| Endlich zur Entwöhnung, was wird danach? • Co-Abhängige und Gefühle |
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 26.08.2007, 06:59 Titel: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Guten Morgen, ihr Lieben,
dieser Tage ist mir ein Gedanke begegnet, der mich sehr, sehr nachdenklich gemacht hat. Deshalb würde mich interessieren, wie ihr darüber denkt. Und zwar darüber, wie es sich mit UNSERER Abhängigkeit und Rückfällen verhält.
Wenn ich davon ausgehe, dass ein Alkoholiker sein Leben lang abstinent von seinem Suchtmittel leben muss, um nicht wieder in den Teufelskreis des Trinkens zu rutschen, frage ich mich, wie ich als Co-Abhängige mit meiner Abhängigkeit umgehen muss. Bedeutet co-abhängig zu sein, dass ich mein Leben lang alleine bleiben muss, um nicht wieder in die Co-Abhängigkeit zu fallen?
Bisher hatte ich immer angenommen, wenn ich nur genügend an mir arbeite, mir klar darüber bin, wo die Ursachen meiner Tendenz zur Co-Abhängigkeit liegen und ich ihre Strukturen erkenne und ausmerze, dann werde ich irgendwann wieder in der Lage sein, mit einem Menschen ein „gesundes“ Miteinander zu haben. Der Gedanke nun, dass genauso wie bei einem Alkoholabhängigen, mein Leben von meiner Krankheit bestimmt wird, macht mir Angst. Ich bin ein Mensch, dem andere Menschen viel bedeuten, obwohl ich gerne alleine lebe. Die Aussicht, mich nie mehr auf nähere Beziehungen zu Menschen einzulassen, um nicht rückfällig in meiner Co-Abhängigkeit zu werden, ist für mich keine sehr schöne Vorstellung.
Ich denke, wenn ich mir im Klaren darüber bin, worauf ich achten muss, dann kann ich die Co-Abhängigkeit in den Griff bekommen und sowohl meine Grenzen und mein eigenes Leben wichtig nehmen als auch einem anderen Menschen liebevoll und ohne Anspruch das Gleiche zugestehen. Wenn ich betrachte, wie ich vor Monaten und Jahren war und wie ich heute bin, denke ich, dass dies möglich ist. Trotzdem macht mich der Denkansatz, dass ich abstinent leben, d. h. alleine leben muss, um nicht wieder co-abhängig zu werden, sehr nachdenklich.
Was habt ihr für eine Meinung dazu? Wie geht ihr damit um, um nicht wieder rückfällig zu werden? Ich würde mich über Antworten dazu sehr freuen.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 26.08.2007, 07:11 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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hallo ette,
wie das in der (medizin)theorie aussieht, weiss ich nicht. aber ich hab nicht vor, jede mögliche beziehung zu vermeiden .
ich glaube (hoffe!) auch, dass in meinem fall der spruch "gebranntes kind scheut das feuer" zutrifft. wissen kann ich es natürlich erst, wenn es mal wieder so weit sein sollte, jemanden kennen zu lernen.
des weiteren glaube ich (bei mir), dass ich durch die beschäftigung mit der co-abhängigkeit, den ursachen und den anzeichen so viel gelernt habe, dass ich mittlerweile gegensteuern kann. das merke ich ja jetzt schon in meinem alltag. schon jetzt tue ich dinge (nicht), was früher undenkbar gewesen wäre. einfach weil ich muster erkenne, die ich vor einem jahr noch nicht erkannt hätte. und weil ich nicht mehr bereit bin, zugunsten einer anderen personen meine wünsche zu vernachlässigen.
lieben gruß
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 26.08.2007, 07:23 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Hallo Lavendl,
ja, vermeiden, war jetzt plötzlich so ein Schlüsselwort für mich. Schließlich könnte ich ja meine Co-Abhängigkeit dazu benutzen, um nähere Beziehungen zu vermeiden, denn sie beinhalten immer ein Risiko. Verletzt zu werden, vertrauen habem zu "müssen", anzunehmen, dass ich liebenswerter bin, als ich von mir selbst vielleicht annehme. Und das fast unbekannte Gefühl, einfach so sein zu dürfen, wie ich bin.
Da muss ich jetzt noch mal drüber nachdenken - beim Laufen natürlich!
Bis dann!
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 26.08.2007, 13:04 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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hallo ette,
| Ette hat Folgendes geschrieben: | | vertrauen habem zu "müssen", anzunehmen, dass ich liebenswerter bin, als ich von mir selbst vielleicht annehme. Und das fast unbekannte Gefühl, einfach so sein zu dürfen, wie ich bin. |
ich glaube, man muss sich im tiefsten innern selbst mögen, um eine "erwachsene" beziehung leben zu können. wenn ich mich selbst ständig in frage stelle, bin ich natürlich auch verletzlicher durch andere, und viel eher bereit, mich für andere zu verbiegen. erst wenn ich weiss, wer ich bin, was ich will und wenn ich fühle, dass ich liebenswert bin, kann ich eine partnerschaft leben ohne unterzugehen.
etwas überspitzt gesagt sehe ich das mittlerweile für mich so: ich find mich klasse, und wer das nicht sieht ist selber schuld .
was nicht heisst, dass ich nicht auch unliebenswerte macken habe, klar, weiss ich selber , aber im großen und ganzen bin ich im reinen mit mir und nicht mehr bereit, mich einem partner zuliebe in den mir wichtigen dingen zu ändern oder anzupassen. und wenns dann keinen passenden deckel gibt, ist das zwar nicht schön, aber eben so, und auch damit werde ich leben können.
noch was, was ich durch diese ganze geschichte gelernt habe: ich will nur noch einen partner, der auch mit sich im reinen ist. ich habe keine lust (mehr) altlasten auszubügeln und seelenkrüppel zu "retten" weil ich das ja ach so gut kann und ach so viel verständnis habe. nix da. mir kommt nur noch ein gleichberechtigter mann ins haus, der mich so nimmt wie ich bin .
und, schön gelaufen? ich glaube, ich bin heute faul, und ausserdem scheint die sonne, da ist es mir eh zu warm .
lieben gruß
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 26.08.2007, 13:27 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Hui, der Thread gefällt mir.
Geiler Ansatz: Ette hält zum Geschlecht des bevorzugten (S**-)Partners einen Sicherheitsabstand von mindestens X-Metern ein!!!
*unterm-Tisch-kringel*
Ette, ich glaube, damit schlägst Du dann sogar mich in meiner Radikalität, was ich in diesem Fall für Dich aber mal nicht hoffen will!
Nein, mal ohne Spaß, ich kann mir schon vorstellen das eine nicht stoffgebundene Sucht, also eine "reine Verhaltens-Sucht" anders/schwieriger "zu greifen" ist, als eine stoffgebundene.
Aber so hat halt jede Sucht ihre Tücken und Fallstricke. Wie Du richtig erkannt hat hat es sehr viel damit zu tun, in wie weit ich selbst mit mir im Reinen bin.
Und da (bin ich inzwischen überzeugt davon!) hilft die Zeit ganz massiv. Je länger ich an mit arbeite, je mehr ich mich mit mir auseinandersetze und mein Denken und Handeln hinterfrage und neue Dinge einübe, die mir gut tun, desto sicherer werde ich und desto mehr stehe ich zu mir selber.
Wie schreibt Lavendel so schön: | Zitat: | | ich find mich klasse, und wer das nicht sieht ist selber schuld | Genau! Eine gute Portion Selbstsicherheit wächst in dieser Zeit, und so was wie Eigenliebe - nicht zu verwechseln mit Egoismus - bekommt die Chance, wieder zum Vorschein kommen zu dürfen nachdem ich sie lange Jahre mit meinem Suchtverhalten "untergebuttert" habe.
Viel Kraft auf Deinem Weg,
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 26.08.2007, 13:51 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Neiiiiin!
Spedi, komm mal ruhig wieder vor unterm Tisch! Ich hab nicht gesagt, dass ich ins Kloster gehen will und auch nicht, dass MIR dieser Gedanke kam. Der ist mir begegnet. Nichstdestotrotz habe ich mir Gedanken darum gemacht, weil ich nämlich denke, dass es WOHL möglich ist, sowohl als auch zu leben, währenddessen Alkis definitiv mit ihrem Suchtmittel nur entweder oder leben umgehen können. Ich möchte halt nur mal ein paar Stimmen dazu lesen.
Und da denke ich, genau wie du, dass sich Alkohol- und Co-Abhängigkeit unterscheiden. Abhängigkeit, die auf Verhaltensmustern basiert, ist anders zu „heilen“ als stoffgebundene. Lavendel, du hast recht, es bedarf dann eines Partners, der mit sich im Reinen ist. Schließlich würde ich dann wieder in alte Strukturen fallen, wenn ich quasi Therapeutin bin, dem anderen auf seinem Lebensweg zu helfen. Den muss jeder alleine finden und gehen.
Ich glaube auch, dass es etwas mit Authentizität zu tun hat. Ich kann mir ganz oft erzählen, dass ich nicht mehr co-abhängig bin und trotzdem so leben. Mich mehr gedanklich mit meinem trinkenden oder trocken werdenden Partner auseinander setzen als mit mir. Wenn ich inzwischen meinem Ex begegne, dann freue ich mich daran, was er auf die Beine stellt. Trotzdem kann ich mit ihm mitfühlen, wenn er schlimme Dinge von anderen Menschen aus seinem Umfeld erfährt. Ich muss aber nicht loslaufen und ihn dafür trösten oder mich neben ihn setzen, Händchen halten, damit er womöglich nicht wieder anfängt zu trinken.
Wie Lavendel, sage ich auch, dass ich in Ordnung bin und wer damit nicht klarkommt oder das nicht sehen will, ist selber schuld. Es liegt ganz an mir alleine, wie ich mich sehe. Obwohl es mir halt immer wieder passiert, dass ich mich wundere, wenn ich vollkommen ohne Anstrengung angenommen werde. Aber das ist einfach, weil es für mich noch relativ ungewohnt ist. Es ist aber auch mit schmerzlichen Empfindungen verbunden gewesen, dahin zu kommen.
So, und nun bin ich mal gespannt, was noch für Meinungen über ein abstinentes Co-Leben auftauchen.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 26.08.2007, 18:14 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Liebe Ette,
wenn ich so was lese und da bin ich schon vor Monaten dran verzweifelt, dann muss ich lesen und lesen, und denken und denken und das macht mich beklopp und dann kommt es, ja, einfach fließen lassen.
Eines meiner Kinder fährt mit 64PS hinter Heizern mit 120+PS Boliden her und die bleiben verschwitzt am nächsten Bikertreff stehen, wollen sehen was da unabhängbar hinten dran hängt und das Kindchen meint dann: na, da geht aber noch was, üben wir noch was. Wenn Papa dann eintrudelt, macht der sich fast in die Hose. Übrigens: nur Samstags, weil kaum Blitzer, keine Wanderer und Ausflügler, weniger schlimme Irre als wir. Andererseits, genau da steht eine alte aufgemotzte Streetfighter rum. Eine ergraute zarte Puppe nimmt ihren Helm steigt auf dieses unbändige Ding und zieht ab, dass ich nur staunte. Die saß nicht im Mädchensitz auf dem Ding, wie übrigens oft zahlreiche Kerle auch, sie hielt den Lenker fest in beiden Händen und hatte alles im Griff, das spürte man einfach, diese ergraute zarte Frau würde mich und meinen Jungen in der Kurve abziehen. Nochmals übrigens: Erfahrung ist mit unbedarfter Jugend nicht aufzuwiegen. Denkt mal drüber nach, meine Jungs sprechen von Resteverwertung, wenn ich mal Blödsinn quatsche, eigentlich immer, die wissen noch nichts von unseren Gedanken.
Dann gibt es noch ein zweites Baby und da muss ich jedes Mal schlucken, wenn seine Mannschaft spielt und auch noch gewinnt, z. Zt. jedes Spiel, die ganze Saison alle Spiele, Durchmarschchamps, dann mache ich mir vor Freude fast schon wieder irgendwo rein. Dann sitzt du im Stadion schaust denen zu und den eintrudelnden erfahrenen Müttern, ja, viele kommen alleine, entweder pennen die Väter ihren Rausch aus oder sind weg, einfach schön so ein Morgen im Stadion, erfahrene Resteverwertung am Sonntagmorgen. Wisst Ihr, ich habe mir das Spiel und das Schauspiel mal genau angesehen, die Mädchen der Spieler, also unsere Töchter und die Mütter, was für unglaubliche Reste.
Was ich meine ist, es liegt in unserer Hand zuzugreifen und am Rädchen des Lebens zu drehen. Nur wir können es auf ewig schmerzen lassen oder genau diese Schmerzen in zuckersüße irgendwas ändern.
Sieh mal Ette, ich, nur ich, hatte für eine gewisse Zeit meines Lebens meinen Glauben verloren. Wie Du schriebst: es ist egal ob wir Gott meinen, Macht, Boss oder aus welchen schlauen Büchern es stammt.
Es ist einfach, wir sind was wir sind, wir sind, wir glauben an irgendwas, glauben ist Sein, also: ich bin.
Hat uns schon jemals der Glaube, Erfahrungen, Wissen krank gemacht? Wenn Du also den ganzen Krams wieder weg legst und ganz normal wieder Ette wirst, warum solltest Du da auf immer und ewig wie ein Co. handeln, denken, machen und eine Unter-Dem-Tisch-Streichel-Fernbeziehungen haben?
Leben Ette, das ist nehmen nach Herzenslust und geben nach Herzenslust, in jeder Lebenslage, ein ausgeglichenes Hin und Her, im Job, in Beziehungen, im Bett, in Kurven, im Spiel, wo und wie auch immer und je kompletter wir sind, je mehr können wir fühlen, begreifen, spüren, nur machen, das müssen wir und da sind wir wieder: es liegt alles in unserer Hand.
Für was ist es jetzt wichtig zu wissen, ob wir sowohl als auch Co bleiben oder können oder wollen und wie und was, für das Glück, die Zufriedenheit, von mir auf für S*** auf oder unter oder neben oder mit dem Tisch ist das doch vollkommen unbedeutend bzw. erinnert mich stark an männliche Komplexe, die über cm ausgedrückt werden oder schnelle Autos oder schnelle Motorräder, ups.
Lg kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 26.08.2007, 20:31 Titel: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz |
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Kaltblütiger,
du hast mich zum Lachen gebracht! Ich danke dir! Stimmt, zu viel denken macht bekloppt. Klein-Ettchen weiß das längst, aber der Kopf hat sich mal wieder dazwischen geschoben und sich von anderen Gedanken gefangen nehmen lassen. Wir sind, wie wir sind, da hast du recht und jeder von uns ist gut und in Ordnung, so wie er ist.
Den ganzen Kram weglegen? Nur noch normal die Ette sein? (Was immer auch normal sein mag, ich bin wie ich bin.) Weg und gut ist? Radikaler, da haben wir, glaub ich, schon mal drüber diskutiert, dass nicht alles einfach weggeschoben werden kann und es damit gut ist. Und auch mit wegstoßen ist nicht alles erledigt.
Schnapsflaschen kann man wegstellen und nicht mehr ansehen oder anfassen. Mit Menschen geht das nicht so einfach. Und ich denke, das weiß niemand besser als du. Wir sind nicht „trocken“ wenn unser „Suchtmittel“ ausgezogen ist. Aber im Gegensatz zu einem Alkoholabhängigen möchte ich irgendwann wieder in der Lage sein, mit einem Menschen zu leben, ohne abhängige Strukturen erneut Fuß fassen zu lassen. Und ich glaube, da bin ich auf einem guten Weg. Aber so wenig, wie es kontrolliertes Trinken gibt, gibt es kontrolliertes Lieben. Da trifft es wohl dein Geben und Nehmen besser. Aber für diese Fähigkeit müssen wir gesund sein und das sind wir nicht einfach, nur weil wir uns sagen, wir sind jetzt nicht mehr co-abhängig.
Was jedoch das Rädchen des Lebens betrifft, gehe ich mit dir nicht ganz konform. Es kommt, wie es kommt und liegt nicht immer in unserer Hand, dies zu beeinflussen oder etwas in die Hand zu nehmen und zu drehen und zu tun. Ich denke, manchmal müssen wir die Hände einfach leer machen und alles fließen lassen. Aber wenn du deinen Glauben wieder gefunden hast, wirst du das sicher besser wissen als ich. Ich verlasse mich darauf, dass es Dinge gibt, die nicht in meiner Macht stehen und es etwas gibt, das lenkt.
Auf jeden Fall danke ich dir für deine Reflektion, sie hat mir geholfen, wieder zu meinen eigenen Gedanken und Empfindungen zurückzukehren. Und die können sowohl grenzenlos also auch ganz, ganz differenziert sein und selbst in ihrem Widerspruch ganz straight - Klein-Ettchens Weisheit sei Dank Und die hat mit S...., egal ob auf oder unter dem Tisch überhaupt nix zu tun.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Co-Abhänigigkeit und Abstinenz geschrieben
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