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klaro
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 06.01.2007
Beiträge: 287
Wohnort: Borken

BeitragVerfasst am: 07.07.2007, 13:56    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo hasenpfötchen!
Du gehst deinen weg schon mit der richtigen geschwindigkeit und merkst doch, wann du die reissleine ziehen musst. Das du dich in der gruppe manchmal verloren vorkommst ist doch normal. Wenn du was willst musst du lernen es zu sagen und dich nicht in dein schneckenhaus zurückziehen. Du bist dort dein eigener chef und nicht der gruppenleiter. Das du dich getroffen fühlst weil es in der gruppe nicht so lief ist auch normal. Wir sprit köpfe sind sensibler geworden und da du noch am anfang deiner abstinenz bist ist die belastbarkeit noch nicht so stark. Das mit dem orden muss jeder für sich entscheiden und es kommt darauf an wer mich fragen tut. Wenn du da so einen stichelpeter hast der als an dir herumnörgelt, so frage ihn doch mal, warum er es wissen möchte. Du musst lernen den ball den du mit solchen fragen bekommst auch wieder zurückwerfen können, ohne dich zu orden. Spreche das mal in der gruppe an und du wirst sehen, das es ein ausfüllender abend wird. Ich habe für solche fragen immer eine gegenfrage parat, bei denen ich mich nicht orden will und immer hört der andere auf weitere fragen zu stellen. Hat aber einer alkoholprobleme und fragt mich wenn er nüchtern ist so kann ich ihm den weg sagen, den er gehen sollte, weil ich dann meine eigene erfahrung mit einbinden kann. Die hilfe sollte er sich aber woanders holen, wenn man selbst noch nicht stark genug ist und noch mit sich selbst beschäftigt ist auf dem weg zur gesundung.
Wenn du mit irgendwas nicht zufrieden bist, so schaue bei dir, denn der andere löst das nur aus was dich unzufrieden macht. Hast es schon erkannt, das es bei deinen letzten gruppenbesuch so war, wo man sich nur von dir verabschiedete und du eigentlich was anderes wolltest.
Ich habe bei dir ein gutes gefühl, das du den richtigen weg eingeschlagen hast, auch wenn rückschläge und enttäuschungen kommen. sie können dich aber nicht herunterziehen sondern machen dich nur noch stärker.
Wünsche dir ein angenehmes wochenende.
Herzlichst heinrich
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klaro hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben
hasenpfoetchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 08.07.2007, 09:40    Titel: Der richtige Weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich danke dir Klaro!
Das was mir in der Gruppe passiert ist, das habe ich auch angesprochen. Natürlich war es nicht so wie ich es mir eingeredet habe. Du hast schon recht, dass ich dort nicht der Chef bin. Damit umzugehen, es zu verstehen das ist harte Arbeit. Ich setzte sofort extrem hohe Erwartungen an die Gruppe und das ist falsch. Das sind auch nur Menschen. Meine Unsicherheit und das Gefühl ausgeschlossen zu sein, hat sich in der nächsten Sitzung erledigt von selbst. Das was du schreibst, bestätigt nur da ganze.

Das ich auf dem richtigen Weg bin, das merke ich, weil es mir gut geht.

Ein anderes Problem was mich nachts nicht schlafen lässt, sind die Mitmenschen in meiner unmittelbaren Umgebung. Ich sehe sie jetzt mit anderen Augen. Es gibt für mich teils positive Veränderungen, teils negative.Die negativen überwiegen leider. Ich habe das Gefühl nur von Alkoholikern umgeben zu sein. Das macht mir echt zu schaffen.

Ich glaube, ich muss bald hierzu ein neues Thema ansprechen.
Jetzt muss ich was tun bis bald und nochmals:
Smilie Ich danke DIR!
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hasenpfoetchen hat zum Thema: Der richtige Weg geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 08.07.2007, 10:21    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus Hasenpfötchen,

auch das ist nichts neues: wir Alkoholiker suchen uns sehr oft ein Umfeld, in den unser massiver Alkoholmissbrauch "nicht so auffällt". In Therapeutenkreisen wird auch oft davon gesprochen, dass "man unter seinem Niveau trinkt".

Klartext: unter Menschen, die einen normalen Alkoholkonsum pflegten, haben wir uns zu Säuferzeiten ja gar nicht mehr getraut - wir wären massiv aufgefallen, und das wollten wir ja nicht...wir wollten ja ungestört Saufen...

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben
klaro
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 06.01.2007
Beiträge: 287
Wohnort: Borken

BeitragVerfasst am: 09.07.2007, 11:19    Titel: Re: Sich am Arbeitsplatz outen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hasenpfötchen!

Ein anderes Problem was mich nachts nicht schlafen lässt, sind die Mitmenschen in meiner unmittelbaren Umgebung. Ich sehe sie jetzt mit anderen Augen. Es gibt für mich teils positive Veränderungen, teils negative.Die negativen überwiegen leider. Ich habe das Gefühl nur von Alkoholikern umgeben zu sein. Das macht mir echt zu schaffen.

Ging mir nach meiner Therapie genauso. Ich wollte alle auf meine Schien ziehen, da ich
ja jetzt geläutert war.( dachte ich)
Das alles hat mir aber nichts gebracht, ( auch in der Gruppe )sondern nur Unzufriedenheit in mir. Dies gehört zum Trockensein dazu. Ich musste erst mal Lernen selbst mit mir umzugehen und mich um meine Bedürfnisse kümmern. Da ich meinem trinkenden Umfeld nicht in allen Dingen aus dem Wege gehen konnte (Verwandtschaft) musste ich Umdenken lernen. Da bei mir die Sauferei jetzt einen anderen Stellenwert hatte, wie zu den Zeiten als ich noch mitgesoffen hatte, wusste ich, das die anderen das gleiche Problem haben wie ich. Wenn bei mir einer gekommen wäre, als ich noch gesoffen habe und hätte gesagt, ich solle was gegen meine Sauferei machen, so hätte ich ihm gesagt, das es ihm einen Sche***dreck anginge und es allein meine Sache wäre.
Du hast schon gesagt bekommen, das es wichtig ist dich zu Stabilisieren und nichts anderes hat Vorrang. Das sie dich wieder auf ihre Schiene ziehen wollen in dem sie sagen, das du kein Alki bist, sollte denen ihr Problem sein und nicht deins. Du hast für dich die Entscheidung getroffen und nicht für Leute in deinem engeren Umfeld. Sie wissen nämlich nicht mit der Situation umzugehen, da du nicht mehr ihre Sprache sprichst. Du kennst sie zwar noch, möchtest sie aber nicht mehr sprechen und das macht dich Unzufrieden. Ich fühle mich heute noch unwohl, wenn der Alkoholkonsum bei den anderen steigt und die Schallplatte einen Riss hat, sich alles wiederholt und die Lautstärke sich Automatisch erhöht. Das hat nichts damit zu tun, das ich dann Lust auf Alk bekomme, sondern ich das nicht mehr mitmachen möchte, obwohl ich die Sprache noch bestens kenne. Ich sage dann Tschüß bis zum nächsten mal egal ob Verwandtschaft oder nicht. Dieses Recht nehme ich mir und lasse mich auch nicht von meiner Frau davon abbringen, die aber meist als erster die Reißleine zieht. Man sagt, um eine zufriedene Abstinenz zu erreichen, dauert zwischen 2 und 6 Jahre. Wenn ich bei mir zurück blicke, so brauchte ich 3 Jahre. Die Zeit davor sehe ich als einen Reifeprozess, den ich durchgemacht habe. Meine Saufzeit hatte ja auch Jahre gedauert.

Mach weiter so und lasse dich nicht unterbuttern.

Es grüßt dich recht herzlich Heinrich
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klaro hat zum Thema: Re: Sich am Arbeitsplatz outen geschrieben

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