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Wesensänderung nach Entzug ??

 
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MissSmarty
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.06.2005
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25.08.2005, 22:37    Titel: Wesensänderung nach Entzug ?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr lieben !!

Jetzt bin ich auch mal wieder da, wo ich so lange zeit hatte mal rein zu schauen und habe auch direkt eine Frage ...

ich selber bin kein Alkoholiker, aber mein vater ist es. Vor gut 2 1/2 Monaten kam er ins KKH, Diagnose : Leberzirrhose, Blutung im Kleinhirn, Lungenentzündung, Ösophagusvarizen, Refluxösophagusvarizen, hepatische Encephalopathie und Aszites ....

Er konnte weder laufen, noch richtig Sprechen, die ganze rechte Seite war durch die Blutung geschädigt, jetzt, nach etwa 4 Wochen reha gehts ihm bedeutend besser.

Allerdings habe ich das Gefühl das er sich verändert hat. Klar, er ist nun trocken, hat seitdem keinen Tropfen mehr angerührt und nimmt fleissig seine Pillen. Dennoch ist irgendwas anders. Früher konnte ich gut mit ihm reden, er kam mit meinem Freund klar und überhaupt war er ein lebenslustiger Mensch. Doch seitdem .... Gut, ich hatte lange keinen Kontakt zu meinen Eltern, bin ausgezogen und habe im März einen Sohn bekommen, zusammen mit meinem Verlobten und wir werden bald heiraten.
Doch meinem vater kann man es nicht recht machen. In der reha bekam er um 8 Uhr Früstück, um 12 Uhr mittagessen und um 17 Uhr Abendbrot, steht bei meinen Eltern nicht um diese zeit das Essen auf dem Tisch wird gemeckert ... Sind wir zu besuch und mein Sohn meckert mal ( was kleine Kinder nunmal tun, er ist genau 5 Monate alt ), heisst es sofort, er sei ein Schreihals. Mit mir redet er kaum, gibt nur kurze und knappe Antworten, mit meinem Verlobten redet er so gut wie gar nicht ... Mit meiner Schwester jedoch scheint das ohne Probleme zu gehen. da wird geredet was das Zeug hält, und sie war auch lange nicht dort, hatte keinen Kontakt etc. ... Es war damals bei ihr die gleiche Geschichte wie bei mir ... Das war der Auslöser das mein vater mit dem Trinken anfing. Letzte Woche sollte ich dann meinen vater zum frisör fahren, da er ja kein Auto fahren darf, zwei Tage vorher, kurz bevor wir nach hause uhren, sagte er mir drei mal ich solle an seinen Terin denken und drei mal sagte ich ihm, das ich zum Früstück da sei ...
Dann versteht er öfter was falsch, ich sagte, ich komme dann Dienstag nach der Krankengymnastik von nico ( meinem Sohn ), da meinte, das meine Mutter am Mittwoch krankengymnastik hätte, nicht Dienstag, also habe ich es ihm noch mals erklärt, aber dann stellt er sich doof.
Für meinen Sohn interessiert er sich so gut wie gar nicht. Fange ich ein Gespräch darüber an wird sofort abgeblockt, im prinzip kann ich mit ihm nur übers Wetter reden.
Mit meiner Schwester ist das anders ... Sie war schon immer Lieblingskind ... hatte dann 6 Jahre keinen Kontakt und nun dreht sich fast alles nur um sie, dabei haben wir uns förmlich den Allerwertesten aufgerissen ... meine Mum sitzt im Rolli und mein verlobter und ich haben dann 2 Monate bei meinen Ellis gewohnt um zu helfen, habe unser Leben vorrübergehend aufgegeben, was meine Schwester nicht tat, sie hatte Urlaub, sie hätte problelos mal eine Woche dort bleiben können, aber daran, das wir ein Kind haben und auch einen Kater, der im Prinzip fast 2 Moante jeden tag alleine war, daran wurde nicht gedacht. Ich will mich auch gar nicht beschweren, ich habe es gerne gemacht, doch habe ich das gefüjl, das wir immer mehr unerwünscht sind im hause meiner Eltern, jedenfalls was meinen vater angeht, mit meiner Muter läuft es super !!
Und es macht mich traurig, das man seinen Enkel so gekonnt ignoriert ... Ich meine, ich bin damals aus eben solchen gründen ausgezogen und geändert hat sich nichts ...
Es tut mir weh, das man mich bzw. uns so behandelt. Und es tut mir weh, das immer wieder meine Mutter dort alleine lasse, weil mein vater nur noch meckert ... Sie ist selbst mit den nerven runter ...

Ist sowas normal ?? Warum ist er so unzufrieden ??
Und was kann man da tun ?? Mir graut es schon wieder das ich Morgen hinfahre ... Auch wenn ich mich irgendwo freue .. Es graut mir dennoch ...

Huch, bissel lang geworden, aber ich musste das mal loswerden und hoffe auf rat !!

Liebe Grüße
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MissSmarty hat zum Thema: Wesensänderung nach Entzug ?? geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 26.08.2005, 19:23    Titel: Re: Wesensänderung nach Entzug ?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MissSmarty

Dein Beitrag ist mit „Wesensänderung nach Entzug“ überschrieben. Ob diese Wesensänderung vom Entzug oder vom Gehirnschlag herrührt, lässt sich meines Erachtens nicht sagen. Ich denke aber, dass beides dazu beigetragen haben kann.

Bei einem Bekannten habe ich es miterlebt, dass er sich nach einem schweren Gehirnschlag (anfangs fast keine motorischen Fähigkeiten mehr vorhanden) sehr verändert hat, und das nicht zu seinem Vorteil. Er hat sich auch ähnlich verhalten, wie du es von deinem Vater schreibst.

Bei deinem Vater kommt noch hinzu, dass er seitdem er iom KKH war, auch abstinent lebt. Das ist eine zusätzliche Umstellung. die er auch verkraften muss. So könnte sein Verhalten zu erklären sein.

Eine Lösung, wie ihr ihn dazu bringt, sich zu verändern, habe ich leider nicht anzubieten. Ich weiß auch nicht, ob das Verhalten sich nach einer gewissen Zeit wieder normalisiert. Erkundige dich einmal, ob es eventuell eine Möglichkeit gibt, dass er eine Therapie mitmachen kann. Das ist das Einzige, was ich dazu sagen kann.

LG Henri
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henri hat zum Thema: Re: Wesensänderung nach Entzug ?? geschrieben

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