| WAS WÄRE WENN? • Was tun? |
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Danni neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.09.2007 Beiträge: 77
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Verfasst am: 26.09.2007, 18:33 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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hallo anchovi,
wenn du in den paar tagen, die du nun weg bist, etwas zeit und lust hast, dann bereite dich doch auf das gespräch vor.
mach dir klar, was du erreichen möchtest. wenn ich es richtig verstanden habe geht es dir darum, deine eltern zu informieren, daß es ein kontrolliertes trinken nicht gibt. und dann möchtest du dieses thema alkohol nicht länger unter den teppich kehren. das sind ja schon mal realistische ziele. versuch dir nicht ziele zu setzten wie " ich will daß mein vater dieses glas sekt nicht mehr trinkt" oder " er soll es mir versprechen", denn das kannst du nicht beeinflussen.
bleib in dem gespräch immer bei deinen zielen,laß dich nicht auf andere ebenen oder nebenkriegsschauplätze ziehen. hör deinen eltern gut zu und versuche nicht jetzt schon anworten parat zu legen. warte ab und reagiere darauf so, daß es dich deinem ziel näher bringt.
ich hoffe das war jetzt verständlcih.
was man allerdings üben kann ist der eingang in das gespräch, sich den satz zu überlegen, mit dem man anfängt, damit er, so wie du es ja auch willst, nicht vorwurfsvoll klingt. und dann musst du einfach gucken was der ball macht. vielleicht wirst du aus ihren antworten schon viel schlauer werden.
ich wünsch dir ein paar entspannende tage.
gruß, danni |
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| Danni hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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anchovi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 25.09.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 26.09.2007, 22:00 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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Ja,das mit dem ersten Satz ist für mich mom.das Schwierigste. Wenn ich erstmal angefangen habe, ist das glaub ich gar nicht mehr so schwer. Ich hatte mir überlegt, damit einzusteigen, dass es mich sehr überrascht hat, als ich vor zwei Tagen gesehen habe, dass mein Vater Alkohol trinkt und dass ich immer dachte, man müsse es für immer lassen, wenn man einmal mit dem Trinken aufgehört hat. Dann soll er erstmal reden. Ich denke, der Einstieg ist gut, ich will nicht gleich mit Thesen wie "es gibt kein kontrollierts trinken" einsteigen. Da würde er vielleicht denken "woher will die das wissen, sie hat ja kein Alkoholproblem!"
Mannomann, je mehr ich über dieses vor mir stehende Gespräch nachdenke, desto selbstverständlicher kommt es mir eigentlich vor. Das ist doch gar nicht so ein grosser Akt, einfach seine Bedenken zu äussern und meine Eltern sind sehr ruhige, vernünftige und verständnisvolle Menschen, das wird schon nicht so schlimm werden. man kann gut mit ihnen reden und ich will ja keinen Streit vom zaun brechen, sondern nur ehrlich sein und sagen, dass mich das beunruhigt. Ich glaube, meine Angst vor dem Gespräch ist absolut überproportional! Deshalb habe ich beschlossen, jetzt meine Tasche zu packen, bis ich am Sonntag von meiner kleinen Reise zu ner Freundin nach Berlin nicht mehr dran zu denken und einfach eine schöne Zeit zu haben. Basta!
Euch allen einen schönen Abend und ne gute Nacht! |
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| anchovi hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 26.09.2007, 23:52 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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hi anchovi
finde das toll, wie du das angehst. du machst dir (berechtigt) sorgen und möchtest das in einem ruhigen moment ansprechen, würd ich glaub au net anders machen.
aber eins is mir noch aufgefallen:
| Zitat: | | Das ist typisch für mich, dass ich mir immer vielzuviele Gedanken um andere mache und mein eigenes Leben total in den Hintergrund stelle! |
das is etz mal so typisch für alki-kinder. mag etz zufall sein, aber vielleicht hast du ja doch ein paar macken und eigenschaften abbekommen, welche aus einer familie mit einem alkoholiker herausgehn?
es gibt erwachsene, denen nicht mal bewußt war, das ein elternteil getrunken hat, da das trinken eben nicht ausfallend war, erst viel später haben sie es erfahren, aber dennoch haben sie einiges an macken abbekommen!
ich merke zwar, dass du dich diesbezüglich gar net näher mit dem thema beschäftigen willst, aber vielleicht findest du ja beim lesen der beiträge einiges, wo du dir denkst "redet die von mir???"
liebe grüße & ein paar schöne tage in meiner lieblingsstadt  |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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Steffi1301 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.07.2007 Beiträge: 1109
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Verfasst am: 27.09.2007, 12:17 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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Hallo anchovi!
Ich hoffe, das Forum hilft dir bei deinen Problemen.
Erst mal finde ich es toll, dass du mit deinem Vater reden willst. Es kann natürlich sein, dass er total abblockt, schauspielert, lügt etc., wie ich es so schön von meinem eigenen Vater kenne, und wie es so viele Alkoholiker können, aber du hast dann wenigstens alles in deiner Macht stehende getan, für den Rest ist er verantwortlich.
Natürlich gibt es kein kontrolliertes Trinken. Mein Vater hat auch immer wieder gesagt "Ach, ein Bier darf man ruhig mal trinken. Das verbietet einem niemand". Da hab ich gemerkt, dass er es einfach noch gar nicht richtig verstanden hat, den Ernst der Lage noch nicht begreift. Ich kann nur hoffen, dass du vernünftig mit deinem Vater darüber reden kannst, dass er offen zu dir ist und dir nicht die Hucke volllügt oder anfängt, rumzuschimfen. Ich finde, da sollte man sich bei Alkoholikern auch immer drauf gefasst machen.
Trotzdem wünsch ich dir alles Gute. Genieß die paar Tage, die du wegfährst und denk nicht so viel nach. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Probier es einfach! Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute! |
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| Steffi1301 hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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anchovi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 25.09.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 01.10.2007, 23:36 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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Ich bin wieder zuhause nach ein paar sehr schönen und lustigen Tagen in Berlin. Und diese Abwechslung hab ich wirklich gebraucht. denn erst jetzt merke ich, wie schlecht es mir in den Tagen zuvor ging. Ich hab emich eine Woche lang in meiner Wohnung eingesperrt und mit niemandem gesprochen, nur ferngesehen und war einfach traurig. Doch das hatte vielleicht auch was Gutes, denn ich habe in dieser Zeit etwas über mich selbst gelernt. Summerdream, Du hattest recht. Ich habe viel nachgedacht, hier im Forum gelesen und gemerkt, dass ich wohldie Krankheit meines Vaters doch nicht so unbeschadet überstanden habe, wie ich immer dachte. Dieses ständige Konflikten-aus-dem-weg-gehen etwa. das ist so typisch für mich! Und ich weiss jetzt, dass es typisch ist für Kinder von Alkoholikern. Aber in meiner Familie ist es glaub ich generell typisch, denn mein Bruder und ich sollten wenns nach meiner Mutter ginge überhaupt keine Sorgen haben und sie hat allen Kummer immer von uns ferngehalten. Das ganze hat mich zu einer Ja-sagerin gemacht, die sehr oft zu kurz kommt, weil sie von allen liebgehabt werden will. Man stelle sich das mal vor: ich hab meiner Freundin ne Affäre verziehen mit dem Typen, in den ich total verknallt war. Bzw.hab ihr nie gesagt, wie mich das verletzt hat. Und habe zwei zweijährige Beziehungen hinter mir, ohne einen einzigen Streit mit den jeweiligen Jungs, dafür musste ich oft viel einstecken...
In den Tagen, nachdem ich gesehen habe, dass mein Vater wieder Alkohol trinkt, habe ich mich wie in einer Luftblase gefühlt, total verwirrt und verängstigt. Doch jetzt kann ich meine Gedanken besser ordnen, was diese Sache betrifft, habe meine gute Laune zurückentdeckt und mir drei Ziele gesetzt:
1. ich werde das Gespräch mit meinen Eltern suchen. es sit wichtig, dass auch meine Mutter dabei ist, denn sie scheint den Ernst der Lage auch nicht zu erkennen.
2. ich werde öfter mal in mich hineinhören, was ich wirklich will und was nicht und das auch sagen.
3. ich werde über mein problem reden. Hab damals, als ich erfuhr, dass mein vater Alkoholiker ist, nur mit meinem Ex drüber gesprochen. Ich bin zwar solo , habe aber liebe Freunde, denen ich vertrauen kann. ich glaub das würde sehr helfen.
Und ich geh jetzt wieder viel unter Menschen. In diesen schlimmen Tagen habe ich auch gemerkt, wie wichtig es für mich ist, mit meinen Freunden zusammenzusein. Auch wenn wir einfach nur Blödsinn reden, das hilft so sehr!
Wann das Familiengespräch stattfinden wird, weiss ich noch nicht. ich wohne ja nicht zuhause und seh meine Family nicht so oft (find ich mom.ehrlich gesagt ganz angenehm, ich will da auch grad gar nicht hin. Liegt wohl dran, dass ich Schiss hab). Aber am Wochenende werd ich zum Kaffee dasein, dann wirds wohl soweit sein. Ich hab da immernoch Angst vor...
weiss noch nicht, wann ich mich hier wieder melde, vielleicht erst nach diesem Gespräch. Bitte drückt mir die Daumen. Zum einen, dass ich mich echt traue, diesen Schritt zu machen und das meine Eltern ordentlich mit mir sprechen wollen. Zum anderen, dass mein Vater ja doch ein bisschen Einsicht zeigt...
Bis dahin, gute nacht und machts alle hübsch
Anchovi |
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| anchovi hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 03.10.2007, 01:54 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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hi anchovi
huch, etz bin ich doch überrascht, damit hab ich etz net gerechnet, zumindest net so schnell.
wow, aller respekt, dafür hast dir nen orden verdient, war bestimmt net immer einfach, aber wahrscheinli oft auch erleichternd zu entdecken "hey ihr gehts wie mir, so verrückt bin i gar net" zumindest mir gehts immer wieder so...
dei drei ziele find ich etz ganz gut, obwohl das gespräch mit deinen eltern etz net an erster stelle kommen sollte bzw. du solltest es für dich führen. ob es was bringt, ich weiß es net, aber falls net hast du es auf jeden fall versucht!
grins... das mit dem öfter nein sagen, das is gar net so einfach. irgendwo hat man angst, dass der andere dann vielleicht böse deswegen is oder enttäuscht, oft ist das aber quatsch. das is dann immer ne positive erfahrung, die einem weiter hilft.
das du mit deinen freunden reden willst, find ich auch klasse und nebenbei bemerkt, wir sind auch da, uns darfst du auch alles sagen
liebe grüße |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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Steffi1301 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.07.2007 Beiträge: 1109
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Verfasst am: 12.10.2007, 11:48 Titel: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? |
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Hey anchovi!
Da muss ich summerdream wohl zustimmen. Respekt dafür, dass du dich so schnell entschieden hast. Wenn du das tatsächlich so durchgezogen bekommst, dann kann doch gar nicht mehr so viel schief gehen. Natürlich wird es immer wieder Rückschläge geben und solche Veränderungen schafft man nun mal nicht von heute auf morgen, aber wenn du dir das so fest vornimmst, wie es sich hier anhört, dann glaube ich, dass du das auch schaffen kannst.
Klar, das Gespräch mit deinen Eltern solltest du wirklich in erster Linie für dich führen. Alles andere könnte dich wieder zu schnell frustrieren. Zu viel darfst du dir da glaub ich nicht von erwarten. Das ist zwar traurig, aber wahr. Rede mit ihnen, um dich selbst zu erklären, zu sagen, wie du dich fühlst und vielleicht reden deine Eltern dann auch so offen mit dir, dass du einiges besser verstehst, aber das dürfte dann wahrscheinlich auch schon genug sein. Leere Versprechungen, Drohungen, Schuldzuweisungen... Das alles bringt nichts, egal von welcher Seite es kommt. Ich will dich jetzt nicht entmutigen. Ich finde es super, dass du mit deinen Eltern reden möchtest, aber du solltest dir einfach klar machen, dass du das in erster Linie für dich tun solltest, denn deinen Vater kannst du nicht ändern.
Alles Liebe und Gute!!
Steffi |
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| Steffi1301 hat zum Thema: Re: Wieder mittendrin im Rückfall? geschrieben
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