| Mein Vater • Meine Geschichte |
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Honey 3 aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2007 Beiträge: 615
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Verfasst am: 05.01.2008, 19:55 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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Hallo Simba,
warum hat er Dir denn das vorgeworfen? Hattet Ihr was geplant?
Vielleicht solltest Du ihm einfach nochmal erklären wie wichtig Dir der Austausch mit anderen "Kindern" ist die dasselbe erlebt haben.
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Als ich das Forum entdeckt habe habe ich viel gelesen und wollte deshalb auch oft an den PC der meinem Freund gehört, ich habe ihm erklärt wie gut mir das Forum tun und dann ließ er mich immer hin wann ich wollte.
Wie gesagt erkläre es Deinem Freund einfach nochmal.
Wünsche Dir viel Glück dabei.
Mandy |
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| Honey 3 hat zum Thema: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? geschrieben
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tini8 aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.12.2007 Beiträge: 627 Alter: 42 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 05.01.2008, 20:23 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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| Hi Simba! ist bei mir auch so... Bin noch nicht lange dabei und habe echten Nachholbedarf beim Lesen. Hatte jetzt Ferien und mein Mann hat sich ganz lieb um die Kinder gekümmert, die ich voll vernachlässigt habe vor lauter Lesen.... Aber ich finde, wir müssen auch mal was für uns tun!!! Das musst du deinem Freund einfach erklären!! Wenn er das nicht versteht, musst du ihm erklären, wie es in dir drinnen ausschaut. Ich ahbe mir aber auch vorgenommen, ab Montag wieder mehr für meine Kinder da zu sein, geht ja auch nicht anders, da arbeitet mein Mann ja wieder... Aber ich kann nur sagen, dass es mir soooooo gut getan hat, hier viel zu lesen und zu schreiben, dass es im Endeffekt meinen Kindern wieder zugute kommen wird.... und deinem Freund auch. LG tini |
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Simba08 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 8
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Verfasst am: 06.01.2008, 11:14 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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Naja ich hab es ihm jetzt erklärt und es ist dann auch wieder ok. Er hat sich nur Sorgen gemacht, dass mich das Lesen hier zu sehr aufwühlt und es mir danach erst recht schlechter geht.
Gleich muss ich mal bei meinen Eltern anrufen... gestern hat mein Freund mit ihnen telefoniert und gesagt ich sei nicht da. Muss ich dann wohl mal hinter mich bringen...
irgendjemand hat gefragt, wie lange wir zusammen sind. Sind jetzt knapp 3 Jahre und ich bin wahnsinnig froh, dass ich ihn gefunden habe. Trotz mancher Streitereien hätte mir glaub ich nichts besseres passieren können.
LG Simba |
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 07.01.2008, 03:50 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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hallo simba
auweiha, bei dir ist ja einiges los, wenn ich mal so sagen darf.
irgendwo hast du geschrieben, wie du das gespräch führen möchtest - in der ich-form. find ich etz ne gute idee, auch bei einem brief.
ich kann dir aber net versprechen, dass von deinen eltern eine reaktion darauf kommt bzw. die reaktion die du dir erhoffst.
alkoholismus ist eine krankheit und sucht und wie's bei süchtigen so ist, müssen sie erstmal den willen haben aufzuhören - ohne wenn und aber. daran scheitert es ziemlich oft, viele probieren es gar net oder erstmal alleine und scheitern dann (meine mutter ist darin expertin ).
aber auch wenn es eine krankheit ist, ist es so, dass wir angehörige nicht helfen können. wir können nur helfen wenn der süchtige hilfe annimmt, vorher ist alles vergebens - im gegenteil, mit hilfe unterstützen wir den alkoholiker sogar noch in seiner sucht.
du hast das thema autofahren angesprochen, mandy hat dir ja da scho geraten dich von jemand anderen fahren zu lassen. meine mutter fährt auch ganz gern betrunken auto, ich hab deswegen dann mal bei der polizei angerufen und dort die auskunft erhalten, dass wir dafür haftbar sind, wenn ein unfall passiert - auch wenn wir nicht im auto waren, es langt wenn wir wußten, dass der betrunkene sich mit unserem wissen ans steuer setzt. für mich ist das hauptproblem dabei net mal die strafe, sondern mein gewissen - angenommen meine mutter würde bei einem unfall jemand unschuldigen töten oder verletzten (evtl. auch mit folgeschäden) und ich hätte sie bewußt betrunken fahren lassen - ich würde mir da selber heftigste vorwürfe machen. ich denk dir würds da net anders gehn oder?
und alkoholiker können zwar nüchtern wirken, aber ihre promillezahl hat ne höhe, da stehn dir die haare zu berge - durfte ich auch scho bei meiner mutter erleben.
du hast von deinem bruder geschrieben, dass er in therapie ist. das ist schon mal gut, aber weiß sein therapeut das er in nem alkoholikerhaushalt aufgewachsen ist? ich bin mir sicher, dass dein bruder zumindest weiß, dass in der familie einiges nicht stimmt, ich kann mir auch gut vorstellen das er sich bewußt ist, dass zumindest eure mutter alkoholikerin is. jungs/männer reden da net so gern drüber, sie "müssen" doch immer die starken spielen und dürfen keine gefühle zeigen.
und selbst wenn er sich der alkoholkrankheit deiner mutter net bewußt ist, es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein kind das aufwachsen in einem alkoholikerhaushalt ohne macken und probleme übersteht.
toll das du es deinem freund erzählt hast und er zu dir hält, das ist schon mal wichtig. männer ham da immer schwierigkeiten damit, wenn ihre süße ein problem hat und sie net gleich ne lösung anbieten können, sie wollen halt irgendwie immer als held dastehen. könnt mir gut vorstellen, dass es deinem freund genauso geht. dabei bedeutet es total viel, wenn er dir einfach nur zuhört, dich ernst nimmt und auch mal in arm nimmt - viel mehr kann er nicht machen. und das er es nicht richtig nachvollziehn kann, das kann man ihm nicht verübeln, das geht einfach nur, wenn man es selbst mitgemacht hat.
irgendwie scheinst du ein "kleines" problem bei dem thema offen über deine gefühle sprechen zu haben (was übrigens ganz normal bei uns is), immerhin seit ihr 3 jahre zusammen und du hast es ihm erst vor kurzem erzählt.
betrifft das etz nur dein elternhaus oder merkste das allgemein? das es dir schwer fällt über deine gefühle zu sprechen bzw. sie überhaupt zu definieren (damit habe ich ein problem)?
sei ganz lieb gegrüßt |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? geschrieben
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Simba08 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 8
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Verfasst am: 07.01.2008, 12:52 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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Hallo Summerdream,
vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, das Gespräch werde ich lieber persönlich führen. Ich möchte, dass meine Eltern "live" mitbekommen, wie es mir dabei geht. Ich werde das aber frühestens im Februar tun können, weil ich vorher nicht mehr nach Hause komme (Klausuren, Prüfungsstress, ...).
Was das Auto fahren angeht: Jemand anderen zu finden ist schwierig, da meine Freunde eigentlich auch nicht mehr in der Gegend wohnen bzw. kein Auto haben, mit dem sie mich fahren könnten. Was dazu kommt, ist die Tatsache, dass sie ja gar nichts von der ganzen Problematik wissen. Da wären wir wieder bei der Sache mit den Gefühlen, aber dazu später mehr. Meine Eltern waren schon immer so, dass sie die 0,5 Promille-Grenze ausgenutzt haben. Ich find das nicht gut und sage das auch deutlich, aber ich denke so weit kann ich nichts dagegen tun. Wie aber entscheide ich, ob sie mehr getrunken haben oder nicht? Das fällt mir ziemlich schwer und vor allem meine Mutter zeigt mir ja nicht, was sie trinkt. Zum Bahnhof hin fahre ich übrigens normalerweise selbst, nur zurück müssen sie sehen wie das Auto kommt (was für ein deutscher Satz... ). Nicht falsch verstehen: Ich möchte das ganze in keinster Weise runterspielen oder Ausreden finden (vielleicht doch?), aber es ist wirklich schwierig, da zur Zeit eine andere Lösung zu finden. Ein eigenes Auto wäre natürlich eine Alternative, aber dafür reicht im Moment das Geld nicht.
Zu meinem Bruder. Seine Therapeuten wissen natürlich nicht, was bei uns zu Hause los ist. Es sei denn, er hätte es ihnen selbst gesagt, aber davon gehe ich nicht aus. Es wäre für seine Therapie sicherlich sehr wichtig, auch das werde ich mit meinen Eltern (versuchen zu) besprechen. Was er selbst so mitbekommt, fällt mir schwer zu beurteilen. Dass unsere Eltern trinken, ist ihm denke ich nicht bewusst. Anscheinend kann meine Mutter das auch wirkilch gut verstecken, auch wenn es mir mittlerweile schwer fällt, das zu glauben. Als ich mit meinem Freund geredet habe, meinte er auch, dass er nie auf die Idee gekommen wäre. Und der merkt normalerweise ziemlich schnell, was so läuft.
So. Thema Gefühle. Ich weiß nicht, ob ich ein Problem damit habe. Warum habe ich so lange geschwiegen? Ich denke in den ersten Jahren war es mir selbst irgendwie peinlich darüber zu reden. Sowas passiert doch in "normalen" Familien nicht. Und dann... aus (falscher) Rücksicht auf meine Eltern denke ich. Das ist für mich auch jetzt noch ein großes Problem. Ich würde wohl schon mit anderen darüber reden, aber ich trau mich nicht im Hinblick auf meine Eltern. Mein Vater ist vor kurzem befördert worden (über Sinn und Unsinn bei der derzeitigen Familiensituation lässt sich streiten) und steht ein Stück weit auch in der Öffentlichkeit.
Davon abgesehen würde ich aber nicht sagen, dass ich ein großes Problem habe, über meine Gefühle zu reden. Ich hatte immer Freunde, denen ich viel anvertraut habe oder eben meinen Freund. Nur dieses eine Thema, das kam mir nicht über die Lippen.
So jetzt muss ich aber auch mal weg, hab noch ne Menge zu tun. Danke fürs lesen!
LG Simba |
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| Simba08 hat zum Thema: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? geschrieben
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tini8 aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.12.2007 Beiträge: 627 Alter: 42 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 07.01.2008, 21:07 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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| Hi liebe Simba, tja, da gehts dir wie mir. Ich habe mich überhaupt nie jemandem anvertraut - aber das ist echt schlecht, weil man dann irgendwann dran erstickt. So ging es mir nämlich.... Zu deinem Bruder: Meinst du wirklich, er spannt nichts?? Bei mir war das auch so: Meine Schwester hats eigentlich erst mitbekommen, als ich ausgezogen war - da war sie um die 20. Doch wir haben gerade gestern darüber gesprochen: Sie hat halt bewusst die Augen zugemacht, unterbewusst hat sies natürlich schon viel viel länger "gewusst"!! Und dass das so ist, merke ich z.B. daran, dass sie exakt die selben Probleme hat wie ich. Und das wäre ich, glaube ich, nicht so, wenn sie es wirklich erst als Erwachsene erfahren hätte. Und genau so wird es bei deinem Bruder sein - ich glaube, du würdest ihm helfen, wenn er davon wüsste. Warum lässt du ihn überhaupt außen vor und willst zuerst mit deinen Eltern sprechen??? Die dann eh alles abstreiten? Und wenn du Angst vor seiner Reaktion hast, warum sprichst du dann nicht mit seinen Therapeuten? LG tini |
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| tini8 hat zum Thema: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? geschrieben
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MS neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.08.2007 Beiträge: 326 Alter: 42 Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am: 08.01.2008, 22:22 Titel: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? |
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Hi Simba,
mit den Männern und Problemen ist das so ein Problem - ich hab mal das Buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können" gelesen und die schreiben dazu, dass Männer immer Lösungen anbieten wollen während wir Frauen einfach jemanden zum zuhören brauchen...ich hab dann meinem Mann erklärt, dass ich bei Problemen einfach nur möchte dass er zuhört - das hat er sich zu Herzen genommen und seitdem funktioniert das
Zu deinem Bruder - du schreibst, dass du ihn zur Therapie fährst wenn du da bist...warum erzählst du dann nicht einfach dem Therapeuten was los ist? Für deinen Bruder wäre es sicher besser!
Ich finde es zwar super, dass du das Gespräch mit deinem Vater suchen willst - aber genau wie die anderen bin ich leider skeptisch, dass das was bringt...allerdings wird es dir zeigen, was du erwarten kannst. |
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| MS hat zum Thema: Re: Meine Mutter trinkt. Mein Vater auch? geschrieben
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