Muss ich nach der Entgiftung zu einer Therapie?
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Ich habe nie eine Therapie gemacht und habe nur die
Selbsthilfe in Anspruch genommen.
Es gibt einige Unterschiede, die bei der Wahl der
Hilfe beachtet werden sollte.
Die Therapie behandelt zum Beispiel auch die
Vergangenheit, also die
Ursachen, warum man
alkoholabhängig geworden ist und findet in einem geschützten Rahmen statt.
Die Selbsthilfe ist auf das Heute ausgerichtet und interessiert sich nicht so sehr dafür, warum man alkoholsüchtig
geworden ist, sondern akzeptiert die Erkrankung als gegeben und lernt mit ihr zu leben.
Ein weiterer Unterschied ist, dass die therapeutische Behandlung von
Psychologen durchgeführt wird und in der Selbsthilfe die eigenen
Erfahrungen von trockenen Alkoholiker ausgetauscht werden, die einen Weg zur
Nüchternheit für sich gefunden haben.
Welche Hilfe jemand für seine Nüchternheit in Anspruch nimmt, sollte daher auch aus diesen Gesichtspunkten heraus bedacht werden.
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| weitere Forenmeinungen |
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Hallo zusammen,
es mag spekulativ sein, aber ich für meinen Fall bin überzeugt, dass mir nur mit einer
Entgiftung nicht dauerhaft gedient gewesen wäre, da die Entgiftung ja nur den
Alkohol aus dem Körper entzieht, also die
Entzugserscheinungen beseitigt und den Körper stabilisiert.
Die Therapie dagegen hat mir geholfen, meine psychischen und Verhaltensprobleme aufzuarbeiten. Ich hab gelernt mein
Leben, und damit meine persönlichen
Schwierigkeiten,
Konflikte und "Lebenskrisen", auch ohne Alkohol zu
bewältigen. Und das war gut so !
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Hallo,
müssen muss man gar nichts. wer ohne Therapie klar kommt kann
es versuchen. ich bin der Überzeugung ohne Therapie schaffen es nur die wenigsten.
Ich hätte es ohne Therapie nicht geschafft trocken zu bleiben, mir hat diese geholfen mich kennen zu lernen, woran ich
arbeiten muss soweit nicht schon während der
Therapie geschehen auch die Arztvorträge waren sehr informativ. man sollte nicht
glauben was alles hängen
bleibt , wenn man so eine Therapieklinik verlässt. ich war ein total anderer
Mensch und hatte auch nicht das Gefühl danach noch gegen den Alkohol
anzukämpfen zu müssen. ich war frei. natürlich kommt auch heute, in bestimmten
Situationen in denen ich früher getrunken habe, auch noch mal der
Gedanke an Alkohol, dieses wird auch nie verschwinden, da bin ich mir sicher und damit muss ich leben.
Kleines Beispiel, wo ich ohne meine Therapie sicher schwach geworden wäre:
bin am Freitag vom Arbeitsamt gekommen, ich war sehr niedergeschlagen, denn meine ganze momentane
Situation erdrückt mich. Ich lief vom Bahnhof nach hause und mich überfiel der
Gedanke an ein Glas Sekt. Komischerweise als ich zu Hause war war der
Gedanke wieder weg, einige Stunden später fiel es mir wieder ein und ich habe mich total darüber gewundert, weil der
Gedanke, ohne das ich es bemerkt habe, weg war.
Ich bin überzeugt davon, dass auch dieses Geschehen, unbewusst durch die
Arbeit an mir in der Therapie, hängen geblieben ist.
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