| "Paranoia" vorm Weinregal. • Schwerer Durchhänger |
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ilcicaso2007 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.09.2007 Beiträge: 34
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Verfasst am: 10.09.2007, 23:55 Titel: das ist doch kein familienleben! |
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hallo,
froh, dieses forum gefunden zu haben, kann ich mir nun alles von der seele schreiben.
bin 36, habe einen tollen 2,5jahre alten sohn. und mein mann ist alkoholiker.
ich ahnte es schon länger, aber so wirklich bewußt ist es mit erst jetzt geworden, wo ich hier soviel gelesen habe, und soviele ähnliche lebenssituationen gefunden habe.
er trinkt schon seit jahren regelmäßig, bier ,"nur" bier.
nun ist der zeitpunkt gekommen, dass es immer mehr wird.
als ich schwanger war, da dachte ich, wenn das kind da ist, dann wird alles anders. so meinte auch mein mann, doch diese überzeugung verließ ihn noch während der schwangerschaft. ich wollte es nie wahrhaben, dachte immer-bis heute-er muß doch endlich damit aufhören!
seitdem unser sohn da ist, hat sich das ganze allerdings gesteigert.
d.h. sein alkoholkonsum sieht inzwischen so aus, dass er fast täglich ca 9 flaschen bier trinkt, in einer woche höchstens ein tag pause.
von meiner seite muß ich zugeben, habe ich mich zu der furie entwicklet, die ich nie werden wollte: ich streite täglich deswegen mit ihm rum. und zu allem überfluß schreien wir uns täglich nur noch an, und das meistens vor unserem sohn! das will ich ja gar nicht!
wenn er betrunken ist, muß ich regelmäßig beleidigungen über mich ergehen lassen, sogar teilweise auch vor unserem sohn.
nichts ist mehr übrig geblieben, was wir mal hatten, kein spaß, keine netten worte etc. manchmal frage ich mich sogar, ob ich ihn noch liebe? ja, wäre die antwort für den nüchternen. nein für den betrunkenen!
mein tagesablauf ist zweigeteilt:
d.h. tagsüber verlebe ich mit meinem sohn meistens wundervolle momente, wir verbringen auch viel zeit mit meinen eltern.
und dann so ab 17uhr, kommt mein mann von der arbeit, das erste was er tut, ein glas, eine flasche bier, allein der klang des kühlschrankes, oder der kiste bier, die abgestellt wird,gehen bei mir durch mark und knochen......
er albert dann mal 5 min mit unserem sohn rum, und schwups schon ist er wieder weg und verbringt die meiste zeit auf dem balkon(weil er raucht auch noch viel)-bei wind und wetter.
dann trinkt und raucht und telefoniert er, bis er ins bett geht.
auch an tagen wo er nüchtern ist, ist nichts mit ihm anzufangen, da liegt er den ganzen tag im bett.
nichts unternimmt er mit uns, wirklich nichts!
es gibt noch nicht einmal gemeinsame mahlzeiten.
wenn wir besuch haben, was immer seltener wird, sitzen alle am tisch und essen, außer er, er steht mal wieder auf dem balkon.
der alkohol zerstört unsere ehe und unsere familie!
ich weiß, dass ich endlich reagieren muß.
aber mir fehlt die kraft dazu, manchmal fühle ich mich total erschöpft deswegen und atme auf, wenn er endlich schläft und versuche noch den rest des abends zu genießen und zu vergessen, aber so kann es einfach nicht weitergehen!
wir gehen alle daran kaputt.
gibt es eine chance? gibt es noch rettung?
ich weiß, ich muß mit ihm reden, den richtigen zeitpunkt finden,
aber er wird wie immer nicht zuhören oder mir wie immer versprechungen machen, von denen ich eh weiß, dass sie nicht im geringsten gehalten werden.
ein ultimatum? ich bin noch nicht soweit, ich fühle mich nicht stark genug dazu.
nur ich alleine würde noch lange so weitermachen können, aber mein sohn soll so nicht aufwachsen!
so , das tat fürs erste echt gut, mal ganz viel dazu aufzuschreiben!
danke für dieses forum!
ilcicaso2007 |
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| ilcicaso2007 hat zum Thema: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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Lillith67 Gast
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Verfasst am: 11.09.2007, 07:59 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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Hallo ilcicaso2007,
ersteinmal herzlich willkommen hier!
wie du inzwischen selber bemerkt hast ist das wohl nicht das familienleben das du dir für dich und deinen sohn gewünscht hast.
auch ich bin zu so einer furie geworden mit dem ergebnis das mein partner nur noch mehr trank (er kommt heute aus der entgiftung und ich habe natürlich angst wie es weiter geht)
wie du auch sicher aus vielen threads in diesem forum entnehmen konntest kannst du für deinen mann verdammt wenig tun, in seinem kopf muß es klick machen, er muß einsehen das irgend etwas nicht stimmt, dann könntest du ihn evt. unterstützen. keiner verlangt von dir das du etwas machen sollst was du nicht willst. diese berühmte "ultimatum" kommt von ganz alleine, glaube mir. irgendwann wird der punkt kommen wo du einfach keinen ausweg mehr weist. wir frauen/mütter versuchen immer alles im lot zu halten, die familie zusammen zu halten und diese ohnmacht nichts gegen den trinkenden partner machen zu können treibt einen schier in den wahnsinn.
deinem sohn zuliebe bist du du nun schon mal hier gelandet. das ist ein anfang. aus eigener erfahrung (bin unter anderem auch die tochter von alkoholikern) kann ich dir nur sagen irgendwann wird dein sohn bewust mitbekommen das papa mehr bier trinkt als "normal" ist. irgendwann wird er wie du darunter leiden. du hast die verantwortung für den kleinen, nicht für deinen mann.
ich wünsche dir auf deinem weg ganz viel kraft!
Liebe Grüße
Lillith67 |
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| Lillith67 hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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Nicole Gast
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Verfasst am: 11.09.2007, 11:56 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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Hallo ilcicaso2007,
ersteinmal herzlich Willkommen hier im Forum.
Tja eine typische Geschichte die du da aufgeschrieben hast.
Ok, du schreibst für ein Ultimatum hast du noch nicht die Kraft.
Was hälst du denn von einer Mutter-Kind-Kur? Du hast Abstand , kommst zur Ruhe und kannst dir Gedanken machen wie es weiter gehen soll.
Von alleine kommt er nicht drauf das es dir nicht gut dabei geht. In der Zeit der Kur hat auch er Zeit zum Nachdenken.
Ich freue mich von dir mehr zu hören.
LG
Elocin |
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| Nicole hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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ilcicaso2007 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.09.2007 Beiträge: 34
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Verfasst am: 11.09.2007, 13:30 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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hallo lillith67,
danke für deine antwort, es tut gut, verstanden zu werden.
ich denke auch, dass das ultimatum irgendwann von selber kommt, aber es dauert. leider hält man viel zuviel aus, bis es soweit ist.
wegen meinem sohn habe ich das gefühl, ich müsste es irgendwie beschleunigen, aber es kostet mich sehr viel kraft.
liebe grüße ilcicaso2007 |
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| ilcicaso2007 hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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ilcicaso2007 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.09.2007 Beiträge: 34
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Verfasst am: 11.09.2007, 13:38 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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hallo elocin,
auch dir danke für die antwort.
eine mutter-kind-kur könnte tatsächlich eine möglichkeit sein.
ich werde mich mal darüber informieren. keine ahnung wie sowas geht.
hast du sowas schon gemacht?
vielleicht wird er, wenn nicht aufgeweckt, dann aber wenigstens angestoßen!?
er wird immer unerreichbarer und ich bin mir sicher, dass es sehr schwer wird, dass er sich selbst etwas eingesteht.
auch nochmal zu lillth67s antwort:
das ultimatum, was irgendwann von alleine kommt, macht mir soviel angst, weil es mich zu den darausfolgenden konsequenzen zwingen wird.
lg ilcicaso2007 |
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| ilcicaso2007 hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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Lillith67 Gast
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Verfasst am: 11.09.2007, 13:56 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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ilcicaso2007,
ja es kostet kraft, einen weg zu gehen den man nicht kennt. aber es muß ja nicht unbedingt ein schlechter weg sein. ich kann gut verstehen das in dir eine welt zusammen bricht. in guten wie in schlechten zeiten... aber was macht dein mann dafür? du machst dir gerade viel gedanken, wie,wann und wo es weiter gehen soll und somit bist du schon angefangen über einen neuen weg nachzudenken. auch das ist ein anfang. einen rat noch... stelle kein "ultimatum" oder änliches wenn du es nicht einhalten kannst, dann bist du unglaubwürdig und das merkt er ganz schnell. und versuche zu lernen los zu lassen, nicht unbedingt fallen lassen, einfach ein bischen abstand von ihm zu nehmen. mit dem "gemecker" erreicht man/frau gar nichts, wie du sicherlich schon bemerkt hast. laß ihn machen, macht er ja eh und überlege du dir was für dich und den kleinen gut ist.
LG
Lillith67 |
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| Lillith67 hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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frau neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.04.2006 Beiträge: 78
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Verfasst am: 11.09.2007, 14:47 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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hallo ilcicaso !
eine große hilfe in dieser situation ist es sicher wenn du dich mal bei der suchtberatung in deiner umgebung erkundigst.
für mich war und ist es ein segen, das ich eine blau kreuz angehörigengruppe besuche.
ich wünschte nur ich hätte sie schon vor dem entzug meines mannes gehabt. es hätte mir einiges erspart weil ich dann in vielen situationen anders reagiert hätte.
ein bischen sehr oft hätte aber es ist wie es ist.
vieleicht bekommst du es ja hin das du anstatt zu meckern klare ansagen machst.
-zb ich gehe zur suchtberatung weil ich mit deinem alk-konsum nicht klarkomme oder
ich möchte das du nicht im schlafzimmer schläfst, weil du alkohol getrunken hast oder
ich lade keinen besuch ein weil du betrunken bist usw so in der art.
fang bloß nicht an dich zu rechtfertigen oder was zu erklären. das bringt nichts.
ich wünsche dir auf jeden fall sehr viel kraft.
liebe grüße frau |
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| frau hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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Nicole Gast
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Verfasst am: 12.09.2007, 11:30 Titel: Re: das ist doch kein familienleben! |
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Hallo ilcicaso2007,
wegen der Kur kannst du bei Deiner Krankenkasse, AWO, Caritas oder deinem Hausarzt nachfragen.Die können dir sicher weiterhelfen.
Auch der Vorschlag von frau ist ein guter Weg auch da kann dir geholfen werden und du kannst Kraft sammeln denn die brauchst du, egal was du tust.
LG
Elocin |
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| Nicole hat zum Thema: Re: das ist doch kein familienleben! geschrieben
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