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Fantasy40
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.06.2007
Beiträge: 64
Alter: 46
Wohnort: Nähe Köln

BeitragVerfasst am: 04.07.2007, 10:56    Titel: Gut gemacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hasenpfötchen,

ich finde das ganz super, was Du bisher schon geschafft hast und bewundere Dich dafür. Du machst das schon alles prima und hast die wichtigsten Schritte getan. Dass Du Deiner Kollegin helfen wolltest, ist ja nichts Verkehrtes aber die anderen haben sicher Recht, wenn sie sagen, dass Du für Dich selbst genug Kraft brauchst. Aber so bin ich auch, immer erst die anderen und hinten dran erst ich selbst - deswegen bin ich mit meinem Problem überhaupt da wo ich jetzt bin. Nachdem andere Menschen mir Jahre lang Schaden zugefügt haben, mag ich mich nun selber auch nicht mehr und solange das so ist, kann ich mir auch nicht helfen und auch nichts für mich tun. Also sei stolz auf Dich, dass Du das alles schon geschafft hast und was für Dich tust.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Mut.

Gruß, Fantasy
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Fantasy40 hat zum Thema: Gut gemacht geschrieben
hasenpfoetchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 04.07.2007, 16:31    Titel: Outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Klaro,
hallo Fantasy,

ich bin ja sprachlos über Eure lieben Worte. Ihr seid stolz auf mich, dass hat noch nie jemand zu mir gesagt und wenn dann hat er dass nicht wirklich gemeint.
Ich hab das ganze lange noch nicht geschafft und bin davon überzeugt, dass es mich bis zum Lebensende begleiten wird. Ich bin deshalb nicht traurig im Gegenteil, ich bin sogar froh das ich endlich entdeckt habe, dass ich Alkoholikerin bin. Jetzt weiss ich wenigstens, was ich für ein Problem habe und Schritt für Schritt bis zum für mich bestimmten Ende, mache ich mir und meinen Liebsten das Leben schön. Das ist mein Lebensziel. Ich werde mich auch nicht mehr verstecken und ich will auf die Menschheit und das Leben losgehen. Aber ich muss weiterhin lernen zu denken. In meiner Euphorie hab ich bereits zwei kleine Probleme in meinem Leben ganz alleine bewältigt. Für Nichtalkoholiker wären es bestimmt Peanuts. Für mich war das zuerst nicht zu Flasche zu greifen, dann überlegen, Lösung suchen. Anstrengend wie die Sau, ich sags Euch. Ich hab es ganz alleine geschafft und bewältigt. Ich will das alte Leben nicht mehr.
Hey, ich hab Spaß am Vogelgesang und dass lasse ich mir nicht mehr wegnehmen.

Liebe Fantasy, bist du ein Stückchen weitergekommen?

Vielleicht brauchst du noch ein bischen, aber warte nicht zulange, du weiß nicht was du alles versäumst. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich leicht überzeugen lassen und bin immer ersmal skeptisch, aber die Therapiegruppe bewirkte bei mir Wunder. Lachen
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hasenpfoetchen hat zum Thema: Outen geschrieben
kommal
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 6389
Alter: 53
Wohnort: Niederrhein

BeitragVerfasst am: 04.07.2007, 20:47    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hasenpfötchen,

deinen Worten entnehme ich, dass Du wieder gelernt hast, zu vertrauen. Und das ist sehr wichtig, denn Du kannst deinen weiteren Weg nicht alleine gehen. Aber das weißt Du ja jetzt.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und frohen Mut! Smilie

LG kommal
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kommal hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben
ClaudiA
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 2583
Alter: 40
Wohnort: in meinem Nestchen in Bayern

BeitragVerfasst am: 04.07.2007, 21:17    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo hasenpfötchen,

ich weiß wie Du Dich fühlst. Als ich vorhin angefangen habe meine heutigen Gedanken aufzuschreiben, da war doch dick und fett vor unserem Fenster hier ein eeeeewig schöner und richtig farbenprächtiger Regenbogen zu sehen.

Bin gleich nochmal hoch zu meinem Zwerg (war noch wach) und hab ihn nochmal aus´m Bett gezogen, um ihm den zu zeigen.

Und er stand da, strahlte auch und meinte: "So nen tollen Regenbogen hab ich noch nie gesehen" Sehr glücklich

Ich fand´s total schön, daß ich mich so richtig ehrlich mit ihm freuen konnte - ohne vernebelt zu sein.

Liebe Grüße!!
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ClaudiA hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben
Fantasy40
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.06.2007
Beiträge: 64
Alter: 46
Wohnort: Nähe Köln

BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 09:50    Titel: Gruß an Hasenpfötchen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hasenpfötchen,

Du kannst sehr stolz auf Dich sein, Du hast sehr viel geleistet mit Deinen ersten Schritten in die Trockenheit auch wenn Du ewig weiter daran arbeiten musst. Ich selbst bin noch nicht weiter gekommen außer dass ich den Alkoholkonsum reduziert habe. Das Problem ist wahrscheinlich, dass es mir noch gar nicht so schlecht geht. Letztlich bin ich ein sehr gemässigter Trinker, bei mir macht es eher die Regelmäßigkeit. Aber ob Vieltrinker oder nur gemäßigter regelmäßiger Trinker - Alkoholiker ist Alkoholiker, das weiß ich wohl. Was mich jetzt so blockiert, ist der Arztbesuch. Meine Familie und mein Lebensgefährter wissen soweit Bescheid aber den nächsten Schritt schaffe ich im Moment nicht. Schade.
Drück mir die Daumen, dass es doch noch weiter geht bei mir.

Liebe Grüße und weiterhin viel Kraft, Fantasy
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Fantasy40 hat zum Thema: Gruß an Hasenpfötchen geschrieben
ClaudiA
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 2583
Alter: 40
Wohnort: in meinem Nestchen in Bayern

BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 10:12    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Fantasy,

dabei ist der Arztbesuch wirklich nicht so schlimm. Ich war ja selbst vorletzte Woche erst.

Bammel hat ich schon, aber die Angst, daß ich mit meiner Sauferei die letzten Jahre meinen Körper innerlich schon kaputt gemacht, ist so gesehen größer.

An meinem Leben häng ich schließlich doch.

Mein Arzt (kenn ich schon lange) war recht erschüttert, aber es stand ausser Frage, daß er sich meinem Problem annimmt und mir bei den weiteren Schritten hilft.

Ich denk mir auch, daß mit meinem Arztbesuch ich einen weiteren Schritt zum outen getan hab, somit ein Hintertürchen hinter mir zugesperrt habe.

Liebe Grüße!!
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ClaudiA hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben
hasenpfoetchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 13:18    Titel: VERTRAUEN? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kommal,
erstmal danke für Eure Nachrichten.
Vertrauen? Gute Frage. Vielleicht lerne ich erst gerade. Zufälligerweise ist mir gestern irgendwas in der SH-Gruppe passiert. Da dachte ich einen langen Moment nach, dort nicht mehr hinzugehen. Es war eine komische Situation:
Am Ende sagte mir jemand Tschüss und blieb noch. Ich wollte aber noch garnicht gehen. Als erstes kam mir natürlich der Gedanke: super jetzt bin ich endlich angekommen, hab schon viel Vertrauen in die Gruppe und jetzt grenzen sie mich aus und wollen mich nicht dabei haben.
Früher hätte ich wirklich alles hingeschmiessen. Heute überlege ich, vielleicht haben die es garnicht so gemeint, vielleich haben sie etwas wichtiges, vertrauliches zu besprechen gehabt. Warum kriege ich es gleich "in den falschen Hals". Das sind doch die alten Verhaltensmuster. Wenn ich was nicht krieg, wenn es nicht nach meine Nase läuft, ist es mir sofort egal und alle sind blöd.
Ich war dermaßen geistig am Ende und hab mich irgendwie so in das ganze reingesteigert, dass es immer schlimmer wurde. Irgenwann sagte ich mir stop, ich kann doch nicht alles hinschmeissen, nur weil ich mir etwas einbilde, was garnicht stimmt. So viel zum Thema VERTRAUEN.
Ich weiss, dass ich mich nicht von heute auf morgen ändern kann, obwohl ich es gerne hätte. Dass nach der Euphorie ein Tiefpunkt kommt das war mir auch klar. Die Angst vorm Rückfall ist enorm hoch und lässt mich zittern. Aber ich glaube, dass muss so sein.

Liebe Fantasy,
ich hab zwar keine Ahnung wie gefährlich es sein kann, auf ein Schlag nichts mehr zu trinken, aber ich weiss dass dich dein Arzt nicht fressen wird. Im Gegenteil, danach fällt dir ein fetter Stein vom Herzen.
Wenn du aber NICHTS unternimmst, dein trinken reduzierst, belügst du dich wiedermal selbst. Wenn das dein Wunsch ist???

AN Stormyday,
die Geschichte vom Regenbogen, die ist sehr schön. Ich stimme dir voll zu. Zugleich frage ich mich, wie konnten wir solange auf sowas verzichten?
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hasenpfoetchen hat zum Thema: VERTRAUEN? geschrieben
kommal
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 6389
Alter: 53
Wohnort: Niederrhein

BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 19:39    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hasenpfötchen,

ich glaube, Du merkst so langsam, was für ein Gefühl es ist, dich nicht mehr verstecken zu müssen. Stimmt´s? Smilie
Ich hab mich zum Schluss auch nur noch gegen alles und jeden verteidigt, weil ich mich ständig in die Enge getrieben fühlte. Heute ist das ganz anders. Wenn mir jetzt jemand unsachlich- wirklich unsachlich- kommt, schlage ich ihn mit seinen Waffen. Aber zuerst überprüfe ich aus der Vogelperspektive die Situation. Mmeine Tage verlaufen ruhiger und kontrollierter - zufrieden.

LG kommal
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kommal hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben

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