| Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit • hilfe |
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 27.08.2007, 18:04 Titel: Schritte für die nächsten Wochen |
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Hallo zusammen,
nach meinem Thread im Vorstellungsbereich, in dem ich mich logischerweise vorgestellt hatte, ich möchte diesen Thread vorrangig nutzen um mir meine Ziele für die nächsten Wochen klar zu werden.
Die erste Etappe ist die Suchtberatung diesen Freitag, danach mir eine SHG zu suchen, wo ich auch mit dem ÖPNV gut hin komme. Da drängt sich allerdings schon ein Konflikt mit dem nächsten Ziel auf: Ich will (besser: ich muss!) von zu Hause ausziehen. Ich wohne noch bei meinen Eltern (mit 28 ) und die sind alkoholmäßig gut dabei. Solange ich hier wohnen bleibe, werde ich keine räumliche Distanz zum Alkohol gewinnen können. Außerdem sind WoEn-Abende mit meinen Eltern meine Trinkgelegenheit Nr. 1, und Trinkgelegenheiten gilt es auszumerzen.
Da drängt sich mir die Frage auf: Ist es sinnvoll mir eine SHG zu suchen, obwohl ich weiß, dass ich in eine andere Stadt ziehen werde? Sollte ich das beim ersten Besuch dort ansprechen?
Was hier in der Gegend auch in nächster Zeit ansteht, ist ein Stadtfest. Die Frage ist für mich, hingehen oder nicht hingehen? Auf der Pro-Seite steht, dass ich endlich mehr aus dem Haus rausgehen muss (ich leide an Sozialer Phobie und verbringe meine Tage meistens alleine), alleine zu Hause zu hocken ist nämlich Trinkgelegenheit Nr. 2. Dagegen sprechen natürlich die >3 Bierzelte, die dort aufgebaut sein werden. Zwar waren solche Feste nie eine Trinkgelegenheit für mich, aber ich habe keine Ahnung wie es jetzt ist. Ich tendiere eher dazu, nicht hinzugehen.
Soviel erstmal. Ich bin sehr unsicher, meinen Zustand könnte man am Besten mit "entschlossen aber ahnungslos" beschreiben. Ich weiß nicht genau was ich tun soll, und der bevorstehende Auszug macht mir Angst. Angst vor gerissenen Vermietern, die mir für horrende Preise Bruchbuden vermieten wollen, Nachbarschaftskriegen, dass ich es nicht packe (den Umzug als auch, überhaupt den Absprung zu schaffen). Diese ganze Phobi-Denke eben . Deswegen bitte ich es mir nachzusehen, wenn sich alles etwas wirr und unstrukturiert liest...
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6389 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 27.08.2007, 18:18 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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Hallo Plejaden,
| Zitat: | | ein Stadtfest. Die Frage ist für mich, hingehen oder nicht hingehen? | selten komme ich beruflich in eine ähnliche Zwickmühle. Da aber meine Kollegen und Vorgesetzten "Bescheid" wissen, ist die einzige Antwort (auch für Dich) WOANDERS hingehen!
| Zitat: | | Ist es sinnvoll mir eine SHG zu suchen | ohne Einschränkung: JA
Dort kannst Du ALLE Probleme ("Phobie- Denken") ansprechen und kommst aus deiner Isolation -auch im Kopf- heraus![/quote]
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 27.08.2007, 19:36 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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viele Leute gehen extra in eine andere Stadt zu einer SHG, weil sie in der eigenen Stadt nicht gesehen werden wollen. Meistens treffen sie dann die ganzen anderen von der eigenen Stadt, die auch nicht gesehen werden wollen....
Und mit Deiner jungfräulichen Trockenheit solltest Du überhaupt nirgendwo hingehen, wo es Alkohol zu trinken gibt und wenns noch so schön dort ist....
Let it be... |
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| Alexander hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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Alkfrei neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.08.2007 Beiträge: 45
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Verfasst am: 28.08.2007, 01:06 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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Hallo Plejaden,
zu Hause auszuziehen ist eine große Umstellung an sich, wenn Du bislang das Elternhaus gewohnt warst.
Obwohl ich der Ansicht bin, dass es für Dich auf Dauer nicht gut ist, bei Deinen trinkenden Eltern zu wohnen,
halte ich es nicht für sinnvoll alleine zu wohnen.
Für sinnvoll halte ich jeden Umgang mit Menschen, die nicht trinken.
Am Beispiel Deiner Eltern wird sich zudem der Umgang mit trinkenden Menschen nicht vermeiden lassen.
Vielleicht konzentrierst Du Dich besser mehr auf Dich als auf Dein trinkendes Umfeld ?
Deine Eltern zwingen Dich doch nicht zum Mittrinken ? Warum leiten Sie Dich an ?
Die SHG kannst Du immer noch wechseln oder in eine zusätzliche gehen.
Diese wird nach Hilfe und Wohlfühlen ausgesucht, nicht nach Entfernung unter dem Gesichtspunkt entdeckt zu werden.
Grüsse
Wolfgang |
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| Alkfrei hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 28.08.2007, 08:40 Titel: Eine neue Erkenntnis... |
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Ich bin gestern nochmal in mich gegangen und hab mich gefragt, warum ich eigentlich ausgerechnet dieses Jahr vorhabe auf dieses Stadtfest zu gehen. Ich war vor zwei Jahren zum ersten Mal dort und sonst nie. Und siehe da - es war ein Hintertürchen. Natürlich ist so ein Fest bislang keine Trinkgelegenheit für mich gewesen, aber zumindest auf dem letzten Fest, wo ich war (das war Ende Juli gewesen) habe ich schon den starken Drang verspürt, an einem Bierstand ganz entgegen meiner Gewohnheit einen zu bechern. Gemacht habe ich es dann nicht weil ich einen Kater hatte und dann eigentlich nicht an Alkohol denken kann. Sieh an, sieh an... also kein Stadtfest.
| Zitat: | | Dort kannst Du ALLE Probleme ("Phobie- Denken") ansprechen und kommst aus deiner Isolation -auch im Kopf- heraus! |
Ich denke vor allem die Isolation ist ein entscheidender Punkt. Ich habe alle Freunde verloren und lebe nun in totaler Isolation (meine Eltern sind zwar da, aber kein altersgerechter Umgang, und mein Freund ist berufstätig und deshalb auch nicht immer da). Das hat mich früher nicht gestört, weil ich Angst hatte das Haus zu verlassen. Und ohne Freunde musste ich nicht raus. So einfach war das. Aber jetzt beginnt es mich zu stören. Eine SHG kann für mich ein erster Schritt hinaus ins Leben sein. Und ich kann dort meine Probleme besprechen.
Zum Ausziehen: Ich würde schon mit meinem Freund zusammenziehen. Der ist, wie oben erwähnt, jedoch nicht immer da. Es ist eine Entscheidung zwischen Not und Elend. Wobei meine eigene Wohnung natürlich alkoholfrei sein würde und ich endlich gezwungen wäre das Leben und seine Härten anzupacken. Hier lebe ich nur in einer Traumwelt und grübele den ganzen Tag vor mich hin. Das kann es nicht sein.
Meine Eltern zwingen mich nicht zum Mittrinken, aber sie versuchen mich ständig und sehr penetrant zu überreden. Vor allem mein Vater hat meinen steigenden Alkoholkonsum in den letzten Jahren eher mit Wohlwollen als mit Sorge betrachtet, er machte so den Eindruck von wegen "endlich ist meine Tochter auf dem richtigen Weg!".
Ich werde mich jetzt mal wegen einer SHG erkundigen und danach an meinen Hausarbeiten weiterschreiben.
LG
Plejaden |
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Spedi Gast
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Verfasst am: 28.08.2007, 11:30 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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Servus Plejaden,
| Zitat: | | Hier lebe ich nur in einer Traumwelt und grübele den ganzen Tag vor mich hin. Das kann es nicht sein. | damit ist eigentlich alles gesagt zu diesem Thema, oder? Du weisst, wo Du ansetzen musst, um etwas zum Positiven zu verändern.
Mach es! Einzig das aktive "Machen" unterscheidet Dich vom Heer der ewig unzufriedenen Mitmenschen, die "eigentlich" wüssten "wie's geht", aber nichts tun...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 01.09.2007, 18:46 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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Hallo zusammen,
habe zwei weitere Punkte abgehakt, hab meine Hausarbeit fertig geschrieben, die bis Montag fertig sein musste und fühle mich jetzt irgendwie erleichtert. Dann war ich gestern noch bei der Suchtberatung. Der Herr war sehr freundlich, ist nachdem ich von mir erzählt hab mit mir eine Liste mit den Stadien der Sucht durchgegangen und meinte, ich würde irgendwie zwischen Missbrauch und beginnender Sucht liegen. Weil ich so früh "zur Einsicht" gekommen sei, gibt er mir allerdings gute Prognosen und meint, eigentlich bräuchte ich keine weiteren Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.
Ich soll mir jetzt bis Ende des Jahres meine Trinkgelegenheiten genau unter die Lupe nehmen und genau festhalten, warum ich in bestimmten Situationen trinken würde. Das alles am besten schriftlich. Dann soll ich mich Anfang kommenden Jahres wieder melden und schildern wie ich zurecht gekommen bin. Er meint auch, dass der Auszug von daheim sehr belastend sein könnte, und wenn ich damit Probleme bekäme solle ich mich sofort melden.
Ich persönlich würde jedoch gerne in eine SHG gehen, vor allem weil ich starke Verzichtsgedanken habe. Klar ändert sich das nicht von heute auf morgen, aber ich hab so gar keinen Schimmer was ich dagegen tun kann. Ich kann mir vorstellen, das ändert sich nicht einfach im Laufe der Zeit (so nach dem Motto "die Zeit heilt alle Wunden"), daran muss ich arbeiten...
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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Scrooge neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.01.2007 Beiträge: 343
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Verfasst am: 02.09.2007, 11:51 Titel: Re: Schritte für die nächsten Wochen |
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Hallo Plejaden,
| Zitat: | | Weil ich so früh "zur Einsicht" gekommen sei, gibt er mir allerdings gute Prognosen und meint, eigentlich bräuchte ich keine weiteren Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. |
Mmm, ich denke, dass du da mehr auf dein Gefühl vertrauen solltest, als irgendwelchen Einordnungen in irgendwelchen Listen und eigentlich finde ich es auch nicht so toll vom Suchtberater, dass er dir zusätzliche Hilfsangebote nicht empfiehlt. (wirkt auf mich etwas inkompetent, aber ich kann mich auch irren.)
Ich finde es gut, dass du dir eine SHG suchen willst und halte den Austausch in einer solchen für sehr wichtig.
Gruß
Scrooge |
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| Scrooge hat zum Thema: Re: Schritte für die nächsten Wochen geschrieben
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