Die Hoffnung stirbt hier bekanntlich zuletzt. In Fragen der Alkoholsucht ist die
Hoffnung aber ein sehr schlechter Ratgeber.
Gerade für Angehörige und Partner von Alkoholikern ist es sehr schwer zu verstehen, dass jemand Alkohol trinkt, obwohl er die Folgen kennt. Oft werden sehr lange Gespräche geführt, die auf der Basis der Einsicht und Logik beruhen, aber selten nur zum Erfolg führen.
Viele Argumente in den Gesprächen beruhen darauf, den suchtkranken Alkoholiker zu vermitteln, dass der Alkohol ihm nur schadet und das Leben zerstört.
Der alkoholsüchtige Partner oder Angehörige hört sich diese Argumente an und wird auch darüber nachdenken, wenn die eigenen Gedanken schon so weit gereift sind, dass er seinen eigenen Alkoholkonsum als bedenklich eingestuft.
Dennoch dauert es manchmal über Jahre oder Jahrzehnte, bis es zu wirklichen Veränderungen kommt. Dies ist keine böse Absicht oder Willensschwäche, sondern ein Anzeichen von Sucht.
Die Hilfe für die Angehörigen dem Betroffenen zukommen lassen möchten, ist von großer Hoffnung geprägt, dass das Leben wieder so wird wie früher.
Diese Hoffnung kann aber selten erfüllt werden, denn selbst wenn der Alkoholkranke mit dem Trinken aufhört, sich einer Behandlung unterzieht, von nun an ein Leben ohne Alkohol führt, wird das Leben nie wieder so sein können, wie es einmal war.