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Bin total verzweifelt   •    Immer eine Entgiftg.,bzw. Entwöhng. nötig ??  
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Selbstbetrüger
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 21.03.2006, 23:58    Titel: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo @ all,

nachdem ich in meinem Vorstellungsthread Fragen angekündigt habe,mich aber erst einmal schlau machen wollte bevor ich diese stelle,will ich nun damit anfangen.
Ich hoffe,auf offene Ohren zu stoßen und auf noch mehr helfende Schreiberlinge.

O.K.,ich male mir jetzt mal in Gedanken das Bild einer Spirale.Je mehr sich diese Spirale verjüngt,desto mehr weiss ich über Alkoholsucht,die Gründe meiner alkoholsucht und letztendlich über mich.Meiner Meinung nach wird sich diese Spirale nicht schliessen,denn ich finde,nein,aus eigener Erfahrung weiss ich,dass der Weg das Ziel ist.
-kurzer Einschub:Ich hoffe,das es nicht zu nervig ist wenn ich so manches mal auf solche bildliche Vergleiche zurückgreife.Für mich ist das weniger ein verschachteln der Gedanken als vielmehr ein freilegen dieser.Ich weiss aber auch,das dies andere nerven kann,also wenn dem so ist,sorry-

Also,der Weg ist das Ziel.Was hindert mich,meinen Weg zu gehen?Stolpersteine.Was sind Stolpersteine?Symbolisch gesehen zum Beispiel unbeantwortete Fragen.Und das ist für mich,auch wenn es für andere lächerlich klingen mag,tatsächlich eine schwere Hürde.Fragen stellen hat etwas damit zu tun,das ich Schwäche zeige.Ist das so?"Eigentlich" nicht.Eigentlich in Tüddelchen,weil ich dieses Wort genauso wenig mag wie wenn Sätze gespickt sind mit dem Wort "man".
Aber in diesem Fall musste ich "eigentlich" wählen,weil ich diese Schwäche,vermeintliche,nur mir zugestehe.Wenn andere Fragen stellen ist das so natürlich für mich wie die Jahreszeiten.
Aber warum ist das so?Warum verlange ich Perfektion von mir wo ich diese von anderen nicht mal im Ansatz verlangen würde?
Selbstauferlegter Druck.Ich erinnere mich daran,das mein Vater in meiner Kindheit zu mir sagte,das aus mir gar nichts werden kann.Das passierte an dem tag,als ich das erste mal in der Grundschule eine 2 anstatt einer 1 nach Hause brachte.Das war in der 3. Klasse.
So,und nun bin ich 31 Jahre alt und weiss genau,das nur ich für mein Leben verantwortlich bin,das ich mich "eigentlich" nur über das zu deffinieren habe,was ich über mich denke.Was irgendwer,egal wer,vor über 20 Jahren über mich gesagt hat hat Heute keine Aussagekraft,hat "eigentlich" nie eine gehabt.
Und verdammt nochmal warum muss ich immer wieder daran denken???
Ich habe zur Genüge dazu beigetragen,genau diese Aussage zu bestätigen,mitlerweile bin ich aber auch durch eine Weiterbildung dabei,diese zu revidieren.Dort stehe ich weit über dem Durchschnitt,was die Leistung angeht,und trotzdem kotzt es mich an wenn mal wieder einer meine 1- durch eine glatte 1 getoppt hat.Ich bin dann eben nicht der Beste.

So,um das Ganze mal abzukürzen und um wenigstens auf einen Punkt zu kommen.
Ich setze mich selbst einer erwartungshaltung aus der ich nie,nie,nie gerecht werden kann.Meine Gedanken sind wie ein verstelltes Radio,eine Frequenzüberschneidung,du hörst 4 Sender gleichzeitig.Der on-Knopf wird gedrückt,wenn ich morgens aufwache und der off-Knopf ist schon lange durch einen "Dimmer" ersetzt,ich träume seit Jahren meine Problemgedanken einfach weiter,nur halt in Bildern.
Und um den Bogen "zum Thema" zu spannen:Die einzigen Momente,in denen ich tatsächlich klar denken kann,wirklich klar denken kann,sind die,in denen ich mich zwischen betrunken und black-out befinde.
Grundsätzlich:ich habe nicht Angst,den Verstand zu verlieren.Ich habe lediglich (lediglich ist in diesem Zusammenhang der Hóhn schlechthin) aus dieser Sucht nach klarem Denken eine Sucht zu machen,die mich zerstört.Und das ich dahingehend auf einem sehr guten Weg bin habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.

Fragen:Nun,die Fragen habe ich schon gestellt,und zwar im Verlaufe des Textes.Eine letzte habe ich aber noch,und diese ist mir sehr viel wert:Gibt es irgendwen,der dies liest und sich ein wnig darin wiedererkennen kann?

Und nun schicke ich den Text los,ich habe ähnliches in den letzten 5 Tagen mindestens 10 mal geschrieben,habe mich aber nie getraut es abzuschicken.Ich lese jetzt nicht mehr nach.

Gruß
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Selbstbetrüger hat zum Thema: Fragen geschrieben
OldShatterhand
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 23.03.2006, 04:23    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich bin mit 15 vom Gymnasium geflogen und habe dann erstmal ne Lehre gemacht.

Nach Aussage von meinem Vater hätte aus mir absolut nichts werden können, weil man 'ohne Abitur' ja nichts werden kann. Ich habe heute noch kein Abi, führe aber Mitarbeiter, die Abi haben. Ätsch, Daddy:-)

Heute, 35 jahre später, kommt es oft genug immer noch vor, dass ich mich irgendwie nicht in Ordnung fühle. . Tja, so ist das halt im Leben..
und dann sage ich mir: geh einfach weiter!....

Allerdings bin ich auch schon 20 Jahre trocken. An das Thema kannst du aber erst dran gehen, wenn du aufgehört hast zu trinken. Umgekehrt wird das nix.

Gruß
Rolf
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OldShatterhand hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
Shakti
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 23.03.2006, 08:16    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Der-sich-nicht-mehr-selbst-betrügen-will, Winken

Einer meiner Gründe, warum ich getrunken habe, ist der selbst auferlegte Druck, das pausenlose Rattern im Hirn und schließlich die Angst, die Ursache und Folge dieses Drucks ist. Der Alkohol verschaffte mir eine vermeintliche Pause von dem Druck. Klar denken konnte ich aber im Verlauf der ersten Gläser auch nicht, das lerne ich gerade nach und nach im Laufe meiner nun elfwöchigen Abstinenz. Aber ich wurde ruhiger. Gemüt, Seele, Verstand und Gefühl hielten für einen kurzen Augenblick die Waffen gegen mich und das Leben nieder und gönnten uns allen einen Waffenstillstand. Viileicht bildete ich mir indiesem Moment deshalb ein, dass ich mal klar denken konnte.
... Danach ging der Krieg aber umso erbitterter und zerstörerischer weiter, aber Du kennst das ja.

Ich kann Dir heute nicht allzu viel über Geschichte und das Warum dieses immensen, mich selbst auffressenden Drucks und der Angst schreiben. Aber ich kann Dir sagen, dass mir das alles sehr bekannt vorkommt, was Du geschrieben hast. Gerade mit diesen Themen beschäftige ich mich zur Zeit sehr und ich freue mich, wenn Du auch weiterhin dazu Deinen Gdanken freien Lauf lässt. Ich werde hierzu sicherlich auch noch vieles sagen können.

Für heute nur dies, und das alles mag banal klingen.

1. Ich lerne, das erste Glas stehen zu lassen, und zwar nur HEUTE.

2. Ich lerne, das geifen-wollen-zum-Alkohol (oder zu Zigaretten/Essen) als Signale und Zeichen meiner wahren Bedürfnisse zu begreifen. In diesem Augenblick sagt mir meine Seele, mein Körper irgendetwas. Sicher nicht: dass ich mich besaufen soll oder sonstiges Gift mir reinziehen soll. Sondern ich brauche in diesem Augenblick etwas anderes: vielleicht Ruhe und Schlaf?, vielleicht einen Spaziergang, vielleicht ein Herz-ausschütten vor einem vertrauten Menschen? Vielleicht....Meistens habe ich in diesen Augenblicken Angst und ich mache mir Druck. Oder ich bin traurig oder frustriert. Aber warum? Oftmals habe ich diese Gefühle gar nicht gemerkt.
Ich lerne also, meine Krankheit als Wegweiser zu mir selbst und als Chance zur Veränderung hin zu einem zufriedeneren Leben zu begreifen. Denn meine Krankheit will mir seit Jahrzehnten etwas sagen. Ich lerne hinzuhören.


3. Ich lerne, im Vorfeld Druck- und Angstsituationen zu vermeiden, abzubauen, anders damit umzugehen. Ich lerne, Druck nicht mit Verantwortung zu verwechseln. Ich lerne, mich zu sehen und nicht mehr mich durch das Auge des Anderen (in Form des internalisierten Vaters (Gewissen/Erwartung), der in viele andere schlüpfen kann, einschließlich mich).
Ich lerne aber auch, z.B. Trauer und Schmerz als gegeben zur Kenntnis zu nehmen und auszuhalten, wenn ich die Ursachen nicht ändern kann. Es ist wie es ist. Dann lasse ich eben auch diesen Gefühlen freien Lauf. Was in mir ist, muss raus (Trauer, Kränkung, Verwirrung, Einsamkeit, Angst etc.), was von außen an mich herangetragen wird, mitunter auch von mir selbst (Druck, Erwartung, Kränkung, etc.) MUSS NICHT in mich rein, ich kann es für mich umdeuten oder von mir fernhalten.

4. Ich lerne, anders mit mir und meinem Leben umzugehen. (Für diese Verhaltenstherapie ist eine Auseinandersetzunge mit der eigenen Geschichte natürlich notwendig.)

5. Ich lerne, mein Selbst- und Weltbild zu verändern.

6. Dafür lerne ich, in den nächsten kleinen Schritten zu denken. Das. was mich zu übermannen droht, teile ich mir in die nächsten überschaubaren Schritte ein. Ich denke nicht an morgen, ich denke schon gar nicht an nächste Woche, denn dann würde ich panisch werden und mich mit Selbstvorwürfen und Versagensängsten und Überforderungssyndromen so lähmen, dass ich zum ersten Schritt nicht mehr in der Lage bin und mich selbst behindere und damit self-fullfilling-prophecy meiner Negativ-Botschaften betreibe.

7. Ich lerne, mir auch mal auf die Schulter zu klopfen.

8. Ich lerne, dass alles seine Zeit dauert. Ich lerne, Geduld mit mir zu haben.

9. Ich lerne, einen Punkt zu setzen, nämlich jetzt.

Es gäbe noch viel mehr zu sagen. Aber bis auf weiteres wünsche ich Dir heute einen guten trockenen Tag. Fang mit dem ersten Schritt an, nämlich trocken zu sein, nur heute, und denke nicht an die nächsten.

Herzliche Grüße
Shakti
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Shakti hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
Selbstbetrüger
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 01:01    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

erstmal danke,wenn auch verspätet,für die Antworten.Ich werde da auch noch drauf eingehen,jetzt ist es mir aber ein Bedürfniss,zu schreiben.

Mein Nickname ist Programm,ich habe ihn mir wohl bewusster ausgesucht als gedacht.
Ich bin gerade sehr stark angetrunken und schäme mich,in diesem Zustand hier zu schreiben,aber ich will nun unbedingt ein paar Sachen loswerden.
Ich habe in den letzten Tagen viel und lange nachgedacht und beim nachdenken ist mir aufgefallen,das eines meiner Probleme das ist,das immer viel und lange nachdenke,aber leider ohne letztendlich die Konsequenzen aus den Gedankengängen zu ziehen.Also das,was ich als Nenner bezeichnen würde,auch in die Tat umzusetzen.
Ich bin Alkoholiker,das weiss ich.Ich habe gedanklich das Handwerkzeug bzw das Wissen,was ich dagegen tun kann.Und ich weiss,das es geht,um das zu wissen muss man nur in dem Forum hier blättern.Warum zum Teufel mache ich dann nichts dagegen???Und jammere jetzt hier auch noch rum?
Ich kann mein eigenes Handeln nicht nachvollziehen und ehrlich gesagt kann ich meine ganze Lebensführung nicht mehr nachvollziehen.Ich betrüge mich und meinen Körper indem ich mir in aller Regelmäßigkeit ein Nervengift zuführe,welches aus mir einen Menschen macht der ich gar nicht sein möchte.Ich finde das Unglaublich,ich habe bei meinem Vater gesehen,was der Alkohol anrichten kann und habe nicht ein bißchen daraus gelernt.
Als ich das erste Mal hier geschrieben habe bzw dieses Forum entdeckte kam bei mir eine rießen Euphorie auf.Ich habe mich in so manchem Beitrag wiedererkannt,habe von Menschen gelesen die es gepackt haben aus diesem Sumpf wieder rauszukommen etc.Das hat mir eine Menge Mut gemacht,sofort wurden Pläne geschmiedet.Und nun?Es klappt nicht.Und dafür habe ich nur eine Erklährung:Ich bin noch nicht weit genug unten.Ich bin ein phantastischer Theoretiker,aber der Wille,das,was ich weiss auch in die Praxis umzusetzen ist augenscheinlich nicht stark genug.Ein weiteres Zeichen dafür,das es mir nicht dreckig genug geht.
Ich verarsche mein Umfeld,verarsche die Leute,denen mir tatsächlich etwas an mir liegt...was mir eh unbegreiflich ist,wie überhaupt jemandem was an mir liegen kann.Ich mag auch keine Lügner.Verarschen tue ich sie schon in dem Moment,wo mich jemand fragt wie es mir geht und ich als Antwort sowas wie super sage.Es geht mir NICHT super!Ich quetsche mich mit meiner sozialephobie durchs Leben,bin so voller Selbstverachtung weil ich meinen Vorstellungen nicht gerecht werden kann und weiss zudem,das meine Exzesse schon gesundheitliche Schäden hinterlassen haben.Meine Leber klopft schon an die Rippen und lässt mich oftmals unerwartet,also wie aus dem Nichts,in die Knie gehen.Nichts ist super,aber warum,zum Teufel,kann ich das nicht mir und meinem Umfeld gegenüber eigestehen?Tja,ich first-class Theoretiker,weiss sogar darauf eine antwort:Weil ich dadurch eine Schwäche eingestehen würde.Und diese könnte die perfekt aufgebaute Fassade einreissen.
Und der Hohn schlechthin ist,das ich genau weiss wie die Grundlagen auszusehen haben um wirklich etwas an seinen Problemen verändern zu können:Am Anfang steht das Selbsteingeständniss des Problems.Das ist der Saatboden,ohne diesen geht nichts.Das weiss ich daher,weil ich knappe 20 Jahre gebraucht habe um an dem Nullpunkt angekommen zu sein und mir eingestehen konnte,das ich ein psyschiches Problem habe.Vorausgegangen waren wie gesagt knapp 20 jahre,in denen mir die traumatischen Geschehnisse aus vergangener Zeit täglich im maximal 10-Minutentakt in Bildform vor Augen den Tag "versüßt" hatten.Um das zu erkennen habe ich fast 20 Jahre gebraucht!Ich bin es zwar losgeworden,kann diese Erfahrung aber nicht auf meine Sucht ummünzen.Das ist doch unfassbar,oder?
Ich weiss nicht,ich finde alles an meinem Verhalten unfassbar.Und,um es noch obskurer zu machen:Wenn ich das,was ich von mir erzähle von jemandem anderen hören würde dann fände ich es NICHT unfassbar.Und das unabhängig von meinen Erfahrungswerten,denn der andere ist ja ein Mensch und der DARF Fehler machen.
Oh Mann,weiter oben habe ich geschrieben,das ich Alkoholiker bin.Selbst das war schon wieder so eine Verarschung,denn das kann ich mir selbst auch nicht eingestehen.Wie sage ichs,ich weiss,das ich alkoholiker bin,klammere mich aber daran fest,das ich diese Schwäche doch gar nicht haben kann.Aber ist das schlimm?Nein,für die anderen.Ja,für mich.Ich glaube,ich verliere doch meinen Verstand.
Gestern war ich auf einem Fest,welches ich selbstverständlich nur besuchen konnte nachdem ich vorher ordentlich getrunken hatte.Um dort bis zum Gedächtnisverlust nachlegen zu können.Heute hatte ich,wie immer nach solchen Aktionen,mit der Zeit zu kämpfen in der der Körper den Alkohol abbaut.Nur war es diesmal,neben den ganzen kreislaufgeschichten anders.Als der Alkohol immer mehr schwand hat das Zittern in einem mir unbekannten Maße zugenommen,und außerdem hatte ich ein Gefühl "im Gehirn" (ich weiss,wie dumm sich das anhört) als würden dort kleine Stromschläge durchgehen.ausserdem habe ich dazu ein regelrechtes "knacken" im Kopf gespürt (wie doof sich das anhört weiss ich erst recht).Das hat mir Angst gemacht,und zwar soviel,das ich entgegen meiner normelen Angewohnheit,nämlich den Kater durchzustehen,wieder angefangen habe zu trinken.Ich hatte Angst davor,das ich einen Alkoholkrampf bekomme,wie ich es von meinem Vater kenne.Es ist doch unfassbar,wie man in solch eine Situation kommen kann wenn man das Negativbeispiel jahrelang vor Augen hatte.Bei mir ist es nicht so,das eine Orientierungsfigur etwas gemacht hat was ich mir von ihr abgeschaut habe,ich habe es damals schon gehasst diese orientierungsfigur in betrunkenem Zustand zu sehen.

Ich höre jetzt auf zu schreiben.
Und nun?Werde ich noch ein paar Bier trinken,weil ich aus meiner Theorie nichts lerne,werde bei Bedarf in den Eimer pissen der neben meinem Sessel steht weil der Weg zur Toilette zu anstrengend ist,werde mir irgendeinen *** in der Glotze anschauen bis ich in meinen Rauschschlaf versinke und mir beim einschlafen vielleicht wieder einmal sehnlichst wünschen,Morgen nicht wach zu werden.Einfach nur zu schlafen.Und zwischendurch werde ich mich in meinem verhassten Selbstmitleid suhlen wie ein fettes Schwein in der Jauchegrube.

Viel Mut den Mutigen hier.
SELBSTBETRÜGER
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Selbstbetrüger hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
maria44
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 2103
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 08:49    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Selbstbetrüger,

ich lese in Deinem Beitrag so viel Selbstmitleid dass jeder Ratschlag wäre hier wahrscheinlich auch sinnlos, außerdem Du weiß ja schon was zutun ist, um aus dieser Hölle raus zukommen.
Ich lese eine große Resignation, was erwartest Du von Deinem Leben? oder hast Du schon Dein Leben aufgegeben?
Theorie ist nun mal, nur eine Theorie, wach endlich auf!!! wenn Du noch Leben willst, träumen kann man auch mit klarem Kopf.
Ich bin nicht der Mensch der sehr viel schreibt, weil man sich manchmal nur im Kreiß dreht, erreichen tut man aber gar nichts.
Also hör endlich auf, Dich zu bemitleiden! Höre auf irgendwelche Theorien zu verbreiten, nimm Dein Leben endlich in die Hand und tue etwas, gelesen hast Du schon genug, jetzt musst Du etwas machen. Ein Schritt nach dem anderen, aber machen und nicht nur denken, das bringt Dich nicht weiter.

Viele Grüsse
Maria
______

Achte auf Deine Gedanken! Sie sind der Anfang Deiner Taten.
Chinesische Weisheit
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maria44 hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
Selbstbetrüger
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 16:11    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

Entschuldigung für den Text von letzter Nacht,es ist die ganze Enttäuschung aus mir herausgeplatzt.Es tut mir Leid,das ich betrunken in einem Forum geschrieben habe,indem auch Leute mitlesen,die den Kampf wirklich aufgenommen haben und eben immer noch hart am kämpfen sind,zum Teil.

@ Mairia 44

Ja,ich möchte leben!Genau das ist es ja,was mir gestern so zu schaffen gemacht hat.Mit Alkohol ist es nunmal kein Leben,sondern nur ein überleben.Und da ich überzeugt davon bin,das ich nur dieses eine Leben habe verstehe ich selbst nicht warum ich mir dieses Geschenk (und als das betrachte ich das Leben nach wie vor) so leichtfertig wegwerfe.Ich habe Ziele,die ich gerne erreichen will und die auch tatsächlich realisierbar sind.Und natürlich habe ich auch Träume.Aber ich kann weder diese Ziele noch die Träume in Angriff nehmen wenn es so weiterläuft wie bis jetzt.Ich bleibe ein,zwei wochen trocken um mich dann besinnungslos zu trinken.
So,und das war nun das letzte mal,das ich etwas von Theorie geschrieben habe.Nun müssen wirklich Taten folgen,und zwar auf eine andere Weise als bisher.Bisher habe ich immer versucht,alle Probleme gleichzeitig anzugehen:Ich höre auf zu trinken-mit dem rauchen muss ich auch aufhören-nur noch Obst und Gemüse essen-wieder Sport machen.alles gleichzeitig,und das kann nicht gutgehen und erzeugt nur noch mehr Frust.
Ich werde jetzt 2 Dinge machen:Ich lasse das erste Glas stehen und zweitens werde ich Morgen eine Beratungsstelle in meiner stadt anrufen,deren Nummer ich mir eben rausgesucht habe um dort einen Beratungstermin zu vereinbaren.
Und erst,wenn ich diese beiden Dinge gemacht habe würde ich gerne hier berichten.Die Zeit des Laberns ist vorbei.

Viele Grüße
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Selbstbetrüger hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
rose1412
Gast






BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 16:36    Titel: Re: Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Selbstbetrüger,

ich wünsche Dir die Kraft bis morgen trockenzubleiben (und natürlich auch länger), um einen Termin bei einer Beratungsstelle zu vereinbaren.

Was ich alles hier über Dich gelesen habe ist, daß Du ja "eigentlich" alles weißt, THEORETISCH, aber das ist leider nur Theorie.

Man kann reden, schwafeln, träumen, sich selbst belügen, meinen schon alles zu wissen, aber solange man keine TATEN folgen läßt, wird sich nichts ändern.

Auch ich habe dem Alkohol den Kampf angesagt, und ich weiß er wird lebenslang dauern. Aber ich habe den ersten Schritt getan, und das ist ein gutes Gefühl, viel mehr, als mir dieser entschuldige, SCHEIß Alkohol jemals geben konnte.

Ich wünsche Dir noch ein schönes, trockenes Wochenende,
Grüße, rose1412
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rose1412 hat zum Thema: Re: Fragen geschrieben
rose1412
Gast






BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 16:39    Titel: Re:Fragen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

sorry, für Tippfehler


Man kann Dir den Weg weisen,
gehen mußt Du ihn selbst

Liebe Grüße, rose1412
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rose1412 hat zum Thema: Re:Fragen geschrieben

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