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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6390 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 26.07.2007, 21:29 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo Löwe,
| Zitat: | Heute habe ich den Sekt, der schon auf dem Band lag, ins Regal zurückgestellt. Jetzt werde ich nicht einschlafen können, aber ich habe ja Urlaub.
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Es geht doch nichts über ein trockenes zuhause! Warum hast Du noch Alk in Haus bei deiner Entschlossenheit?
Warum hast Du keine Zeit für die Entgiftung- weil Du Urlaub machst?
Urlaub vom Saufen???
kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 26.07.2007, 21:49 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo Löwe,
| Zitat: | aber gerade jetzt bin ich so motiviert, meinem fast 50jährigem Leben eine Wende zu geben.
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dann mach es aber gleich richtig, du hast doch deinen Chef eingeweiht und der unterstützt dich.
Die ca. 10 Tage wird es auch mal ohne dich gehen, hättest du irgendetwas anderes müsste es ja auch gehen.
Aber vllt. bin ich ja auch nur ein Besserwisser.
LG Maddin |
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| Martin hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Löwe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.07.2007 Beiträge: 13
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Verfasst am: 27.07.2007, 00:05 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo an alle, die mir geschrieben haben!
Danke für eure Unterstützung.
Wollte niemanden angreifen! Nehme mir gleichzeitig das Recht zu sagen, dass ich keine Ausrede benutze.
Morgen fahre ich in die Klinik zum Gespräch. Auch hier wird ein Zeitraum von drei Wochen angegeben, wie in den anderen, die uns empfohlen wurden bzw., die wir rausgesucht haben.
Hat das was damit zu tun, dass ich darauf achten soll, dass es eine qualifizierte Entgiftung ist.
Was ist denn eine "nicht qualifizierte" Entgiftung?
LG von Löwe |
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| Löwe hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 27.07.2007, 08:13 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Eine "qualifizierte Entgiftung" beinhaltet nicht nur die Entgiftung des Körpers vom Alkohol sondern schließt eine psychologische Betreuung insbesondere zur Motivation einer weittergehenden Therapie an und dauert deshalb bis zu 21 Tage.
Wenn Du den Rat bekommen hast (von wem?) eine qualifizierte Entgiftung zu machen, scheint der "Ratgeber" eine Therapie im Anschluß für unumgänglich zu halten.
Ausrede: Du magst es so sehen, das es keine Ausrede ist.
Ich sage Dir: Deine Gesundheit hat Vorrang. Ohne Deine Gesundheit wirst Du sehr bald nichts mehr machen, weil es Dein Körper und Dein Geist nicht mehr zulassen. Und somit hat die Entgiftung / Therapie / der Beginn Deiner Trockenheit absolute Priorität, alles Andere wird sich dahinter einordnen müssen bzw wird zu Gunsten Deiner Trockenheit Aufschub dulden müssen.
Diese Kompromisslosigkeit fehlt Dir noch. Aber da wirst Du auch noch drauf kommen, oder auch nicht.
Sieh' es mir bitte nach, ich bin da inzwischen ziemlich "schmerzfrei". Ich weiß, dass wir hier niemand "mit Gewalt trocken legen können". Wir wissen hier aber aus eigener Erfahrung auch, welche Ausreden und welches "Rumgeeiere" ein Alkoholiker veranstalten kann, der am Anfang seiner Trockenheit steht. Du bist da mit Deiner Begründung, warum das "bei Dir so ganz anders ist" nicht alleine...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Löwe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.07.2007 Beiträge: 13
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Verfasst am: 01.08.2007, 16:09 Titel: War in Ochsenzoll |
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Hallo Spedi,
war am Freitag in Ochsenzoll... Der erste Eindruck war heftig und ich wäre am liebsten auf der Stelle umgedreht. Habe ich dann aber nicht getan, sondern ein Gespräch mit einer Ärztin geführt.
Vielleicht interessant auch für alle anderen- es gibt die Möglichkeit der ambulanten Entgiftung.
Das Ergebnis unseres Gesprächs und das Ergebnis der Untersuchung (Blutdruck, Puls) führten zu dem Ergebnis, dass ich keine Entgiftung brauche. Ich hatte und habe bis heute (eine Woche nach meinem letzten Alkoholkonsum) keinerlei Entzugserscheinungen. Ich hatte und habe Leute um mich herum, die meinen Zustand sehr genau beobachten und notfalls Hilfe holen können.
Am Montag hatte ich noch einmal ein Gespräch mit zwei Ärztinnen und habe mich anschließend in der Suchtambulanz beraten lassen. Ich werde jetzt an drei Dienstagen zu einer Infogruppe fahren und anschließend ein Bilanzgespräch mit meiner Beraterin führen. Fest steht, dass ich die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe brauche und eine Kur machen muss. Was das letzlich für eine Kur sein wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
Ochsenzoll ist eine Fachklinik für Suchtkrankheiten mit gutem Ruf und hoch qualifizierten Personal. Als ich meine Situation schilderte, gerade in bezug auf die Termine, wurde mir großes Verständnis entgegengebracht und Unterstützung zugesagt.
Vielleicht würdest du und die anderen Zweifler verstehen, dass ich keine Ausrede benutze, wenn ich euch nähere Einzelheiten schildern könnte. Dazu ist es mir an dieser Stelle allerdings zu öffentlich.
Ich bedanke mich für deine/eure Unterstützung und schicke herzliche und klare Grüße!
Löwe |
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| Löwe hat zum Thema: War in Ochsenzoll geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 01.08.2007, 17:00 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo Löwe,
das hört sich ja richtig gut an. Auch ich brauchte keine stationäre Entgiftung, hatte keinerlei Entzugserscheinungen usw.
Trotzdem war es für dich und mich richtig und wichtig, trotzdem zum Arzt zu gehen - erstens um unseren Zustand nochmal von jemanden begutachten zu lassen, der es von Berufs wegen wissen muss und zweitens, um für uns selbst nach aussen zu gehen. Du hast jetzt einen wichtigen Schritt nach aussen gemacht! Für deine Psyche war das sehr wichtig - es zeigt dir jetzt selber, dass du dein Problem, deine Krankheit, ernst nimmst und bereit bist, etwas dagegen zu tun!
Jetzt heißt es, am Ball zu bleiben. Du bist bei einer Suchtambulanz in Betreuung, eine Kur steht zur Debatte - die nächsten Schritte werden jetzt folgen.
Weiter so!
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Löwe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.07.2007 Beiträge: 13
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Verfasst am: 01.08.2007, 20:40 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo Blizzard,
danke für deine ermutigende Reaktion. Ich freue mich auf die nächsten Schritte, denn endlich habe ich auch an dieser Stelle ein Ziel.
Es ist ganz merkwürdig, wieviele Leute nicht gemerkt haben, was mit mir los ist, wieviele es nicht wahrhaben wollen und wieviele sagen "Du doch nicht". Ich bin die große Starke, die alles immer im Griff hat, ihren Job hervorragend macht, in der Öffentlichkeit/im Ehrenamt vorbildlich agiert, eine gute Sportlerin ist und, und, und... Hat mich ganz schön viel Kraft gekostet, den Alkohol da auch noch zur "richtigen" Zeit, in der "richtigen" Dosis bei den "richtigen" Menschen unterzubringen. Ich bin froh, ihn loszuwerden und auf Dauer loszusein und möchte endlich wieder das Gefühl genießen "ohne Alkohol habe ich einen Riesengewinn und keinen Verlust".
Wie ging es bei dir weiter? Hast du eine Kur gemacht und was für eine? Was machst du jetzt noch? Geht es dir gut?
Liebe Grüße von Löwe |
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| Löwe hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 01.08.2007, 23:38 Titel: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? |
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Hallo Löwe,
das mit dem "Du doch nicht!" von den Bekannten und Freunden kann ich gut nachvollziehen. Bei mir war es so, das zwar schon alle gewusst haben, das ich sehr gerne mal einen hebe und auch ziemlich viel vertrage, aber es hat wohl niemand wirklich für ein Problem gehalten - weil ich die längste Zeit ja auch noch "gut funktioniert" habe (bis es halt irgendwann psychisch für mich nicht mehr ging so weiterzumachen).
Ich lebe jetzt seit 19. März abstinent. Seit diesem Zeitpunkt hat sich in meinem Leben, v.a. in meinem Denken und meiner Einstellung dem Alkohol gegenüber, sehr viel verändert.
Ich von Anfang meiner Abstinenz an bei einer Suchtberatungsstelle in Betreung, zu der ich noch während meiner letzten nassen Tage Kontakt herstellte. Anfangs war ich täglich in eine Gesprächsgruppe eingebunden, die aber für jeden Teilnehmer auf 4 Wochen begrenzt war. Während dieser Zeit lernte ich sehr viel - einerseits im täglichen Austausch mit anderen Betroffenen und den Psychologen der Beratungsstelle - andererseits im Internet und vor allem natürlich hier im Forum. Da ich als eine indirekte Folge meines Alkoholismus auch arbeitslos wurde, hatte ich viel Zeit - ich konnte und musste mich mit mir selber befassen. Mit meinen Gedanken, meinen Ängsten, Hoffnungen, auch mit Überzeugungs- und Glaubensfragen.
Am Anfang war das ein ziemliches Wirrwarr, doch mittlerweile habe ich einige Zusammenhänge der Suchterkrankung Alkoholismus im Allgemeinen und auf meine Person spezifiziert, verstanden. Und ich arbeite täglich weiter an mir.
Im Laufe der Gespräche, die ich mit meiner Psychologin von der Suchtberatungsstätte hatte, wurde mir eine ambulante Therapie nahegelegt: 2 wöchentliche Termine - 1 Gruppengespräch (90 Minuten) + 1 Einzelgespräch mit der Psychologin. Anfangs war ich skeptisch, dann überzeugt, dass das gut für mich ist. Jetzt bin ich wieder skeptisch aber auch neugierig. Am Freitag dieser Woche gehts los.
Meine Ziele sind jetzt - ganz grob: Weiter an meiner Trockenheit arbeiten. Dazu gehört für mich auch vordergründig, wieder die Selbstsicherheit zu gewinnen, früher oder später Vollzeit arbeiten zu gehen. Und das bedingt widerum, das ich eine gewisse positive Grundhaltung zu mir, meinem Leben und meiner Zukunft habe. Dabei soll mir jetzt die Therapie auch weiterhelfen.
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Ambulante Engiftung- eine Perspektive? geschrieben
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