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Das "Warum" bleibt ...

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lonely651
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 27.07.2007, 23:51    Titel: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich habe mich gestern schon im Vorstellungsbereich kurz vorgestellt und über den Selbstmord meines Freundes geschrieben.
Ich hoffe,ich werde irgendwann seine Entscheidung akzeptieren können.

Ich möchte mich auch hier kurz vorstellen.
Ich bin lonely,44 und seit 17 Jahren mit einem trockenen Alkoholiker verheiratet.Als wir uns kennenlernten,hatte er bereits seine 2 Entziehungskur hinter sich und war sofort wieder rückfällig.Ich war ziemlich abweisend,vorbelastet durch meinen vorherigen Freund,der ebenfalls Alkoholiker war.
Ein Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker kam für mich überhaupt nicht in Frage.
Aber er bemühte sich,machte eine ambulante Therapie ,besuchte eine Selbsthilfegruppe.
Und er tat mir leid...
Er kam aus einer Alkoholikerfamilie (Eltern,Geschwister,Onkeln,Tanten...)
Ich wollte ihm helfen...
Wir zogen zusammen,bezahlten seine Schulden.
Er machte seinen Führerschein,den er bis dahin noch nicht hatte...
Wir fuhren zusammen oft in Urlaub,verdienten beide ja auch genug...

Dann kamen die Kinder und das Haus,ich reduzierte meine Berufstätigkeit für die Kinder.Mein Leben änderte sich drastisch aber er lebte so weiter...
-ging aus,pflegte seine Hobbies und Freunde,beanspruchte den gleichen finanziellen Rahmen wie vorher bei 2 Gehältern.
Es knallte immer mehr...
Ich schränkte mich mit den Kindern immer mehr ein und er gab immer mehr aus für Klamotten,Auto,Ausgehen...
Wohlgemerkt er trank nicht aber diese Verhaltensweisen waren in seiner Familie sehr ausgeprägt...
Vor 2 Jahren erreichte das ganze seinen Höhepunkt...
Die alleinige Betreuung der Kinder,die späte Geburt des jüngsten, ungeplanten aber geliebten Kindes,die weite Entfernung zu meiner Familie.
Ich wurde selbst zum ersten Mal richtig krank,mein Vater starb an Krebs und ein guter Freund beging Selbstmord.
Aber am meisten entsetzte mich die Gefühllosigkeit und Ignoranz meines Mannes.Meine Hilfe hatte er immer gern in Anspruch genommen,auch emotional beim Tod seiner Eltern.
Ich zog mich innerlich immer mehr zurück von ihm.
Es dauerte auch nicht lange bis er eine Affaire hatte.
An meinem ersten Arbeitstag nach 3 Jahren Erziehungsurlaub nahm er einfach Geld vom Konto und haute ab.
6 Wochen wußten wir nicht was los war...
Diese Zeit werde ich nicht vergessen und ihm auch nie verzeihen,schon der Kinder wegen nicht.
Aber es war auch der Wendepunkt für mich...Ich kam mir sehr benutzt vor.
Ich wußte,wahrscheinlich wird er nicht trinken,aber sein selbstbezogenes egoistisches Verhalten wird er auch nie ändern.
Ich bin heute froh über die Trennung,uns geht es finanziell besser heute ohne ihn als mit ihm und es ist vor allem Ruhe eingekehrt.
Vielleicht wollte ich auch früher seine Rastlosigkeit,diese ewige Kaffetrinkerei und Raucherei nicht sehen.
Nach einer kurzen Affaire hat er heute eine eigene kleine Wohnung und besucht die Kinder auch wieder regelmäßig.
Mir geht es zunehmend besser, ich arbeite wieder , hab´mir einen neuen Bekanntenkreis aufgebaut und gewinne mit zunehmendem Alter der Kinder auch wieder Freiraum.
Die gemeinsamen Schulden hab´ich fast abbezahlt,den Kontakt zu seiner Clique hab´ich konsequent abgeblockt.
Das Bedürfnis ihm zu helfen hab´ich nicht mehr...

Komisch ist die Zeit mit ihm war kräftezehrender als diese actiongeladene Zeit jetzt,die mir immer mehr Selbstbewußtsein und Kraft gibt.

Ich danke allen,die sich die Zeit nehmen meinen Bericht zu lesen.

liebe Grüße

lonely
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lonely651 hat zum Thema: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
Tihaso
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beiträge: 1169
Alter: 46
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 10:58    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi lonely!
Ich bin überzeugt, dass dein Bericht hier vielen Mut machen wird..Paralelen gibt es immer.. Mein Mann kommt auch aus einer vorbelasteten Familie..hat zwei Therapien (für ander -nicht für aich selbst!) gemacht und nah er räumlichen Trennung vor drei Jahren habe ich an die Chance für uns geglaubt...tragisch..sie gibt es nicht!!
Ich mache gerade wieder eine Therapie, um aus diesen Co-Zügen ausbechen zu können und diesesmal au meinem Weg zu bleiben..Auch für mien Mädels bemühe ich mich um proffessionelle Hilfe..
Ich denke,allein kommen wir besser klar..Auch ich habe geholfen, seinen Schulden den Garaus zu machen ..zu Beginn unserer Beziehung (er brachte 30000DM Schulden mit!) Das erste Mal für ihn gereglte Verhältnisse..aber auch dieses war dann ein Grund zu trinken..Nun hat er voor drei Jahren alkoholisiert einen parkenden Wagen kaputt gefahren und dabei gelich mein Auto zum Totalschaden gefahren..Konto im Minus..ich schätze seine Schulden belaufen sich locker auf 10 000€..ich Trottel habe ihn mit durchgefüttert, damit er seine Schulden abbauen kann und habe sogar eine Sache monatlich mitgezahlt...Habe dieses auch beendet (unter großer Kraftaufbringung!!) und konnte mir dann noch anhören :Ich habe das ja auch eigentlich gar nicht gewollt!
Ich bin über jeden Tag den ich es shaffe, weiterzugehen superfroh..Besuche übrigens auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige..
Ich freu mich, zu lesen, dass es euch nun besser geht..Tihaso
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Tihaso hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
lonely651
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 12:41    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tihaso,

ja manchmal kommt es knüppeldick...
Aber du kannst doch auch stolz auf dich sein.
Such dir jede Unterstützung,die du kriegen kannst,gerade in Bezug auf euer krankes Kind.
Find´ich persönlich etwas problematisch,wenn er alkoholisiert mit dem Kind zusammen ist und beginnende Krankheitsanzeichen schon nicht mehr
wahrnimmt.
Soviel Freiraum hab ich meinem Mann nicht eingeräumt,finanziell und auch im Umgang mit den Kindern nicht.
Als er abhaute ließ ich die Konten sperren und die Kinder durfte er nur zuerst nur hier in der Wohnung sehen.Ich wußte ja nicht in welchem Zustand er ist und wo er sich überhaupt aufhielt.
Ich hab´über einen Anwalt eine Trennungsregelung
vereinbaren lassen bzgl Zahlungen, Umgang mit den Kindern.
Er sieht die Kinder in der Regel 1x wöchentlich
und 1xam Wochenende.
Heute ist die Situation etwas entspannter im Umgang,die Fronten geklärt.
Der Weg bis dahin war schon nervenaufreibend aber ich hab´mich durch seine ganzen Drohungen (eigener Anwalt,er zahlt nicht mehr...)
nicht irritieren lassen.
Mein Ziel ist es ein völlig eigenes unabhängiges Leben zu führen (finanziell,zeitlich,emotional...)
-emotional hat sich schon vieles verändert...
ich liebe ihn nicht mehr,aber er ist der Vater meiner Kinder und ich hoffe wir können es für die Beiden in einem freundschaftlichen Rahmen hinkriegen.
-finanziell kann ich ihm nicht helfen und will es auch nicht...für seinen mangelnden Umgang mit Geld kann ich nichts...Er ist nicht so arm dran wie er mir manchmal gegenüber tut...
Ich spring nicht mehr an,die Nummer klappt nicht mehr...
Vorsorglich arbeite ich schon mal dran meine Arbeitsstunden aufzustocken mit zunehmendem Alter der Kinder.Ich möchte völlig unabhängig sein,mir keine Gedanken mehr machen ,was ist wenn er nicht mehr zahlt,wenn er wieder trinkt.
Ich hab´keine Familie in der Nähe,die mir helfen können,die Kinder zu betreuen.
Aber es gibt heute andere Möglichkeiten (Kiga,Schule)die ich nutzte .

Ich bereue meine Ehe nicht,wir hatten auch ´ne lange gute Zeit und haben zusammen 2 süße Kinder.
Vielleicht mußte ich auch meine Lektion lernen,das das nicht die richtige "Hilfe " für ihn war.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem neuen richtigen Weg Tihaso.
Und nimm jede Hilfe an,die du kriegen kannst...

liebe Grüße

lonely
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lonely651 hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
Tihaso
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beiträge: 1169
Alter: 46
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 13:20    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das werde ich tun...lonely..
Ich habe z.Bsp. immer meinKonto behalten..nie ein gemeinsames gewollt..
Ich arbeitre halbe Tage und mehr würde ich zZt auch nicht schafffen..
Ich denke, ich werde meinen Weg weitergehen..
Bin froh, dass es das Forum gibt!!
LG Tihaso
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Tihaso hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
lonely651
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 22:23    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Und das nächste Warum...

Kommen meine Kinder vorgestern vom Besuch beim Papa zurück und mein Großer erst wutentbrannt dann geheult.
Papa hat glaub ich ne Freundin...
Unser Bild (die Kinder hatten ihm ein Bild zum Geburtstag geschenkt) hängt nicht mehr im Wohnzimmer stattdessen ein Foto einer anderen Frau.Das Bild der Kinder in der Schublade des Wohnzimmerschrankes.
Zusammen Essen war nicht drin,Papa mußte telefonieren,Kinder vorm Fernseher alleine gegessen.
Die Wohnung wieder völlig verqualmt,das Problem ist nur die Kleine hat Asthma.
Folglich der Große will nicht mehr hin, die Kleine versteht sowieso noch nichts.

Ich steh´wieder hier...
Was soll ich denn jetzt tun???
Angesprochen auf seine inhaltliche Gestaltung der Zeiten mit den Kindern hab ich ihn schon öfter. Dann klappt´s wieder ne Zeitlang und er unternimmt was...
Da er nur 1 Wochenende im Monat ganz frei hat ansonsten oft arbeitet,sind die Beiden nur alle 2 Monate für 1 Nacht bei ihm.
Dann sitzten sie oft alleine vorm Fernseher und Papa telefoniert oder chattet.
Warum tut er so was?
Will er vielleicht sogar vor seinen Kindern Ruhe haben,sind die ihm jetzt auch schon zuviel geworden.
Ich weiß garnicht was ich den Beiden sagen soll.

Hat jemand von Euch auch solche Erfahrungen gemacht???

lg lonely
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lonely651 hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
summerdream
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6713

BeitragVerfasst am: 02.08.2007, 01:15    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hey lonely

ganz ehrlich? sag ihnen die wahrheit! vielleicht ist es dir auch rechtlich möglich die besuche ganz zu unterbinden oder zumindest nur auf tagsüber zu beschränken.

weißt du, meine eltern sind geschieden, meine zwei jüngeren brüder leben bei meiner mutter. einmal die woche war bisher der tag wo was mim vater unternommen wurde, das läuft aber etz auch auf ca. 1x im monat raus, da mein vater weiter weg gezogen is, aber das spielt etz gar keine rolle.

der tag beim vater läuft in zwei variationen ab:
entweder wird was schönes gemacht, fußball gespielt, gekegelt, kino oder so
oder
mei jungs sind bei ihm daheim, er a) telefoniert, b) ist im internet, c) schläft oder d) schreit rum.

und trotz der schönen tage zwischendurch merk ich wie das alles an den kräften der kleinen zehrt, wie sie sich selber in allem unschlüssig sind. einerseits wollen sie den vater sehn, denn es ist ja ihr papa und andererseits wird es ja wahrscheinlich eh wieder stinklangweilig und sie hätten daheim mehr spaß.
klingelt das telefon und es könnte der vater sein, geht erstmal ne diskussion los, wer etz von den zweien ans telefon gehn muss.

warum er sich so verhält, ich weiß es nicht, hätte ich kinder und dürfte die nur selten sehn (was ich schon mal gar net hoffe), dann würd ich jede minute mit denen verbringen wollen. ich glaub ich würd die sogar mit aufs klo nehmen Winken

ich finde, er hat es nicht verdient, das er zeit mit den kindern verbringen darf und da er sich ja eh nicht um sie kümmert, gilt für mich das alles oder nichts prinzip.

ich glaube deine kinder werden sich so und so fragen, was sie gemacht haben, das der papa sie nicht mehr mag. sei's etz weil sie bei ihm unbeachtet auf dem sofa sitzen oder ob sie ihn gar nicht sehn. aber bei zweiterem haben sie wenigstens die möglichkeit einen schönen tag mit dir verbringen zu können, wo sie wissen, das sie geliebt werden.

liebe grüße
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summerdream hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
Tihaso
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beiträge: 1169
Alter: 46
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 12:45    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich habe dies mit einer Anwältin besprochen.. Der Besuch meines Mannes findet demnächst unter Fremdaufsicht in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes statt..Ich habe ihn einmal betrunken nach Hause schicken müssen.. ich will nichtz die A****karte behalten, ihn kontrollieren zu müssen und den Buhmann vor den Kindern machen, dr Papa nach Hause schickt..
Es gibt immer einen Weg...für uns alle!!!
LG
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Tihaso hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben
Ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 15:13    Titel: Re: Das "Warum" bleibt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Lonely,
jetzt hab ich zum ersten Mal diesen Thread hier durchgelesen - und ich muss sagen. Irgendwie erkenne ich mich in dir wieder. Mir ging es auch ziemlich schlecht, als ich noch mit meinem Mann liiert war, er hat viel Geld für seine Trinkerei und das Weggehen ausgegeben. Eingeschränkt war ich durch die Kinder, er war nur unterwegs und ich mit ihnen zu Hause. Mir ist hier echt die Decke auf den Kopf gefallen, und ich war so oft so dermaßen verzweifelt, konnte mich aber irgendwie von ihm auch nicht losreißen, weil ich immer wieder dachte, wir hätten noch eine Chance, es gemeinsam zu schaffen. Aber von dem Wort "gemeinsam" verstand er nicht viel. Als damals erst mein Opa und dann meine Oma gestorben sind, und ich wirklich auch mal auf seine Hilfe angewiesen war - oder als ich mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus lag und es mir wirklich sehr schlecht ging... nie konnte ich auf ihn zählen - im Gegenteil. Ich hatte durch ihn ständig mehr Belastungen als eh schon, und meine Gedanken standen niemals still, weil ich mir nur Sorgen um ihn gemacht hat. Und das ist ja wirklich nicht normal. Als meine Oma damals gestorben ist, da hat es in meinem Kopf zum ersten Mal klick gemacht (Jan. 2005), und seitdem habe ich mich auf die Trennung vorbereitet. Das hab ich oft in meinem Tagebuch nachgelesen. War ein sehr langer Abnabelungsprozess, aber er hat sich gelohnt. Ich habe seit der Trennung meine eigene Kraft wieder, mein Lebensmut, meine Freude am Leben, der Spaß... alles, was wie weggeblasen war, kommt so langsam wieder! Und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass es mir nach Jahren endlich wieder gut geht! Denn ich habe mich von seinem Alkoholproblem gelöst. Von seiner Art, mich dermaßen fies zu behandeln, zu provozieren und ständig zum Streit hinauszufordern. Der Streit, die Versöhnung, dieses ganze Hin- und Her - man wußte nie, woran man ist. Und das hat so an meiner Energie gezehrt, ich hatte keinen Elan für nichts. Nicht für mich, nicht für die Kinder, nicht für die Arbeit. Mir ging es einfach nur schlecht!

Zitat:
Komisch ist die Zeit mit ihm war kräftezehrender als diese actiongeladene Zeit jetzt,die mir immer mehr Selbstbewußtsein und Kraft gibt.

Das ist genau der springende Punkt. Ich hab immer gedacht, ich schaffe es alleine mit den Kinder nicht... aber es ist viel einfacher als mit ihm! Und ich kann hier jedem nur raten, sich schnellstens aus der Co-Abhängigkeit zu befreien. Denn wenn man den Absprung nicht schafft, dann geht man hinterher mit dem Partner unter.
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Ayki79 hat zum Thema: Re: Das "Warum" bleibt ... geschrieben

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