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In vielen Fällen kommt es bei einem
kalten Entzug zu einem Krampfanfall, wobei der Betroffene das
Bewusstsein
verliert und die Krämpfe sich über den ganzen Körper
ausbreiten. Dabei kommt es häufig zum erbrechen und der
Betroffene kann daran ersticken, wenn ihm nicht unverzüglich
von anderen Menschen geholfen wird und ein Arzt anwesend ist.
Weiterhin kann es zu einem Delirium (
auch Delir genant) kommen. Dabei hat der Alkoholiker
Wahrnehmungen, die er selbst für real hält. Das wird
umgangssprachlich oft als weiße Mäuse sehen bezeichnet.
Begleitet von extremen Angstzuständen erlebt der Alkoholiker
eine Wahnvorstellung, wo ihm alles zuzutrauen ist. Die dabei
auftretenden Ängste können ihm zu Handlungen zwingen, die für
ihn und auch anderen Menschen lebensgefährlich sind. Nicht
selten springen diese Menschen zum Beispiel aus dem Fenster,
weil sie sich verfolgt fühlen, irgendwelche Kreaturen sehen,
die sie umbringen wollen oder sie leben in ihrer Vorstellung in
einer anderen Welt, die sie jede Grenzen der Vernunft vergessen
lassen. Ein Delirium ist nur mit Hilfe von Ärzten und
Medikamenten behandelbar. Auch ein erneutes Konsumieren von
Alkohol kann kaum helfen, diese Wahrnehmungen zu unterbinden.
Leider glauben viele Menschen, die
regelmäßig Alkohol trinken, dass sie nicht von der
Alkoholsucht betroffen sind und unterschätzen die Gefahren,
wenn sie dann einen Entzug machen wollen.
Auch hier im Forum schreiben viele
Menschen, dass sie lieber zu Hause einen Alkoholentzug ohne ärztliche Begleitung machen
wollen. Das hat aber nichts mit Stärke und hart sein zu tun,
sondern einfach nur mit Feigheit und
Leichtsinn, weil man sich
nicht zu seiner Krankheit bekennen will. Der erste Schritt zur
Nüchternheit ist das Eingeständnis sich selbst gegenüber und
auch seiner Umwelt, dass man mit Alkohol nicht umgehen kann.
Die Nüchternheit kann nur über
uneingeschränkte Offenheit und Ehrlichkeit gewonnen werden. |