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Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama?

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Sunshine81
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.11.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 01.12.2007, 22:41    Titel: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen!

Ich habe meine Geschichte bereits im Vorstellungsgespräch schon erzählt, und versuche nun hier eine kleine Kurzfassung davon zu erzählen. Meine Mama (49) trinkt seit Anfang Oktober täglich puren Schnaps.

Erst dachten wir, das würde davon kommen weil ihr Vater gestorben ist. Sie meinte auch sie hätte Depressionen. Normal hat sie nie Schnaps getrunken, nicht einmal auf Festen oder Geburtstagen.

Aber seit ich mich erinnern kann, trinkt sie Abends vorm Fernsehen immer mal 1 bzw 2 Bier, aber sie wäre nie auf die Idee gekommen das frühs, mittags zu tun, da sagte sie, sie müsste sich sonst übergeben ihgitt. Vor 3 Wochen ging es ihr so schlecht, sie trank wirklich ununterbrochen Schnaps, nachts, morgens, mittags schlichtweg den ganzen Tag.

Mir gings echt dreckig, ich wohne noch daheim und muss das alles ansehen und kann nichts machen. Dann sagte sie vor 3 Wochen, sie möchte sich helfen lassen. Sie kam dann in eine Entgiftungsklinik.

10 Tage war sie dort drin. Sie fühlte sich so viel besser und hatte wieder lust am Leben. Sie lachte und hatte Spaß und freute sich auf zu Hause. Letzte Wo Freitag kam sie heim. Doch nach ein paar Tagen fing alles wieder an. Sie hat wieder heimlich getrunken und die Flaschen versteckt. Mein Papa hat sie drauf angesprochen und sie meinte nur nee das mache ich gar nicht. Aber sie war total betrunken.

Sie schlief dann immer nachts bei mir und hat viel geweint. Vorallem immer wenn sie grtrunken hat, sagt sie so sachen wie, ich will nicht mehr leben und mir kann eh niemand helfen. Ich muss sagen, ich kann nicht mehr. Ich habe die Kraft nicht mehr.

Ich versuche vor ihr stark zu bleiben und helfe ihr. Doch sobald ich allein bin, gehts mir so dreckig und ich fange weinen an. Gestern sagte sie, sie möchte sich nochmal behandeln lassen. Also habe ich sie nochmal in die Entgiftungsklinik gefahren, die 50 km entfernt ist.

Heut morgen um 8 Uhr rief sie mich an und hat geschrien sie will sofort das ich sie abhole. Ich sagte nein das geht nicht. Du wolltest dir doch unbedingt helfen lassen und nun willst du wieder gehen? Sie weinte und schrie, sie hat schon alle Sachen gepackt und ich soll sofort kommen. Ich tel. mit den Ärzten und sie sagten dann auch ich solle kommen. Ich bin dann in die Klinik gefahren und habe mit ihr und mit dem behandelnden Arzt geredet.

Doch sie wollte nach Hause, sie hält es dort nicht mehr aus, sie dreht durch nervlich. Sie kann das alles nicht mehr sehen. Ich habe ihr dann meine sachlage geschildert und gesagt, Mama, du machst mich kaputt! Du machst Papa und mich kaputt, wir können dir nicht helfen und hier bekommst du hilfe.

Nein, sie wollte nach Hause. Und Sie ist nun wieder daheim, und wie ich weiß, hat sie sich auch schon wieder was zu trinken besorgt. Sie ist jetzt bei meinem Papa und ich bin zu meinem Freund gegangen. Ich musste heut weg, ich schaff das nicht mehr dort zu sein und zu sehen wie sie kaputt geht.

Sie sagte auch, sie will nieeee mehr in diese Entgiftungsklinik, lieber woanders hin. Doch das ist ja wieder das Problem, weil nur diese Klinik für unseren Bezirk zuständig ist. Ich weiß nicht was ich tun soll und verhalten soll. Grad vorher hab ich mit meinem Vater Tel. Er sagte meine Mama bekommt schlecht luft und sie musste wieder weinen.


Vielleicht weiß jemand von euch wie ich mich verhalten soll, nur ich habe solche Ansgt das sie sterben wird. Ich habe das wirklich!! Weinen
Tut mir leid für den langen Text und Danke an alle die es gelesen haben!!

Liebe Grüße
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Sunshine81 hat zum Thema: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
svea_1978
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 01.12.2007, 23:31    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

meine mutter will sich auch nicht helfen lassen. wir haben ihr schon so oft nahegelegt, in eine suchtklinik zu gehen, aber sie wehrt sich immer aufs heftigste. diese kliniken wären das letzte, da würden sie keine zehn pferde hinbringen, sie schafft das auch alleine, usw.

kannst du denn nicht mal eine weile zu deinem freund ziehen? oder zu einer freundin? damit du dir dieses dilemma zuhause nicht jeden tag anschauen musst? ein wenig abstand würde dir mit sicherheit helfen, auch wenn es die probleme nicht aus der welt schafft...

viele grüße von einer mitleidenden...
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svea_1978 hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
Danni
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.09.2007
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 00:05    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo sunshine,
willkommen bei uns im forum, schön, daß du hierher gefunden hast!
es klingt sehr traurig, was du schreibst und es tut mir sehr leid für dich! es ist wie bei mir, bei meinem vater ist alles von jetzt auf gleich zusammengebrochen, nachdem er sich von seiner lebensgefährtin getrennt hat und alleine lebte. er hatte wohl schon immer ein alkoholproblem, aber nun ohne eine frau an seiner seite ist es im eiltempo ausser kontrolle geraten und er war auch schon zweimal in einer klinik, allerdings mit zwang. wirklich gebracht hat es nichts, er sieht nicht ein, daß er ein problem hat. ich rechne zur zeit mit allem, daß er wieder in eine klinik kommt oder sich gerade mit was ablenkt, irgendwo auf der straße lebt oder bald ein anruf kommt, indem man mir mitteilt, daß er aus einem bach gezogen wurde oder irgendwo nachts erfroren ist. was ich damit sagen will, ist WIR können daran nichts ändern, wenn sich jemand zu tode saufen will, dann können wir nichts tun! dies muss man erstmal akzeptieren und es ist bestimmt nicht einfach. erst recht, wenn dann wirklich was passiert.
das deine mutter sagt, sie will nicht mehr in diese klinik ist nur geschwafel! sie will gar nicht und sucht nur einen grund. " ich würde ja wenn.." nur ne schutzbehauptung euch gegenüber! lass dich davon nicht einlullen!
du shreibst, daß du deiner mutter hilfst. was genau machst du denn dann?
das beste wäre natürlich ihr nicht mehr zu helfen, was den alk angeht. du hast deiner mutter gesagt in der klinik, daß sie dich kaputt macht! das stimmt! und du solltest dies unterbinden! lass sie nicht mehr in dein zimmer, wenn sie getrunken hat und sich ausheulken will, lass dich dazu nicht missbrauchen! hilf ihr nicht, wenn sie etwas nicht schafft, nur weil sie zu betrunken ist! meinst du du schaffst das! meinst du dein vater schafft das auch?
ich hoffe du schreibst bald mehr, vorallem darüber wie es dir geht!
alles liebe und ganz viel kraft für dich, danni
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Danni hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
Sunshine81
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.11.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 00:08    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen lieben dank für die Antwort.
Ja, die Eltern von meinem Freund haben es mir angeboten. Aber ich fühle mich so schlecht dabei. Sie einfach im Stich zu lassen und ihr das Gefühl zu geben, ich wäre nicht mehr da. Natürlich würde es mir besser gehen, aber ich weiß, das es meiner Mutter dann noch schlechter geht.

Sobald ich bei meinem Freund bin, kreisen meine Gedanken nur bei Ihr und ich kann mich kaum ablenken, weil ich Angst um sie habe was zu Hause los ist. Aber zuhause wünschte ich mir, einfach weg zu sein.

Meine Mama hängt sehr an mir und ich weiß auch das sie mich sehr lieben tut. Das sagt sie jeden Tag. Am liebsten würde ich ihr auch sagen, Mama, entweder du lässt dir helfen oder ich geh. Aber mein Hausarzt meinte, sowas könnte auch nach hinten losgehen. Dann hätte sie erst recht kein Grund mehr sich helfen zu lassen.

Habe solche Angst morgen nach Hause zu gehen und nicht zu wissen was kann ich tun oder was passieren wird. Natürlich weiß ich das ich nichts tun kann, aber weil ich sie so liebe, tut das so schrecklich weh das anzusehen.

Mein Papa verlässt sich auch sehr auf mich, er ist auch selbst krank, ist Asthmatiker und ich bin die einzigste die noch die Kraft für alles hat.

Doch auch die habe ich bald nicht mehr. Es tut wirklich so weh das unsere Mütter so ein Leid haben und wir können nicht helfen.
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Sunshine81 hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
svea_1978
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 00:18    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich finde, du solltest das angebot annehmen und mal für eine weile das weite suchen. du kannst es ja befristen und deiner mutter auch so sagen. dann weiss sie, dass du wieder kommst. und vielleicht sagst du ihr nochmal deutlich, dass du ihr gerne hilfst, wenn sie diese auch annimmt. heisst, wenn sie ernsthaft etwas gegen die sucht unternehmen will? denn fest steht ja, dass deine hilfe, so sehr du dich bemühst, nichts bringt. und auch dein vater darf dir nicht die ganze last aufbürden.

ich kenne das von meinem vater. meine eltern sind geschieden und er verlangt nun immer von mir, dass ich dieses und jenes mit meiner mutter für ihn regle. dabei habe ich gar keine chance, irgendwas zu bewegen. was er wiederum nicht versteht...
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svea_1978 hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
Sunshine81
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.11.2007
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 00:29    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Danni!

Vielen lieben Dank, die Kraft kann ich gut gebrauchen. Es tut mir sehr leid wegen deinem Vater, es ist wirklich schlimm. Kann mich nur zu gut in deine Situation hineinversetzen. Bis vor 3 Monaten habe ich mich mit diesem Thema Alkohol nie beschäftigt. Und aufeinmal tritt sowas ins Leben. Kenne mich darin wirklich so schlecht aus, und bin eh ein sehr sentimentaler Mensch. Sobald ich sehe, jemanden geht es schlecht, gehts mir auch so.

Sobald ich Abends um 5 vom arbeiten heimkomm, habe ich eingekauft und die Küche aufgeräumt, Wäsche gewaschen, Tiere versorgt..etc. halt den ganzen Haushalt, wo normal sie immer erledigt hat. Doch ich weiß, ich darf das nicht mehr tun. Sie muss erkennen, das viel falsch läuft. Das hat heut die Ärztin in der Klinik zu mir gesagt. Und ich soll mich von Ihr abgrenzen, nur weiß ich nicht wie.

Mein Freund gibt mir sehr viel Kraft und Halt. Aber wenn ich von Ihm gehe, kann er mir auch nicht mehr helfen und ich steh wieder allein da. Hab das Gefühl ich schaff das nicht mehr, arbeiten, die ganzen Sorgen usw. weiß echt nicht mehr weiter.

Bin echt froh dieses Forum gefunden zu haben, das baut mich auf, weil ich sehe, vielen da draußen gehts so und wir können uns gegenseitig veruchen Ratschläge zu geben! Nochmals ein großes DANKE
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Sunshine81 hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
Danni
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.09.2007
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 00:42    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo nochmal!
die ärztin hat recht und der hausarzt auch, irgendwie! es ist möglich, daß wenn du dich abgrenzt und sie im alkoholisiertem zustand nicht mehr unterstützt, daß das schlimmer wird. mein vater ist ja ein gutes beispiel, was ohne hilfe passieren kann. wo der hausarzt nicht recht hat ist, daß man es deshalb nicht tun sollte. man sollte es sich selber zu liebe tun, denn man kann nicht beeinflussen, ob der andere zur einsicht kommt oder nicht. aber man kann was für sich tun. also maches in erster linie für dich, damit nicht deine ganze kraft dabei drauf geht. und in zweiter linie macht man es, weil nicht helfen, die beste hilfe ist, die man geben kann. aber man muss sich immer dabei bewusst sein daß man auch gar keinen erfolg damit haben kann beim anderen!
oh je, war das jetzt verständlich?
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Danni hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 02:30    Titel: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sunshine,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Das Beste für Dich wäre Abstand zwischen Dich und Deine Mutter zu bringen. Ich weiß allerdings auch wie schwer das ist. Ich kenne das, dieses ständige kreisen von Gedanken, die Fragen was macht sie jetzt, geht es ihr gut, was hat sie jetzt wieder angestellt, wie viel hat sie wieder getrunken, wo soll das enden, was soll ich noch tun usw. Da zu sagen, ich denke jetzt an mich, wenn einen auf der anderen Seite die Sorge um die Mutter fast auffrisst, ist nicht einfach. Mir ging das jahrelang so, obwohl ich nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt habe.

Letztendlich ist es jedoch das einzig richtige für Dich und um Dich geht es hier. Deine Eltern sind erwachsen und können für sich selbst sorgen. Es ist nicht Deine Aufgabe. Natürlich ist es für Deinen Vater nicht leicht, aber es ist an ihm dafür zu sorgen, dass es ihm besser geht, nicht an Dir. Es ist niemandem geholfen, wenn Du ihm etwas abnimmst, was er selbst regeln muss. Er kommt so nie aus seiner Situation die ihn belastet, weil er ja nicht muss, Du bist ja da und Dir geht es noch schlechter.

Noch bist Du die einzige die noch Kraft für alles hat und wie lange noch und wo bleibst Du dabei?

Im Moment macht es mir nicht den Anschein, dass Deine Mutter ernsthaft trocken werden will, sonst wäre sie in der Klink geblieben. Überhaupt hat es wenig Sinn, den Alkoholiker zu überreden. Oft gehen sie dann nur, damit sie Ruhe haben und trinken weiter, wenn sie wieder zu Hause sind. Frei nach dem Motto: Ich hab’s doch immerhin versucht. Meine Mutter hat das dieses Jahr schon ein paar Mal gemacht, Erfolgt null. Einmal ist sie sogar rausgeflogen, weil sie sich Alkohol mitgebracht hat. Soviel zum Thema Ernsthaftigkeit. Sie ist immer dann gegangen, wenn mein Vater ihr zu sehr zugesetzt hat.

Sunshine, Alkoholiker sind sehr erfinderisch und sehr gerissen, wenn es darum geht ihre Helfer nicht zu verlieren. In diesem Fall Deinen Vater und Dich. Sie wissen schon was sie tun müssen, wie sie Hoffnung wecken, damit die Angehörigen bei der Stange bleiben. Das geht auch schon mal sehr schnell in Richtung emotionale Erpressung, wie z. B. ständiges ich liebe Dich. Ich weiß nicht wie oft ich ähnliches zu hören bekommen habe. Es hat irgendwann aufgehört und zwar als es nicht mehr funktionierte, als ich nicht mehr funktionierte. Ich glaube nach wie vor, dass meine Mutter mich liebt, aber sie sagt es nicht mehr. Sie hat diese Worte überwiegend als Werkzeug benutzt um mich zu manipulieren. Damit ich bei der Stange bleibe, sie weiter in ihrer Sucht unterstütze. Das ist leider die traurige Wahrheit. Die Sucht ist so mächtig, das auch vor Kindern und Partnern nicht halt gemacht wird, nur um die Helfer der Sucht nicht zu verlieren. Das ist kein böser Wille, sondern Sucht.

Natürlich liebt Deine Mutter Dich, aber das ist kein Grund bei Deinen Eltern wohnen zu bleiben. Meine Meinung ist, dass Du das Angebot der Eltern Deines Freundes annehmen solltest. Es geht hier darum, dass es Dir besser geht und glaub mir je länger der Abstand anhält, desto besser und erleichterter wirst Du Dich irgendwann fühlen. Es geht nicht darum, dass Du etwas tust oder lässt, damit es Deiner Mutter besser geht. Dafür ist sie ganz allein zuständig. Aber das ist nur meine Meinung. Letztlich ist es Deine Entscheidung und wie immer sie ausfällt, Du musst mit ihr leben und nicht ich.

Der Hausarzt hat Recht, natürlich kann so was nach hinten losgehen, anders herum gibt es aber auch keine Garantie, dass Deine Mutter etwas für sich tut aufhört zu trinken wenn Du da bleibst. Das Gegenargument wäre, dass es Deine Mutter wachrüttelt wenn Du ausziehst. Das sie sieht, was sie verliert, weil sie trinkt. Es kann also auch ein Auslöser sein ernsthaft etwas gegen die Krankheit zu tun.

So jetzt steckst Du richtig im Dilemma nicht? Egal was Du tust, es kann schaden es kann nutzen. Was sollst Du denn jetzt tun? So ähnlich denke ich mir ist die Frage die Du Dir stellst.

Es geht nicht darum, dass Du etwas für Deine Mutter tust. Wie das Beispiel zeigt, kannst Du es im Grunde nicht. Denn egal was Du tust, Du weist nie wie Deine Mutter reagiert, also weist Du nicht ob das was Du tust gut oder schlecht ist für sie. Es geht darum, dass Du tust, was Du für Dich als das Beste ansiehst und nicht als das Beste für Deine Mutter. Entscheidungen kannst Du nur für Dich treffen. Für Deine Mutter kannst Du nicht entscheiden. Entweder sie tut es selbst oder keiner.

Denk an Dich und kümmere Dich um Dich, Deine Eltern sind erwachsen, sie können für sich selbst sorgen.

Gruß und gute Nacht

Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Wie soll es weiter gehen mit meiner Mama? geschrieben

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