Wie kann ich einem Alkoholiker helfen?
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| Viele Menschen haben in
ihrem Umfeld einen Menschen, der Alkoholiker ist oder sehr viel
Alkohol trinkt. Helfen kann man solchen Menschen nur bedingt.
Jede Hilfe ist nutzlos, wenn der Betroffene keine Hilfe annehmen
möchte.
Zwangsmaßnahmen bringen meist das
Gegenteil. Der Alkoholiker wird zwar dann, solange der Druck
bestehen bleibt, nüchtern
bleiben, aber nicht glücklich sein.
Wenn der Druck dann wieder weg ist, wird er umso mehr Alkohol
trinken.
Eine Möglichkeit, den Alkoholiker zur
Einsicht zu bringen, ist die Art des Umgangs mit ihm. Vorwürfe
bringen nichts. Bei einem Gespräch, wo der Betroffene
möglichst nüchtern sein sollte, kann man von seinen eigen
Wünschen im Umgang mit ihm erzählen.
Konsequenzen, die angesprochen werden,
sollten aber auf jeden Fall eingehalten werden, weil ein
suchtkranker Mensch immer versuchen wird, seine Grenzen
auszutesten. Merkt er, dass ihm keine ernsthaften Konsequenzen
drohen, wird er erst ein mal alles Versprechen, um seine Ruhe zu
haben und seinen angeblich guten Willen zu zeigen, aber dann
umso mehr zu trinken.
Erst wenn er an seinem persönlichen
Tiefpunkt, der durch Lebensbeeinträchtigungen, wie Wegfall von
Familie und Freunden,
sozialem
Abstieg, Wohnungslosigkeit,
Geldmangel oder Liebesentzug entstehen kann, wird er über sich
nachdenken und irgendwann mal handeln.
Helfen kann man aber auch nur, wenn man
selbst dazu in der Lage ist und die Probleme des Alkoholikers
sich nicht zu eigen macht. |
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| weitere Forenmeinungen |
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Hallo,
ich habe damit immer noch Probleme, es tut mir weh zu sehen wie sich ein
Mensch zu Grunde richtet und ich nur bedingt helfen kann.
den Zeitpunkt bestimmt der kranke selbst, erst wenn er es für sich macht, habe ich überhaupt eine
Chance. und auch dann darf ich sein
Schicksal nicht mit dem meinen verknüpfen.
ich erzähle erst von mir, wie es mir ging usw., vielleicht nimmt er ja etwas für sich mit. bei mir hat es auch lange gedauert bis ich mich
öffnen konnte,
also zeit geben und vorleben wie es gehen könnte. denn jeder muss seinen eigenen weg in die
Trockenheit finden.
ansonsten kann mich jeder, jeder zeit alles fragen, ob und wie ich antworte bestimme ich aber selbst.
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Die Hilfsangebote für Alkoholiker sind vielfältig. Flächendeckend gibt es
Suchtberatungsstellen verschiedener Träger in jeder größeren Stadt.
Des Weiteren gibt es überall im Land eine grosse Anzahl verschiedener
Selbsthilfegruppen. Neben den großen Netzen der Anonymen Alkoholiker, des Kreuzbundes z.b., auch unendlich viele kleine Selbsthilfegruppen, die für alle Betroffenen offen sind. Die Adressen findet man im Internet oder kann man erfragen bei den zuständigen
Selbsthilfekontaktstellen im entsprechenden Wohnbereich.
Da es sich bei Alkoholismus um eine Krankheit handelt, ist das Angebot an ärztlicher Versorgung der Betroffenen sehr wichtig. Erster
Ansprechpartner ist der
Hausarzt. Der zuständige Facharzt ist ein
Psychiater. Krankenhäuser haben entsprechende Stationen, auf denen unter ärztlicher Kontrolle unter
Umständen mit
Unterstützung von
Medikamenten, der
körperliche Entzug des Alkohols aus dem Körper durchgeführt wird.
Nicht zu vergessen Sozialarbeiter, Suchttherapeuten und andere Therapeuten. Es gibt verschiedenste
Therapieformen für Alkoholiker. Oftmals sind es Langzeitentwöhnungstherapien die etwa zwischen 8 bis 16 Wochen andauern und
stationär oder
ambulant durchgeführt werden können. Welche Therapieform für den Betroffenen in frage kommt, entscheidet entweder der Arzt oder die Mitarbeiter der
Suchtberatungsstellen zusammen mit dem Betroffenen.
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