Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Trocken oder Nass denken? - entzug: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Trocken oder Nass denken?

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum -> Seite 24
Wie kann ich meinem Mann helfen?   •    Wie bekomme ich mein leben wieder in den griff  
Autor Nachricht
hasenpfoetchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 21.11.2007, 19:11    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ja ich weiss, gerade stelle ich bei mir einen Anflug von Hochmut. Ihr habt schon Recht, danke für die Warnungen. Gut das wir darüber geschrieben haben. Hab nämlich vergessen, dass ich Alkoholikerin bin.


Gut das ich jetzt ins Meeting gehe und gut dass ich das Forum reingeschaut hab. Danke für die Erinnerung an meine Krankheit.

Sorry Britt, dass wir uns hier so losgeschrieben haben und danke für dein tread es hat mir bzw. es ist mir wiedermal ein Licht aufgegangen.

Bis bald
Hasenfuß
Nach oben
hasenpfoetchen hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
panther
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 2328
Wohnort: ich wohne in mir, mein zuhause ist meine seele

BeitragVerfasst am: 21.11.2007, 19:17    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ist schon gut hasenpfötchen.

ich geh jetzt auch gleich ins meeting.

wünsch dir wertvollen erfahrungsaustausch im meeting.

gruß panther
Nach oben
panther hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
brit123
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.09.2007
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 00:16    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten abend,

euer Meinungsaustausch gibt mir viele Ansätze zum nachdenken.

Ich kann verstehen das man sich nicht nur "einigeln" möchte und ich kann auch verstehen das " Partys" Gefahren bedeuten können.

Mein gesamtes Umfeld , inklusive der Menschen mit denen ich zusammenarbeite sind nicht "alkfrei", meinen job brauch ich zum überlegen, die Rechnungen müssen bezahlt werden.

Aber was mich im Moment am meisten interessiert ist das "suchtgedächniss". Ich habe zur Zeit ( und so soll es auch bleiben)l keinerlei Ambitionen Alk zu trinken, ich merke das ich wieder besser schlafen kann und das ich Stress Situationen auch anders bewältigen kann.

Da ich aber erst meinen fast zweiten Monat erreicht habe , muss ich an mir weiterarbeiten . Möchte verstehen wie das Suchtgedächniss funktioniert um gegensteuern zu können.

Durch meinen job , ich habe diese Woche fast täglich 10 gearbeitet und sport auf den ich zur zeit auf keinen Fall verzichten möchte und Kind blieb mir wenig zeit hier im forum zu lesen schreiben bzw zur SHG zu gehen.

Aber jetzt ist ja Wochenende. Danke für eure Antworten!!!!

Für heute falle ich " tot" ins Bett.

Viele liebe Grüsse und allen noch einen schönen abend. Brit
Nach oben
brit123 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
Plejaden
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.08.2007
Beiträge: 1357
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 09:59    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo brit,

ich möchte dir nur zum Aspekt des Suchtgedächtnisses antworten. Da ich mein Leben selbst erst geregelt kriegen muss und auch oft viel zuviel um die Ohren habe, bin ich da wohl nicht die beste Ratgeberin...

Anyway, ich habe einen interessanten Vortrag gelesen, "..und täglich grüßt das Suchtgedächtnis" von Dr. Arnulf Vosshagen, ltd. Psychologe der Fachklinik Kamillushaus, Essen. Ich finde ihn sehr lesenswert, weil er das Suchtgedächtnis sowohl von der psychologischen, als auch von der medizinischen Seite beleuchtet. Er spiegelt auch mein Empfinden sehr gut wieder. Da ich nicht weiß, wie das in diesem Forum mit den einstellen von externen Links ist, lasse ich es besser. Gib den Titel des Vortrags einfach bei Google ein und du wirst finden Winken .

Ansonsten sind meine Erfahrungen: Mein Suchtgedächtnis wird mit der Zeit leiser, aber nicht weniger gefährlich. Erst heute morgen, nach dem Aufstehen, hatte ich wieder einen Gedanken: "Ich sollte mal überlegen, ab wann ich wieder was trinken kann." Ganz leidenschaftslos, unaufgeregt, gefährlich.
Ich gehe dagegen vor, indem ich die negativen Aspekte meiner Alkoholikerkarriere im Gedächtnis halte. Ich verdränge sie nicht, ich schiebe sie nicht als "abgehakt" beiseite, sondern ich ziehe sie immer wieder hervor und betrachte sie eingehend. Sage mir immer wieder "Das war ich. Das werde ich wieder sein, wenn ich wieder anfange zu trinken. Ich will mich so nicht."

Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende!

LG
Plejaden
Nach oben
Plejaden hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
maria44
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 2106
Alter: 48

BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 13:54    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Brit,

ich möchte hier dazu etwas schreiben mit einem Hinweis dass es nur meine Gedanken sind keine Ratschläge.

Zitat:
Mein gesamtes Umfeld, inklusive der Menschen mit denen ich zusammenarbeite sind nicht "alkfrei", meinen job brauch ich zum überlegen, die Rechnungen müssen bezahlt werden.


Wenn ich diesen Satz lese kommen bei mir solche Gedanken, es ist ein Unterschied ob jemand hin und wieder etwas trinkt oder ob jemand in meiner Gegenwart trinkt und wie es mir dabei geht(ich weiß ich würde es nicht lange schaffen nüchtern zu bleiben). Du schreibst das Du mit den Menschen zusammen arbeitest die nicht alkfrei sind, kann ich das so verstehen dass es in der Arbeitszeit getrunken wird wo du keinen Fluchtweg hast keine Möglichkeit dich zurückzuziehen???
Oder du verbringst die Zeit mit den Menschen nach der Arbeit und hast Angst dich zu outen damit sich das in der Arbeit nicht rumspricht???

Ich kann nur aus meiner Erfahrung schreiben wenn ich tief in meiner Sucht gefangen bin und es unweigerlich immer mehr nach unten geht, und ich nichts tue werde ich auch irgendwann den Job nicht mehr ausführen können und somit auch meine Rechnungen nicht bezahlen können und es geht ja noch tiefer. Also wenn ich nicht will dass es so weit kommt muss ich ja etwas tun, die Risiken minimieren und nach einem Weg suchen mir ein Alkoholfreies Umfeld aufzubauen so lange das noch möglich ist und nicht nach Gründen warum etwas nicht geht.

Zum Suchtgedächtnis kann ich mich Plejaden einschließen

Zitat:
Ansonsten sind meine Erfahrungen: Mein Suchtgedächtnis wird mit der Zeit leiser, aber nicht weniger gefährlich.
Ist auch meine Erfahrung.

Liebe Grüße

Maria
ohne Alk. Seit 5.03.2006
Nach oben
maria44 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
brit123
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.09.2007
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 19:50    Titel: Re: Trocken oder Nass denken? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ,

erstmal der Artikel ist sehr interessant.
Beim ersten Lesen hat es mir etwas Angst gemacht zu lesen das das Suchtgedächtnis „ nicht zu löschen ist“, im nach herein denke ich, jeder kann über sich sein leben selbst entscheiden, niemand ist machtlos.

Über einige Begriffe habe ich mich noch ein paar Gedanken gemacht. zb. Kontrolle (empfinde ich immer noch teilweise als negativ), dabei bin ich auf den Satz gestoßen:

Kontrolle - Sucht
- Kontrollverlust kann nur jemand erleben der kontrollieren will.

Hmm.. so recht weiß ich nicht was ich damit anfangen soll….

Einige Dinge konnte ich mir erklären, ich hoffe nicht dass ich euch damit langweile

Verlust der Selbstkontrolle,- streben nach angenehmen Gefühlen, ja dies war der Auslöser weshalb ich anfing zu trinken.
Frage dabei warum wird die Selbstkontrolle oft als negativ empfunden?

Sucht = selbst schädigendes Verhalten aber lustversprechend… (warum wird die Selbstzerstörung nicht bemerkt, warum ist das „lustversprechen „ größer?)

Süchtiges Verhalten mit dem Ziel ist sich besser zu fühlen, Verdrängung von negativen Gefühlen. Der Kreislauf beginnt, heißt früher würden die negativen Gefühle weg getrunken jetzt entstehen noch mehr negative Gefühle durch das Trinken bis zum Tiefpunkt.

Das Suchtgedächtnis gaukelt positive Erinnerungen vor.

Wodurch ist mein Trinken entstanden? Meine Hemmschwelle war „geringer“ das Alk seit meiner Kindheit ein Bestandteil meiner Familie war, Aber dies möchte ich nicht als Alibi nehmen. Ich denke ich werde mir aufschreiben warum ich getrunken habe, die Situationen die die Auslöser waren. Weshalb ich vom „Spasstrinken“ zum „heimlich“ Trinken gekommen bin, ab wann es mir peinlich wurde das andere bemerken das ich regelmäßig trinke.

Liebe Maria,
nein, meine Freizeit verbringe ich nicht mit Menschen die trinken. Das möchte ich auch nicht, da ich mich dafür auch nicht „stabil „ genug fühle. Ich möchte mich nicht Versuchungen aussetzen. Auf der Arbeit ist es so, das sich die Kollegen sich zum „ Feierabend“ ihr Bier aufmachen.
Ich merke das ich mir ein neues Umfeld aufbauen muss, das ich mich von Menschen um mich herum trennen muss. Das macht mich teilweise etwas traurig und da fühl ich mich auch manchmal etwas alleine. Aber so viele Leben habe ich nicht.... und ich lebe jetzt! Und in solchen Momenten wo ich mich dann etwas alleine fühle kommt dann auch schon mal dieser „Teufel im Nacken“ , …na nun geh doch mal feiern ….dann lernst du schon neue Leute kennen, aber dadurch würde ich mir ja mein Umfeld nicht neu aufbauen.

Ich glaube das war der längste Beitrag den ich bis jetzt hier im Forum geschrieben habe.

Viele liebe Grüsse Brit
Nach oben
brit123 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit im Alkoholiker Forum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Seite 3 von 3


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Was soll ich bloß denken und.....fühlen? Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern
Keine neuen Beiträge kann ein coabhängiger "nasses de... Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Alkoholdiagnostik
Alkoholdiagnostik
Förderung von Alkoholabh.
Förderung von Alkoholabh.
Alkoholkrankheit
Alkoholkrankheit
Essstörungen
Essstörungen
Alkoholismus
Alkoholismus


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de