Kraft der Gedanken
Wir schreiben oft davon, dass ein
Rückfall in den Gedanken anfängt und dann zum
handeln führt, wo dann
Alkohol getrunken und konsumiert wird. An diesem
Zeitpunkt ist es schwer, jemanden vom
trinken abzuhalten, weil er oder sie sich gedanklich schon auf den Rückfall vorbereitet hat. Das kann damit anfangen, dass man sich
Entschuldigungen sucht, warum
ein Glas nichts ausmacht, dass dann sogar
Zweifel an die eigene Alkoholabhängigkeit aufkommen.
Die Gedanken haben mehr Kraft, als wir uns vorstellen können. Im
Unterbewusstsein wird immer alles gespeichert bleiben und irgendwann nach vorn kommen, meist dann, wenn wir gar nicht damit rechnen.
Jeder Kompromiss zur
Nüchternheit wird in der
Folge eine Kette bilden, wo es dann irgendwann zu spät ist, den Betroffenen zu erreichen, um ihn vom trinken abzuhalten.
Meist wird dann auch keine Hilfe und kein Gespräch mehr gesucht, sondern sich eine
Scheinwelt in den
Gedanken aufgebaut, die einen das Trinken ermöglicht, um selbst eine Ausrede für sich zu haben.
Teilt man seine Gedanken rechtzeitig anderen trockenen Alkoholikern mit, können diese frühzeitig
erkennen, dass sich unsere
Gedanken und unser Verhalten geändert haben und oft gelingt es durch solche Gespräche oder hier im Forum durch den
Erfahrungsaustausch, gegenzusteuern und wieder auf den
richtigen Weg zu kommen.
Ausreden, die man sich selbst sucht, warum man anders ist, als andere trockene Alkoholiker, sind oft der Anfang vom Rückfall. Der Weg weg vom Alkohol ist nicht einfach, aber gemeinsam mit anderen Betroffenen ist er für jeden zu schaffen, wenn man bereit ist, die Erfahrungen anzunehmen und aus ihnen zu lernen.
Alleine ist es sehr schwer und oft unmöglich, weil man sich selbst oft nicht Vertrauen kann, ob man das Richtige macht und denkt. Sich selbst in
Frage zu stellen und anderen Alkoholikern an seinen
Gedanken teilhaben zu lassen, ist der Schlüssel zur Nüchternheit.
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