| Meine Mutter • Dem Alkohol entflohen, wo ist die Wärme? |
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sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 27.01.2008, 15:10 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Hallo Lavendel!
Danke für Deine Tips....
Lavendel:das eine ist sport, sich auspowern, bis man kaum mehr piep sagen kann,
Ich hasse Sport.... einer meiner Standartsprüche... ich mag kein Sport treiben und finde ausreden ohne Ende..... dabei ahne ich, daß es mir gut tun würde...... seit langer Zeit habe ich mich mal wieder an einem Kurs angemeldet, damit ich wenigstens 1x Woche mich aufraffen muß und etwas für meinen Körper tue....
Lavendel: und dann in die badewanne. das hilft gegen depri und auch gegen wut.
Die gute alte Badewanne.... auch die mochte ich nie und nimmer in der Vergangenheit. Seit letztem Jahr bin ich öfters mal dort drin. Mit schönen angenehmen Düften...Kerzen... schöne Musik.... es kann Wunder bringen... zur Zeit mach ich es noch viel zu selten... aber es tut schon gut und manchmal, wenn fällt mir das auch ein, wenn ich down bin und deprimiert, auch wenn mir sonst kein "Heilmittel" weiter einfällt..
Lavendel: wenn ich traurig bin versuche ich, mir etwas gutes zu tun.
Ja, versuche ich auch... was meist aber eingekuschelt auf dem Sofa oder mit viel Essen endet.
Lavendel:etwas, von dem ich weiss, dass ich es geniessen kann. wichtig ist mir dabei (oft, nicht immer) dann vor allem, mich aufzuraffen und mich nicht passiv in der wohnung zu verkriechen, denn dann wird es meist noch schlimmer.
STimmt... das Austehen und den ersten Schritt machen ist das Geheimnis... aber manchmal fällt es mir sooooo schwer. Oft in solchen deprimierten, traurigen Phasen indenen ich keinem vertraue und Angst vor Menschen und der WElt da draußen habe, geh ich in die Isolation. Mein Bett ist mein bester Freund dann und wenn ich den Sprung verpaßt habe, dann kommt die Panik dazu, wenn ich mein geschützes Umfeld verlasse.... aber ich bin dabei mir etwas Sicherheit mit hinaus zu nehmen und wenn ich auch nur spazieren gehe und Musik über die Stöpsel in meinen Ohren höre....
Lavendel: gutes tun ist bei mir musik (hören, selber machen, konzert),
Musik ist ganz wichtig in meinem Leben.... Selber machen eher nicht... aber hören, auf jedenfall... Konzerte...würd ich nicht alleine hingehen...dazu fehlt mir der Mut und die Kraft.... aber auch hier gibt es andere Möglichkeiten z.B. eine Musik-DVD... zwar nicht ganz das Gleiche, weil man dann daheim ist...aber man kann abtauchen....
Lavendel: mir was leckeres kochen,
Ich koche nicht gern.... uhi... hammer, wenn ich das so betrachte, alles was mir gut tun könnte, Du mir vorschlägst mag ich nicht machen..... aber aus so komischen Gründen.... bei Kochen wäre da die Begründung, daß ich früher immer meiner Mutter helfen mußte und es nicht wollte und darum nur die "Hifi-ARbeiten" gemacht habe, wie Kartoffel schälen, abwaschen, Gemüse putzen und dann mich vom Acker machen....
Aber seit 2-3 Jahren beobachte ich, daß ich immer mehr interesse daran zeige.... und mich Brot backen entspannt....genauso wie einen Schal zu stricken.... was ich auch so verhaßt habe in all den Jahren, weil ich es als Kind von meiner Oma gelernt habe und immer und immer wieder bei ihr stricken mußte.....
Viele Dinge kommen wieder.... weil ich Spaß daran habe... mich daran wieder erinnere und ich heute daran arbeiten kann,daß diese Dinge nicht für eine Person steht, sondern für etwas, was mir gut tut, was für mich steht und bedeutend ist.
Lavendel:ins kino gehen, sauna. meist geht es mir nach einer solchen aktivität dann besser als vorher.
auch hier würd ich alleine wohl kneifen....außer es interessiert mich zB. ein besonderer Film ganz doll..... Sauna... tut mir gut... hab ich ausprobiert... aber nur die niedrigeren Temperature.... hier ist aber schon wieder der Schweinehund sehr groß... dann auch noch meine Komplexe, weil nackt sein.... mich als Frau zeigen.... was das nächste Problem wäre... Ich mag nicht Frau sein! Meinen Körper habe ich, so denke ich, mittlerweile akzeptiert....aber ich mag nicht die Weibliche Seite an mir leben.... hardere mit ihr.... obwohl es mein Wunsch ist und meine Hoffnung irgendwann mit der Seite frieden zu schließen und sie zu leben.... aber alles, was "Frau" auszeichnet, dagegen wehre ich mich so bewußt, obwohl mein Unterbewußtsein was ganz anderes möchte....
Ist das eigentlich auch ein Problem der Co-Abhängigkeit? Frau sein abzulehnen.... mh... oder nur das eigene Ich...was ja dann das Frau sein beinhalten würde?
Das Leben ist schon spannend... und ich würde so gerne aktiver daran teilnehmen, wenn ich mich nicht immer so selbst blockieren würde. Was kann denn schon passieren?
.... eine Menge, wenn man nicht vertraut.... |
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| sternenhexe hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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Rosenkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.01.2008 Beiträge: 19 Alter: 34
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Verfasst am: 28.01.2008, 23:59 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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| sternenhexe hat Folgendes geschrieben: |
Da ist dann im Sturm ein starker Leuchtturm, von dem aus ich über die Wellen kucken kann und mehr Abstand zu allem
habe.
Der Vergleich mit dem Leuchtturm ist schön.... und der Gedanke mit Abstand an die Sache zu gehen auch..... ich werd darüber weiter mal nachdenken und es ausprobieren, wie ich mir einen Leuchtturm bauen kann. |
Hallo Sternenhexe,
das Leuchtturm-Bild finde ich schön. Es erklärt gut, wie ich mit solchen Situationen umgehe. Wenn Gefühle mich zu überwältigen drohen, dann versuche ich, mir das Gefühl oder die Situation von außen anzuschauen. Und das mache ich so:
Ich gehe (im Geiste) einen Schritt zurück, gehe quasi aus dem Gefühl heraus, und betrachte das Gefühl oder die Situation nochmal von außen. Im Abstand kann ich dann auch Fragen stellen oder gar Abmachungen treffen wie zum Beispiel: Ach, Du bist also dieses Gefühl was man "Wut" nennt? Wow, Du bringst mich ganz schön durcheinander. Ich weiß noch nicht recht mit Dir umzugehen. Aber grundsätzlich finde ich es okay, dass Du jetzt da bist. Gib mir Zeit, mich an Dich zu gewöhnen.
So verliert es seine überwältigende Macht. Und trotzdem kann ich es kennenlernen.
Diese Methode kann man auch an verschiedene Situationen anpassen. Überkommt mich das Gefühl in einer konkreten Situation mit anderen Menschen, dann findet das Szenario rein in Gedanken statt. Bin ich alleine, dann kann ich das Gefühl sogar "auf einen Stuhl vor mir setzen" und es direkt ansprechen.
Vielleicht klingt die Methode merkwürdig für Dich. Es ist halt eine von vielen Möglichkeiten, damit umzugehen. Mir hilft sie sehr.
Viele Grüße
Rosenkind |
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| Rosenkind hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 29.01.2008, 16:54 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Hallo Rosenkind!
Danke für Deine Art, wie Du damit umgehst. Es ist einen Versuch wert mit dem Schritt gedanklich zurückgehen... mal schaun ob es klappt. Auf den Stuhl setzen mag ich nicht. Das haben wir ein paar Mal versucht in der Therapie. Es macht mir Angst und ich wehr mich mit Händen und Füßen dagegen... genauso wie gegen Bilder malen.... Manche Ehrlichkeit macht einfach Angst und läßt die Mauer hochfahren.
Das mit dem Schritt zurück ist eher was. Manchmal mache ich das, wenn ich mit einigen Leuten z.B. in einem Kurs sitze, daß ich mich etwas mit meinem Stuhl aus der Reihe setze. Es hilft nicht in die Gruppendynamik einbezogen zu werden, wenn man nicht wirklich möchte.
Aber gedanklich in schwierigen Situationen..... stell ich es mir schwer vor einen Schritt zurück zugehen und vor allem daran dann zu denken... aber es scheint ja zu gehen.
Wie reagierst Du auf Liebe und Nähe? Kannst Du es ertragen? Ich lebe seit kurzem in einer neuen Beziehung. War so mutig nach sehr langer Zeit wieder jemanden eine Chance zu geben und mir auch, mir näher zu kommen.... manchmal ist es kaum auszuhalten, aber so schön auch irgendwie wieder..... In der Anfangsphase hat mich alles verängstigt und verunsichert. Mittlerweile ist es besser geworden, weil ich viel reflektiere und schaue, was grad mal wieder an "altes" abgelaufen ist und ich versuche es zu ändern... manchmal klappt es...manchmal halt nicht....
LG
Sternenhexe |
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| sternenhexe hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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Rosenkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.01.2008 Beiträge: 19 Alter: 34
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Verfasst am: 29.01.2008, 23:36 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Hallo Sternenhexe,
| sternenhexe hat Folgendes geschrieben: |
Aber gedanklich in schwierigen Situationen..... stell ich es mir schwer vor einen Schritt zurück zugehen und vor allem daran dann zu denken... |
So wie ich es meine, würde ich es nicht "daran denken" nennen. "Es anschauen" klingt irgendwie steuerbarer, kontrollierbarer. Ich verstehe, dass Du es schwierig findest. So findet jeder nach und nach die Methoden, die für ihn am brauchbarsten sind. Ein Versuch ist es wert. Natürlich immer nur soweit, wie es o.k. für Dich ist.
| sternenhexe hat Folgendes geschrieben: |
Wie reagierst Du auf Liebe und Nähe? Kannst Du es ertragen? |
Jeder Tag ein kleiner Schritt. Um aufschreiben zu können wie es jetzt ist, muss ich auch aufschreiben wie es war.
Ich war beziehungssüchtig. Irgendwann dann bin ich im Rahmen meines Studiums ins Ausland gegangen. Ein Jahr - das war irgendwie ein bißchen wie "Festplatte löschen". Völlig unbewusst bin ich gewachsen. Ich habe wenig reflektiert. Einfach gelebt, erfahren und gesehen, was ich alles auf die Beine stellen kann. Als ich dann zurück nach Deutschland kam, hatte ich vier Jahre lang keine Beziehung mehr. Und das nachdem ich seit der Pubertät nie nie nie ohne war, nie ohne sein konnte.
Als ich dann meinen jetztigen Freund traf (vor 1,5 Jahren) war ich völlig panisch. Liebe... Nähe... das war mir alles so fremd. Oft wurde ich panisch. Habe mich unvermittelt in mein Schneckenhaus zurückgezogen, voller Angst, mich selbst wieder verlieren zu können. Und jetzt komme ich zu Deiner Frage. Mir geht es jeden Tag besser mit Liebe und Nähe. Meistens kann ich es sogar genießen. Drei Dinge sind für mich auf dem Weg zu Nähe und Liebe wichtig gewesen und sind es immernoch: 1. Ich habe mich "dafür" entschieden. Immer wieder neu. Da ist ein großer Wille. 2. Ich habe von Anfang an offen mit meinem Freund darüber geredet. Wir haben gemeinsam reflektiert und überlegt, wie ich die Angst überwinden kann. Immer wieder neu. 3. Ich habe eine Familienaufstellung zu diesem Thema gemacht. Die Aufstellung hat mich im Kern berührt. Und... während ich so schreibe fällt mir eine Nr. 4 ein: Wenn ich Distanz brauche, ist das o.k. Dann gönne ich mir Distanz. Wir wohnen mittlerweile zusammen und haben zwei Schlafzimmer.
Kannst Du gut mit Deinem Freund reden?
Liebe Grüße
Rosenkind |
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| Rosenkind hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 01.02.2008, 01:33 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Hallo Rosenkind!
Mh... bei mir ist es so, daß ich nach fast 7Jahren wieder mich auf eine Beziehung eingelassen habe. Es hat mich einfach überrumpelt. Dachte es wird eine Bettgeschichte, aber er hat mich mit einigen Dingen "eingefangen". Er hat Dinge schon für mich von Anfang an getan, romantische Dinge, die noch keiner für mich gemacht hat und das ohne etwas davon zu erwarte. In seiner Familie ist es üblich Freundlichkeit und Aufmerksamkeit zu bekommen. Es wird akzeptiert, wenn man nichts zu einem Thema sagen möchte oder nichts von sich Preis geben möchte. Sie sind sehr herzlich, familiär... also alles das, was ich als Kind nicht wirklich hatte in einer Alkoholkranken Familie.... einerseits sehr schön... anderseits beängstigend, weil natürlich immer wieder diese Verhalten hochkommen, Du mußt ihnen entsprechen... Du solltest Dich von Deiner besten Seite geben... Du mußt was Leisten, ansonsten bekommst Du keine Aufmerksamkeit und Zuwendung... Du willst nicht enttäuschen.... Druckaufbau... Angst vor dem Zulassen...Genießen... mich drauf einlassen und hineinlassen....
Ich kann mit ihm darüber reden.... aber auch nur bedingt. Er versucht mich zu verstehen, aber kann es natürlich nicht, weil er aus einer "heilen"Familie kommt... also natürlich hat auch er seine Geschichte, aber keine aus der Sucht heraus. Und selbst wenn er versucht es zu verstehen, kann er es natürlich nicht nachvollziehen. Viele Gespräche... Auseinandersetzungen... haben wir schon hinter uns. Es klärt sich meist immer wieder und wir arbeiten daran, was ich gut finde...
trotzdem ist es für mich verdammt schwierig die Nähe zuzulassen... seine Liebe anzunehmen und meine zu zeigen... und das nicht nur für ihn. Ich komme in grad familiären Situationen, die ich mir immer gewünscht habe und die nur in der Vergangenheit mit Enttäuschung und Schmerz zusammenhängen. Es ist beängstigend manchmal....und oft verschließe ich mich vor dem allen aus Unsicherheit....
Manchmal gelingt es mir es "auszuhalten" oder auch mal kurz zu genießen.... aber oft kommt aus der Unsicherheit komische wirre Gedanken, denen allen nicht gerecht zu werden, was in mir Druck aufbaut.
Es ist einfach manchmal sehr schwer, wenn man etwas sich immer gewünscht hat und es auf einmal zu bekommen... und damit nicht wirklich umgehen zu können, weil man immer denkt, wenn Du Dich drauf einläßt, dann wirst Du enttäuscht, wie immer.....
Ich werd auch neidisch z.B. auf den Freund seiner Schwester. Er ist offen, nett, familientauglich und hat sich super schnell eingelebt, während ich noch verkrampft in der Ecke hocke und überlege, was ich wann sagen kann...darf und ob es sich schickt das zu tun und jenes... wie eine Kuh auf dem Glatteis....
Mein Freund weis über die Dinge zum größten Teil und ich versuche so offen zu sein, wie ich noch nie war.... probiere aus, seine Nähe zuzulassen, in der ich immer welche abgelehnt habe... ich versuche zu vertrauen.... und doch schleicht sich immer wieder diese Stimme in meinen Kopf und verbreitet schlecht-Wetter ...
Ich versuche auch für mich zu sorgen, wenn ich Ruhe und Abstand brauche, sie mir zu nehmen... manchmal bekomme ich sie einfach so und manchmal muß ich mich erklären bzw. tue es einfach, damit er mich besser versteht, aber auch er hat seine Unsicherheiten und mit Abweisungen kann er genausowenig umgehen, wie meiner einer.... nicht immer einfach, trotzdem seh ich Potential, wenn wir beide daran arbeiten, viele meiner Verhalten und seiner, loszuwerden und gegen schönere, positivere, liebevollere einzutauschen....
Oh man... im Moment scheine ich einfach auch die Wolken vor meiner Sonne ziehen zu wollen.... so wie sich das hier anhört und anfühlt... viel zu ernst.... viel zu schwer.... dabei möchte ich doch einfach nur Leben...lieben...und es genießen können und aktiv daran teilnehmen...
Aber irgendwann.... Geduld werd ich noch lernen müssen...
LG. Sternenhexe |
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| sternenhexe hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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Rosenkind neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.01.2008 Beiträge: 19 Alter: 34
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Verfasst am: 01.02.2008, 12:03 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Liebe Sternenhexe,
was Du schreibst, wie Du Dich und Deine Umgebung erlebst, das rührt mich sehr. Ich weiß genau wovon Du sprichst. Meine genau zu wissen, wie Du fühlst. Ich habe noch nicht oft Kontakt mit Menschen gesucht, die ebenfalls aus Alkoholikerfamilien kommen. Dieses "stille Verstehen" beeindruckt mich immer wieder.
Auch ich kann es manchmal nicht ertragen, in sogenannten "heilen" Familien zu sein. Mit ihnen zu essen, zu reden, einen schönen "lustigen" Abend zu haben. Das gelingt mir oft nicht. Inmitten einer solchen Runde fühle ich mich minderwertig und ja, schmutzig. Und ich glaube dann, jeder in der Runde könne es sehen und "riechen" und ich sollte mich meiner schämen.
Manchmal komme ich da ein bißchen raus, wenn ich mir sage: heile Familien gibt es nicht! Irgendwann habe ich mich mal getraut meine rosarote Brille abzunehmen und zu sehen, dass auch in sogenannten heilen Familien Brutalität herrscht. Nur ist sie oft nicht so sichtbar, sie ist subtiler und wirkt unterschwellig, ist aber genauso gemein.
Mich beschäftigt das Thema "schmutzig sein", "minderwertig sein" gerade auch wieder - dieses mal aber in einem anderen Zusammenhang. Es beschäftigt mich beruflich. Ich glaube, ich lege mir sehr viele Steine in den Weg, mache es mir sehr schwer, setze mich viel zu sehr unter Druck... Ich erlaube mir nicht, meinen Erfolg zu geniessen, weil ich es nicht verdient habe... weil ich "schmutzig" bin. So interpretiere ich die Symptome zumindest gerade. Das ist sehr, sehr anstrengend.
Und das verrückte ist ja, Sternenhexe, dass alle anderen um uns herum uns ganz ganz anders erleben als wir uns fühlen. Ich wette darauf, dass die Familie Deines Freundes ganz entzückt von Dir ist, Dich maximal als ruhig oder schüchtern einschätzt. Und darin steckt auch eine Chance: Du darst Dir die Zeit nehmen, Dich in den Kreis einzufühlen. Dich dieser ungewohnten Umgebung zu nähern. Es erwartet ja keiner was von Dir!
Viele Grüße
Rosenkind |
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| Rosenkind hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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binelinchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 31.01.2008 Beiträge: 29
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Verfasst am: 01.02.2008, 14:40 Titel: Hmmm... kenne ich auch irgendwoher |
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Hallo Rosenkind, Hallo Sternenhexe,
es ist irgendwie komisch, bitte verzeiht, wenn ich mich bei euch einmische, aber irgendwie ist mir beim Lesen aufgefallen, dass ich dasselbe Problem habe wie ihr! Jedenfalls konnte ich mich gut in die Thematik hineinfühlen und mich darin auch oft wiedererkennen.
Mir geht es so, dass auch ich mich immer nur wundern kann, wie es in anderen Familien abläuft. Oft gibt es da Verständnis, Hilfe, Anerkennung, Interesse, Streit und Versöhnung, Gefühle, gemeinsame Unternehmungen... meine Frustrationstoleranz liegt ziemlich weit unten. Oft werde ich von Gefühlen regelrecht überrannt. Ich nehme so vieles in meiner Umwelt auf, das unwichtig ist. mein Therapeut meinte einmal, ich hätte zu sensilbe Antennen. Mittlerweile kann ich zwar schon ganz gut sondieren, was wichtig ist und was nicht, aber manchmal fällt es doch noch schwer...
Mein Mann hat einen tollen Freundeskreis, und da bin ich fast immer neidisch und zeige das auch oft - leider.
Meine beste Freundin ist soziophobisch und esssüchtig seit ich sie kenne, seit 15 Jahren. Wir hatten zwischenzeitlich auch öfters keinen Kontakt mehr.
Vielleicht lieg ich da jetzt ja auch total falsch, dann tut es mir leid, weil ihr ja das alles völlig anders miterlebt habt und ihr viel jünger wart als ich, als ihr das mitbekommen habt mit der Sucht.
Vielleicht ist es aber auch nicht so, dann könnte ich endlich mal mit Leuten reden, denen es ähnlich geht wie mir.
Auch ich hatte eine heidenangst vor Beziehungen. Als ich 14 war, hatte ich meine erste Beziehung. Sie war aber nicht gleichberechtigt. sie dauerte trotzdem 8 Jahre, weil ich die Liebe und das Interesse meines damaligen Freundes total in mich aufgesogen und davon gelebt habe.
Und nun bin ich tatsächlich verheiratet. Wir kennen uns seit 4 Jahren, und ich habe ihn immer wieder auf die Probe gestellt, uns in Frage gestellt, und ihn erst vor knapp einem Jahr richtig an mich herangelassen und war ansonsten kühl und distanziert zu ihm. Das tut mir echt leid, dass ich so war. Aber er liebt mich wirklich, und das verwirrt mich manchmal. Weil ich mich manchmal nicht wirklich gern habe. Kennt ihr das auch?
Entschuldigt, wenn ich zuviel geschrieben haben sollte, aber es war schön, das mal aufschreiben zu können...
Liebe Grüsse
Bini |
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| binelinchen hat zum Thema: Hmmm... kenne ich auch irgendwoher geschrieben
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sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 01.02.2008, 15:16 Titel: Re: Wohin mit den Gefühlen? |
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Hey Bini!
Du mußt Dich nicht entschuldigen.. und hast Dich auch in nichts gemischt. Es ist ein offener Bereich und jeder kann, wenn er will, daran teilnehmen. Ich find es sogar sehr interessant, daß Du Dich dazu eingeklickt hast. Das zeigt oft verschiedene Seiten und Blickrichtungen. Und das Thema sind Gefühle, ob durch Co-Abhängigkeit oder sonst was.... alles gehört hier rein, was uns beschäftigt und woran wir arbeiten können.
Leider habe ich im Moment nicht soviel Zeit. Vielleicht schaffe ich es gegen Abend. Wäre schön, wenn Du Dich etwas in Geduld üben könntest.
Danke
LG. Sternenhexe |
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| sternenhexe hat zum Thema: Re: Wohin mit den Gefühlen? geschrieben
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