| Seit meiner Kindheit und bis heute.... • Tagesklinik.... |
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Sonnenblume77 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2007 Beiträge: 108 Alter: 35 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 13.11.2007, 20:01 Titel: Traurig und nun auch noch trinken |
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Hallo zusammen. Nun kommt ein neues Problem auf mich zu, ohne das ich das alte verarbeitet habe.
Meine Ma ist nun 3 Monate tod, und mein Vati trinkt..... das schlimme ist dabei das er selber behauptet das er alles unter Kontrolle hat.
Nein, wir können den Platz von meiner Mutti nicht einnehmen, aber er darf sich nicht zu tode trinken. Er schläft kaum, arbeitet nur, und jetzt kommt dazu das er trinkt...... und durch diesen Alkohol wird er noch depressiver.
Wie kann ich ihm helfen???? Mut geben, obwohl es nichts zum stark sein gibt.
Wer kann mir einen Rat geben?????
Es reicht doch wohl, dass wir meine Ma beerdigen mußten, ich will jetzt nicht auch noch meinen Vati verlieren.
lg cora |
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| Sonnenblume77 hat zum Thema: Traurig und nun auch noch trinken geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 14.11.2007, 00:15 Titel: Re: Traurig und nun auch noch trinken |
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hallo cora
mal ganz ehrlich, das alkoholproblem deines vaters ist dir ja nicht neu, davon hast du ja scho bei deiner anmeldung geschrieben.
und so leid es mir tut, letztendlich kannst du deinen vater nicht vom trinken abhalten! er hat ja sogar die folgen der alkoholsucht bei deiner mutter hautnah miterleben müssen, dennoch trinkt er weiter.
ich kann mir vorstellen, dass dir das jetzt besonders nach dem tod deiner mutter sehr hart vorkommt, leider ist es so.
du kannst ja versuchen mit ihm darüber zu reden, wenn er nüchtern is, sag ihm dabei wie es dir geht und das du ihn gerne noch lange bei dir hättest und nicht das gleiche ertragen musst wie bei deiner mutter.
ob das was hilft, kann ich dir nicht sagen, aber leider bleibt uns angehörigen nichts anderes übrig - ein alkoholiker muss aus eigenem willen trocken werden, wir können ihn nicht dazu zwingen.
fühl dich ganz fest umarmt |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Traurig und nun auch noch trinken geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 14.11.2007, 10:01 Titel: Re: Traurig und nun auch noch trinken |
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hi cora!
tut mir zwar auch leid für DICH das dein pa trinkt,aber du musst es akzeptieren!!!!!!!
konzentriere dich nur auf deine person und deine trauer..damit hast du es doch schon schwer genug..wach auf..such dir hilfe..und nimm sie für dich an..
versteh mich nicht falsch..BITTE..ich mein es nicht böse..und will dir auf keinen fall deine hoffnungen nehmen..aber..
meine mum sagte zu mir(irgentwann in diesem jahr traf ich sie morgens besoffen an)..
ich war geschockt und appelierte an ihr gewissen gewissen:mama denk an papas leberzirrhosetod!!!!das schaff ICH nicht noch einmal mitzumachen!!!
meine mums komentar dazu:PAPA IST VERGANGENHEIT...
sie trank weiter..
sch..egal was ich empfinde oder woran ich sie erinnerte..
tröstende liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Traurig und nun auch noch trinken geschrieben
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sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 14.11.2007, 11:06 Titel: Re: Traurig und nun auch noch trinken |
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Hey Sonnenblume!
Wie läuft es überhaupt in der Tagesklinik? Was sagen die zu Deinem neuen "alten" aufgetauchten Problem oder hast Du es dort noch nicht angesprochen? Vielleicht haben dort ähnliche auch die Erfahrung gemacht und können Dir dort irgendwie etwas helfen. Wäre nur eine Idee von mir... mehr nicht....
Ich weiß..... man hat Angst.... sie beherrscht einen einfach.... Mein Dad hat vor 13 Jahren aufgehört zu trinken.... und es hat sich nicht viel geändert, außer er trinkt nicht mehr.... weder meine Mutter noch er haben ihre Spielchen durchschaut... jetzt ist er in die Arbeitssucht gefallen... ziehmlich heftig zur Zeit und ich hab auch ganz oft Angst, daß sein Körper einfach streikt... er einen Herzinfakt bekommt oder sonst irgendwas schlimmes. Letztes Jahr hatte er Nierensteine und dachte es wäre Krebs, bevor er die Diagnose noch nicht wußte. Er wollte nicht mal zum Arzt und erst,als er gar nicht mehr konnte, brachte ihn meine Mutter bei einer Kolik dorthin.
Keiner ist davor gefeit...ob mit Alkohol... mit Arbeitssucht oder auf Drogen...der Tod kommt, wenn er das will...das ist Fakt... da haben wir Menschen nicht viel zu sagen.... ob wir es nun beschleunigen oder versuchen aufzuhalten... es bedeutet immer eine seelische Umstellung, egal in welche Richtung und es ist schwer jemand, der es nicht einsehen will, wieder auf den für uns richtigen Weg zu bringen.
Ich kenn das zu genüge. Menschen, die man liebt, die einem sehr am Herzen liegen, es tut einem selber weh, wenn die so ein Raubbau treiben mit ihrem Körper und mit ihrer Seele.
Dein Dad wird Dir nicht zuhören..... so wie sie alle nicht zuhören, die ein Problem haben und lieber sich verstecken wollen vor der Realität aus welchen Gründen auch immer. Du kannst nur versuchen nicht wieder in die alten Schienen zu gleiten... auch das, weiß ich ist schwer. Meine Mutter versucht zur Zeit ihre aktive Co-Abhängigkeit an mir weiterzugeben..mich wieder in das alte Spiel zu holen... aber ich wehr mich bis jetzt meist standhaft dagegen, weil sonst ist alles umsonst gewesen... meine ganzen Kämpfe für ein besseres erfüllteres Leben.
Es ist eine sehr schwierige Zeit für Dich und es scheint auch dauernd noch etwas hinzuzukommen, aber irgendwann wird es besser werden... daran mußt Du fest glauben.... Du kannst die anderen nicht ändern... nur Deine Einstellung zu ihnen.... immer wieder ein berüchtigter Klugscheißer-Spruch aus den Selbsthilfegruppen
Aber ich mußte die Erfahrung auch machen... ich kann die anderen nicht retten.... wenn er nicht um Hilfe vorher geschriehen hat. Klar, kann ich mich zwei, drei Male anbieten... zeigen, daß ich präsent bin, aber sie entscheiden.... sie müssen etwas sagen...und ich sage auch klar und deutlich das den Leuten auch, wie z.B. Es tut mir weh, wie Du Dich selbst quälst und es zerreißt mich innerlich, doch Du bist ein eigener u. selbstdenkender Mensch. Du hast die Wahl... jederzeit.... wenn ich Dir helfen kann und soll, sag es, ich gebe jetzt auf und werd Dich mit meinen Versuchen Dich aus dem Loch zu ziehen nicht weiter bedrängen und belästigen. Ich mag Dich, aber was bringt es, wenn Du Dich zur Zeit nicht magst. Sag etwas und ich bin an Deiner Seite aktiv....ansonsten nur ein stiller Beobachter....
Auch wenn ich dann daheim mir weiter Gedanken mache.... es nimmt etwas Druck... und ich lerne immer wieder, daß ich loslassen muß, sonst kommt es nicht zurück freiwillig.
Es hilft Dir vielleicht alles nicht wirklich... auch wenn ich es hoffe....
Versuch Dich auf Dich zu konzentrieren... es ist DEINE ZEIT und nicht die von Deinem Vater oder sonst irgendjemanden. Die Klinik ist DE'INE CHANCE ein Teil zu lösen.... und ich glaube.... sorry, wenn ich das so sage, sich in das Problem von Deinem Dad reinzusteigern ist vielleicht auch eine gute Ablenkung von Deiner Trauer, die eigentlich ansteht..... Aber das ist nur so ein Gedanke... muß nicht stimmen... dachte nur grad an mich... wenn ich irgendwo nicht so gerne thematisch rangehen mag, ist jede Ablenkung willkommen.... nur nicht an mich denken, weil das tut noch mehr weh und kommt viel zu nahe...
Kopf hoch....
LG sternenhexe |
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| sternenhexe hat zum Thema: Re: Traurig und nun auch noch trinken geschrieben
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Sonnenblume77 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2007 Beiträge: 108 Alter: 35 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 14.11.2007, 21:09 Titel: Hallo Sternenhexe |
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Hallo... also kurz zu meiner Tagesklinik. Sie ist echt hart, aber nach 3 Tagen kann ich noch nicht viel sagen.....
Du hast recht, vielleicht habe ich nun wieder etwas gefunden um mich abzulenken. Ist ja auch einfacher.
Ja das war auch ein Thema mit der Psychologin und sie sagte mir auch, dass ich erstmal für mich sorgen muss. Aber dies zu lernen geht nicht von heute auf morgen. Und sie sagte mir auch, solange mein Vati es für sich verharmlost nimmt er keine Hilfe an. Eigentlich müßte er stationär auf genommen werden.
Aber auch dies kann ich nicht für ihn tun.
Ich weiß das er trinkt, aber ich hoffte er würde es lassen, eben weil er nun ganz alleine ist.... aber für ihn ist es ein zusätzlicher Trost.
Aber ich selber muss mir einfach sagen ich bin zu schwach um ihn zu tragen......
corina
drücke dich |
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Sonnenblume77 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2007 Beiträge: 108 Alter: 35 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 14.11.2007, 21:13 Titel: Hallo Caro.... |
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Hallo Caro... auch ein dankeschön an dich, auch wenn es weh tat.
Ja ich muss an mich denken..... aber dies muss ich lernen.
lg cora |
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Sonnenblume77 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2007 Beiträge: 108 Alter: 35 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 14.11.2007, 21:19 Titel: Hallo Summerdream |
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Hallo......... auch ein dickes Dankeschön.
Klar kenne ich dies Problem, ich empfinde es aber schlimmer wie zu Lebzeiten meiner Ma. Dazu kommt das ich das Gefühl das er es als Trost benutzt.
lg cora |
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 15.11.2007, 11:03 Titel: Re: Traurig und nun auch noch trinken |
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guten morgen sonnenblume!
wie war dein tag in der tk?hoffe nicht so hart wie die ersten drei tage..wie sind die leute denn,hast du schon jemanden "bisschen"näher kennengelernt?will dir mut machen,ich weiss von meiner mum(sie war vor 4 jahren in ner tk)das sie wie ausgewechselt war als sie die tk besuchte..ihr tat es gut..die abwechslung,die leute,das quatschen,die geselligkeit...wobei ich sagen muss das sie nicht jeden tag super gut drauf war,wenn sie dann "feierabend"hatte..schliesslich wird da ja auch ordendlich gewühlt in deiner vergangenheit..
nimm dir zeit dich an die tk zu gewöhnen..dies ist zeit die du nur für dich nutzen solltest..
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Traurig und nun auch noch trinken geschrieben
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