Depressionen Antriebslosigkeit

Mit Depressionen bezeichnet man einen Zustand der psychischen Niedergeschlagenheit, wobei die Erkrankung selbst den sog. affektiven Störungen mit ihren verschiedensten Symptomen zugeordnet wird. Die Psychiatrie unterscheidet dabei zwei Formen, zum einen die wiederkehrende (also eine rezidivierende) depressive Störung, zu der unter anderem auch die sog. Lichtdepression zählt, und zum anderen die depressive Episode. Dabei ist die Ausprägung und der Verlauf meist unterschiedlich, so dass selten ein wirklich klassischer Verlauf diagnostiziert werden kann.

Eine Diagnose der Erkrankung wird daher allein nach dem Verlauf der Depression und nach ihren Symptomen gestellt, so dass kaum ein Krankheitsbild wie das andere ist. Daher werden auch zur Behandlung der depressiven Störung in der Regel verschiedene Methoden der Verhaltenspsychologie und der Tiefenpsychologie eingesetzt. In schweren oder wiederholt auftretenden Fällen kann zudem parallel eine Behandlung mit Medikamenten – den sog. Antidepressiva – erfolgen.

Kennzeichnend für eine Depression sind vor allem die Symptome der Stimmungseinengung, der inneren Unruhe, der Antriebslosigkeit und der Schlafstörungen. Dabei geht mit der Stimmungseinengung vor allem ein Verlust des Empfindens von Stimmungen wie Freude, Trauer oder ähnlichen einher. Dabei ist der Patient auch durch Zuspruch von Freunden und anderen vertrauten Personen in seiner Stimmung nicht aufzuhellen. Zu der Antriebslosigkeit kann dagegen eine Denkhemmung gehören, wobei sich der Patient nicht von seinen Problemen zu lösen vermag und diese zum Lebensmittelpunkt werden lässt. Die Schlafstörungen sind dagegen ein Ausdruck eines gestörten Tagesrhythmus, da ein depressiver Patient – vor allem im Anfangsstadium – versucht, seine Probleme wegzuschlafen und einen großen Teil des Tages im Bett verbringt. Dabei ist allerdings ein gewisses Muster zu erkennen, denn am frühen Morgen geht es dem Patienten in der Regel so schlecht, dass er zwar nicht weiterschlafen kann, aber auch zu wenig Antrieb zum Aufstehen besitzt. Am späten Nachmittag geht es den Betroffenen dann wieder besser bis allerdings einige Stunden nach Mitternacht, die Depression erneut einsetzt.

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