Katja Meier neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 25 Wohnort: Wentorf bei Hamburg
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Verfasst am: 23.07.2007, 17:34 Titel: Jahrelang Co- Alkoholikerin |
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Hallo Zusammen,
ich bin neu hier und habe im Vorstellungsbereich mein Problem unter dem gleichen Titel bereits geschildert. Ich würde mich freuen, wenn ihr es euch durchesen könnt und mit mir über eure Erfahrungen posten könntet.
Danke und liebe Grüße Katja |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 27.07.2007, 14:44 Titel: Re: Jahrelang Co- Alkoholikerin |
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Hallo Frau Meier,
manchmal wurde ich gefragt, wie es mir geht, wie ich mich fühle, mir ging es eigentlich immer gut, weil ich nie so richtig Gefühle zugelassen habe, verdrängte und positiv, ne überpositiv gepolt war, erst als ich meine Frau traf. Für mich war das Reife, nicht etwas Kaputtes was da raus wollte. Hier ist eine ganze Menge rausgeblubt und ich hoffe, Du wirst auch noch viel schreiben.
Ebenso wäre ich nie darauf gekommen, bzw. ich hätte es auch nicht angenommen, dass ich da was Kaputtes hatte und wir uns ganz gut ergänzen konnten. Weißt Du, meine Mutter wird mir Morgen erzählen, was für ein rebellisches unbändiges Kind ich war. Vorbei war das mit 14 und ich würde sagen, eigentlich gab es seitdem keinen so richtigen Aufstand mehr, die waren fortgesperrt.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du hier die richtigen Zeilen findest und schreib weiter von Deinen Erfahrungen, was Du vor hast und mach was, für Dich.
LG kaltblut |
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Katja Meier neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 25 Wohnort: Wentorf bei Hamburg
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Verfasst am: 31.07.2007, 16:43 Titel: Re: Jahrelang Co- Alkoholikerin |
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Hallo katlblut,
heut komm ich endlich mal dazu, wieder etwas zu schreiben. Zunächst mal danke für deine Worte. Weißt du, ich hab ja schon erzählt, meine Eltern waren auch beide Alkoholiker, ich bin so zu sagen ein echt alter Hase, was dem Umgang mit Trinkern betrifft. Ich hab also auch viel Kaputtes an mir, deshalb habe ich noch meinem Auszug bei meinen Eltern mich in die nächste Co Abhönigkeit gestürzt. Mein EX war damals noch nicht alkoholabhängig, aber hat damals auch schon nicht in Glas gespuckt. Die Abhängigkeit kam erst später, ich habe ihn dann gut 12 Jahre gedeckt. Mal abgesehen davon, dass von der Familie meines EX auch keiner die Wahrheit sehen wollte. Ich bildete mir halt viel ein, na ja kein Wunder aus dem Milieu aus dem ich kam, so wurde die " Sache" abgetan. Selbst als ich dann die Sache mit den Hörstürzen bekam, war keiner bereit mir zu helfen, bzw. die Wahrheit zu sehen. Nur meine Kinder und meineGeschwister standen hinter mir. Hätte ich deren Beistand nicht gehabt, ich weiß nicht wie ich das Alles überstanden hätte. Na ja und als ich dann kurz vorm Zusammenbruch stand, da habe ich dann die Konsequenzen gezogen und die Scheidung eingereicht. Es hat sehr weh getan, dass für jemanden die Sucht wichtiger ist, als die Familie/ Beziehung, aber ich wusste, wenn ich jetzt den Absprung nicht schaffe, dann gehen ich und meine drei Kinder zusammen mit ihm zu grunde. Heute empfinde ich nur noch Mitleid für ihn, weil er auch jeder Konfrontation mit mir aus dem Weg geht. Er wohnt nur eine Straße weiter von mir entfernt, aber seit er trocken ist( zwei Jahre nach unserer Trennung) wechselt er die Straßenseite, wen er mich und/ oder die Kinder sieht. Nun lebe ich wieder in einer Beziehung, aberauch mein neuer Partner hat viele Probleme mit sich selbst. Er ist kein Trinker, ganz im Gegenteil, er trinkt ganz wenig Alkohol, höchstens mal ein Glas Wein oder Bier und das auch nur zu besonderen Anlässe. Mein partner kommt aus einer familie, wo man wenig Gefühl zeigt und alles was andere für einen tun selbstverständlich ist. Ein Dankeschön ist für diese Familie ein Fremdwort. Sie sehen auch alles sehr engstirnig, das bedeutet, bloßß nicht nach rechts oder links schauen und mal was Neues auszuprobieren, immer schön aus dem alten Gleis bleiben, ja nicht abweichen. Gut mein Partner hat dies schon ein Wenig abgelegt, aber es ist für mich wieder so, ich habe das Gefühl ich muss ihm helfen, ich muss ihn verändern und kontolieren. Dann habe ich das Gefühl, halt stopp, das ist ja alles schon mal da gewesen.
Nun möchte ich eventuell therapeutische Hilfe suchen, um die ganze Sch.... mal aufzuarbeiten.
Liebe Grüße Katja
Der erste Schritt ist der Schwerste. |
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