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nicht loslassen können

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frankko
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.12.2007
Beiträge: 30
Wohnort: essen

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 10:50    Titel: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo@all,

mein name ist frank, bin seit 1986 verheiratet, habe zwei töchter im alter von 21 und knapp 18 jahren.

ich habe meine frau im zarten alter von 18 1/2 kennen und lieben und nun, mit knapp 42 auch hassen gelernt.
schon als wir uns kennen lernten (in einem pub, dort bediente sie), trank meine frau alkohol. nun.. in diesem alter achtet man da nicht gleich drauf oder stellt diese frau als alki dar.

kurz nach der geburt unseres ersten kindes gab es einen heftigen streit. meine frau blieb eine nacht nach ihrer arbeit weg und kam am morgen betrunken nach hause. klaro.. eifersucht.... ein anderer, also streit. 3 monate nach meinem auszug wieder zurück. dies ging nun über jahre so bis sie 1995 in eine therapie für eine angstneurose kam. ich kam eines tages von der arbeit nach hause und fand meine frau zitternd und verängstigt in einer ecke in der wohnung. von da an, ging alles seinen lauf.

medikamente, selbstwertgefühl im keller, der griff zum alkohol... besoffen konnte sie alleine vor die türe, fremdgeherei, anschließende verachtung, wieder selbstwertgefühl im keller...u.s.w.

nun hatte sie mittlerweile ihre 3te therapie.. jedes mal auf angstzustände, obwohl ich mehrfach bei den therapeuten auf ihr alkoholproblem hingewiesen habe. noch während ihrer verschiedenen therapien nahm sie alkohol zu sich (habe ich erst alles kürzlich erfahren).

2002/2003 dann, hatte sie an silvester den vogel abgeschossen. sie hatte wieder einmal ihre tabletten nicht genommen, alkohol hinein und dann...ab in einen swingerclub.
als sie am morgen volltrunken heim kam, blieb mir nur noch die möglichkeit der einweisung in die geschlossene.
daraus ergab sich dann für mich die trennung. all die jahre habe ich ihr verziehen, weil sie das ja nur im suff machte.. niemals nüchtern und ich sorge um sie hatte, dass sie mal unter die räder kommen könnte.
meine älteste tochter zog mit ihr, aus der selben angst heraus wie ich, dass sie alleine untergehen könnte.
das war ein fataler fehler, wie sich später herausstellen sollte.

nun, ein halbes jahr später wieder versöhnung, zusammenzug in eine gemeinsame wohnung. und dann... ja, kenie 2 monate später... wieder das selbe als ich auf nachtarbeit war.

wieder verziehen, geheule, selbstwertgefühl u.s.w...

nun ist sie seit halloween (wieder den vogel abgeschossen in so nem club) in einer langzeittherapie für suchtkranke.

nach 2 wochen wurde ich (alleine, ohne die kinder) zum gespräch gebeten mit dem ergebniss, ich sei ihre größte angriffsfläche, ich hätte sie zum S** und zum saufen gezwungen ( ach ja, habe vergessen zu schreiben, dass ich im jahr vielleicht 2-3 mal etwas im restaurant zum essen an alkohol trinke) und darum will sie die trennung. dies zeigt mir, dass sie ihr problem überhaupt nicht sieht. ihre totale eifersucht mir gegenüber, ich könnte sie wegen einer anderen verlassen sehe ich aus heutiger sicht etwas anders. mit mir konnte sie es ja machen. sie wusste um meine liebe und ewiges verzeihen nach dem betrügen. nun, das ende vom lied, die kinder und ich wurden von der therapie ausgeschlossen.... kein kontakt zu oder von ihr. weder zu den kindern noch zu mir. nur schwíegermutter! eine frau, die sie im alter von 14 jahren in ein heim abgeschoben hat. (auch erst kürzlich erfahren)

ich habe mit den jahren leider niemals gelernt, wie andere partner miteinander umgehen. ich war ihr die ganzen 22 jahre treu. sie war und ist erst meine 2 frau im leben. ich habe mich mit den jahren für sie aufgegeben weil ich kein anderes leben kannte.

meine kinder leben bei mir und haben sich schon beide von ihr entfernt.. denn da sind sachen vorgefallen, auf die möchte ich hier nicht näher eingehen.

mein problem... ich kann es nicht. ich kann nicht von ihr loslassen. sie fehlt... vielleicht auch nur etwas fehlt mir so sehr, dass ich nun schon über 16 kilo verloren habe. alleinen schon der gedanke, nie mehr diese frau an meiner seite (es gab ja auch gute tage, da sie nicht täglich trank). ich habe angst um sie, dass sie in einer eigenen wohnung an den falschen gerät und sie benutzt und ihr weh tut.

was kann, nein was soll ich machen.
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frankko hat zum Thema: nicht loslassen können geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1660
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 11:01    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen Frank,

wenn ich deine Geschichte lese, in der du immer wieder auf das niedergeschmetterte Selbstwertgefühl deiner Frau hinweist, frage ich mich, wie es denn mit deinem eigenen aussieht. Was muss denn noch passieren, damit du dein Leben in den Vordergrund stellst und dir Gedanken darüber machst, wie du zufrieden leben kannst? Und zwar ohne der Retter für deine Frau zu sein. Denn die kann sich nur selber retten, d. h. ihr Leben in die Hand nehmen und aus der Abhängigkeit kommen. Wie soll sie zu einem vernünftigen Selbstwertgefühl kommen, wenn sie nichts alleine regeln muss, weil immer der "Retter" da ist, der immer wieder alles verzeiht und ihr somit keine Konsequenzen aus ihrem Tun und Handeln erwachsen?

Es hört sich vielleicht hart an, aber wenn du hier liest, wirst du sehen, dass Loslassen, die Abstinenz voneinander, ein wichtiger Schritt ist. Es gibt keine Garantie, dass sie dann umdenkt. Aber eine Möglichkeit und diese Möglichkeit wird ihr genommen, wenn immer wieder alles von vorne beginnt. Vielleicht richtest du den Fokus mal auf deine eigene Abhängigkeit - die Abhängigkeit von ihr. Ich denke, du leidest unter Entzug, so wie ein Alki, dem man die Flasche genommen hat.

LG
Ette
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Ette hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
frankko
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.12.2007
Beiträge: 30
Wohnort: essen

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 11:14    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

guten morgen ette,

deine worte sind hart.. ja, ich habe das problem der abhängigkeit von ihr. wollte helfen, achten, aufpassen und habe den wahrscheinlich größten fehler begangen, den man(n) machen konnte. mir wurde immer wieder gesagt, fallen lassen.

nun, wenn wir auf gartenpartys oder einfach mal aus waren und sie sich zu kippte, hatte sie ab einem gewissen level diese aggression mir gegenüber. andere männer.. das fand sie toll. mittelpunkt, aufreizen, anmachen.. und was tat ich...wegschauen, gehn. ich habe vor zeiten mal versucht, sie davon im suff abzuhalten. was folgte... heftige schläge, tritte, gesicht zerkraten gegen mich. ich habe ihr einen abwehrschlag versetzt. klar, als mann eine frau schlagen... hast du verloren. nicht sie, sondern ich musste mich auf wache dafür rechtfertigen und hatte haussperre. dieses erlebnis hatte mich veranlasst, sobald sie einen level erreichte, weg zu gehen.. sie einfach machen zu lassen.

nun... mein kopf sagt mir ganz klar... weg, ganz weit weg von ihr, allein schon wegen der kinder...die ja nun ach nur von ihr benutzt wurden.

aber... und das ist mein problem, mein herz....ja... das sagt ganz andere töne. das ist meine sucht, diese frau.
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frankko hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 11:27    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frank,

ich seh das ähnlich wie Ette.

Wenn du die Co-Abhängigkeit mit der Alkoholkrankheit vergleichst, hast du grad die räumliche distanz zum Suchtmittel. Aber die psychische Abhängigkeit muss jetzt angegangen werden.
Wenn dir der Kopf jetzt wirklich sagt so geht es nicht so willst du nicht hast du schon einen Schritt nach vorn gemacht.
Das schwerste kommt jetzt mit der geistigen(Herz) lösung.
D.h. jetzt muss du dich NUR um dich kümmern. Etwas tun was dir gut tut und dies konsequent durchführen.

Liebe Grüsse
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 11:48    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo frankko..

schön das DU dich dazu entschlossen hast DICH hier im forum auszutauschen..

herzlich willkommen..

weisst du was?DIES ist "schon" DEIN erster schritt..

FÜR DICH IN DEIN NEUES LEBEN!!!!

wird dir jetzt fremd vorkommen..wieso in mein neues leben?ich hab doch fragen was ich für meine frau tun kann..soll..???

nö.nö.....DU solltest dich mit dem gedanken anfreunden..das DU hier bist..FÜR DICH..

wenn DU es möchtest..KANN und WIRD dir DIESE shg helfen..endlich mal ZU DIR ZU FINDEN..

natürlich gehört zu diesem austausch AUCH das thema "deine frau"..

DU kannst dir hier ALLES von der seele schreiben..nur keine hemmungen..das tut soooo gut..glaube mir..ich sprech da aus erfahrung..ich steck auch noch mitten drin..in meiner co-abhängigkeit..ABER gott sei dank..nicht mehr ganz am anfang..ich kann dich "nur" motivieren..mit klitzekleinen schritten anzufangen..DICH kennen und lieben zu lernen..

nebenbei gibt es auch noch andere möglichkeiten(zusätzliche)..die DIR helfen können aus deiner co-abhängigkeit rauszufinden..wie zum beispiel eine reale shg für angehörige von alkoholikern..(besuche ich persönlich ein mal die woche seit nem vierteljahr..)

ALL diese möglichkeiten werden DIR helfen können..
wenn DU "es" zulässt..

so..erstmal genug von mir geschrieben..komm hier erstmal richtig an..lese dich durch "das grosse angebot"..und sehe das DU nicht allein bist..mit DEINEM kummer..und das es LÖSUNGEN gibt..

ja..und schreib..tausch dich aus und nehme erfahrungen an..

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
frankko
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.12.2007
Beiträge: 30
Wohnort: essen

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 12:18    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo caro,

damit hast du den nagel auf den kopf getroffen. ich möchte sie ja eigentlich nicht wegschieben aus unserer mitte weil ich glaube, ihre therapie wird ihr helfen. ich habe ihr anfänglich wegen ihrer angstneurose alles mögliche an arbeit abgenommen und wege für und mit ihr erledigt. wohl aus liebe... aber habe nicht die konsequenz beachtet. sie viel in depressionen, da sie ja nun nichts alleine könne und immer irgend wer helfen musste. die kinder und ich waren da natürlich immer parat. als sie merkte, mensch.. ich kann ja mit alkoholeinfluss locker sein und alleine gehen, nahm dieser noch mehr zu. irgendwann ging auch zwischen uns nix mehr ohne alkohol. sie schämte sich im nüchternen zustand für ihren körper..selbstwertgefühl gleich null. egal was ich ihr sagte, zeigte, versuchte... nur im suff war sie wer, und ich nichts..auch die kinder,nichts.

hätte man schon damals bei ihrer ersten therapie auch die direkten angehörigen mit einbezogen und aufmerksam gemacht... der verlauf wäre bestimmt ein anderer geworden.... siehst du, schon wieder denke ich nur an sie und gebe mir zu vielem die schuld.

es ist sehr schwer für mich, an mich zu denken, da ich immer an sie gedacht habe..meine "falsche" hilfe gab.

jetzt, wo das kind in den brunnen gefallen ist, habe ich mich übers internet mal schlau gemacht und sehe, mensch... du bist da nicht allein.

vorteil: ich kann hier lesen und begreifen, was da alles in ihr zusammen gekommen ist.
nachteil: nun lese und begreife ich und schon kommen so gedanken wie, könntest ja in zukunft diese erfahrungen mit in die ehe einbringen, kleinigkeit ändern um großes zu bewegen...

und wieder ist die hoffnung da, es könnte diesmal klappen.

doch 23 jahre habe ich genau dies gehofft... und nicht änderte sich.

du siehst, ich wanke hin und her. nur an mich denken... dass muss ich lernen.
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frankko hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 12:39    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

frankko..nach meiner meinung brauchst DU sie auch nicht "wegschieben"..sie "darf" auch weiterhin bestandteil DEINES lebens sein..

was deine frau aber NICHT WEITER sein sollte ist..

WICHTIGER ALS DU SELBER..

alles was du getan hast..hast du getan..aus liebe..das ist doch auch "normal"..

was nicht "normal" ist..das WIR bereit sind UNS zu vergessen..

zermaater dir nicht deinen kopf..was wäre wenn damals..das un das schon zur sprache gekommen wäre..ist es nicht..es ist vorbei..

dein jetzt NICHT..

ich finde es auch nicht schlimm das du dir irgentetwas erhoffst..

wie soll das denn gehen..wir lieben unser leben lang einen menschen mehr als uns selber..und auf einmal sollen wir funktionieren...und ihn aus unserem gedächtniss streichen???

unmöglich!!!

schuld,fehler..sollten wir auch nicht nur bei uns suchen..

akzeptieren..

abhaken..

es sind bestandteile..die uns zeigten..das unser leben SO nicht weiter gehen kann/wird/soll..

hin und her wanken..kann ich absolut verstehen..überleg doch mal was in deinem kopf alles rumschwirrt..

lass zu..das DU beginnst..zu ordnen..

geht NICHT schnell(auch wenn wir das wollen)..
aber schritt für schritt geht es..versprochen..

und eins hast DU...

ZEIT

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben
Sonnenschein76
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.12.2007
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 13:51    Titel: Re: nicht loslassen können Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frankko, Deine Geschichte hat mich sehr bewegt.
Ich habe vielleicht einen kleinen Tip für Dich.
Wie wäre ein Austausch zum Beispiel beim "blauen Kreuz" für Dich?
Da findest Du Menschen, die ähnliches erlebt haben und das wird Dir vielleicht so gut tun, dass Du mal wieder siehst, wo Du eigentlich die ganzen Jahre geblieben bist. Das Leben ist doch zu kurz, um so viel trauriges zu erleben! Auch hier wird Dir der Austausch sicherlich gut tun.

Ich drücke Dir so die Daumen, dass Du loslassen kannst nach so vielen Jahren. Eigentlich kann es doch nur jeden Tag ein Stückchen besser werden. Mache Dir doch einfach mal eine Liste, was Dich noch bei ihr halten würde. Es würde nur "Dein Herz" übrig bleiben, oder?
Die Contraseite würde vermutlich alles sprengen, allein schon wegen Deiner Kinder. Ich hoffe, ich habe Dich mit meiner Ehrlichkeit jetzt nicht verletzt. Werde Du doch endlich wieder glücklich! Liebe Grüße
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Sonnenschein76 hat zum Thema: Re: nicht loslassen können geschrieben

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