit einigen Monaten bei einer EKA Selbsthilfegruppe und sehr froh, da zu sein. Ich werde auch nach dem Klinikaufenthalt weiter hingehen, weil ich mich da richtig gut aufgehoben und verstanden fühle und viele Hinweise erhalte, was ich an meinem Leben ändern kann und dass es wieder besser werden kann.

Ich hoffe, Mond_im_Fisch, ich habe Dich jetzt nicht überlastet mit meiner Geschichte. Aber all das gehört zu der Entscheidung, warum ich in die Klinik gehe.

Liebe Grüße,

Sonnenstrahl
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Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
Mond_im_Fisch
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 54
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 19:41    Titel: Das ist alles ziemlich heftig. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sonnenstrahl,

das ist echt alles ziemlich heftig und da ist wahrscheinlich ein Klinikaufenthalt genau das Richtige, um wieder "in Balance" zu kommen und überhaupt einen weiterführenden Weg zu finden.

Das mit den Beziehungen kenne ich wie schon erwähnt auch.Meist habe ich mir die Männer ausgesucht, die mich wirklich behandelt haben wie den letzten Dreck. Und die guten, wirklich fürsorglichen Männer habe ich mit meinem Kontrollzwang und mit Fremdgeherei verjagt( der Selbstverletzungsmechanismus!)
Allerdings habe ich das auch bei meinen Großeltern miterleben dürfen väterlicherseits und habe gedacht, dieses Beziehungsmuster weiterführen zu müssen. Jetzt habe ich aber wieder jemanden kennengelernt und er war der erste, dem ich das alles erzählen konnte.
Er selbst hat auch ein paar Probleme und ich rätsel immer noch, warum er partout keinen Alkohol trinkt. Da steckt auch mehr dahinter. Ich mag ihn sehr gern, obwohl er nicht mein Lebenspartner ist. Er hat meine ganzen ziemlich wilden Gefühlsausbrüche ertragen, mal total euphorisch und dann wieder kalt und abweisend und er ist immer noch da. Das hat mich beeindruckt. Er war sozusagen mit ein Auslöser, warum ich das jetzt alles mache. Natürlich war es zuallererst mein Körper und meine Gesundheit.

Aber es ist schon unglaublich, wie einfach doch dieses Brücken abbrechen war um nochmal wie in einem Hamsterrad neu anzufangen?!
Bei dir und bei mir und bei vielen anderen EKAs wahrscheinlich auch.

Ich bin wirklich davon überzeugt, das eine SHG oder eine Therapie mir auch weiterhelfen würde, allerdings ist da im Moment noch diese Hemmschwelle, hinzugehen, denn es ist alles noch zu frisch.

Und mich überwältigen bestimmt meine Gefühle, ich bin hochsensibel bei so etwas. Aber es muss eben nochmal durchlebt werden, um daran zu arbeiten, die Vergangenheit muss aufgerollt werden. Ich weiß auch noch nicht, wie meine Familie das aufnehmen wird.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, das du gesundest, das du den Weg für dich findest und nicht alles, was du bis jetzt erreicht hast, beruflicherseits, wegwirfst. Du solltest es annehmen und es mit in dein neues Leben integrieren. Du solltest wirklich daran glauben, das auch du es wert bist, geliebt zu werden:)
Ich bin stolz auf meine bisher erbrachten beruflichen Leistungen, ich wandle es demnächst einfach nur um und nutze es als Weg für den Neuanfang:)

Liebe Grüße
Mond_im_Fisch
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Mond_im_Fisch hat zum Thema: Das ist alles ziemlich heftig. geschrieben
lavandula
Gast






BeitragVerfasst am: 21.03.2010, 00:18    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sonnenstrahl,

zum Thema Verletztheit und Wut im Zusammenhang mit Depressionen habe ich bei mir folgendes beobachtet:
. die seelischen Verletzungen innerhalb der Familie waren sehr schwer und über viele Jahre für mich unumgänglich.
. das führte zu großen Schmerzen, die nicht gelebt werden geschweige denn geheilt werden konnten.
. nach vielen Jahren des Versteckens brachen sie hervor und äußerten sich immer wieder in Wut
. nach und nach konnte ich die Schmerzen und die Wut getrennt wahrnehmen und mit Trauerarbeit beginnen zu heilen
. heute sind tief sitzende Wunden noch nicht komplett verheilt und wenn jemand sie anrührt, werde ich auch unvermittelt sehr wütend
. verbot ich mir die Wut, war das Ergebnis nach und nach Depression und Leblosigkeit
. das Zulassen der Wahrheit hat mich immer große Schritte voran gebracht und lebendiger werden lassen.

So sind für mich direkt seelische Schmerzen, Wut, Trauer und Depression zusammen hängend erfahrbar gewesen und somit nach und nach auflösbar und heilbar.
Da dieser Prozess auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene gleichermaßen stattfindet, habe ich auf allen drei Ebenen gearbeitet.

Liebe Grüße,
Lavandula
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lavandula hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
Sonnenstrahl
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.04.2009
Beiträge: 256
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 22.03.2010, 14:51    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,

morgen ist es soweit. Ich werde in die psychosomatische Klinik gehen. Die ersten drei Wochen besteht Kontaktsperre, d.h. kein Telefon, kein Internet und keine Post. Aber danach werde ich wieder Internet haben und vielleicht die Möglichkeit haben, mich mal im Forum zu melden.

Es ist ein komisches Gefühl, halb, als wenn ich in Urlaub fahre, halb Aufregung vor dem Ungewissen. Aber ich habe trotzdem das Gefühl, mein Leben in die Hand zu nehmen und in eine bessere Zukunft zu gehen.

Gestern habe ich auch nochmal viel Unterstützung in meiner Gemeinde erlebt. Seit ich mich öffne und auch meine Schwächen nicht mehr krampfhaft verschweigen muss, habe ich unheimlich tolle Erlebnisse mit Menschen. Endlich gehöre ich dazu, ohne mich verstellen zu müssen. Das hat mich echt zu Tränen gerührt.

Das Wochenende habe ich mit meinem Freund verbracht. Es war harmonisch und wir haben viel geredet und einfach gefaulenz. Das war sehr schön. Ich glaube, er hat etwas Angst, dass ich mich nach der Klinik von ihm trennen könnte. Er hat heute Morgen sowas angedeutet. Er merkt selber, dass wir SEHR unterschiedlich sind und ich über Bemerkungen von ihm immer wieder sehr erstaunt und manchmal erschrocken bin. Heute morgen war wieder so eine Situation. Da habe ich ihn gefragt, ob das sein Ernst sei, oder Spaß. Das könnte ich nicht so richtig unterscheiden. Da meinte er, das bräuchten wir jetzt nicht ausdiskutieren. War auch besser so.

Ich glaube, er hat tief drinnen auch eine Verletzung und hält sich bei Menschen eher zurück und macht sein eigenes Ding, was schon ziemlich als Egoismus rüberkommt. Aber das ist nicht meine Sache. Es ist sein Leben und ich muss mir überlegen, ob und wie lange ich das mit ihm verbringen will und er mit mir. Aber er kann auch sehr lieb sein.

Jetzt werde ich mal zu Ende packen. Habe noch eine lange Liste mit Notizen. Morgen fährt mich eine Bekannte in die Klinik, da mein Freund arbeiten muss. Das fand ich auch echt nett, dass sie mir das angeboten hat.

Also dann, macht's gut und bis bald!

Liebe Grüße,

Sonnenstrahl
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Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
Sonnenstrahl
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.04.2009
Beiträge: 256
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 22.03.2010, 14:52    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lavandula,

das was Du geschrieben hast, kann ich alles voll unterstreichen, besonders diese Aussagen:

lavandula hat Folgendes geschrieben:

. nach vielen Jahren des Versteckens brachen sie hervor und äußerten sich immer wieder in Wut
. nach und nach konnte ich die Schmerzen und die Wut getrennt wahrnehmen und mit Trauerarbeit beginnen zu heilen
. verbot ich mir die Wut, war das Ergebnis nach und nach Depression und Leblosigkeit
. das Zulassen der Wahrheit hat mich immer große Schritte voran gebracht und lebendiger werden lassen.


Genau die Schritte erlebe ich seit letztem Jahr auch. Ich habe das Gefühl, alte Wunden brechen auf und alte Mauern fallen nieder. Da kommt manchmal ein ungeheuerer Schmerz und auch Wut nach oben, die ich kaum ertragen kann. Aber ich merke auch, dass sich da Vieles löst.

Zugleich löse ich mich auch von alten Mustern und Bindungen. Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter und meinem Bruder etwas heruntergefahren, weil ich einfach merke, dass ich mich dann selber mehr spüre und mir selber mehr vertraue.

Leider ist mein Bruder noch nicht so weit. Ich habe ihm letzte Woche einen Brief geschrieben, in den ich meinen Weg beschrieben und die Erfahrungen, auch mit der SHG geteilt habe. Auch ein Merkblatt für erwachsene Kinder habe ich beigelegt. Er hat mir eine SMS zurückgeschrieben, aus der ich entnommen habe, dass er es (noch) nicht begreift. Das muss ich wohl akzeptieren.

Auch die Schmerzen kann ich jetzt besser zuordnen. Sie kommen nicht mehr aus heiterem Himmel, sondern ich kann sie Ereignissen zuordnen.

Letzte Woche habe ich auch an einige Freunde/Bekannte geschrieben, um unbeklärte Beziehungen zu überprüfen, die mich lange belasten. Ich hatte keine Scheu mehr, alle Sachen auf den Tisch zu legen. Ich werde auf Rückmeldungen warten, kommen sie nun oder nicht, und meine Schlüsse ziehen.

Es wird sich mit Sicherheit einiges in meinem Leben ändern und ich werde auch Vieles loslassen müssen, aber das ist in Ordnung, ist wie Großreinemachen Winken

Alles Gute für Dich, Lavandula. Deine Beiträge sind sehr lebendig, man spürt, dass Deine Erstarrung und Depression sich mehr und mehr auflöst und Du wieder am Leben teilnimmst.

Sonnige Grüße,

Sonnenstrahl
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Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
lavandula
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2010, 19:46    Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sonnenstrahl,

danke Smilie
Das Loslassen beschäftigt mich momentan auch sehr. Es ist eine Riesenleistung für ein EKA, auf eine von den so seltenen, lebensnotwendigen Verbindungen nach außen in die andere Welt zu verzichten.
Aber heute, als Erwachsene, haben wir die Möglichkeit, die Gestaltung mit aller Kraft, Langmut, Sensibilität und Liebe selbst zu vollführen.

Was mich verletzt und deprimiert, versuche ich, los zu werden. Wer mich schlecht behandelt, verdient es nicht, mit mir befreundet oder bekannt zu sein - das ist eine der wie ich meine schwersten Lektionen.

Viele Grüße und viel Freude beim 'Frühjahrsputz' Winken
Lavandula
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lavandula hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben

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