| Wie kann ich meinem Mann helfen? • Wie bekomme ich mein leben wieder in den griff |
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brit123 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.09.2007 Beiträge: 210
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Verfasst am: 17.11.2007, 23:53 Titel: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo ,
ich bin Brit, ich habe noch nicht oft hier im offenen Forum geschrieben.
Was mir die letzten Tage durch den Kopf geht:
Mir ist der Unterschied zwischen "nass" und "trocken" noch nicht richtig bewusst.
Und ich weiß nicht wo ich da im Moment stehe ab wann ich trocken sagen kann ( bin ja noch ziemlich am Anfang)
Wäre schön wenn mir jemand etwas mehr dazu sagen könnte.
Kurz zu mir, 30.09 war der letzte Tag an dem ich etwas getrunken habe.
Die Vorgeschichte ist ähnlich wie bei anderen, über Jahre hinweg regelmäßigen Konsum und immer mit dem Alibi " Wieso, ich kriege mein Leben doch geregelt und die anderen sprechen mich ja auch nicht drauf an.
Mehr möchte ich im Moment eigentlich gar nicht dazu schreiben.
Über Antworten von euch würde ich mich freuen.
Viele Grüsse Brit |
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Freund Gast
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Verfasst am: 18.11.2007, 00:27 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo Brit,
hier jetzt zu erklären, was nasses und trockenes Denken unterscheidet, würde endlose Diskussionen auslösen.
Mit deinem bis dato geführten nüchternen Leben musst du dich von deinem alten, nassen Leben distanzieren, trockenen Erfahrungsschatz aufnehmen und anwenden ... und so irgendwann dich von alten nassen Gedanken- und Verhaltensmustern trennen, dich in trockenem Leben und Denken bewegen.
Ich habe einmal eine mehrmonatige Trinkpause gemacht, mit Trockenheit hatte das gar NICHTS zu tun.
Eine Zeitspanne generell für die Trockenheit gibt es nicht, auch keine Gewähr (wenn man nur nichts trinkt),
es liegt nur an einem selbst.
Lese, tausche dich aus ... und du wirst es erfahren.
Gruß, Freund. |
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 18.11.2007, 10:06 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo brit,
"nasse Gedanken" identifiziere ich persönlich damit, dass sie bei der Abstinenz Verzichtsgedanken an den Alkohol mitschwingen. Ein typisches Merkmal von Trinkpausen ist z.B. das man zwar aus irgendwelchen Gründen mit dem Trinken (vorläufig) aufgehört hat, das aber eigentlich selber gar nicht will - und das man einen schmerzlichen Verzicht spürt, wenn man andere Leute trinken sieht (z.B.). Das man sich nach den alten Saufritualen und Trinkanlässen sehnt und traurig darüber ist, das man nicht "dabei" sein kann, weil man sich ja vorgenommen hat "nichts mehr zu trinken".
Ein trockener Alkoholiker mit trockenen Gedanken empfindet keinen Verzicht mehr. Er hat das Vakuum das der Alkohol in seinem Leben hinterlassen hat mit anderen, sinn- und freudebringenden Aktivitäten ausgefüllt - an den Alkohol denkt er nur noch im Sinne einer Krankheit, die er in sich trägt und die er sich immer bewusst halten muss - aber nicht mehr als etwas auf das man "schmerzlich verzichten muss, weil man nicht trinken darf".
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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brit123 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.09.2007 Beiträge: 210
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Verfasst am: 18.11.2007, 12:08 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Guten morgen,
danke für die Antworten.
Dann würde ich für mich sagen das ich mich nicht in einer Trinkpause befinde.
Ich "verzichte" nicht, ich vermisse nicht die Situationen in denen ich getrunken habe. Was soll ich da denn auch vermissen.. das ich entweder "tot" ins Bett gefallen bin, oder den nächsten Morgen gerädert wach geworden bin etc....
Feiern, Partys mit Alk sind Dinge von denen ich mich zur Zeit fernhalte.
Da ich gemerkt habe das sich nach der ersten " Hochphase" , Gedanken eingeschlichen haben " na vielleicht doch mal mehr unter Menschen und "feiern".
Das "nein" sagen fällt mir zwar nicht so schwer, aber insgesamt würde ich sagen bin ich doch noch etwas zu labil dazu, also lasse ich es sein!
Ich bin noch ziemlich am Anfang und will meinen Weg fortsetzen!
Viele Grüsse Birt |
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| brit123 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 18.11.2007, 12:25 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo Brit,
ich habe überlegt ob irgendein Gedanke hinter deiner Frage steht,
und jetzt möchte ich dich fragen wenn du meinst dass du stabil bist möchtest Du wieder teilnehmen an Partys, Feier mit Alkohol usw.???
LG Maria |
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| maria44 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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brit123 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.09.2007 Beiträge: 210
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Verfasst am: 18.11.2007, 15:02 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo Maria,
nein, nicht mehr!
Ich hatte letzte Woche eine Phase wo es mir nicht ganz so gut ging.
Ich hatte das Gefühl das ich mich zu sehr "zurückziehe", das ich mich etwas einsam fühlte, wo ich mich früher mit Leuten verabredet hatte und ausgegangen bin. Ich würde sagen die "Verhaltensformen von früher" sind aufgekommen, aber wenn ich das gemacht hätte, hätte ich mich einem Risiko ausgesetzt.
Und dieses Risiko will ich nicht eingehen!
Ich muss viel in meinem Leben jetzt umstellen, das ist nicht immer einfach
Es fällt mir nicht immer leicht bewußt mit Dingen umzugehen, es geht um Verhaltensweisen die ich jahrelang gelebt habe, einfach gemacht habe ohne mir über die Konsequenzen bewußt zu sein.
Wenn es mir bewußt gewesen wäre, wäre ich nicht zu meiner Krankheit gekommen.
Ich merke das es viele Sachen gibt die für mich eine Gefahr darstellen könnten, ich muss lernen u. a mit Stresssituationen anders umzugehen, mich weiter zu öffnen und dieses " ich schaffe alles alleine" ablegen.
Es ist immer noch so ( etwas besser schon geworden ist es..) das es mir nicht immer leicht fällt jemanden um Hilfe zu bitten. Dieses Gefühl, um Hilfe zu bitten verbinde ich immer noch mit Schwäche. Ich weiss nicht warum es mir so schwerfällt.
viele liebe grüsse Brit |
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| brit123 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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hasenpfoetchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 21.06.2007 Beiträge: 84
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Verfasst am: 19.11.2007, 18:40 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo Brit,
das Gefühl der Einsamkeit am Anfang der Trockenheit, das kenne ich ganz gut. Keine Partys, Feste usw., ich fühlte mich auf irgendeine Art ausgeschlossen. Da schuff ich mir eine alkoholfreie Zone und eine Distanz zu Festlichkeiten wo getrunken wurde. Sogar Menschen, die mehr als gesunde Personen tranken, konnte ich nicht haben. Diese Zeit der Distanz habe ich für mich beschlossen um mich zu festigen. Dank diesem Forum gelang mir so manche Hürde der Unsicherheit zu nehmen und zu überwinden.
Dies bedeutet für mich HEUTE, dass ich wieder gerne auf Partys gehe, nur mit einer grundlegenden Einstellung. Nicht das Saufen steht im Vordergrund, sondern meine Lust auf Sachen wie z. B.: Tanzen, Essen gehen, mich mit Leuten treffen, die ich gerne habe. Natürlich wird auch dann Alk getrunken.
Ich kann alles machen, was ich will, nur trinken NICHT. Faszinierend ist dabei, dass ich auch dann lustig sein kann.
DU schreibst, dass Du deine Verhaltensweisen ändern möchtest. Dann macht es doch und lasse Dir helfen. Um Hilfe zu bitten ist doch keine Schwäche, sich nicht helfen zu lassen schon. So hab ich auch mal gedacht bis ich zu den AAs gegangen bin.
Gott sei Dank, sonst wäre ich heute TOD. |
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| hasenpfoetchen hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 19.11.2007, 19:46 Titel: Re: Trocken oder Nass denken? |
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Hallo hasenpfoetchen,
So weit ich es nachlesen konnte bist du seit Juni 2007 ohne Alkohol und schreibst Du so was hier, um Essen zu gehen oder auch tanzen brauche ich nicht auf eine Party und schon gar nicht wo Alkohol ist.
| Zitat: | | Ich kann alles machen, was ich will, nur trinken NICHT. |
Nur nicht trinken reicht nicht!!!!!
Gruß Maria
ohne Alk. Seit 5.03.2006 |
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| maria44 hat zum Thema: Re: Trocken oder Nass denken? geschrieben
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