| ich hätte da mal eine frage.. • Ihr hattet wohl alle recht!!! |
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toby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2006 Beiträge: 106 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 24.10.2007, 14:08 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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Hallo Zusammen,
bei mir war das mit dem Trinken aufzuhören eine einschneidende Verhaltensänderung.
Verhaltensänderungen erfordern am Anfang eine enorme Energie und wenn der Gewohnheitseffekt trägt wird es Stück für Stück oder Tag für Tag immer einfacher.
Ähnlich bei einer Weltraumrakete wird beim Start auf den ersten hundert Metern schon 2/3 der gesamten Energie verbraucht.
Das sollte einem von vornherein Klar sein, dass der Anfang am schwierigsten ist und ein gewisser Preis zu bezahlen ist, wenn auch "nur" in Form von mentaler Energie.
Viele Menschen wollen eben mal schnell was ändern und sind nicht bereit diesen Preis zu bezahlen. Ist so ähnlich wie "Spanisch lernen in 20 Tagen" oder "Nichtraucher in fünf Stunden"
Für mich war es auch nicht leicht, aber ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt.
Viele Grüße
Toby |
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| toby hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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phoenix75 Gast
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Verfasst am: 24.10.2007, 16:05 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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hallo Nummm!
Wo steckst du?
Herzlich Willkommen auch vonmir!
Bin weiblich, 32 und seit knapp drei Monaten trocken.
Ich sage dir: es lohnt sich.
Ob der Kampf NACH dem Entzug stärker ist oder nicht, dazu kann ich nicht so viel sagen. Auf jeden Fall ist er anders.
Aber kein Weg läßt einen so schnell wachsen, wie dieser, der einen ZWINGT sich das anzukucken, was bisher schief lief. VIele andere Menschen haben diese Chance nicht.
Hast du das GEfühl, daß du wirklich kapituliert hast, was den Alkohol angeht?
Wie sagt mein Gruppensprecher immer:
ein trockener Alkoholiker ist dazu verdammt, ein Gewinner zu sein.
In diesem Sinne alles Gute, lies viel (is ja genug stoff hier...), frag. Lass dich von ausbleibenden Antworten nicht abschrecken. In erster Linie bist du hier FÜR DICH, und die anderen FÜR SICH.
Allerdings tut sich seit ich hier bin (August) immer mehr im Forum, d.h. man bekommt auch mehr Feedback.
Wie war denn dein erstes Meeting beim Kreuzbund? |
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| phoenix75 hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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chaosimleben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2007 Beiträge: 223 Alter: 50
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Verfasst am: 24.10.2007, 19:21 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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Hallo Nummm
ich habe mich erst heute registriert, also neuer geht es nicht. Leider muss ich sagen dass das Thema Ale#kohol schon viele Jahre in meinem Leben eine Rolle spielt. Erst jetzt habe ich professionelle Hilfe verlangt und angenommen. Ich war viele Male hochmotiviert und habe auch oftmals Wochen und Monate durchgehalten. Aber alleine bin ich immer wieder auf die "nase"gefallen. Wenn du das Gefühl hast du bist wieder auf dem besten weg rückfällig zu werden, dann wende dich an die Klinik in der du zuletzt entgiftet hast. Hier hast du die Möglichkeit dich teistationär aufnehmen zu lassen bis deine Langzeit durch ist. So hast du tagsüber Therapie und abends bist du in deinen 4 Wänden. Das erleichtert die Wartezeit ungemein. Ich warte ja erst ein paar Tage aber ich habe das Angebot der teilstationären Behandlung angenommen.
LG Cora
| Nummm hat Folgendes geschrieben: | So.. hallo erst mal,
Zu meiner Person:
Mein Name ist Martin, ich bin 24 und wohne in Baden-Württemberg
Ich weiß grade nicht recht ob ich mit meinem bisherigen Leben anfangen soll oder ob ich erst mal erzähle wie es mir jetzt gerade geht. Ich denke das letztere ist grade wichtiger also setze ich mal da an.
Im Moment bin trocken und clean. Seit fünfeinhalb Wochen. Fünf Wochen davon hab ich auf der Entgiftungsstation verbracht. Letzten Samstag war Entlassung. Es war bis dahin meine siebte oder achte Entgiftung. Bei der vorletzten hab ich meine erste Langzeittherapie beantragt und warte seither auf die Kostenzusage. Das ist jetzt auch schon wieder zwei Monate her und wird wohl noch ebenso lange dauern. Der Rentenversicherungsträger will noch ein gesondertes Gutachten von einem Vertragsarzt hier in der Nähe und so weiter.
Mein größtes Problem im Moment ist die verbleibende Zeit bis zur Langzeittherapie. Zum einen weil mein Tagesablauf aufgrund meiner Arbeitslosigkeit und meiner derzeit wenigen Interessen nicht grade gut strukturiert ist. Ich versuche zwar grade einen kleineren Job zu finden und mich einigermaßen sinnvoll zu beschäftigen aber es ist im Moment ein täglicher Kampf um zu erledigende Kleinigkeiten der mir zunehmend meine Kräfte raubt.
Das andere Problem sehe ich darin das langsam das Bewusstsein um die eigene Betroffenheit langsam wieder in den Hintergrund zu treten droht, sodass irgendwann wohl wieder Gedanken an das berühmte kontrollierte Trinken auftauchen werden. Ich bin einerseits froh wenn ich morgen zu meinem ersten Kreuzbund-Meeting gehen kann und andererseits sehr angespannt. Da ich unter anderem Problem und Entlastungstrinker bin drängen sich mir da die alten Verhaltensweisen auf.
Es bestätigt sich gerade was der Suchttherapeut auf der Station sagte, nämlich das die Anfangsphase der Abstinenz die schwierigste ist und ich meine Abstinenzentscheidung sehr gut begründen müsse um mich festigen zu können.
Jedenfalls hab ich heute nichts getrunken.
mfg |
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| chaosimleben hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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Nummm neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.10.2007 Beiträge: 11
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Verfasst am: 29.10.2007, 18:11 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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| Danke mal für die vielen Antworten. Ich hab den Eindruck das ich die Sache irgendwie nicht richtig angegangen bin. Das Bewusstsein um meine eigene Betroffenheit schwindet wieder, ich bin froh wenn ich übermorgen wieder im Meeting bin. Das letzte Mal hab ich so gut wie gar nichts gesagt obwohl mein Kopf fast geplatzt ist vor Dingen die ich sagen wollte. Totale geistige Lähmung. Wieder Mal. Der Gruppenleiter wollte mich nach Hause fahren aber auch das habe ich abgelehnt. Insgesamt rede ich zuwenig über das was in mir vorgeht und ich weiß dabei das es der falsche Weg ist. Nicht nur beim Thema Alkohol sondern auch bei Beziehungsfragen schweige ich viele Gedanken und Gefühle tot. Mir egal wenn das für manche wieder so klingt als würde ich jammern, jetzt gerade habe ich einen guten Moment um zu schreiben. Heute hab ich wieder zwei alte Saufkumpels getroffen als ich auf einer Bank saß und auf meinen Termin bei ner Gaststätte gewartet habe, in der ich einen Job zu bekommen hoffte. Es war beklemmend. Mit dem einen bin ich dann noch ein Stück gelaufen und hab ihm halt alles erzählt. Das ich erst seit zwei Wochen wieder aus der Klinik draußen bin, zu einer Selbsthilfegruppe gehe und bald eine Langzeittherapie machen werde. Er fand das Ganze ziemlich gut. Ach keine Ahnung. |
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| Nummm hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6389 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 29.10.2007, 19:20 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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Hallo Nummm,
| Zitat: | | auch bei Beziehungsfragen schweige ich viele Gedanken und Gefühle tot. | Alkoholismus ist meistens ein Beziehungsproblem. Nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern zwischen Dir (oder mir) und deinen Mitmenschen. Das siehst Du schon daran, dass es Dir schwer fällt, darüber zu reden- ging mir genauso. Immer die Faust in der Tasche. Das zermürbt!
| Zitat: | | zu einer Selbsthilfegruppe gehe und bald eine Langzeittherapie machen werde | Hier wirst Du lernen, diese Probleme in den Griff zu bekommen, indem Du sie herauslässt.
Geh weiter- geradeaus
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 30.10.2007, 11:59 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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| Zitat: | | und auf meinen Termin bei ner Gaststätte gewartet habe, in der ich einen Job zu bekommen hoffte |
hallo nummm,
willst du das wirklich riskieren? finde ich ganz schön riskant
gruß |
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| esgehtanders hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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Nummm neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.10.2007 Beiträge: 11
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Verfasst am: 30.10.2007, 17:00 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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| Zitat: | | Immer die Faust in der Tasche. Das zermürbt! |
Ja das stimmt. Ich hab über die Jahre hinweg recht autoaggressive Wesenszüge entwickelt was bedeutet das ich Dinge unter Umständen jahrelang unverarbeitet in mir gären lassen kann und trotzdem noch einigermaßen funktioniere. Es wird sicher nicht einfach werden mir da bessere Bewältigungsstrategien anzueignen aber anders geht es nicht. Wie hier schon jemand sagte "Aufhören zu trinken alleine bringt nichts."
| Zitat: | | willst du das wirklich riskieren? finde ich ganz schön riskant |
Es wäre in der Küche gewesen aber die Wirtin hatte eh schon eine Frau eingestellt. Sie sagte das wäre sie eben so gewohnt und hat sich entschuldigt usw. Naja jetzt schau ich halt anderweitig nach nem Job was solls. |
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| Nummm hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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siggi3_1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2006 Beiträge: 14 Wohnort: schmallenberg
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Verfasst am: 30.10.2007, 20:58 Titel: Re: Fünfeinhalb Wochen |
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Hallo Martin,
ich heiße Rolf und bin auch ziemlich neu hier,d.h.ich schaue mir und lese schon eine ganze Weile hier im Forum.
Du bist mir aber bei deiner Vorstellung aufgefallen und zwar deshalb weil ich
auch ein Problem u. Entlastungstrinker wahr,nun aus meiner Erfahrung raus würde ich sagen,der Druck und alles was dazu gehört wird ein leben lang bleiben,es ist mal weniger,aber auch schon mal ziemlich heftig und ich würde dir wirklich raten rede in der Gruppe darüber,schluck es nicht runter,am besten sofort zu Anfang als erster,ich sage dir das bewirkt Wunder und dir geht es hinter her bedeutend besser.
In einer Langzeittherapie,ich habe auch eine gemacht(4monate)und auch bei der Nachsorge(9 monate)wirst du nicht darum kommen zu reden,über alles.
So nun gut erst mal für heute
Rolf |
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| siggi3_1 hat zum Thema: Re: Fünfeinhalb Wochen geschrieben
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