Im Bereich der Suchterkrankung gibt es viele verschiedene
Hilfsangebote. Zum einen sind sie im Bereich der Selbsthilfe und auf der anderen Seite im Bereich der Schulmedizin, also der
medizinischen Hilfe, angegliedert.
Selbsthilfe
Die Selbsthilfe bietet Selbsthilfegruppen, aber auch Selbsthilfewohngemeinschaften an.
Selbsthilfegruppen gibt es in jeder größeren Stadt. Verschiedene Träger organisieren Gruppenabende, wo sich Betroffenen der Alkoholkrankheit und/oder Angehörige von Alkoholikern
austauschen können, um sich gegenseitig durch ihre Erfahrungen zu helfen.
medizinischen Hilfe - Schulmedizinische Hilfe
Im bereich der medizinischen Hilfe gibt es speziell für alkoholkranke Menschen
Therapieeinrichtungen und
Tageskliniken, wo Alkoholiker lernen können, ein
nüchternes Leben zu erlernen. Solche Therapien sind von unterschiedlicher Dauer und haben Therapieprogramme, nach dem die Betroffenen leben. Weiterhin gibt es bei der
medizinischen Hilfe, neben den Ärzten, auch für den
Alkoholentzug, Entgiftungsstationen, wo bisher noch trinkende Menschen einen Alkoholentzug unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle durchführen können. Ob der Entzug durch
Medikamente unterstützt wird, hängt von vielen Faktoren ab und wird individuell durch den behandelnden Arzt des Krankenhauses entschieden. Bei einer
stationären Alkoholentgiftung oder auch ambulanten Alkoholentgiftung können oft mit
Psychologen oder Therapeuten weitere Hilfsmaßnahmen, wie eben eine anschließende
Therapie besprochen und eingeleitet werden.
Ein weiteres Angebot der medizinischen Hilfe sind Einzelgespräche mit Psychologen, die ein- oder mehrmals die Woche über einen längeren Zeitraum stattfinden.
Welche Hilfe, ob nun die Selbsthilfe oder die medizinische Hilfe, für den Einzelnen das richtige Angebot ist, ist sehr individuell. Wichtig ist, dass für den Alkoholentzug ein Arzt hinzugezogen wird, weil ein
kalter Entzug lebensgefährliche Entzugserscheinungen hervorrufen kann.