| Wie geht's weiter • Was soll ich tun? |
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phoenix75 Gast
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Verfasst am: 03.10.2007, 16:45 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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Hallo Loti!
ich verstehe was du meinst, "abgeklärt" hört sich für mich auch immer negativ an. Aber ich denke es ist durchweg gemeint, daß du bereits einen ganz guten Durchblick hast. Das ist noch nicht alles, aber ein guter Anfang (Teufel erkannt Teufel gebannt stimmt nicht, aber das eine setzt das andere voraus...).
zu deinen Fragen:
1 - ja, meine engen Freunde wissen von meinen Schiwerigkeiten und wissen auch, warum ich diese habe. Ich dosiere das natürlich, weil ich meine Freunde nicht nerven will. Aber es gibt mir ein GEfühl von ...Authentizität, wenn ich mich meinen Freunden im emotionalen Sinne nackt zeige, ohne Fassaden. Das hat ja auch etwas mit Ehrlichkeit zu tun. Dass diese Ehrlichkeit ein großes Vertrauen voraussetzt, muß ich nicht betonen.
2 - du mußt auch nicht sofort deine gesamte Lebensgeschichte auspacken. Ich kenne diese irritierten Reaktionen, wurde/werde auch oft für distanziert und arrogant gehalten oder einfach nur für verwirrt
Wenn man diese Reaktionen bemerkt, kann man kurz darauf aufmerksam machen, daß man mt gewissen Situationen Probleme hat. Das ist Offenheit. Das heißt nicht, daß du das WARUM breitlatschen mußt.
Besteht Interesse und Zuneigung der anderen Person, wird diese dich schon darauf ansprechen und mehr wissen wollen.
Fehlt dieses Interesse total, ist die Frage ob diese Person für dich tiefgehend genug ist...
Je mehr du hier im Forum liest und mit der Thematik beschäftigst wirst du merken, daß du nicht alleine bist. Das ist sehr erleichternd. Diese GEfühle des überflüssig seins, im Weg stehen, Schuld sein, Angst vor Nähe haben, einsam sein, nirgends dazugehören...sind für viele von uns normal. Vielleicht hilft dir schon mal der GEdanke, daß diese ganzen Mechanismen von deiner Seele zu deinem schutz geschaffen wurden...und nicht um dich zu ärgern . Sie hatten also mal einen Sinn und jetzt, wo du in einer stärkeren Position bist, kannst du anfangen, die Erbsen zu sortieren...wie Aschenputtel, die guten in's Töpfchen, die schlechten in's Kröpfchen.
Kuck auch mal unter Buchempfehlungen, da sind einige sehr gute dabei. Könnte dir z.b. auch das "vergiftete Kindheit" raten.
Du bist noch sehr jung und ich finde es toll, daß du jetzt schon aktiv daran gehst, dein Leben in die Hand zu nehmen. Um dich mache ich mir keine Sorgen
alles liebe, wir lesen uns
lydia |
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| phoenix75 hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 03.10.2007, 17:15 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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hallo loti,
| Zitat: | | Danke dir, Lavendel. Ich bin ein sehr lebenslustiger Mensch, nur immer mal wieder sehr irritiert von meinem Verhalten, das mich stört. Aus dem Grund versuche ich schon lange, zu sortieren, weil ich wirklich etwas ändern möchte. Darum schön zu hören, dass ihr das auch sortiert findet Winken Nur abgeklärt ist so ein Wort, das für mich immer einen negativen Beigeschmack hat Geschockt Ach ja, darf ich fragen, welche Bücher du gelesen hast und was für eine Therapie das war? |
also: ich finde abgeklärt garnicht so schlimm, im gegenteil . für mich bedeutet das, ein bisschen über den dingen zu stehen, nicht immer alles gleich so wichtig zu nehmen und hektisch zu werden, auch mal fünfe gerade sein zu lassen uswusw. aber das sieht man vielleicht erst in meinem fortgeschrittenen alter so .
als therapie hab ich ne "ganz normale" gesprächstherapie gemacht. anlass war ein ganz anderer, aber ehe ich michs versah, waren wir bei meiner kindheit, und dann purzelten die aha-erlebnisse. ich dachte immer, wunder warum ich so komisch bin, und plötzlich konnte ich eins zu eins zusammenzählen. neben der therapie war ich noch in seelsorgegesprächen bei meinem pfarrer, und was ich da in erster linie geernt habe ist, dass ich meine trinkenden eltern nicht um jeden preis lieben muss, dass ich sie auch hassen darf, wütend sein, dass ich ein recht habe, mein leben zu leben, und das ich das recht habe meine eltern fallen zu lassen, wenn sie mein leben bedrohen. das war für mich mit den ewigen schuldgefühlen wie eine offenbarung.
gelesen hab ich unter anderem "um die kindheit betrogen", "wenn frauen zu sehr lieben", "familiankrankheit alkoholismus".
| Zitat: | | 1. Sprecht ihr mit euren Freunden über eure Vergangenheit? |
jetzt ja, früher - in deinem alter - kaum. da hab ich mich (noch) geschämt und gedacht, dass ich nach meinen eltern beurteilt würde. jetzt, wo ich drüber rede stelle ich fest, dass es in fast jeder familie irgendwo einen alki gibt.
| Zitat: | | Und 2.: Wenn ich jemanden kennen lerne, habe ich irgendwann manchmal den Eindruck, dass mein Gegenüber von meinem Verhalten irritiert ist. Dann frage ich mich, wie ich mich erklären soll!? Ich will ja nicht gleich meine ganze Lebensgeschichte auspacken, aber alles andere wird schnell als faule Ausrede aus Desinteresse gewertet. Wie geht ihr damit um? |
datt versteh ich jetzt nicht .
gruß
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 03.10.2007, 19:46 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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hey loti
naja lavendel, ob das mit dem abgeklärt sein mit dem alter zu tun glaube ich etz net. ich verstehe den begriff genauso wie du und da möchte ich auch bald hin, am besten schon gestern
also meine engen freunde wissen bescheid, gestern hab ich auch die letzte freundin drüber aufgeklärt. sie verstehn zwar net immer ganz wie's uns geht, da sie es selber net kennen, aber zuhören und trösten können sie auf jeden fall.
zu deiner zweiten frage: ehrlich gesagt anfangs würde ich es etz net sagen, liegt wohl auch daran, dass ich das einmal gemacht hab und es hinterher bitter bereut habe.
wie meinste das denn mit deinem verhalten? wie lavendel versteh ich das auch net so ganz...
liebe grüße |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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Nelly81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2007 Beiträge: 288
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Verfasst am: 03.10.2007, 22:44 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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Hallo Loti,
puh, ich finde mich in einigem, was Du schreibst, selbst wieder!
- ich schreibe auch selbst sehr gern, schon immer, für mich. Kein Tagebuch, sondern einfach so mal hier und da, ohne, dass es jemand weiss
- auch mir fehlte lange der Zusammenhang zwischen meinem Verhalten und meiner Art, so anders zu sein, mich zumindest so anders zu fühlen als die anderen und der Alkoholsucht meiner Mutter. Wie gesagt weiss ich ja bis heute nicht, wie viel sie dazu beigetragen hat und inwiefern ich selbst wohl gaga bin
- auch bei uns in der Familie werden Probleme selten bis gar nicht angesprochen. Früher fürchterliche Streitereien zwischen allen Parteien, mit Türen knallen und vielem mehr. Heute haben alle resigniert, keiner hat mehr die Kraft, richtig zu streiten, und wenn, dann eskaliert das Ganze und das will jeder vermeiden. Auch bei uns deshalb nur selten bis gar keine Konfliktbewältigung
- kleiner Unterschied zu Dir: Nach vielen wirklich heftigen schlechten Erfahrungen mit Männern habe ich nun seit über einem Jahr einen ganz tollen Freund (gib also die Hoffnung nicht auf, wir sind keine Woks!!!)
- auch ich frage mich, ob wirklich ich gemeint bin, wenn ich Komplimente über mein Aussehen oder meine Art bekomme. Denke immer, alle halten mich für komisch…
- auch ich bin „früher“, das heisst, bis vor ein paar Monaten, ständig nach Hause gefahren (ich studiere an einem anderen Ort, etwa 50 km vom Elternhaus entfernt), um dort für alle da zu sein, zu versuchen, zu vermitteln, einfach, weil ich mich verantwortlich für alle fühlte bzw. fühle und alle sich auch gern auf mich verlassen. In dieser Form bekommt man wenigstens mal etwas Lob… Auch wenn das komplett falsch ist, sich für die Familie halb selbst aufzugeben und nur noch aus Pflichten zu existieren!!
- In meiner Familie ist es mein Vater, der mir das schlechte Gewissen bereitet: Wärt ihr Kinder nicht gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich schon längst auf dieser Sch** abgesetzt, aber Haus, Hof, die Firma….
Zu Deiner Frage, ob wir hier mit Freunden über die Familienproblematik sprechen, kann ich für meinen Teil sagen, dass ich erstens nur wenige Freunde habe (Einzelgängerin halt… Ein Fluch!!) und zweitens, dass es kaum einer weiss. Mein Freund eben und 1-2 Freundinnen, die aber nun beide heiraten und andere Probleme haben, positiver Art. Ich sehe sie wenn es hoch kommt 1-2 mal pro Halbjahr. Und wenn ich sie dann sehe, gibt es soviel anderes zu besprechen… Ich muss in der „richtigen“ Stimmung sein, um diese Thematik anzusprechen. Zu oft bin ich auf Unglauben bzw. Überforderung bei meinem Gegenüber gestoßen. Das wirst Du hier, wenn Du Dich so langsam durch die Berge von Beiträgen kämpfst, auch feststellen, dass das viele hier so erfahren haben. Wenn es mal passt (und das ist selten so) und ich das jemandem sagen möchte, warum ich „so“ bin, dann deute ich das an. Die Schwester meines Freundes etwa hatte am Anfang große Probleme mit mir, weil ich immer „nur still“ war und „nie“ was gesagt habe. Auf ner Party haben wir uns dann mal ausgesprochen und ich habe es ihr gesagt, zumindest ansatzweise. Niemand kennt meine ganze Geschichte, aber das wäre wohl auch zuviel verlangt, den ganzen Mist aufzuzählen. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt, die Schwester meines Freundes war jedenfalls sehr entsetzt, kommt sie doch aus einer zum Glück intakten Familie.
Man möchte ja auch nicht die Leute mit seiner Lebensgeschichte nerven und ich komme mir dann immer aufdringlich vor. Wenn ich aber wirklich mal einen auf den Deckel bekomme, weil ich so ein Schneckenhausmensch bin, und ich scheine mein Umfeld damit wirklich „aggressiv“ zu machen, dann erzähle ich schon mal das ein oder andere, um Erklärungen zu liefern, warum ich so eine harte Nuss bin.
Auch ich muss hart an meiner „Sozialisierung“ arbeiten. Ist nicht so, dass ich nicht gesellschaftsfähig sei, doch der Kontakt mit Menschen fällt mir manchmal schwer und ich misstraue allen und allem, selbst mir selbst…. Eine Therapie mache ich bislang nicht, bin „nur“ hier. Aber die anderen arbeiten fleissig daran, mir eine Therapie schmackhaft zu machen, und ich hadere noch mit mir und auch mit meinem Zeitmanagement, aber irgendwann wird es klappen – ist Fernziel…
Tja, nun bin ich in Deinem Thread und habe eigentlich nur von mir geschrieben – sorry! Ich wollte Dir nur die Parallelen aufzeigen, einige vielleicht typische Merkmale von Alki-Kindern aufzeigen, in denen wiederum Du Dich vielleicht auch wieder findest. Das hat mir geholfen, als ich „damals“ hier reinkam.
Aber eigentlich ist das hier Dein Thread, und wir besprechen hier Deine Situation. Also, rein in die Tasten!
Wünsche Dir erstmal nen schönen Abend.
LG, Nelly |
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| Nelly81 hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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Loti neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.10.2007 Beiträge: 229
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Verfasst am: 04.10.2007, 12:20 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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Guten Morgen allerseits!
Schön, dass ihr so fleißige Schreiber seid
Ich arbeite mich mal von den hinteren Beiträgen nach vore, wenns recht ist
@Nelly: hörst du wohl auf, dich zu entschuldigen! Ich hab schließlich gefragt, und einen Thread nur für mich ganz allein fänd ich auch ziemlich einsam
Und danke, ich hatte einen sehr spaßigen Abend gestern. Was komm ich mir komisch vor, das in nem Alkoholikerforum zu schreiben, aber ich war gestern mit Freunden einen trinken. Nein, eigentlich wars fast schon ne Party und jedenfalls richtig, richtig spaßig
Und dann noch: ich lag eben fast auf dem Boden vor Lachen, thanks for making my day!! Ich hab irgendwann mal mit einer Bekannten auf die Männer dieser Welt geschimpft (geschumpft? geschumpfen? ) und ihr dann spaßeshalber, wos doch grade so schön gepasst hat, einen Wok-Spruch in ihr Onlinegästebuch geschrieben. Das fand sie so großartig, dass wir jetz schon bald nen halben Wok-Club haben
(Interessanterweise ist unsere familiäre Situation die gleiche wie ich festgestellt hab.)
@all: Ich denke doch, dass ich "abgeklärt" richtig aufgenommen habe Das war ja mehr ein kleiner Nachtrag von mir, und ich kann mir nicht helfen, für mich hatte dieser Ausdruck immer schon einen negativen Beigeschmack, so ne Spur zuviel "alles schon gesehen" und "mir kann keiner was".
Ich sehe das auch in meinem wenig fortgeschrittenen Alter wie du, Lavendel - vielleicht is einfach die Frage, wie weit man über den Dingen steht. Und in dem Fall muss ich feststellen, Tatsache, dann bin ich wirklich abgeklärt - ich glaube das war auch mit bewundernswerter Lebenseinstellung gemeint. Faszinierend
Ich vermute, das hängt auch damit zusammen, dass ich reisetechnisch schon ziemlich viel rumgekommen bin. Mitten in der Nacht praktisch verlassen bei einer abartigen Kälte an nem Bahnhof in ner fremden Stadt ohne jede Aussicht auf ein Hotelzimmer zu stehen, während die wenigen Leute, die die Nacht über überhaupt vorbeigelaufen sind, alle sehr zielstrebig nach Hause gelaufen sind, das prägt schon nachhaltig und verleiht einem schnell mal ne ganz neue Perspektive
Was die Gespräche mit Freunden angeht, sollte das keine Frage zur Entscheidungsfindung sein, sondern rein dem Austausch dienen
Von wirklich Bescheid wissen kann bei meinen Freunden nicht die Rede sein. Die engen Freunde wissen: mein Vater ist Alkoholiker. Was das für unser Familienleben und mich aber bedeutet, davon haben sie keine Vorstellung. Nach "Oje" und vielleicht noch "du Arme" kommt da nicht mehr an Kommentaren. Aber wie gesagt, da kann man ihnen keinen Vorwurf draus machen, ich hab die Tragweite der ganzen Sache ja auch erst spät begriffen. Trösten können Freunde, das ist natürlich richtig, aber für mich gibt es da wenig zu trösten. Es ist, wie es ist, das habe ich akzeptiert, da können Mitleidsbekundungen nichts dran ändern, ich aber kann was an meiner Situation ändern. Ist das jetzt auch wieder abgeklärt?
Nelly, es ist klasse, dass du jemanden gefunden hast. Ich tu mich da momentan noch schwer, bin aber guter Dinge, dass ich das in den Griff bekomme. Irritiert hat mich sehr lange, dass meine Schwester da völlig anders ist und einige Menschen um mich rum ihr Leben schon recht genau geplant haben, von wegen hier zusammenziehen, da Kind kriegen, dann dieses, dann jenes. Als ich dann - quasi unter Zugzwang - selber mal überlegt und gerechnet habe, habe ich mich praktisch selber unter Zeitdruck gesetzt. Aber das ist nicht mein Ding, und das ist schließlich völlig in Ordnung so. Und wieder: es ist, wies ist, wenns nicht so läuft, läufts halt anders. Aber das muss ja nicht zwangsläufig schlechter sein. Das bringt mich mittlerweile nicht mehr aus der Fassung. Haha, schon wieder abgeklärt Meine Pläne sind im Moment erstmal mit mir selber besser zurecht kommen und Studium beenden, der Rest kommt von alleine.
Ach ja, und sorry, dass ich mich etwas unklar ausgedrückt habe - wenn ich tippe, wie mir was spontan in den Sinn kommt, wird das natürlich etwas wirr
Ich meinte, dass ich mich Männern gegenüber etwas zurückhaltender benehme, als das viele Andere tun. Weil ich mich da etwas langsamer und vorsichtiger rantaste, eben weil ich da gerne etwas misstrauisch bin. Und zu vorsichtiges Rantasten wurde auf männlicher Seite häufig als Desinteresse verstanden, offenbar stürzten sich die Damen da sonst immer direkt auf die Herrschaften Nicht, dass das nicht klarzustellen gewesen wäre - also, als mir das dann erstmal klar war. Aber ich hatte eben den Eindruck, dass das eine etwas diffizile Angelegenheit ist. Joa, das wollt ich wohl sagen
Nelly, wie wahr, da gibts viiiele Parallelen. Dass ich da tatsächlich nicht alleine mit da stehe, haben mir schon die gewälzten Bücher gezeigt
"Familienkrankheit Alkohol" und "Um die Kindheit betrogen" habe ich schon gelesen - kann jemand noch eines ganz besonders empfehlen?
So, Kaffee alle
Ich hoffe doch, ich hab das meiste jetzt wieder aufgegriffen, ansonsten gibts mal noch nen Nachtrag
Schönen Tag euch und liebe Grüße, Loti
Halt nein, STOP, ich hab phoenix vergessen fällt mir da auf, das kann ja nich angehn.
Danke, danke, danke für das "Um dich mache ich mir keine Sorgen" - ich glaube sowas hört man schlicht zu selten  |
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| Loti hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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phoenix75 Gast
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Verfasst am: 04.10.2007, 12:48 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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Hallo Loti!
aber Hallo!!! das will ich aber mal hoffen, daß du mich nicht vergißt
Sonst gibt's a virtuelle watschn
Nein, natürlich nicht.
Wenn ich deine Threads so lese habe ich das Gefühl, daß du eben dein Gleichgewicht finden mußt...wie wir alle...zwischen Probleme erkennen und angehen, sich aber davon nicht runterreißen zu lassen bzw. die Problematik zu verdrängen.
Das ist ja immer so ein Wackelakt, finde ich.
Wenn es einem gut geht, neigt man ja auch mal dazu, tiefere Probleme kurzzeitig zu verdrängen bis sie einem dann wieder bumerang-artig *wusch* um den Kopf knallen.
Einen Büchertip hatte ich dir noch gegeben, wäre sicher interessant: vergiftete Kindheit. Steht auch was im Bücherforum drüber.
bis bald
lydia |
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| phoenix75 hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 05.10.2007, 01:50 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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hi loti
hm... bei mir ist es ähnlich wie bei dir, enge freunde wissen, dass mei mutter trinkt, aber wie das alles für mich is, das net. klar sie wissen, dass es schwer is, aber das wars auch scho. und wie bei dir, is mir erst später (eigentlich durch das forum hier) vieles klar geworden.
na, wenn ich deinen post so lese, wirkst du schon sehr abgeklärt oder sagen wir einfach "sehr weit in deinem wissen und deinem denken"!
| Zitat: | | Meine Pläne sind im Moment erstmal mit mir selber besser zurecht kommen und Studium beenden, der Rest kommt von alleine |
wie ich das gelesen hab, musst i erstmal schmunzeln, wir zwei ham wohl die gleichen pläne! schule fertig und dann schaun was kommt bzw. wer
also bücher hab ich bisher die gleichen wie du gelesen, das nexte was ich mir vornehmen werde is "wenn frauen zu sehr lieben" - buchtipps von lavendel san immer gut, außerdem hab ich es scho öfters hier im forum positiv erwähnt entdeckt! aber im moment wälz ich erstmal meine geliebten gesetze, dann besorg ich mir das buch.
liebe grüße |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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Loti neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.10.2007 Beiträge: 229
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Verfasst am: 05.10.2007, 03:03 Titel: Re: Wie ich wurde, wer ich bin |
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Hi ihr!
Mensch summerdream, du bist ja scheinbar auch so ne Nachteule wie ich
Ne, ne, phoenix, ich würds ja nie wagen, jemanden zu vergessen! Was aber noch lange nicht heißt, dass es nich doch ma passiert, aber nicht wissentlich, das vesprech ich am besten jetzt vorab schonmal, und zwar hoch und heilig
Ja, du sagst es, Gleichgewicht finden. Kannst du mir jetzt auch noch verraten, wie? Deinen Büchertipp hab ich übrigens auch nicht überlesen, ich wollt nur vorab mal geschaut haben, worums darin geht, bevor ich mich dazu äußer. Und zuviel werden mir die Buchtipps hier sicher nicht, ich hatte die ersten beiden Bücher auch schon in jeweils 1,5 Tagen durch, beim ersten Durchgang. Und jetzt meine ich gelesen zu haben, dass dieses von dir empfohlene Buch gleich n paar Tipps bez. dieses Wackelakts auf Lager hat - und bin gespannt
Ach ja, das hast du wie ich finde sehr treffend ausgedrückt, so wie ich in der letzten Zeit drauf war, is mir ein ziemlich großes Stück Holz an den Kopf geknallt. Hm.
Genau summerdream, eben weil sies nich wissen, fänd ichs ganz praktisch, wie eben drüben schon geschrieben, ihnen son selbstgeschriebenes Buch in die Hand drücken zu können, quasi ein Loti-Leitfaden
Aber wer weiß, wo ich ja ohnehin so ein Schreiberling bin und hier überall meine mittlerweile sehr vielen Zettel rumfliegen hab, vielleicht pack ich die mal alle auf einen Haufen und mach tatsächlich ein Buch draus...
Ja Mensch, wie ich das letzte Mal bei meinem Hausarzt war, da bin ich richtig erschrocken. Der hat mich einmal angeguckt und gleich gesagt: Ihnen gehts nicht gut, richtig? Das war um die Zeit, als mir besagter Boomerang ans Haupt gedonnert war. Und dann hat mir der gute Mann Vorträge über Selbstfindung gehalten, und darüber, dass man auf nichts mehr achten muss als auf seine Gesundheit, und man müsse doch darauf achten, seine Prioritäten richtig zu setzen, mit sich selbst ins Reine zu kommen und vor allem, wie in meinem Fall, müsse man dazu aufhören, Raubbau an sich selbst zu betreiben. Na das Ende vom Lied war jedenfalls: Wenn Sie mit sich selbst im Reinen sind, dann wirken Sie auch auf Andere anders und das gibt sich dann alles von selber.
Das einzige, was daran nicht voll ins Schwarze getroffen hat, war seine Annahme, dass ich auf Andere so wirke, wie ich mich fühle. Weil ausnahmslos keinem aufgefallen is, wie daneben ich war und mehrfach noch meine - ja, ich gewöhne mich langsam an das Wort - abgeklärte Art angesprochen wurde. Hm.
Jedenfalls summerdream, das is es doch, schaun was kommt, oder auch wer kommt
Mein Arzt hat mich da echt kalt erwischt - ich war dort wegen nem Attest, war dann aber noch sehr viel kränker, als ich je gedacht hätte - also auch rein körperlich, von der Psyche ma ganz abgesehn. Aber die der Mann mit mir gesprochen hat, ich lag wirklich ne halbe Stunde da und hab geheult. Und ich weiß nicht, wann das das letzte Mal vorgekommen ist. Aber wenn man einmal damit anfängt, dann gibts kein Halten mehr, und der Mensch hat mir da wirklich ins Gewissen geredet.
Noch völlig verheult logischerweise kam ich bei meinen Eltern zu Hause an (das war während meiner Ferien), da meint meine Mutter noch, der müsste mich ja mit irgendeiner Behandlungsmethode sehr schikaniert haben, dass davon die Augen ganz rot werden.
Und in dem Moment war ich wahnsinnig nah dran, ihr alles, was sich so die letzten zwei Jahrzehnte angesammelt hat, an den Kopf zu werfen. Ich habs nicht getan. Ich war stinksauer und es hätte nur Vorwürfe gehagelt. Und dann wäre die ganze Situation eskaliert. Nein, ich hab sie nur angeschaut und dachte: kann es denn wirklich sein, dass mich jemand, der mich praktisch nicht kennt, so durchschaut, und meine eigene Mutter dagegen, obwohl sie mich noch gemustert hat, rein gar nichts davon merken kann? Wenn ich vor ihr steh, völlig fertig, praktisch nervlich am Ende und völlig verheult?
Oh weia, ich seh schon, immer, wenn ich hier "nur kurz noch was" tippen will, schreib ich wieder halbe Romane. Wie gut, dass ich grade noch Ferien hab, da kann ich mir das ja um die Uhrzeit noch leisten Auch wenn ich jetz dann demnächst über (auf) der Tastatur eingeschlafen wäre.
Gute Nacht bzw. da wird dann schon wieder ein: Schönen Tag noch angebracht sein - liebe Grüße jedenfalls, egal zu welcher Tageszeit - Loti |
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| Loti hat zum Thema: Re: Wie ich wurde, wer ich bin geschrieben
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