Partnerschaft und Kontaktabbruch
Bei der Frage nach der richtigen Hilfe für Alkoholiker oder Menschen, die
zu viel Alkohol trinken, wird sehr oft von
Angehörigen und den
Partnern des Betroffenen gestellt.
Eine Pauschalantwort kann es natürlich nicht geben, weil da viele Faktoren eine Rolle spielen.
Zum einen geht es um die bisherige Beziehung, wie weit
Kinder vielleicht schon größer sind oder auch, welche sonstigen
Lebensumstände vorhanden sind.
Wenn man logisch denkt, kann Hilfe nur dann ankommen, wenn der alkoholkranke Partner oder
Angehörige diese Hilfe auch möchte. Jeder kann sich selbst überprüfen, wie weit er oder sie bereit wäre, seine
Lebensumstände, seine Hobbys oder seine
Freunde aufzugeben, wenn man selbst die
Notwendigkeit nicht sieht. Keiner kann also jemanden anderen oder sein
Leben ändern, wenn dieser es nicht möchte.
Ist man mit der momentanen Situation nicht zufrieden, kann man durch
Gespräche versuchen, den Angehörigen oder Partner seine eigenen
Bedürfnisse näher zu bringen, aber geht er nicht drauf ein, bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst und sein eigenes
Leben zu verändern.
Sich ein neues eigenes Leben aufzubauen bedeutet ja nicht unbedingt einen völligen
Kontaktabbruch, sondern kann auch eine zeitlich befristete Trennung sein, damit jeder zum nachdenken angeregt wird und vor allem der Alkoholkranke vielleicht dadurch zur
Einsicht kommt, wenn er direkte
Konsequenzen seines Verhaltens spüren
muß.
Dieser Kontaktabbruch kann der Anfang zu einer neuen und glücklicheren Partnerschaft sein.
Wichtig dabei ist, dass die Hilfe von dem Alkoholiker gewollt wird, die man dann natürlich auch gerne geben sollte, sofern man noch die
Kraft dazu hat und noch Sinn in eine gemeinsame
Zukunft sieht. Keiner sollte sein Leben für einen anderen Menschen aufgeben, wenn dieser nicht bereit ist, sich zu ändern.
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