| Hab nun auch endlich verstanden dass ich losslassen muss • Respekt und Wertschätzung |
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Ettena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 77
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Verfasst am: 07.01.2008, 00:22 Titel: Meine Wunde(r)… |
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Nun sitze ich wieder am Rechner und lese und lese und befasse mich mit seinem Leid. Suche nach Antworten – ob es wirklich aussichtlos ist, mit meinem alkohlkranken Freund eine gemeinsame Zukunft zu haben.
Ich möchte noch mehr über diese Krankheit erfahren. Zumindest ist es so, dass es auch dort verschiedenste Muster gibt.
Da mein Freund in einer anderen Stadt wohnt, erlebe ich persönlich nie mit, wenn er sich abends betrinkt. Die Telefonate sind dann allerdings anders. Da vergreift er sich schon öfters im Tonfall oder gibt verletzende Äußerungen von sich. Aber lallt nie und besoffen wirkt er auch nicht. Oft habe ich aber nach solchen Gesprächen erst einmal geweint, weil ich das Gefühl habe, das ist nicht der liebe und reife Mann, den ich kenne.
Es würde mir bei meiner Entscheidung, ob ich weiter mache oder nicht, helfen, wenn ich wenigstens einmal die Erfahrung machen könnte, leibhaftig dabei zu sein, wenn er sich betrinkt. Dann hätte ich Gewisseheit darüber, wie es mit ihm ist und ob ich das wirklich will und aushalten kann. Das würde mir die Augen öffnen. Aber er trinkt nicht viel in meiner Gegenwart. So werde ich es wohl nicht erfahren.
So ist es mehr oder weniger eine Fiktion und ich halte mich nach wie vor an der Hoffnung fest, dass sein Alkohlkonsum harmloser ist (?) – und er vielleicht nur ein eingebildeter Alkoholiker ist (trotz zweier Entziehungskuren, AA-Gruppe und Therapie). Ein Jahr war er trocken – jetzt trinkt er wieder – aber wieviel wirklich? Er sagt mir nicht wirklich klar und deutlich, wieviel er trinkt. Mal trinke er eine Flasche Campari, mal ist es nur eine Flasche Wein, aber genau könne er mir das im Nachhinein nicht genau sagen und jeden Abend sei es auch nicht.
Ich will Beweise für seine Sucht! Ich glaube es erst dann richtig, wenn ich es sehe und miterlebe.
Auf was für abstruse Ideen ich plötzlich komme, weil ich mir diese Krankheit weg wünsche…
Und jetzt……?
Ettena |
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| Ettena hat zum Thema: Meine Wunde(r)… geschrieben
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ingane Gast
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Verfasst am: 07.01.2008, 02:09 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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Ettena,
Dein Posting zu lesen war für mich so als wenn ich Schläge ins Gesicht bekomme!
Hier schreiben Menschen ihre Schicksale auf, versuchen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, versuchen sich von ihren alkoholabhängigen nassen Partnern zu lösen!! Ich denke nicht das Du hier jemanden finden wirst der seinem Partner gern beim trinken zusieht oder ihn betrunken erleben will!! Wir alle hier sind froh und wären froh wenn der Betroffene etwas dafür unternimmt trocken zu werden und zu bleiben!!
Ne, echt, ich fasse es nicht!!
Gast |
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| ingane hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 07.01.2008, 02:59 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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hallo ettena
wenn du ihn unbedingt live erleben willst, dann tu das doch - keiner hindert dich daran!!!
ich kann nicht begreifen, was dich hält, wenn er es schon schafft dich allein mit telefongesprächen zu verletzten und noch weniger kann ich begreifen, dass du vor die flasche wein das wörtchen "nur" setzt!
ich glaube du hast noch gar nicht begriffen, was die krankheit "alkoholismus" überhaupt bedeutet. les dich hier im forum doch, besorg dir ein paar bücher - dann wirste auch Gast's worte nachvollziehn können.
markus hat es schon geschrieben, dein freund war auf entziehungskuren etc. - er weiß das er absolut gar keinen alkohol trinken darf, für einen trockenen alkoholiker gibt es kein ab und zu mal trinken - das geht in die hose und wird dauerhaft.
glaub mir, ein leben mit einem alkoholiker ist alles andere als angenehm, oft ist es die hölle! an erster stelle kommt immer der alkohol und irgendwo weit hinten dann du!
liebe grüße |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10682 Alter: 49
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Verfasst am: 07.01.2008, 05:50 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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Hallo Ettana,
willkommen hier in dem Forum!
ich bin selbst trockenener Alkoholiker und bei allem Verständnis deiner Lage , bin ich geschockt über diese Aussage/Gedanken!
@Ettana
| Zitat: | Ich will Beweise für seine Sucht! Ich glaube es erst dann richtig, wenn ich es sehe und miterlebe.
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Alkoholismus ist eine tödlich verlaufende Krankheit, wenn sie nicht gestoppt wird!
Was soll denn auf seinem Grabstein stehen?
Beweis erbracht?
Gruß M2109 |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 07.01.2008, 06:36 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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Guten Morgen Ettena,
vielleicht ist ja nicht seine Sucht eine Fiktion, sondern der liebe reife Mann. Wer mir erzählen würde, dass er eben mal ne Flasche Campari oder eine Flasche Wein trinkt, von dem würde ICH Abstand nehmen, denn alleine zu hause derartige Mengen zu trinken, ist für mich nicht mehr "normal". Zumal bei der Vorgeschichte deines Freundes. Ich weiß auch nicht, was dir Beweise nützen würden. DU fühlst dich durch Telefongespräche verletzt, die er mit dir in betrunkenem Zustand führt. Möchtest du diese Verletztungen erst real erfahren, um zu glauben, dass er trinkt? Sorry, das hat für mich etwas von Masochismus.
Falls du dir wirklich noch mehr Gewissheit verschaffen willst, dann besuch ihn doch mal überraschend. Das soll unter Liebenden schon mal vorkommen. Dann kannst du unter Umständen dein "blaues" Wunder erleben, das dich vielleicht aufweckt.
Wieviel bist du dir selbst wert, dass du dich scheinbar mit offenen Augen in eine Situation begeben willst, aus der wir alle heraus wollten und wollen?
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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Susanne Gast
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Verfasst am: 07.01.2008, 10:02 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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@ Gast, M.2109,ach, eigentlich an alle,
Eure Äußerungen gegenüber ettena sind vollkommen nachzuziehen, aber denkt bitte daran, daß ein Partner (ob CO oder nicht)auch seine Zeit braucht, um diese Krankheit zu verstehen. Wie ein Betroffener selbst seine Zeit braucht und es verleugnet oder nicht, so braucht ein Partner auch die Zeit, die Rückschläge oder vielleicht den totalen Zusammenbruch bis er begreift, mit welcher Krankheit wir das hier zu tun haben.
Es bringt nichts, bei allem Verständnis für Eure Fassungslosigkeit, ettena jetzt zu bombadieren!
@ ettena
| Zitat: | Ich will Beweise für seine Sucht! Ich glaube es erst dann richtig, wenn ich es sehe und miterlebe.
Auf was für abstruse Ideen ich plötzlich komme, weil ich mir diese Krankheit weg wünsche… |
Ich kann dies verstehen! Dein Hilferuf und die Hoffnung, das es doch nicht so ist, wie Du es im Inneren erahnst, läßt Dein Verhalten hervorrufen. Aber ettena, bitte denk dabei daran, was currlinger gesagt hat. Die Tatsache, daß es eine Erkrankung ist, die BLEIBT, erfordert alle Kraft, dem Alkohol loszusagen. Alles andere ist SELBSTBETRUG.
Laß Dich bitte von den manchmal scheinbaren aggressiven Kommentaren nicht zurückhalten, hier weiter zu lesen, zu schreiben. Hol Dir die Kraft, Deinen eigenen Weg zu gehen. Suche Dir Hilfe in einer Suchtberatungsstelle, einer Selbsthilfegruppe. Manchmal dauert der Weg der Annahme eines Partners länger, aber wenn Du es erkennst, kannst Du Dich selber schützen.
Glaube mir, ich weiß als Angehörige auch, wie weh es tut!!! Wir versuchen alle hier nur den Weg *ohne* Alkohol zu gehen-daher auch der manchmal forschere Ton.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, für Dich Klarheit zu bekommen
Liebe Grüße |
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| Susanne hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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ingane Gast
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Verfasst am: 07.01.2008, 10:53 Titel: Re: Meine Wunde(r)… |
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Hallo Melina,
was ich gepostet habe, ist meine Meinung und meine Sichtweise, auf meinen Erfahrungen beruhend!
Du kannst genauso Deine Erfahrungen posten, aber nenne nicht meinen Namen in Deinem Posting und entschuldige Dich in meinem Namen! Wenn ich der Meinung bin das ich mich entschuldigen sollte, dann mache ich das schon selbst! Ok?
Warum überlässt Du es nicht Ettena zu antworten und ihre eigene Meinung zu schreiben?
Gast |
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| ingane hat zum Thema: Re: Meine Wunde(r)… geschrieben
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Ettena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 77
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Verfasst am: 07.01.2008, 12:31 Titel: Dank für Euer Verständnis… |
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Liebe Gast, liebe summerdream
erst einmal musste ich schlucken – nun habe ich das Gefühl, dass statt Verständnis ich eher ein Blitzableiter für Eure Wut bin und ich hier nun auf der Anklagebank sitze, wo vielleicht jemand anderer hin gehört?
Jeder hier hat ein anderes Schicksal und andere Erfahrungen gemacht und für jeden ist sein eigenes Leid schlimm und nicht immer vergleichbar.
In dieser Position verstehe ich, das ihr meinen Kummer nicht verstehen könnt – oder wollt?
"Auf was für abstruse Ideen ich plötzlich komme, weil ich mir diese Krankheit weg wünsche…" gerade doch dieser letzte Satz von mir zeigt auf, dass ich auch völlig verzweifelt bin.
Ich habe einfach nur Angst, meinem Freund, den ich über alles liebe, Unrecht zu tun. Das liegt daran, dass er nach seiner Therapie nun behauptet, dass er vielleicht gar nicht an Alkoholismuss erkrankt sei, sondern seine damalige Ehefrau ihm das eingeredet hat.
Und nun muss und möchte ich mich jedoch nicht trügen lassen und suche tatsächlich nach "Indizien". Was ist denn so schlimm daran? Ist das denn nicht verständlich? Ich in meiner Lage würde mir doch nichts sehnlicher wünschen, als das er tatsächlich diese Krankheit nicht hat.
Ansonsten weiß ich, dass ich keine Zukunft mit ihm habe. Und bei der Vorstellung… ich könnte nur heulen und bekomme zur Zeit nichts richtig hin.
Aber wahrscheinlich bin ich hier auch falsch uund werde Karsten bitten, mich hier zu löschen.
Danke an Euch
Ettena
ps: Danke lieber Markus für die Hilfe. Ich komme der Realität ein Stück näher. |
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| Ettena hat zum Thema: Dank für Euer Verständnis… geschrieben
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