| So, nun meine Trockene Vorstellung • Wie läuft eine ambulante Therapie ab? |
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Bernd G aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2006 Beiträge: 827 Alter: 51 Wohnort: Waldbronn
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Verfasst am: 06.01.2008, 14:32 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo Chris !
Das ging wohl den meisten so. Der Entschluss etwas gegen seine Krankheit zu tun löst wohl eine gewisse Euphorie aus. Es ist eben was NEUES, nach einer gewissen Zeit, war es für mich jedoch " selbstverständlich " geworden .
Dieser Zeitpunkt ist meiner Meinung nach sehr wichtig für meine Entwicklung gewesen.Denn nun kam es darauf an ernsthaft und kontinuierlich mein Ziel ( Abstinenz ) zu verfolgen und darauf zu achten das aus der anfänglichen Euphorie nicht Gleichgültigkeit wird .
Nun war ich weg vom Alkohol, gut, aber nun ging es darum kompromislos alles zu tun, damit das auch so bleibt.
Mein Ziel , ein abstinentes Leben zu führen, habe ich erst erreicht, wenn ich gestorben bin.Es geht für mich also darum immer ein Interesse an diesem Ziel wachzuhalten und es nicht aus den Augen zu verlieren.
Für mich ist auch sehr wichtig, das ich Freude daran habe , jeden Tag meinem Ziel ein Stück näher zu kommen, es bewust und gerne zu tun. Der sogenante und hier viel geschriebene" Verzichtsgedanke " hat keine Chance bei mir, denn es macht mir Spass, ist mein Lebensinhalt mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen.
Du hast wohl richtig erkannt, das viele hier nach einer kurzen Zeit nichts mehr von sich lesen lassen. Ich denke, das diese Mitpatienten noch nicht die Notwendigkeit erkannt haben ihre " Euphorische Phase " zu nutzen um das Interesse an der Möglichkeit, ihre Krankheit nun zum Stillstand zu bringen aufrecht zu erhalten.
Du solltest dich aber nicht daran stören, denn wir werden ihnen nicht Helfen können, weil sie es nicht wollen.
Meine Krankheit , die Sucht, ist so komplex, das ich meine ganze Energie für mich benötige.Da ich aber Dank dieses Forum`s die Möglichkeit habe öffentlich , aktiv daran zu arbeiten, können wie ich von anderen, andere auch von mir etwas lernen.
Einen schönen Sonntag wünscht Dir Bernd G |
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| Bernd G hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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chris09 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.12.2007 Beiträge: 38 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 09.01.2008, 21:43 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo Bernd,
vielen Dank für Deine Nachricht.
Meiner Meinung nach,hast Du mit fast 15 Jahre Tockenheit Dein Ziel erreicht.
Wenn Du nicht gerade so einen Fehler machst wie ich, wirst Du bestimmt dein weiteres Leben trocken bleiben.
Und nach dem Tod sind wir sowiso alle trocken, da fängt ein neues, glückliches Leben an.Da gibt es weder Schmerz noch Tränen...
Man muß natürlich auch etwas dafür tun, und ich finde, wenn wir an unserer Trockenheit arbeiten, ist das schon der richtige Weg...
Ich versuche zuerst in kleinen Schritten zu gehen und hoffe, diesmal dauerhaft trocken zu bleiben.
Grüße
Chris |
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| chris09 hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6390 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 09.01.2008, 21:57 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo Bernd (bitte entschuldige Chris),
| Zitat: | | Mein Ziel , ein abstinentes Leben zu führen, habe ich erst erreicht, wenn ich gestorben bin |
Hab ich mich gefreut, als ich das las! Genau so sehe ich es auch und das sag ich allen, die meinen, ich hätte "es" geschafft. Deshalb sehe ich mich auch: "unterwegs"
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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chris09 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.12.2007 Beiträge: 38 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 20.01.2008, 18:24 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Ich habe die ersten, fünf trockenen Wochen hinter mir...
Gestern hatte ich aber einen schwierigen Tag...
Das Problem ist bestimmt vielen von Euch bekannt:
wie bringe ich es den Familienangehörigen bei, dass ich nicht mal ein Glas
Sekt trinke?
Gestern hatte meine Nichte Geburtstag, ich bin auch ihr Patenonkel.
Es ist ein Anlaß, wo man nicht einfach sagen kann, ich komme nicht...
Na ja, es kamm die ganze Familie zusammen, wurde wie immer eine Flasche Sekt aufgemacht, jede hat ein Glas bekommen.
Ich habe das erste Mal seit längerer Zeit wieder "nein,danke" gesagt...
Nur auf die Frage, "warum nicht?" habe ich geantwortet,dass ich mit
dem Auto wäre, also darf ich nicht trinken...Was auch der Wahrheit entsprach.
Dann kamm das übliche...
"na ja aber ein Glas Sekt am ganzen Abend,
hinterher gutes Essen, dann hast du kein Alkohol im Blut wenn du nach
Hause fährst..."
Aber ich habe mich auf eine Disskusion nicht eingelassen und mit Cola angestoßen!
Es wird wohl noch einige Zeit dauern, dass meine Familie sich wieder mit
dem Gedanken abfindet, dass ich kein Alkohol trinke.
Aber den Weg bin ich schon einmal gegangen und ich weiß es sehr
genau, dass der Anfang schwierg ist.
Der Mensch freut sich aber über die ersten, kleinen Erfolge...
Viele Grüße
Chris |
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| chris09 hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 20.01.2008, 19:42 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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hallo chris
du warst schon mal 5 jahre trocken und deine familie weiß bis heute nicht warum????
hm, schämst du dich immer noch für deine krankheit oder warum sagst du ihnen nicht klip und klar ich trinke nicht weil ich alkoholiker bin. also ich mach da keinen hehl drauß das ich krank bin und so brauch ich mir auch keine ausreden einfallen lassen warum ich nichts trinke.
mal davon ganz abgesehen das ich am anfang meiner abstinenz sowieso einen bogen um alles gemacht habe was mit alk zu tun hat, ich habe gewaltigen respeckt vor der heimtücke unserer krankheit und sage auch heute noch ab wenn es mir nicht 100% gut geht weil ich eben krank bin.
könnte evtl hier der grund für deinen rückfall liegen, das du deine krankheit bis heute nicht als solche akzeptiert hast.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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Bernd G aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2006 Beiträge: 827 Alter: 51 Wohnort: Waldbronn
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Verfasst am: 20.01.2008, 20:02 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo Chris !
Da schliesse ich mich mal der doro an.
Es war eine Krücke für mich, das alle in meiner Familie wusten was mit mir los ist.
Es war mir auch sehr Hilfreich, denn seit dem wurde mir auch nie wieder etwas angeboten.
Schaffe klare Verhältnisse und Du hast deine Ruhe vor solchen " Attacken ".
Viele Grüsse von Bernd G |
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| Bernd G hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6390 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 20.01.2008, 21:16 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo Chris,
verstehen tu ich´s auch nicht, dass Du mit deiner Krankheit nicht offen umgehst.
Für mich ist es ein großes Stück Sicherheit. Und es tut mir auch gut, darüber zu reden, weil ich das Gefühl habe, dass ich besser verstanden werde in meinem Denken und Handeln.
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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chris09 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.12.2007 Beiträge: 38 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 21.01.2008, 00:05 Titel: Re: Rückfall nach 5.Jahren... |
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Hallo an Alle,
vielen Dank für Eure Antworten.
Zuerst möchte ich noch dazu sagen, dass in meiner Familie oft Alkohol getrunken wird, fast bei jedem familieren Anlaß.
Es blebt dann oft nicht nur bei dem einem Glaß Sekt...
Ich wurde auch nie als Alkoholiker angesehen, nach dem Motto:
wer die ganze Woche arbeiten geht, kann am Wochenende beim Alkohol
"abschalten..."und "zum Feiern gehört Alkohol dazu..."
Das Thema Alkoholismus habe ich damals, am Anfang meiner Trockenheit
versucht anzusprechen, aber nur auf Unverständnis gestoßen.
Deswegen auch diesmal, wollte ich keine Disskusion darüber anfangen...
Es ist leider so, dass in weiten, gesellschaftlichen Kreisen, Akoholismus nur mit den Menschen in Zusammenhang gebracht wird, die täglich
betrunken sind, oder auf der Strasse leben...
Diese Sichtweise macht von eigener Familie auch nicht halt...
Ich weiß es, ich kriege vielleicht einen "radikalen" Vorschlag:
"vielleicht mit der Familie den Kontakt einschränken ?"
Man sollte doch trinkende Gesellschaften meiden...
Da ich aber alleine lebe und zu meinen Eltern und meinem Bruder mit seiner Familie amsonsten eine gute Beziehung habe, kann ich mir diesen Schritt nur schwer vorstellen.
Ich habe hier im Forum viele Beiträge gelesen und festgestellt, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin...
Viele Grüße
Chris |
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| chris09 hat zum Thema: Re: Rückfall nach 5.Jahren... geschrieben
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