Für einen Angehörigen scheint oft die einzigste Möglichkeit zu sein, sich von einem uneinsichtigen
Alkoholiker zu trennen, der keine Hilfe annehmen möchte. Eine
Trennung scheint dann der einzigste
Ausweg. Die zeitweise
räumliche Trennung wird dann sogar gleich übersprungen, weil man einen Abschluss unter diese
Beziehung beziehungsweise
Partnerschaft setzen möchte. Zu viele
Lügen und Versprechungen über viele Jahre hinweg, haben für
Angehörige und Partner zu viel
kaputt gemacht und man sieht keine andere
Chance mehr für eine
gemeinsame Zukunft. Um sein eigenes Leben nicht noch weiter zu verschwenden, wird die
Trennung, also Scheidung ins Auge gefasst.
Unter so einer Scheidung leiden aber oft auch die Kinder, die in jungen Jahren noch nicht alles überblicken können.
Kindern von Alkoholiker sind oft ihr ganzes Leben gezeichnet und merken oft erst später, wie sehr der Alkoholkonsum und
Verhalten eines trinkenden Elternteils, ihr Leben geprägt hat. Oft kommen bei Kindern aus alkoholkranken Familien auch
Schuldgefühle auf, weil sie
glauben, sich selbst nicht richtig verhalten zu haben.
Die Frage nach dem richtigen Zeitraum für eine
Trennung oder Scheidung, lässt sich nie wirklich beantworten. Viele Familienangehörige haben, bedingt durch ihre schon existierende
Coabhängigkeit, immer noch die
Hoffnung, dass sich der Alkoholiker ändert und sich seiner Alkoholabhängigkeit stellt.
Ist die Trennung immer nötig oder gibt es Hoffnung, auch
wenn der Alkoholkranke keine Einsicht zeigt und
keine Hilfe annimmt? Oft muß
man diese Frage mit nein beantworten, aber durch das eigene Verhalten kann man
manchmal den Alkoholiker zum nachdenken anregen.
Spürt er Konsequenzen, zum
Beispiel durch eine zeitliche
Trennung, dann kann er merken, dass es den Partner oder Familienangehörigen
ernst mit einer Trennung ist. Ob das ausreicht, weiß man vorher nicht, aber
solche oder andere Konsequenzen zeigen Grenzen auf, die ihm zum nachdenken
bringen können.