| Gibt es Gründe, weshalb man Alkoholiker wird? • Etwas zum Nachdenken........ |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.08.2007, 16:38 Titel: Re: Ein neues Leben |
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Hallo Linde,
als meine Frau sich entschied was zu tun, war mein Gedanke, sie ist noch nicht tief genug gefallen, sonst würde sie dankbar annehmen was sie bekommen kann, um da raus zu kommen. Sie war der Ansicht wählen zu können. Nix privat versichert, einfach Kasse.
Siehe da, das ging. Wir haben dann Zentren gemeinsam angesehen und ich war dann tatsächlich überrascht, dass es Unterschiede gab, die ich so verstanden habe:
Es geht nichts mehr, Du bist raus aus dem sozialen Umfeld, kein Job, nix, 4-6 Monate weg, sei froh leben zu dürfen und wirst ganz neu aufgebaut.
Du bist noch in einem Beruf, hast ein intaktes soziales Umfeld, kannst noch denken, handeln und verstehen,
4-6 Monate werden auf 8 Wochen komprimiert.
Sie hat 8 Wochen gewählt, ob es reicht, das weiß heute keiner.
Sie wollte auch eine unauffällige ambulante Therapie, dauert so 1,5-2 Jahre, war nicht umsetzbar, was auch besser war.
Die Suchtberatung hilft Dir bestimmt weiter.
Lg kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 17.08.2007, 04:40 Titel: Re: Ein neues Leben |
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hallo linde
wie du siehst gibt es da eine menge möglichkeiten, das beste ist du gehst zur suchtberatung und sprichst mit denen ausführlich deine persöhnliche situation durch, dabei ist es, wie überall im umgang mit unserer krankheit, sehr wichtig ganz ehrlich zu sein und nichts zu beschönigen oder zu verschweigen was unangenehm ist oder wofür du dich vielleicht schämst. die kennen alle abgründe unserer krankheit, das ist ihr job. so und nur so können sie dir die für dich beste therapie raussuchen. du bist noch so jung, mein ältester sohn ist auch 20. mit der richtigen therapie kannst du dein leben dann noch so gestalten als wäre nie was gewesen, was jetzt natürlich nicht heißen soll das du jemals deine krankheit vergessen kannst, nur du hast mit deiner frühen einsicht ein soziales abseitz vermieden in das viele von uns durch die sucht geraten sind.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 17.08.2007, 06:59 Titel: Re: Ein neues Leben |
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wobei die Suchtberater dazu tendieren einem,
Therapiedauer: so lange wie möglich
und
Therapieort: so weit wie möglich weg...
....zu empfehlen.
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| Alexander hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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Linde neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2007 Beiträge: 17
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Verfasst am: 17.08.2007, 11:21 Titel: Re: Ein neues Leben |
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Danke für eure Antworten!
Die waren alle sehr informativ. Mal sehen, was bei der Beratung herauskommt, bin sehr gespannt. Werde darüber berichten.
Glaube allerdings mitlerweile auch, dass sich die stationäre Variante besser eignet. Na, mal sehen.
Mit der Ehrlichkeit ist das manchmal gar nicht so leicht. Ein Fachmännischer Blick kann manchmal ganz schön Streng aussehen, und einschüchtern, was mich manchmal dazu verleitet, wie bei Mutti früher, mal eine Kleinigkeit auszulassen... Aber ich werde mir mühe geben. Werde ja nicht erwarten müssen, zur Strafe das Treppenhaus wischen zu müssen, oder so...
Bei der Aufnahmeuntersuchung in der Klinik ist es mir allerdings auch passiert, dass ich Fragen nicht richtig interpretiert hab; wie: Haben sie auch schon einmal bemerkt, dass sie weniger Alkohol brauchen?
Erst viel später ist mir klar geworden, was die Ärztin mit der Frage gemeint hat, worauf sie hinauswollte, und ich hätte eigentlich anders antworten müssen...
Na, das wird schon alles gutgehen, hoff ich. Wiegesagt: Kein Treppenhaus wischen!
Es ist auf jedenfall gut, dass ich jetzt nicht ganz Ahnungslos da hingehen muss, denke ich. Danke!
Achso: Mir geht es heute wieder Ausgeeichnet! Die Sonne scheint; und mir fällt jetzt erst richtig auf, dass ich das auch sehr mag!  |
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| Linde hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6389 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 17.08.2007, 15:19 Titel: Re: Ein neues Leben |
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Hallo Linde, schön daß Du hergefunden hast.
Was die Therapie betrifft kann ich mich auf Bernd´s Worte beziehen. In der Beratungsstelle erfährst du mehr und die haben für mich (und mit mir) den Antrag gestellt. Ich hab 16 Wochen gemacht (und keine Minute bereut!!!) und war froh aus meinem Umfeld heraus zu sein. Deshalb hab ich auch von Anfang an gesagt: Weit weg. Das war nämlich Teil meines Problem, dass ich mich jahrelang nicht mehr herausgetraut hab und deshalb auch dachte, nicht mobil zu sein. So ein bisschen klingt das bei Dir durch.
Das mit der SHG mach auf jeden Fall, denn Gruppenfähigkeit ist in Th gefragt und kann den Vorgang evtl beschleunigen. Und ohne SHG geht sowieso nix!
Ich drück dir die Daumen für deinen weiteren Weg- nur Mut!!!
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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volker76 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2007 Beiträge: 28 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 17.08.2007, 17:42 Titel: Re: Ein neues Leben |
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Hallo Linde,
Deine Beiträge sind sehr erfrischend zu lesen.
Wer mit 20 so aufgeschlossen ist und so gut reflektiert, kann im Leben sicher gute Arbeit an sich leisten. Und das macht Spaß und ist befreiend.
==> Freu Dich auf eine schöne Zukunft !
Vielleicht gelingt es Dir mit der Zeit, Dein Gefühlsleben in der Mitte zu halten; gelassen und ohne Ängste lebt es sich sehr gut. Dafür gibt es sehr gute Methoden.
Die schönen Seiten des Lebens kann man sicherlich dennoch "ausleben"; eben ohne dadurch aufgewühlt zu werden und ohne Eskalationen.
Eventuell mögen emotionale Schwankungen ja auch Deine Neigung zu Alkohol gefördert haben.
Ich drücke Dir wie mein Vorredner die Daumen und hab Mut !
Nun wünsche ich Dir ein schönes WE,
LG von Volker |
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| volker76 hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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Linde neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2007 Beiträge: 17
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Verfasst am: 20.08.2007, 13:13 Titel: Re: Ein neues Leben |
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hallo ihr lieben,
ich begebe mich jetzt gleich auf den Weg zur Suchtberatungsstelle. Freitag war ich leider etwas spät dran...
Und Samstag war Muttitag. Meine Ma meinte nur: Ich bin sicher, du wirst die richtige Entscheidung für dich treffen.
Meine Ma ist toll; sie versucht, mich nicht unter Druck zu setzen, damit ich keine Scheu habe, die Wahrheit zu sagen. Seit das mit der Krankheit herauskam, macht sie das sehr oft. Sie würde mich in jedem Fall unterstützen. Ich höre auch oft etwas Unsicherheit heraus,und ich spüre, sie möchte etwas erklärt bekommen. Da muss ich manchmal lächeln, weil es doch früher nur anders herum war, mit der Unsicherheit.
Auf der anderen Seite kommen aber dann auch manchmal Sätze wie: Ein Rückfall passiert dir nicht; Du bist doch ein kluges Mädchen...
Wo ich mich dann außerstande sehe, irgendetwas zu antworten. Was sagt man denn zu sowas??? Mein Dad meinte nur rettend: ich glaube, mit Klugheit hat das nicht sonderlich viel zu tun.
Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass meine Eltern von meinem Rückfall nichts wissen. Ich habe das Gefühl, dass würde meiner Ma das Herz brechen. Eben aufgrund solcher Sätze. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob es jetzt, da ich wieder trocken bin, noch Sinnvoll ist.
Wahrscheinlich schon...
Zumindest weiß ich, dass meine Ma zu der Sache mit der Lzt nichts anderes gesagt hätte, hätte sie es gewusst.
So, jetzt ist mein "guten Morgen Kaffee" geleert, und ich mache mich auf den Weg. Freu mich schon. Habe das ganze WE drüber nachgedacht, und hatte doch aber keine Klarheit, an der ich mich festhalten konnte. Ändert sich hoffentlich gleich.
Achso, ich möchte noch etwas loswerden. Ihr bauchmiezelt mich alle für mein junges Alter, und das finde ich sehr nett. Ich sagte ja bereits, dass es mir sehr viel Kraft gibt, solch nette Antworten zu bekommen. Und ich stimme auch zu, dorothea, dass ich mein leben noch so gestalten kann, als wäre nie etwas gewesen.
Ich sehe das ganze allerdings etwas zweischneidig. Ich habe mich vor kurzem erst sehr lange mit einem guten Freund darüber unterhalten, und wir sind der Meinung, dass diese Problematik unter jüngeren Menschen immer stärker wird. Dass unsere Generation den Sarken Drang hat, sich zu betäuben. Und das ist traurig. Leider gibt es, gerade unter Jugendlichen , auch in meinem ehemaligen soz. Umfeld, viele, die sich den Gefahren nicht bewusst sind und werden; eben, weil wir so jung sind, und glauben alles im Griff zu haben. Das stimmt mich nachdenklich.
Ich weiß, es sollte mir nur um mich gehen, ich glaube auch, dass das hier jetzt gar nicht hingehört, aber ich musste (möchte) es trotzdem mal so in den Raum stellen.
Das ändert aber nichts daran, dass ich eure Antworten als Kraftspender nutze!
So, jetzt aber los!
Linde |
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| Linde hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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Linde neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2007 Beiträge: 17
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Verfasst am: 24.08.2007, 16:59 Titel: Re: Ein neues Leben |
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Hallo ihr,
habe Probleme mit dem Internet, also im Klartext eigentlich gar kein Internet z.Zt.. Gehe gelegentlich bei einem Freund Online, kann ihn aber nicht jeden Tag belagern und mich daher nicht so oft melden.
Die Leute in der Suchtberatungsstelle waren sehr freundlich und aufgeschlossen, dass hat es mir sehr leicht gemacht, meine Situation zu schildern. Die stehen zwar in Verbindung mit einer evangelischen Gemeinschaft, eine Bezeichnung die mich persönlich immer erstmal abschreckt (ich hoffe ich greife jetzt Niemanden damit an. Andernfalls bitte ich um Entschuldigung!), aber es stellte sich schnell heraus, dass sie mich nicht bekehren wollen würden, sondern wirklich nur die Problematik behandeln. Ich habe eine Liste mit Selbsthilfegruppen bekommen, und Empfehlungen, da es wohl viele Selbsthilfegruppen gibt, die schon sehr lange bestehen, oder sehr viele Mitglieder haben, und daher nicht so besonders gut geeignet sind. Wenn ich das richtig verstanden habe.
Leider war das Gespräch etwas kurz, denn es waren unerwartet viele Menschen dort, die einen Termin hatten. Ich habe mich entscheiden dürfen, ob ich warten will, oder auch einen Termin bekomme. Habe mich für den Termin entschieden, und geh morgen nochmal hin. Da werde ich dann auch die Sache mit der Lzt besprechen können.
Habe mich in der Zwischenzeit etwas darüber informiert, und es könnte sogar sein, dass ich in eine Privatklinik könnte. Wäre natürlich äußerst komfortabel, auch wenn das nur nebensächlich ist, würde es mich schon reizen. Zwecks Internet und Einzelzimmer und Co. Aber ich will jetzt mal nicht spekulieren.
Auf jeden Fall weiß ich schon, dass man unter Umständen sehr lange auf einen Platz in einer Lzt warten muss.
So, jetzt möchte ich euch noch etwas fragen.
In meinem letzten Beitrag schrieb ich im letzten Absatz etwas über Gedanken, die ich in letzter Zeit sehr oft hatte, und die mich auch nicht mehr loslassen. Es geht darum, dass ich denke, dass unter Jugendlichen ein großer Aufklärungsbedarf besteht.
Ich habe in meinem ehemaligen, schulischen Umfeld sehr viel beobachten und hören können. Oft mit zusammengepressten Lippen, wenn ihr versteht...
In einer Woche geht die Schule für all die armen Geschöpfe wieder los. Ich würde diesem Aufklärungsbedarf gern etwas abhelfen, indem ich vielleicht einen Vortrag ausarbeite. Nicht zusehr ins Detail, aber klar Informativ. In der Hoffnung, dass es vielleicht mehr Eindruck hinterlässt, wenn solche Sachen von Gleichaltrigen kommen. (Viele Schüler kennen mich ja auch noch.) Ich bin mir sicher, dass die Lehrer das sehr begrüßen würden, und auch etwas Unterrichtszeit zur Verfügung stellen. Nur bin ich mir nicht gant sicher, ob ich das in meiner Situation tun sollte. Ob ich dabei nicht etwas altklug und übermotiviert bin. Krafttechnisch, also körperlich und psychisch fühle ich mich dazu durchaus in der Lage, aber ich bin eben kein Arzt, kein Psychologe, kein Biologe. Mein Vortrag würde sich nur auf Erfahrungen und Angelesenes stützen können. Aber ich bin eben im gleichen Alter, was ich als Pluspunkt sehe. Was haltet ihr davon?
Könnt mir ruhig schonungslos eure Meinungen mitteilen!
Weiß leider noch nicht, wann ich mich wieder melden kann, aber bis dahin wünsche ich euch allen eine angenehme Entspannte Zeit. Natürlich auch über diese Zeitspanne hinaus.
Linde |
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| Linde hat zum Thema: Re: Ein neues Leben geschrieben
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