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Euphorie der ersten Tage

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Autor Nachricht
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 21:42    Titel: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich möchte allen "Neuen" Mitliedern hier einmal

die Threads von Teleny und Marlen empfehlen

vielleicht versteht dann der ein oder andere besser warum

wir so skeptisch sind wenn gerade ein paar Tage trockene Mitglieder meinen alles zu wissen und zu können. Wir uns bemühen und diese Mitglieder dann plötzlich nicht mehr gesehen werden.

Warum ? Vermutlich nicht geschafft. Aber das wäre nicht sooo sehr schlimm, wenn man aufstehen würde und weitergehen würde. Sagen würde ich habe es nicht geschafft.

LG Annika
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Annika hat zum Thema: Euphorie der ersten Tage geschrieben
Feengesicht
Gast






BeitragVerfasst am: 16.08.2007, 22:14    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Annika

Danke für den Tipp.

Sind sie weg?

Hoffe ich bin nicht so Verlegen

lg Feengesicht
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Feengesicht hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
dorothea
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.08.2006
Beiträge: 7472
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 00:49    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo fee

du darfst das jetzt nicht als angriff auf deine person sehen, das soll übrigens niemand machen!!! das soll es nämlich nicht sein.

fakt ist, das wir alle die wir länger trocken sind das eben zur genüge kennen. es ist ja auch ein total schönes gefühl mit klarem kopf morgens aufzustehen und seinen tag vernünftig ablaufen zu lassen. nur hier liegt eben der hase im pfeffer. wenn die ersten probleme auftauchen trifft einen der saufdruck wie ein schlag aus heiterem himmel, oder was auch leider oft vorkommt, der kleine teufel auf der schulter fängt an einen zuzutexten, "du bist doch gar nicht süchtig, du kannst doch ohne, haste doch bewiesen, komm eins kannste doch." das sind eben die stolperfallen am anfang.

wenn man grade am anfang in seiner freude nicht mehr zu trinken anderen nun auch helfen möchte, hat man eben nicht die zeit diese stolperfallen zu beachten, übersieht sie und schon ist es passiert.

es ist sehr wichtig grade am anfang diese positive energie für sich selbst zu nutzen, herauszufinden wo besagte stolperfallen für einen persönlich stehen, wie man sie umgeht. für sich selbst einen notfallplan zu erarbeiten, was tu ich wenn ich in eine für mich unvorhersehbar gefährliche situation gerate. all diese dinge sollten vorrangig überdacht werden. und das braucht nun mal zeit.

deswegen kommt von uns auch immer wieder die aufforderung erst mal doch bitte bei sich selbst zu bleiben. dies ist nur gut gemeint und keine bevormundung, denn leider wissen wir aus erfahrung nur zu gut wie schnell das in die hose geht wenn man zu früh anderen helfen möchte.

nur selbst wenn das passiert ist, sollte man nicht aus lauter scham einfach wegbleiben, sondern eben daraus lernen und noch mal von forn anfangen.

doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
panther
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 2328
Wohnort: ich wohne in mir, mein zuhause ist meine seele

BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 07:20    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Annika!

Die Threads von Teleny und Marlen und ihre Anwesenheitszeit sind in dem Zeitraum gewesen, als ich in der Klinik war. Ich habe sie jetzt nachgelesen.

Und ich muß sagen, daß ich finde dies nicht nur ganz neue Mietglieder lesen sollten.

Ich steuer ja auf mein halbes Jahr trocken sein zu. Noch 2 1/2 Wochen.

Auf Grund eurer Worte ist mein Leitfaden entstanden (siehe Signatur). Der mich immer wieder daran erinnert, daß es notwendig ist, die Grundbausteine zu beachten und Veränderungen meines bisherigen Lebens vorzunehmen.

Und auch nach der anfänglichen Euphorie, gibt es immer wieder auch Situationen, die durch meine Veränderungen positive Gefühle und Freude auslösen. An sich arbeiten und sein Leben Verändern, ist aber nicht nur honigschlecken. Immerhin habe ich jahrelang meine Gefühle weggetränkt und muß erst lernen sie zu ertragen, zu meistern und positiv neu zu besetzen.

Euphorie erinnert mich irgendwie, wie aufgeputscht zu sein. Als ob man ein Adrenalinschub hat. Dieser kann mich erstmal vorwärts bringen. Aber was, wenn sich der Putsch oder Adrenalinspiegel auflöst,wieder senkt? Dann stehe ich da und soll nicht zu einem Suchtmittel greifen. Mich ertragen lernen. Mich mit all meiner nackten Angst und vor mir gebreitet mein Leben sehen und in die Hand nehmen.

Und ich glaube, daß ist es wovor hier gewarnt wird. Nicht das man positive Gefühle einem nicht gönnt, aber nach der Euphorie mit seinen nackten Gefühlen die dann nicht mehr so positiv sein können konfrontiert wird, mit geballter Ladung und vor dem Nichts steht. Nur der Erkenntnis, ich will nicht mehr trinken, aber wie halte ich das aus und wie mache ich das, daß ich mich nicht mehr so allein und dünnhäutig fühle? und dabei nicht rückfälllig werde?

Und dann geht die eigentliche Trockenheitsarbeit los.

Und dafür habe ich Menschen, die vor mir diesen Weg schon gegangen sind und mich bei meinem Weg begleiten. Der natürlich nicht immer euphorisch ist, nur weil ich jetzt nicht mehr trinke. Sondern auch steinig und beschwerlich sein kann. Aber hinter diesem Weg ist dann das Ziel. Das Ziel ein trockenes, zufriedenes Leben zu führen. Und ich endlich dann Frieden und Ruhe im Herzen finde und mich nicht mehr betäuben muß.

himmelprächtig muß es mir dabei nicht gehen.

liebe annika ich liebe diesen Satz:

es geht mir gut, auch wenn nicht alles gut ist.

mir geht es gut, weil ich nicht mehr trinke, auch wenn noch nicht alles gut ist. Kann es auch nicht, den Veränderungen brauchen Zeit. und was nicht gut war und mich bewog zu trinken muß ich ertsmal ändern.

in diesem sinne

lg panther
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panther hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
Feengesicht
Gast






BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 08:13    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr lieben

Ich bin froh, wenn auch gestern ängstlich diese Threads gelesen zu haben.
Ich spüre von euch keine Bevormundung, sondern ein Wachrütteln.

Ja ich habe es verstanden, ich werde vorsichtig sein. Smilie Aber das ist das erste mal in meinem Leben, das ich sicher bin, auf diesem Weg zu bleiben. Aus den Fehlern anderer zu lernen, ohne sie selbst tun zu müssen.

Es gibt doch so ein Film, die drei Geister holen einen Mann mit in die Zukunpft, zeigen sie ihm, und er verändert sich, weil er nicht mehr so sein will. Ihr seit auch so Geister Sehr glücklich

lg Fee
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Feengesicht hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
ClaudiA
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 2583
Alter: 40
Wohnort: in meinem Nestchen in Bayern

BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 08:35    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Einen schönen & guten Morgen auch von mir!!

Ich gehöre ja ebenfalls zu den neuen, die das trockene Leben erlernen wollen. Und ich war ja anfangs auch supereuphorisch.

Ich glaube, daß liegt daran, daß es ja erstmal recht einfach ist, mit dem Trinken aufzuhören. Der erste Wille ist da - bei vielen Leuten eine regelrechte Kampfansage dem Alkohol gegenüber. "Dir zeige ich, wer der Stärkere von uns beiden ist". Und wenn man ein paar Tage gekämpft hat, dann wird man tierisch euphorisch. So war es jedenfalls bei mir.

Dieser Kampf entstand aus Unwissenheit. Wie - ich muß vor dem Alkohol kapitulieren?! Wie - kämpfen bringt garnix, ich verliere?! Das mußte ich erst einmal lernen. Und dazu gehörte, daß ich den alten Hasen hier blind glauben und vertrauen mußte (und auch jetzt noch, aber nu isses einfacher geworden Winken ).

Nun, mittlerweile denke ich doch, daß ich aus dieser Anfangseuphorie wieder heraus bin. Im Grunde fand ich sie nicht so schlecht, denn sie hat mir einiges an Kraft gegeben, um weiter zu gehen. Allerdings kann sie eben auch recht gefährlich sein, weil sie einen dazu verführen kann, sein krankhaftes Suchtverhalten zu locker zu sehen.

Und eines weiß ich nun allemal - das Trinken aufhören so mal eben - daß ist leicht. Aber nicht wieder anzufangen nach ein paar Tagen, Wochen, Monate, Jahren - das ist Stärke. Und die kriegt man nicht geschenkt, die muß man sich erarbeiten. Und das eben auch tagelang, wochenlang, monatelang und jahrelang.

Das waren nun rechte viele "und"...

Liebe Grüße
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ClaudiA hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
Feengesicht
Gast






BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 08:42    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich weiß jetzt auch, wer kämpft hat verloren, denn es ist einfach FÜR etwas zu sein, als da gegen.

lg Fee
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Feengesicht hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben
Alexander
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.05.2006
Beiträge: 308
Wohnort: Bad Schönborn

BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 08:46    Titel: Re: Euphorie der ersten Tage Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich habe während meiner Therapie (ambulant) eine Frau erlebt, die einer anderen Süchtigen ständig versucht hat beizustehen, obwohl sie selber erst ein paar Tage trocken war. Zweimal hat sie sie sogar zur Entgiftung gefahren und das Ende vom Lied war, dass sie am Wochenende nachdem sie entlassen worden ist selbst wieder abgestürzt ist und wieder zur Entgiftung gehen musste und die andere Frau, der sie die ganze Zeit geholfen hatte, kam dann neu zur Therapie hinzu.

Wie die Geschichte dann weiterging kann ich allerdings nicht mehr sagen, weil ich bewusst keinen Kontakt mehr haben wollte. Mir war das zu gefährlich, weil man schnell durch sowas wieder hineingezogen werden kann.
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Alexander hat zum Thema: Re: Euphorie der ersten Tage geschrieben

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