| Die Astrid stellt sich vor • Jenny + Howie!!! |
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Marf neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 4
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Verfasst am: 04.09.2005, 15:39 Titel: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? |
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Servus,
wie man am gruss sicherlich unschwer erkennt, melde ich mich aus dem schönen bayern, wo gerstensaft bekanntlich als grundnahrungsmittel gilt.
und da wäre dann auch das problem: ohne bier leben? allein bei der vorstellung bekomme ich panik - so doof das evtl klingt: ist aber echt so. ich nuckel parallel beim tippen noch genüsslich an nem augustiner, und weiss aber, das nur noch 3 in reserve im kühlschrank liegen ... ejtzt könnte ich sagen: trink ma die 3 halt noch und dann is schluss ... aber die vorstellung der tatsache das echt NIX mehr im haus ist macht mich wahnsinnig. Irgendwie hab ich den Eindruck, das es mir pers. leichter fallen würde die finger von zu lassen, wenn ich zur beruhigung immer noch n träger in reserve in der garage hätte. prinzipiell falsch oder pers. verschieden?
fakten:
- 7-9 halbe / tag (*prost* )
- zu doof inner früh die kaffee tasse ein stockwerk höher zu jonglieren
- selbiges legt sich aber nach der ersten halben (gleich nach dem kaffee)
- panikatacken, angstschweiss über nacht, das man das kopfkissen auswringen kann
- motorische störungen, filmrisse
- nie wirklich besoffen - im grunde dient das bier (ausschliesslich = >5,x% fass ich nicht an - nicht mal an silvester = sekt - da speilt mein magen nicht mit = sodbrennen zum sterben) mehr als lebenerhaltender bestandteil
- verdammt cleveres kerlchen & arbeitszeugnisse, die sich gewaschen haben (soll nicht angeberisch sein) - aber im grunde arbeitsunfähig, da die zeit, bis ich in die gänge komme wirklich nur als "selbstständiger" machbar ist. ein wiedereintrick ins echte berufsleben ist also nicht wirklich drin. = bewerbungschancen 1A - vorstellungsgespräch: setzen 6.
- Alter: 30 ... aber fertig wie 50
- in die Versuchung in Lokalen etwas in gesellschaft trinken zu "müssen" komme ich eigentlich arg selten, da eher einsiedlerdasein vor'm Monitor.
- meine Verlobte hat vollstes verständnis und mault nicht, da im grunde kein wirklicher unterschied an mir festzustellen ist = nicht besoffen, voll zurechnugsfähig auch nach der 10ten halben und nie aggressiv.
- stress ohne ende und existenzsorgen
- halbe herzinfarkte über nacht
- bierkonsum recht konstant seit ~ 10 Jahren
alles in allem: ein grund sich gedanken zu machen - ich hatte damals eine fürsorgliche chefin, die mir sogar eine prämie mit Urlaub gezahlt hatte für: 1 monat trocken. ging (irgendwie... sch**** gings mir dreckig die ersten paar tage) ... aber der rückfall war derb - gesoffen wie ein loch. das fand sie nicht wirklich lustig, aber hat dennoch nicht aufgegeben (solche chefs muss man erstmal haben ...).
nur:
ich hab angst vor 100%tigem bierentzug - wie geht ihr mit der panik um, das es schlicht nie wieder was geben wird und der Kühlschrank leer bleibt? oder wie sind die erfahrungen mit "drosseln"? 3-4 Halbe am tag = 50% des derzeitigen konsums wären voll o.k. derweil - nur: wie lange wird das vorhalten?
bei derartiger Gewohnheit: lieber langsam absetzen, oder einen knallharten Cut? ich weiss nicht ob ich das nochmal packen würde, von heute auf morgen "Nein" zu sagen.
Gruss,
-- Marf |
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| Marf hat zum Thema: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? geschrieben
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Martin Gast
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Verfasst am: 04.09.2005, 16:32 Titel: Aussprechen |
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Servus Marf,
hm,
ja,
kennen wir doch,
jo,
so isses,
ja ... ja ... ja.
Es fehlt nur der entscheidende Drei-Worte-Satz.
Der entscheidende Satz fällt schwer.
Denkst Du es ist soweit ihn aussprechen zu können?
Herzlichen Gruß, Martin |
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| Martin hat zum Thema: Aussprechen geschrieben
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Marf neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 4
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Verfasst am: 04.09.2005, 16:51 Titel: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? |
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mei - ausprechen kann ich den satz schon - so schlimmeisses nun auch wieder nicht.
tatsache ist: ich könnte wohl wenn ich wollte, ich weiss das ich muss, nur ob ich will weis ich nicht, und ob und überhaupt. fakt ist: irgendwann muss ich, sonst kann ich mich einsargen - ich könnt mich aber auch noch n bisserl weiter betrügen, bis der ofen ganz aus ist. nur seh ich das rein pragmatisch: warum bis zum absoluten null-punkt warten und dann mühevoll wieder trümmer aufbauen - nur vor dem null-punkt ist halt die motivation noch nicht so stark ... ach, ein sch**** ist das, da beisst sich der hund in' schwanz.
was mir beim letzen versuch geholfen hatte: meditation.
ich möchte hierbei erwähnen, das ich mit esoterik gar nix am hut hab, aber lange genug (in meiner blütezeit) kung fu betrieben habe - da lernt man sowas, und das bringt auch wirklich was. noch ein bisschen vererbter steirischer dickschädl dazu, und das ist ne massive sache (in dem fall waffe).
= ich konzentrier mich darauf, das ich grippe habe = ein ähnliches gefühl als der alk-mangel. nur bei grippe ist man es gewohnt, das man nix gegen machen kann & einfach abwarten muss. ging prima - ich war sozusagen schlichtweg krank und hatte mich damit abgefunden. (warum ich dann wieder angefangen hab, weiss ich nicht mehr - stress nehme ich an).
ich glaub, ich brauch einfach n tritt in den allerwertesten, damit ich mich durchringe. ist wohl bei mir auch hauptsächlich ehrensache: ich will gar nicht rausposaunen, das ich es AB JETZT lasse - beim geringsten rückfall verliere ich mein gesicht - da hab ich angst vor. |
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| Marf hat zum Thema: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? geschrieben
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Martin Gast
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Verfasst am: 04.09.2005, 17:07 Titel: Spirale |
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Hallo Marf,
der Fehler aller praktizierender Trinker ist, ihr Problem als Mangel, als Willensschwäche, als Versagen zu sehen. Alkoholismus ist aber eine Krankheit. Eine Krankheit gegen die Du etwas unternehmen kannst. Nur ohne Einsicht in den Handlungsbedarf und eben auch ohne Feststellung eigener Abhängigkeit geht nix. Alles andere ist Herumgeeiere. Wie Du schon schreibst: "dann beisst sich alles in den eigenen Schwanz." Teufelskreis.
Du hast die Wahl.
Es geht um Dein Leben.
Rauskommen aus der Spirale oder immer tiefer geschleudert werden.
Herzlichen Gruß, Martin |
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| Martin hat zum Thema: Spirale geschrieben
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Marf neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 4
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Verfasst am: 04.09.2005, 17:17 Titel: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? |
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ich habe aber ein echtes problem:
nicht das ich was aus frust trinke, auch nicht um irgenwelche komplexe kompensieren zu müssen.
(ich bitte das nicht falsch zuverstehen)
ich krieg mein hirn nicht gestoppt = sobald ich aufhöre ist mein beruhigungsmittel weg. = ich bin am tüfteln, planen und überlegen und am machen und am tun ... nur find ich kein ende. kleinkram wie baldrian-tee wurde wegen erfolglos versucht verworfen. selbst *leisesprech&heiligtu* Gras rauchen war nix - da bin ich wohl immun gegen - selbst die anstaltspackung zeigte null wirkung, aber den versuch wars wert - schalfmittel = auch mist, wegen am nächten fertig und schlapp ohne ende, ausserdem schlägt das richtig auf die denke. wenn ich jetzt sag: bier is zwar aus, aber ich fahr nachher nicht zur tanke, dann kann ich mich auf eine sehr schlaflose nacht vorbereiten..... (aber das wird wohl normal sein)
edit:
einen kleinen, aber durchaus wichtigen punkt vergass ich zu erwähnen.
ich hatte als jugendlicher eine phosphatallergie. = eine tüte chips und ich war nicht mehr zu halten - daher kam das eigentlich. medikamente und essigwasser -> oder schlicht ein bier. ich hab keine ahnung was diesbzgl abgeht, wenn ich das bier weglasse - da wäre der entzug das kleinere übel
edit2: man kann mich als unverbesserlich brandmarken, aber bis dato galt das bier für mich eher als medizin - nur wenn ich mal 2 stockwerke höher steig, und mal von oben auf mich selbst gugg.. normal ist das nicht - vorallem sind die gesundheitlichen schäden mittlerweile offensichtlich - nur wenn ich das auf eine schlag weglasse ... am willen und selbiger stärke fehlts nicht - ich hab aber angst vor den folgen - im grunde muss man mich am bett festketten, wegen, ich kann verdammt erfinderisch sein. |
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| Marf hat zum Thema: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? geschrieben
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Martin Gast
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Verfasst am: 04.09.2005, 17:32 Titel: Herausforderung |
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Marf!
(Die Tanke darf nicht fehlen. Der 24h Dealer, naja.)
Klar wird ein Ausstieg nicht leicht. Dazu findest Du hier viele Informationen, für einen Entzug gibt es auch medizinische Hilfe. Du mußt Dir einen kalten Entzug nicht antun, ja - er ist riskant. Besser professionell und geplant machen.
Alkohol ist ein Beruhigungsmittel. Auch ich habe mich satte 13 Jahre sediert. (bin 35, bald 2 Jahre trocken, ziemlich gleiches Trinkmuster) Und es war "meine" Droge - ganz klare Sache. Du wirst einen neuen Umgang mit Spannungen erlernen müssen. Andere Wege zur Beruhigung finden müssen. Vielleicht stellt sich Dir das heute als unmöglich dar, aber ich versichere Dir, Du wirst neue Wege finden. Das tun alle trockenen Alkoholiker. Also warum sollte es Dir nicht gelingen?
Im Nachhinein verstehe ich meine eigene Angst vor dem Trocken-sein nicht mehr. Der Gang über die eingestandene Erkenntnis Alkoholiker zu sein war vielmehr eine Befreiung. Auch wenn ich mich bis heute vielen schwerwiegenden Problemen stellen muß. Aber ich habe die Gestaltungsmacht über mein Leben wiedergewonnen. Das ist das Entscheidende. Dein Drang zur Tanke zu müssen - ist nur noch meine Vergangenheit. Verlockt es Dich nicht, das alles hinter Dir zu lassen?
Allerdings - das Saufen ist eine Gewissheit.
Allerdings - das eigenständige Leben eine Herausforderung.
Herzlichen Gruß, Martin |
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| Martin hat zum Thema: Herausforderung geschrieben
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Marf neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 4
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Verfasst am: 04.09.2005, 20:53 Titel: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? |
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sodala - und grad noch ein weiteres "hübsches" gespräch mit meinen eltern gehabt. das sie sich sorgen machen ist klar und löblich - aber wenn ich heut noch ein paar mal das wort alkoholismus höre, dann ist echt land unter.
irgendwie haut das mit den gut gemeinten ratschlägen (ist eh immer der selbe: lass es halt einfach) nicht so wirklich hin - wie auch - die reden sich leicht - die haben ja das problem nicht. "sag ich dem ertrinkenden: schwimm halt ... und der säuft trotzdem ab ... wasn depp" .... so in etwa.
für einen ganzen tag einlesen und foren & artikel durchwühlen und 1000 probleme anderer zu lesen reichts mir heut erstmal für den anfang - ich bin gefrustet und mach mir jetzt erstmal n bier auf *prost*
(und dann überleg ich erstmal in aller ruhe, wie ich tu .... irgendwie ist doch grad mehr verwirrung als wie entschluss - wenn ich mir die ganzen horrorgeschichten so durchlese ... *angst* dagegen ist die halbe bier grad harmlos) |
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| Marf hat zum Thema: Re: Selbst schaffen / reduzieren vs. runtertrinken? geschrieben
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Martin Gast
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Verfasst am: 04.09.2005, 21:30 Titel: lies mal |
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Marf,
na dann lese mal in Ruhe.
Martin |
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| Martin hat zum Thema: lies mal geschrieben
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