| ich habe meine trinkende Tochter vor die Tür gesetzt • Gesetzliche Verbote, wie umsetzten bei Jugendliche |
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randres neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.01.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 27.01.2010, 05:30 Titel: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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Hallo zusammen,
als erstes möchte ich sagen. das ich dankbar bin euch gefunden zu haben.
Da ich selbst seit vielen Jahren in einer Selbsthilfe-Forum bin ( crohnisch krank)
weis ich wie wichtig es ist Menschen zu haben mit denen man sich austauschen kann, die einen verstehen und zuhören.
Es geht um meinen 23 jährigen Sohn den ich gestern zum zweiten mal in einer Enzugsklinik gebracht habe.
Er kam am Montag zu mir und erzählte das er sich am Wochenende umbringen wollte und das er wieder trinken würde.
Vor zwei Jahren war er auch schon in einem Enzug und ich dachte : Super, das ging ja schnell und jetzt ist wieder alles gut. Er macht eine Ausbildung zum Speditionkaufmann und ist auch regelmäßig zur Arbeit gegangen. Er hat seine Berufschule mit 2 abgeschlossen und im März hat er seine Prüfung bei der IHK. Ich wuste ja nicht das er wieder regelmäßig trinkt und immer depresiver wird( Er hat eine eigene Wohnung und kam nur selten zu Besuch). Ich weis nicht, wie er es geschafft hat das man auf seiner Arbeit nichts gerochen hat denn er hat ja schon morgens getrunken. Ich mache mir wirklich sehr grosse Vorwürfe das ich nichts gemerkt habe, aber ich war in dieser Zeit selbst ziemlich krank....das soll keine Entschuldigung sein ich werde mir nie verzeihen das ich die Not meines kindes nicht erkannt habe.
Die Ärztin in der Klinik sagte mir, das er ganz alleine die Verantwortung für sein tun übernehmen muss und das ich mich zurück halten solle.
Hallo?...das ist mein Kind ,er wollte sich umbringen und ist in seiner grossen Not zu mir gekommen!
Wie kann ich da sagen seh zu wie du klar kommst ,du bist für dich selbst verantwortlich.
Den ersten Schritt hat er jetzt gemacht, er will wieder einen Enzug.
Ich bin ja der Meinung, das er nach dem Enzug eine stationäre Theraphie machen soll, aber er will danach erstmal seinen Abschluss machen und dann erst eine Theraphie. Er wird aber mit sicherheit wieder anfangen zu trinken, denn solange man die Ursache für seine Sucht nicht behandelt, wird er immer wieder rückfällig werden.
Er hat auch viel in seinem jungen Leben schon mitgemacht...erst die Trennung von seiner ersten grosse Liebe, mit der er 2 wundervolle Kinder (4 und 1/12 Jahre) hat, die er aber nur alle zwei Wochenende haben kann und er muss mit ansehen wie der neue Partner seiner Ex mehr Zeit mit seinen Kindern verbringt als er.
Oje, jetzt habe ich hier einen halben Roman geschrieben, aber das ist noch längst nicht alles was ich mir von der Seele schreiben muss...
LG randes |
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| randres hat zum Thema: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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Linde66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 7790 Alter: 44
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Verfasst am: 27.01.2010, 14:55 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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Hallo randres,
herzlich Willkommen hier im Forum.
| Zitat: | | Die Ärztin in der Klinik sagte mir, das er ganz alleine die Verantwortung für sein tun übernehmen muss und das ich mich zurück halten solle. | Der Rat ist auch der, den wir hier geben. Sich zurückhalten schließt ja nicht aus, daß du ihn "begleitest". Er wird erwachsen, muß lernen die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und du kannst ihn dabei begleiten - WENN ER ES MÖCHTE. Die Schritte gehen muß er aber selber. Er ist ja nun erst mal gut aufgehoben und kann sich dort sortieren.
Einen Schritt nach dem anderen...
Du schreibst, du warst selber krank. Wie geht es dir inzwischen?
Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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NoAlk neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 18.01.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: 27.01.2010, 14:56 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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Hallo Randes!
Leider kann ich dir auch keine Tips geben.....
da ich in einer ähnlichen Situation bin.
Aber ich wollte dir dennoch antworten,
und dir sagen dass ich dich
und deine schwierige Situation in der du dich gerade befindest
gut verstehen kann.
Du bist da jetzt nicht allein.....
zur Zeit gibt es mindestens einen Menschen
der deine Gefühle, deine Ängste
und auch deine Machtlosigkeit verstehen kann.
Versuche dir selber keine Vorwürfe zu machen.....
das hilft dir auch nicht wirklich weiter.
Nachher ist immer alles leichter...
und ich finde es richtig
dass du deinen Sohn in eine Entzugsklinik gebracht hattest.
Sicher ist jeder Mensch für sein Leben selber verantwortlich...
mir hilft dieser Satz immer wieder mal weiter.....
wenn ich total verzweifelt bin.
Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft und Energie
für die nächste Zeit. |
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| NoAlk hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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Monty sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2009 Beiträge: 1212 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 27.01.2010, 21:20 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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Hallo Randes,
kann dich nur zu gut verstehen...deine Gefühle, deine Ängste. Auch ich musste erst lernen, (und das habe ich hier gelernt) mich mehr zurück zu halten.
War auch immer da für meinen Sohn, habe ihm alles abgenommen und auch Geldprobleme übernommen.
Hatte geschimpft, geweint und war total verzweifelt.
Heute habe ich losgelassen...mein Sohn weiß, dass ich wenn Not am Mann ist ich da sein werde, doch das er sein Leben alleine meistern muss.
Er trinkt heute nicht mehr jeden Tag..sondern alle 2 Wochen dann aber richtig.
Er weiß, dass ich das nicht gut heiße, doch er muss erst von alleine zur Einsicht kommen.
Und er ist auf dem besten Weg dorthin....denn seit dem ich das Trinken nicht mehr anspreche und ihm sage, dass es sein Leben ist...seit dem fängt er an nachzudenken....fragt mich oft, wie es bei seinem Opa war(mein Vater war Quartalstrinker) und ich erzähle es ihm.
Es ist nicht einfach sich abzuschotten...doch ich wäre sonst daran kaputt gegangen.
Pass auf dich auf
LG Monty |
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| Monty hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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randres neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.01.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 01.02.2010, 08:04 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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Hallo,
Mein Sohn ist nun eine Woche in der Entzugsklinik . Wir mussten ihm versprechen das wir ihn in Ruhe lassen bis er sich bei uns meldet.
Es war natürlich schlimm für uns nicht zu wissen wie es ihm dort geht, aber ich wusste ja das er in fähigen Händen ist.
Am Samstag hat er angerufen und wollte das wir ihm ein paar Sachen bringen. Mein Mann und ich sind dann Gestern zu ihm gefahren und ich muss sagen, er sah richtig gut aus. Wir waren eine Std. da und ich merkte das unser Besuch zu viel für ihn war...sind dann auch wieder gefahren. Eine Woche hat er noch, aber ich bin der Meinung das es nicht reichen wird dafür ist er noch zu depressiv.
Er müsste nach der Entgiftung eigendlich in eine Klinik wo er mit Hilfe von Psychologen die Ursache für seinen trinken bearbeiten kann. Er will erst seine Prüfung machen und danach aber in einer Tagesklinik gehen.
Ich bin letzte Woche in seiner Wohnung gewesen, dachte mir ja schon das es wüst aussehen würde, aber sowas habe ich noch nie gesehen...wie kann ein Mensch nur so verwarlosen, habe mitten im Raum gestanden und geheult. Er war immer sehr ordnungsliebend und jetzt das....ihm muss es echt schlecht gegangen sein. aber jetzt ist nach 5 Std. putzen wieder alles sauber und frisch. Er wird sich bestimmt freuen.
Meine älteste Tochter (31) möchte das er nach der entgiftung erstmal zu ihr kommt, aber ich halte das nicht für klug denn ich bin der Meinung das er in seine Wohnung geht und seine selbständigkeit weiter führt.
Ich weiss nicht ob es gut ist , er könnte sich dann bevormundet fühlen .
Ich dachte, ich schaue lieber mal zwei mal die woche nach ihm und frage ob ich ihm helfen kann. Was meint ihr dazu? einige von euch können ja aus erfahrung reden. Dann ist da noch das Problem, dass mein Mann die Sache immer runter spielt " So schlimm ist das nicht, wir haben beim Bund auch immer gesoffen wie die Kesselflicke und ich bin auch nicht abhängig geworden. Er kann sich gar nicht in meinen Sohn hinein versetzen, war ja nie da (arbeitet als Ingenieur in Berlin)...und wenn er am Wochenende kam, hat er auch nur vorm pc gesessen. Ich habe so zusagen die Kinder alleine erzogen. Im Moment hasse ich ihn dafür, dass er nie für meinen Sohn da war...ihm hat immer eine Vaterfigur gefehlt ,vielleicht wäre dann alles anders gekommen .Meine Töchter sind da anders, sie sind gut damit klar gekommen das er nur am WE zu Hause war.
Jetzt erst wird mir klar was dadurch alles kaputt gegangen ist.
Er ist nicht für mich da, obwol ich ihn doch jetzt am meisten brauche...ich fühle mich total alleine gelassen.
Ich bin ja froh, das ich mich bei euch aussprechen kann und dass es hier Menschen gibt ,die für mich da sind.
Ich bin am überlegen ob ich mich nicht von meinen Mann trennen soll...denn obwol er hier ist, fühle ich mich alleine gelassen doch er müsste doch gerade jetzt für mich da sein.
Na, ja schauen wir mal! |
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| randres hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 6281 Alter: 47 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 01.02.2010, 09:04 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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hallo randres
hm.... weißt du, auch wenn das jetzt hart ist, du solltest deinen jungen mal in ruhe machen lassen. man kann einen menschen auch mit zu viel liebe erdrücken. gib ihm den freiraum sich selbst zu finden und auch seinen eigenen weg. es ist hart sein kind so zu sehen, aber wenn du ihm ständig alles abnimmst kommt er aus der nummer nie raus. er sieht das momentan alles als bevormundung an. lass ihn machen. und wenn er in seiner hütte nen kompass und ein hackebeil braucht um von a nach b zu kommen dann ist das sein problem. ich kann dich zwar gut verstehen, man will ja für die kinder da sein, aber man kann da eben auch zu viel tun.
woran das liegt das dein sohn so abgerutscht ist kann im endeffekt keiner sagen. möglicherweise hat ihm ja tatsächlich die nähe des vaters gefehlt. als frau kann man töchter halt besser durch die pubertät begleiten als söhne, das seh ich an meinen kindern. mein sohn sagte letztens auch das mein lebensgefährte sein vater ist, mein ex ist nur sein erzeuger. ihm hat lange die vaterfigur gefehlt. ob das bei deinem sohn auch so ist kann ich nicht sagen. aber jetzt ändert das wissen eh nichts mehr. traurig finde ich das dein mann deinen sohn nicht ernst nimmt. deswegen solltest du es um so mehr tun und seine wünsche respektieren. er wird sich bei dir melden wenn er dich braucht. sag ihm deutlich das du ihn in ruhe läßt, aber da bist wenn er dich braucht. das wird ihm weiter helfen. misch dich nicht in seine belange ein wenn er dich nicht darum bittet, das zeigt ihm deutlich deinen respekt. wenn du seine bitten ignorierst, ignorierst du seine persönlichkeit und das kann nur nach hinten los gehen.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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kasiopeia neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2009 Beiträge: 6 Alter: 35
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Verfasst am: 05.02.2010, 19:08 Titel: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! |
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hallo randres!
ich denke auch, dass du deinem sohn etwas mehr raum geben solltest!!!
süchtige müssen sich erstmal aus ihrer sucht befreien und danach schauen, was ihnen wichtig ist! wenn du eine zeit lang nicht diesen weg mit ihm zusammen gehen kannst, dann musst du es akzeptieren und dich auf die zeit freuen, in der ihr wieder beieinander seid!
jeder süchtige hat eine suchtgeschichte, die es aufzuarbeiten gibt, und bevor dies nicht geschehen ist, wird ein "normales" zusammenleben nicht möglich sein!!
gib ihm die zeit, die er dafür braucht!
sei für ihn da, wenn er dich braucht.
konfrontiere ihn nicht mit erwartungen der familie.
stütze ihn, aber sei ihm keine last!
es ist schwierig, aber machbar!!!
ich wünsche dir viel erfolg,
kasiopeia |
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| kasiopeia hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinen Sohn helfen! geschrieben
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