| Unterschiede bei erwachsenen Kindern und Co´s • Bin ich nach der Trennung immer noch Co-Abhängig? |
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Hermann 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.07.2006 Beiträge: 159
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Verfasst am: 31.08.2007, 09:42 Titel: Gedanken!? |
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Hallo,
mir ist eigentlich seit längerem klar, wieso es auch für Angehörige empfehlenswert ist/wäre, bzw. empfohlen wird, vor dem Alkohol zu kapitulieren. Manch eine/r wird jetzt denken, "Hermann spinnt!"...aaber
Die einen haben den Alkohol im Blut, die anderen im Kopf!
Von der Erkenntnis, zu kapitulieren, über die Aufarbeitung mit der Thematik, die Krankheit Alkoholismus mit Ihren eigenen Mechanismen zu verstehen, zur Annahme dessen, loszulassen ("in Liebe")!!??, seinzulassen, sich um Sich selbst zu kümmern, neue Denkstrukturen zu erlernen ist es ein weiter Weg, der sich wohl nicht innerhalb ein paar Tagen oder Wochen erledigen läßt!?
And don´t forget!
Der Alkohol ist verschlagen, trügerisch und mächtig!
Es ist viel zu schwer für uns, im Alleingang gegen Ihn "kämpfen" zu wollen.
Da ich es selbst nicht geschafft habe, warum sollten es dann die Angehörigen schaffen!?
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weiter geht´s,
die Erkenntnis vor dem Alkohol zu kapitulieren sollte für Abhängige und Angehörige erkennbar werden!?
Wenn ich gegen Ihn kämpfe werde ich verlieren! Warum nun Angehörige auch nicht kämpfen sollen? Weil ich selbst genau das Gegenteil tat, wenn man mir sagte, Hermann trinke doch nicht soviel, habe ich vor lauter Wut erst recht gesoffen. Ich wußte es nicht besser.
Die Mechanismen der Krankheit Alkoholismus zu verstehen, heißt für mich Auseinandersetzung mit der Krankheit um mich und das gilt auch für Angehörige , erst mit Ihren trügerischen Eigenschaften auseinandersetzen zu können. Wenn ich diesem mächtigen „Gegner“ Alkohol gegenüber nicht imstande bin ihm hinter die Kulissen in seine häßliche Fratze zu blicken, habe ich keine Chance. Das gilt m. E. Eindruck auch für die Angehörigen. Oder!??
In meinen ersten gemeinsamen Treffen dachte ich, jetzt sitze ich dem Feind gegenüber, genau das Gegenteil ist jedoch der Fall, wir saßen und sitzen im selben Boot. Wir haben es mit Alkohol zu tun!!!!
Und, liebe Angehörigen, glaubt bloß nicht der Trinkende alleine ist „schuld“ weil er ja trinkt!? Ihr habt mindestens eine 50/50 Vorraussetzung und Beteiligung um das Problem Alkohol zu lösen. Wenn ihr glaubt Ihr habt nur 10% Prozent Verantwortung und der trinkende ist 90% Prozent daran „schuld“ dann macht Ihr es euch zwar einfach, aber bringt es euch weiter!?
Nur 10% Eigenverantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen ist m. E. zu wenig. Ich bin derjenige der für sein Leben verantwortlich ist, sind die Angehörigen auch für Ihr Leben verantwortlich??
Nasse Gedanken und Verhaltensweisen sind genauso Eigenschaften der Co-Abhängigkeit, wie der
Abhängigkeit!????
Loslassen, loslassen heißt für mich dem Alkohol nicht die Stirn zu bieten dann kann er mich auch nicht mehr vereinnahmen! Wenn ich mir das aus Sicht eines Angehörigen betrachten würde:die Verantwortung dem „noch“ Trinkenden zu übergeben, um Ihn soweit zu bringen für Sich selbst etwas zu tun, die Verantwortung für sein Trinken oder Nichttrinken übernehmen zu müssen!???
Ich habe fertig!
Gruß Hermann |
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Elfriede Lustig aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 837 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 31.08.2007, 10:03 Titel: Re: Gedanken!? |
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Hallo Herrmann!
| Zitat: | | Und, liebe Angehörigen, glaubt bloß nicht der Trinkende alleine ist „schuld“ weil er ja trinkt!? Ihr habt mindestens eine 50/50 Vorraussetzung und Beteiligung um das Problem Alkohol zu lösen. |
Was meinst Du mit Voraussetzung und Beteiligung?
Den nassen Alkoholiker zu verlassen?
Ich steh auf dem Schlauch... |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 31.08.2007, 10:16 Titel: Re: Gedanken!? |
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Lieber Hermann,
wie Recht Du hast. Wenn Teufelchen sagte: du kannst das nicht verstehen, verstand ich nicht was sie meinte,
ich bin ja nicht dumm, nicht krank, nicht ich und warum soll ich mich dumm und krank machen?
Hermann, ich fahre über 30 Jahre Auto, Millionen km, über 30 Jahre Motorrad, auch paar km, meine Crashs,
sogar meine Knöllchen, sind unbedeutend, weil man mir zeitig beibrachte, dass wenn ich früher gebremst hätte,
wenn ich bedacht hätte dass.., wenn ich… dann wäre es nicht und so ist es dann auch nicht, kann mal passieren, ist aber noch nicht.
Aber hier, den Übeltäter in der Hand haltend, mein Gott, Hermann, was habe ich damit zu tun?
Ich war schon lange dumm und krank und in der Hand halten, heißt noch nicht begreifen.
Ich hätte es nicht verstehen können, im Straßenverkehrsbericht hätte es auch „Vollsperrung der A xx“ heißen können.
Kämpfen konnte ich, loslassen lernen später auch, Frieden schließen musste ich immer wieder neu lernen und
Du glaubst nicht, wie viele Friedensverträge ich habe, von beiden Parteien unterschrieben, links von Karl Kaltblut, rechts von Kaltblut Karl.
LG kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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ingane Gast
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Verfasst am: 31.08.2007, 11:09 Titel: Re: Gedanken!? |
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Hallo Hermann,
| Zitat: | | Die Mechanismen der Krankheit Alkoholismus zu verstehen, heißt für mich Auseinandersetzung mit der Krankheit um mich und das gilt auch für Angehörige , erst mit Ihren trügerischen Eigenschaften auseinandersetzen zu können. Wenn ich diesem mächtigen „Gegner“ Alkohol gegenüber nicht imstande bin ihm hinter die Kulissen in seine häßliche Fratze zu blicken, habe ich keine Chance. Das gilt m. E. Eindruck auch für die Angehörigen. Oder!?? |
Ja, also für mich gilt das auch.
| Zitat: | Und, liebe Angehörigen, glaubt bloß nicht der Trinkende alleine ist „schuld“ weil er ja trinkt!? Ihr habt mindestens eine 50/50 Vorraussetzung und Beteiligung um das Problem Alkohol zu lösen. Wenn ihr glaubt Ihr habt nur 10% Prozent Verantwortung und der trinkende ist 90% Prozent daran „schuld“ dann macht Ihr es euch zwar einfach, aber bringt es euch weiter!?
Nur 10% Eigenverantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen ist m. E. zu wenig. Ich bin derjenige der für sein Leben verantwortlich ist, sind die Angehörigen auch für Ihr Leben verantwortlich??
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Ich habe mich über Alkoholismus informiert, stundenlang, nächtelang im Internet gelesen und immer mehr verstanden. Verstanden was in den letzten Jahren mit meinem Mann passiert ist, warum und wieso er sich so gravierend verändert hatte. Danach begann ich mein Verhalten meinem Mann gegenüber zu ändern. Gab ihm Geld, damit er sich Alkohol kaufen konnte um keine Entzugserscheinungen zu bekommen, aber er nahm es nicht an. Ich wollte ihm damit klar machen das er krank ist und Hilfe braucht. Teilweise verhielt ich mich wie er, nur das ich dabei nüchtern war. Ich weiß jetzt das mein Verhalten in den ganzen Jahren entschieden dazu beigetragen hat, das er immer weiter trank. Ich wünschte ich hätte früher erkannt das er krank ist, vom Alkohol abhängig. Denn von dem Zeitpunkt ab, an dem ich erkannt habe wie mächtig Alkohol ist, ab da konnte ich handeln, gezielt handeln und dann dauerte es nicht mehr lange bis mein Mann zugab das er Hilfe braucht und auch annehmen will.
| Zitat: | Nasse Gedanken und Verhaltensweisen sind genauso Eigenschaften der Co-Abhängigkeit, wie der
Abhängigkeit!???? |
Trifft auf mich teilweise zu.
| Zitat: | Loslassen, loslassen heißt für mich dem Alkohol nicht die Stirn zu bieten dann kann er mich auch nicht mehr vereinnahmen! Wenn ich mir das aus Sicht eines Angehörigen betrachten würde:die Verantwortung dem „noch“ Trinkenden zu übergeben, um Ihn soweit zu bringen für Sich selbst etwas zu tun, die Verantwortung für sein Trinken oder Nichttrinken übernehmen zu müssen!???
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Hätte ich meinen Mann verlassen, mich getrennt, würde er sicher immer noch trinken. Er war längst viel zu weit abgerutscht um die Kurve alleine zu kriegen. Er wusste nicht was er tun sollte, an wen er sich wenden sollte. Er war nicht aufgeklärt über seine Krankheit, hatte nicht das Wissen das ich mir inzwischen angeeignet hatte. Er hatte jeden Morgen Brechreiz, aber er kam nie darauf mal einen Arzt danach zu fragen was das ist, woher das kommt. Er brachte sein Trinken nicht mit dem Brechreiz in Zusammenhang, genauso wenig wie er die anderen Symptome damit in Zusammenhang brachte.
Liebe Grüße von
Gast |
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| ingane hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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Hermann 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.07.2006 Beiträge: 159
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Verfasst am: 31.08.2007, 12:15 Titel: Re: Gedanken!? |
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Hallo Elfriede,
| Elfriede Lustig hat Folgendes geschrieben: |
Was meinst Du mit Voraussetzung und Beteiligung?
Den nassen Alkoholiker zu verlassen?
Ich steh auf dem Schlauch... |
Neiiin,..... ich meine damit die Vorrausetzung, wenn beide sich in einer Partnerschaft in etwa zu gleichen Teilen an der Problemlösung beteiligen, an einem Strang zu ziehen, dazu Willens sind, wie es bei Dir offensichtlich der Fall ist, die Chancen sehr gut sind!! .....
Lies Dir vielleicht mal diverse Threads aus Sicht der 3. neutralen Person durch!?
Gruß Hermann |
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| Hermann 65 hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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Hermann 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.07.2006 Beiträge: 159
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Verfasst am: 31.08.2007, 12:26 Titel: Re: Gedanken!? |
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@ Gast,
Einfach nur Klasse was Du Dir erarbeitet hast, meinen großen Respekt vor Dir! Wirklich!
Loslassen setze ich jedoch nicht gleich mit Fallenlassen! Es ist für mich ein fühlbarer Unterschied zwischen den Beidem!
Gruß Hermann |
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| Hermann 65 hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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Hermann 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.07.2006 Beiträge: 159
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Verfasst am: 31.08.2007, 12:55 Titel: Re: Gedanken!? |
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@ Karl kaltblut,
auch Dir mein Sohn sei es gegönnt, nach dem Abtauchen in Untiefen, nach dem Auftauchen wieder frische Luft wahrnehmen zu dürfen!
Gruß Hermann |
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| Hermann 65 hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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Innocent neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.07.2007 Beiträge: 120 Alter: 47 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 31.08.2007, 12:57 Titel: Re: Gedanken!? |
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Was ist der Unterschied, zwischen los lassen und fallen lassen?
Ist es nicht immer so, das die Partner, irgend wann merken, das es nicht normal ist wie er oder sie am saufen ist?
Ist es nicht immer so das die Partner, als erste merken und auch verstehn das sie Co-Alkis sind?
Also, wie will man einem Menschen begreiflich machen, dass sein Trinken nicht normal und er abhängig ist, wenn er es nicht wahrhaben will?
Nach meinen Erfahrungen, ist es genau wie bei Gast, lesen informieren Fachmann werden.Alles aufsaugen was mit Stoff zutun hat.Und dann?
Dem Partner begreiflich machen das er trinkt!? oder das man selber schon lange in der Falle sitz ohne es zu merken.
Wenn ich eines aus den letzten Tagen gelernt habe, dann ist es dass, das sie weiter trinken wird egal wie ich mich winde,oder welchen Zoff ich veranstalte.
Kapitulation vor den Situation
Warum jetzt noch nach Gründen fragen, wer wann Vorfahrt hatte,oder was gewesen währe wenn?
Keine Ahnung.
Ich als Co-Alki, habe das Thema satt, bin es leid mir über dieses Krankheitsbild ein Bild zumachen.
Mein Alki tut nichts dafür, sitzt besoffen da, und schwaffelt mir einen vor das bald alles besser ist.
Ich glaube fallenlassen, und sich selber in Sicherheit bringen, ist die einzige Chance. |
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| Innocent hat zum Thema: Re: Gedanken!? geschrieben
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