| keine kraft mehr... • Im Beisein des Alkoholkranken selber kein Alkohol trinken??? |
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Lila Clematis neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:11 Titel: wie richtig "helfen" ? |
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Hallo,
ich bin neu hier und möchte gern darüber diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, den Betroffenen zu "erreichen".
Mein Mann trinkt schon lange abends 1 Flasche Wein. Was noch kann ich nicht sagen, weil er sich dazu zurückzieht vor Computer etc.
Lange Zeit dachte ich, es wird sich schon einpendeln.
Im Alltag geht er einer Beschäftigung nach, kümmert sich um unsere Kinder, Dinge im Haushalt.
Was in den letzten Jahren dazukommt ist eine zunehmende Agressivität gepaart mit Empfindlichkeiten und Anschuldigungen.
Natürlich leidet darunter in unserer Beziehung so ziemlich jeder Bereich, den man sich vorstellen kann.
Manchmal bin ich so kraftlos, wünsche mir ein Familienleben, das nicht durch Entwertungen, Beleidigtsein seinerseits, Schweigen und Zurückziehen , geprägt ist.
Schon oft sagte ich ihm, daß ich so nicht mit ihm leben kann.
Es ist verdammt schwer, Konsequenzen zu ziehen. Wir haben Immobilien-besitz und Kinder.
Habt Ihr Anregungen?
Grüße
Lila |
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Tihaso sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.07.2007 Beiträge: 1169 Alter: 46 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 25.11.2007, 16:23 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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Hi, helfen?? Kannst du nur dir ..und vielleicht bewirkt dies eine Änderung von ihm..V i e l l ei c h t!!!
Du kannst nur dich ändern und nicht ihn.. Was du schreibst, kennen hier viele...
Deine Angst davor, die Konsequenzen zu ziehen, kann ich nachvollziehen..aber es sollte dich nicht daran hindern, ein glückliches Leben zu leben..
Als ich nicht mehr konnte, war es mir gänzlich egal, ob ich vom Sozialamt leben sollte oder nicht.. Meine schwester sagte immer: "Denk einmal daran, was du den Kindern vorlebst! Für sie ist euerr Familienleben so normal!" Dies hat mir geholfen..denn ich will nicht, dass meine beiden Mädels später auch in solche Bahnen geraten...Nun vor 3 Jahren vor seiner 2. Therapie habe ich mir mit den Mädchen eine Wohnung genommen...und ich bin nun auch froh..Nach der 2. therapie haben wir uns wieder angenähert..aber wir haben beide unsere Wohnungen behalten.. Er war mehrfach rückfällig in der Zeit...ganz massiv in diesem Sommer, so dass ich mich endgültig trennte.. nach nunmehr einundzwanzig Jahren.. es ist nicht leicht...aber mit ihm auf meinem Rücken ist es auch nicht leichter. ür meine Mädels habe ich eine Therapie beantragt..und da er noch immer trinkt läuft das betreute Umgangsrecht im Kinderschutzbund..erst einmal 10 mal alle 2 Wochen eine Stunde und dann sehen wir weiter.. Ich bin da sehr radikal..aber wenn er es anders wünscht, dann steht es ihm ja frei, etwas zu ändern -an sich und seinem Trinken!
Ich hoffe, du findest die Kraft.. vielleicht findest du sie schneller als ich und ersparst dir , den Kindern und auch ihm einen weiteren Leidensweg! Durch unsere "Hilfe" verlängern wir den Leidensweg ja nur.... denn warum sollte er was ändern????
Noch eins ist wichtig: wie du an meiner Geschichte sehen kannst, hat er sich nicht geändert - also, dies kann dadurch geschehen..sollte aber nicht dein Antrieb sein....
LG Tihaso  |
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| Tihaso hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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vergissmeinnicht neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2007 Beiträge: 306
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Verfasst am: 26.11.2007, 12:55 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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Hallo Clematis
Du kannst doch so leben!
Sonst wärst du nicht mehr da!
Wie mein Vorgänger schon wortreich beschrieben hat.
Nur du kannst was ändern. Wenn du darauf wartest das er was ändert kannst du warten bis du schwarz wirst!!
Manchmal muss das Leben umkippen bevor amn wieder aufstehen kann. Und oft ist das auch gut so.
Du darfst nicht nur reden, du musst auch was tun.
Ich meine jetzt nicht nur die Trennung, sondern auch andere Sachen.
Tu etwas für dich, ohne Rücksicht auf ihn, ob es ihm gefällt oder nicht.
Schließ dich einer Gruppe an!
Sag ihm das auch!
Mach wieder Sachen die dir Spass machen mit ner Freundin oder so!
Oder hast du dich schon isoliert?
Nur wenn du dich änderst, wird er etwas ändern wollen.
Mach es ihm unbequem!!
LG
vergissmeinnicht |
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Lila Clematis neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 07.12.2007, 09:26 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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| Tihaso hat Folgendes geschrieben: | Hi, helfen?? Kannst du nur dir ..und vielleicht bewirkt dies eine Änderung von ihm..V i e l l ei c h t!!!
Du kannst nur dich ändern und nicht ihn.. Was du schreibst, kennen hier viele...
Deine Angst davor, die Konsequenzen zu ziehen, kann ich nachvollziehen..aber es sollte dich nicht daran hindern, ein glückliches Leben zu leben..
LG Tihaso  |
Hallo Tihaso,
danke für Deine Zuschrift.
Ich weiß viele Dinge vom Kopf her....die hier im Forum geschrieben werden.
Warum ist es nur so schwer, die Konsequenzen zu ziehen.
Manchmal können wir richtig gut darüber reden, dann gibt er sogar zu , daß es eben ein zähes Thema ist und er ja weiß, es ist nicht gut.....
Dann wieder ist er arrogant und meint, es wäre doch nicht so schlimm. Ich wäre wohl in letzter Zeit extrem empfindlich.
Peng ....hab ich wieder mal den schwarzen Peter
In der letzten Zeit habe ich viele Dinge für mich gemacht. Das paßt ihm aber gar nicht, seine Bemerkungen darüber sind sarkastisch.
Ich habe auch mein Bett in ein anderes Zimmer im Haus verlegt und ihm gesagt, daß ich den Alkoholdunst einfach nicht mehr ertragen kann.
Das empört ihn...
Aber ich muß sagen, ich schlafe wirklich gut
Nur...fehlt mir halt auch die menschliche Nähe
Die kann ich von ihm wohl nicht erwarten?
Grüße
lila |
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| Lila Clematis hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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Lila Clematis neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 07.12.2007, 09:35 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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Danke auch vergissmeinicht
Ja er unbequem machen....
Da bin ich schon dabei...
Dummerweise tut es mir immer ´wieder auch weh, wenn dann ein eisiges Klima in der Familie herrscht.
Grüße
Lila |
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| Lila Clematis hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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Tihaso sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.07.2007 Beiträge: 1169 Alter: 46 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 07.12.2007, 21:10 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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Hallo,
menschlich wäre er dir sicherlich sehr gerne nah.. aber nicht so, wie du es dir wünschst..
Die Konsequenzen ziehen ist sehr schwer.. auch wenn es uns dann und wann besser damit geht, dann ists doch oft genug so, dass wir uns den anderen Zustand schmerzlich herbeisehnen ...einfach das gewohnte wiederhaben wollen...
glaube mir, es wird keine dauerhafte vERÄNDERUNG GEBEN; WENN ER NICHT WIRKLICH ANFÄNGT ETWAS ÄNDERN ZU WOLLEN- FÜR DICH SELBER UND NICHT FÜR DICH ODER ODER ODER......#
Zitat:Dummerweise tut es mir immer ´wieder auch weh, wenn dann ein eisiges Klima in der Familie herrscht.
Wie fühlst du denn, wenn er sein Level ertrunken hat???
Diese Fragen helfen mir.. vielleicht auch dir
LG Tihaso |
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| Tihaso hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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Lila Clematis neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 08.12.2007, 01:41 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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Danke Tihaso,
zu Deiner Frage:
Ich fühle mich einfach sehr weit weg, wenn er getrunken hat.
Manchmal auch zwischen Mitleid und Wut.
Mein Mann ist dann nicht agressiv, sondern eher kindlich, linkisch in seinen Bewegungen.
Gruß
Lila
PS Heute habe ich etwas für mich und meine Tochter getan. Verwandtenbesuch genossen  |
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| Lila Clematis hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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elanie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.11.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: 08.12.2007, 01:51 Titel: Re: wie richtig "helfen" ? |
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| hallo Lila Clematis !Auch ich bin neu hier .Deine geschichte könnte meine sein ,ist fast identisch.Mein Mann trinkt täglich 8-10 Flaschen Bier und das erst nachmittags ! Wie schaft er das bloss ? Auch er kümmert sich gerne um das Mittagessen ,Einkaufen usw. aber es ist leider nur Vormittags zu erleben -spätesens ab 15 uhr geht es los.Unsere Beziehung leidet schon lange deswegen obwohl wir erst 10 Jahre verheiratet sind . Auch ich sage ihm immer wieder das unsere Leben nicht so gehen kann ,hab sogar Briefe geschrieben ,geweint ,geschtritten ,oft das Schlafzimmer verlassen usw.... . Alles hat nichts gebracht ! Er will und will nicht begreifen das er ein Problem mit dem trinken hat . Ich habe viel im diesem Forum gelesen und eigentlich ist das immer das gleiche " du musst was für dich tun ,konsequenzen ziehen,notfalls ihn verlassen ".Aber ich frage mich auch ,wie um Gottes willen geht das wenn mann so wie du Immobilienbesitz hat ,damit bestimmt auch Haufen Schulden so wie wir und vielleicht noch Kinder oder Stiefkinder die ohne mich gar nicht klar kommen ???????????Da zu kommt noch das mann der anderen doch noch so liebt das alleine der Gedanke an eine Trennung wehtut.Ich weiss genau wie es dir geht .Ich will auch alles tun damit meinem Mann geholfen wird aber ich weiss nicht wie .Aber was kann ich tun das er sein Alkoholproblem endlich mal seht ?Ich denke an eine Selbsthilfegruppe nach.Liebe Grüsse elanie |
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| elanie hat zum Thema: Re: wie richtig "helfen" ? geschrieben
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