| alles mist • Werde nun auch hier berichten.... |
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ilo neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 30 Wohnort: Bonn
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Verfasst am: 30.06.2007, 22:37 Titel: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo, ich bin ilo,
ich hatte mich vor wenigen Tagen ganz kurz vorgestellt und seither heftig gelitten.
Kurz zu meiner/unserer Geschichte:
Eigentlich hatte ich (52) eine schöne Kindheit, zwar noch vier Schwestern, wenig Geld, aber trotzdem hatten wir ein eigenes Haus, wir durften unsere Wunschberufe erlernen und eine jede von uns ist "beruflich etwas geworden".
Mein Vater war ein sogenannter Quartalssäufer, der, wenn er betrunken war, ziemlich agressiv war, sogar meine Mutter, während sie ihr Baby stillte, schlug.
In seinen nüchternen Phasen war er der tollste Vater, den man sich vorstellen konnte und er hat viel mit meinen Schwestern und mir unternommen: Radtouren, Spieleabende, er hat uns Tanzen beigebracht - einfach ein Vater zum Liebhaben.
Mit 28 habe ich geheiratet: meinen Traummann!
Er hatte nur einen Haken: er trank! Und auch er schlug mich während ich mein Baby stillte...
In seinen nüchternen Phasen war er der tollste Mann, den frau sich vorstellen konnte: er sah gut aus, konnte ganze Gesellschaften gut unterhalten, spielte liebevoll mit den Kindern, unternahm viel mit mir und den Kindern. Aber irgendwann nahm das Trinken und die Brutalität zu. Nach dem zweiten Kind - knapp fünf Jahre nach der Hochzeit - habe ich mich von ihm getrennt.
Darauf hin hat er mich fast 20 Jahre lang "gestalkt" (versucht, in meine jeweiligen Wohnungen einzubrechen, oder aber mich am Telefon mit Morddrohungen eingeschüchtert).
Aber ich habe es geschafft: ich habe meine beiden Mädels (ohne Unterhalt von seiner Seite) "groß" bekommen und sie scheinen zufrieden mit mir und ihrem Leben zu sein.
Zehn Jahre habe ich mich ausschließlich um meine Mädels gekümmert, hatte zwar zwei oder drei Freunde in der Zwischenzeit, die ich aber nie mit nach Hause gebracht habe, weil ich meinen Kindern keinen Interim-Vater vorsetzen wollte. Ich wollte erst dann einen Neuen in die Familie einführen, wenn ich mir sicher bin.
Mit 44 Jahren habe ich mir einen neuen Mann gesucht: per Annonce.
Und wieder habe ich meinen Traummann gefunden! Der einzige Haken: er trinkt!
Wir haben zwei Jahre lang eine Wochenendbeziehung gehabt, bis wir dann im Mai 2000 mit meinen Kindern und seinem Sohn zusammen gezogen sind. Erst da habe ich bemerkt, dass er trinkt (vielleicht habe ich es da auch erst wahrhaben wollen?). Spiegeltrinker, habe ich anschließend gelernt.
Um jetzt nicht noch langschweifiger zu werden, kürze ich etwas ab:
Ein knappes halbes Jahr nach unserem Zusammenzug verlor er wegen Trunkenfahrt seinen Führerschein, ging freiwillig in die hiesige Landesklinik zum Entzug, machte anschließend eine ambulante Therapie bis er einen stationären Thera-Platz bekam und war dort knapp 6 Monate.
Nachdem dann ein Jahr supertoll lief, haben wir geheiratet. Das ist jetzt fast fünf Jahre her.
Zwischendurch - weil er glaubte - er käme mit kontrolliertem Trinken zurecht, gab es immer mal wieder Rückfälle, die er aber alleine ganz gut in den Griff bekommen hat - hin bis zu 3 Monaten ohne jeglichen Tropfen und dann aber wieder Zeiten, wo er mächtig zugegriffen hatte.
Und jetzt hat er den heftigsten Rückfall seit Zeiten. Von Karneval bis Ostern hat er nichts getrunken. Jetzt arbeitet er von zu Hause aus, geht seit Anfang Juni nicht mehr ins Büro. Und wenn ich abends nach Hause komme, merke ich ihm an, dass er wieder heftig getrunken hat.
Ich fange wieder an, überall zu suchen. In seiner Aktentasche, die während der Heimarbeit neben ihm steht, stehen griffbereit nicht nur Wein und Sherry, sondern auch noch billiger Likörwein - alles Sachen, die auf Weinbasis sind und ihm bekommen. Wenn er Schnapps, Wodka o.ä. trinken würde, könnte er damit nicht so cool umgehen.
In der Garage habe ich den Bunker auch schon gefunden.
Ich bin das Überwachen so endlos leid und ärgere mich über mich selbst, dass ich nicht einfach sagen kann, dass das seine Sache ist und mit mir nichts zu tun hat. Ich ärgere mich über meinen Drang, vor den Kiddies (zwei sind noch im Haus) alles zu verharmlosen. Die sehen ja, wieviele "offizielle" leere Flaschen im Keller stehen, bevor sie samstags entsorgt werden.
Am meisten ärgere ich mich im Moment über mich: dass ich nicht so richtig den Willen und den Mut aufbringe, mich von ihm zu trennen. Ich habe ihn zwar gestern Abend verlassen, um bei meiner Schwester zu schlafen, werde mir morgen auch eine Wohnung anschauen - aber so richtig davon überzeugt, dass ich das mache, bin ich noch nicht.
Neben Liebe - denn ich liebe ihn trotz allem immer noch - ist es wohl auch die Angst davor, wieder von vorne anfangen zu müssen und wieder alleine zu sein und die ganze Arbeit, Stress und Traurigkeit, die damit verbunden ist.
Sorry, ist sehr lang geworden. Danke fürs Lesen bis hierhin.
Werde mich zukünftig kürzer fassen (aber es hat gut getan, einfach mal so frei von der Leber zu reden).
LG, ilo |
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| ilo hat zum Thema: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 01.07.2007, 00:33 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo Ilo,
auch ein herzliches Willkommen an dieser Stelle, haue rein in die Tasten, wenn es Dir gut tut.
Sie Mal, irgendwann fängt es an und dann lässt e nicht mehr los. Du hast ein bewegtes Vorleben, die Erfahrungen hier werden Dir helfen und Deine den Betroffenen. Von vorne anfangen müssen wir, mit Partner, ohne Partner, ganz neu, immer wieder von vorne, viele schaffen das nicht und dann geht irgendwann nichts mehr.
Lieben Gruß kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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ilo neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 30 Wohnort: Bonn
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Verfasst am: 01.07.2007, 01:28 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo Kaltblut,
danke für deine Worte. Ich weiß, dass ich neu anfangen muss - wo auch immer....
Ich habe verschiedene Selbsthilfegruppen besucht, bis ich diejenige gefunden habe, die mir "etwas gebracht" hat. Mein Mann hatte mich damals vorgeschickt und wenn mir die Gruppe gefällt, war er bereit, auch mitzukommen. Hat er auch gemacht.
Das war ein Neuanfang. Erst habe ich die Gruppe während seiner Thera alleine besucht und dann ist er nach Thera auch ein paarmal mitgekommen. Hat sogar noch eine Mitpatientin dort eingeführt.
Aber so Neuanfänge sind halt nicht von Dauer, oder?
Und... ich habe schlicht und einfach Angst, noch einmal von vorne anzufangen! Und ich weiß auch gar nicht, ob ich das unbeschadet überstehe (vermutlich greife ich dann selbst zur Flasche).
LG, ilona |
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| ilo hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 01.07.2007, 18:35 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo Ilo,
Du kommst aus Bonn, da gibt es keine Flaschen, also schnell weg mit dem Gedanken. Neuanfänge können etwas Wunderschönes sein, dann vergeht die Angst ganz schnell.
Lieben Gruß kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 04.07.2007, 16:51 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo Ilo,
was geht denn da jetzt weiter, ist alles OK oder fliegen Flaschen?
LG kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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ilo neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 30 Wohnort: Bonn
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Verfasst am: 04.07.2007, 18:58 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo ihr Lieben,
so - jetzt habe ich wieder etwas Ruhe. Es war schon ziemlich turbulent am Wochenende:
Nachdem ich am Samstagmorgen zurück nach Hause gekommen bin, lag in der Küche ein Zettel: mein Mann war zu unserem Grundstück ins Elsass gefahren, um den Rasen zu mähen und etwas Zeit für sich zum Nachdenken zu haben.
Eigentlich war ich ganz froh darüber, denn so hatte auch ich Zeit, nachzudenken und etwas zu unternehmen.
Ich habe mir Wohnungsinserate angesehen, Termine ausgemacht, sonntags direkt noch zwei Wohnungen angeschaut - allerdings nur von außen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag schrieb er mir die allerliebsten SMS und dass er glaube, er habe eine Depri-Phase, die er auch ohne Alk bekämpfen könne und müsse und dass wir am Sonntag, wenn er wieder zu Hause sei, unbedingt vernünftig mit mir reden wolle.
Na ja, normalerweise kommen wir, wenn wir gemeinsam in Frankreich zurück sind, so gegen 20.00 h zurück. Aber ich erhielt kurz vor halb sieben eine SMS, dass er jetzt erst losfahre - war also vor 22.00 h nicht mit ihm zu rechnen.
Als er kam, war er sooooo müde und hatte am nächsten Morgen einen wichtigen Kundentermin, so dass er lieber doch nicht mit mir reden wollte, sondern erst montags.
Am Montag habe ich mir zusammen mit meiner Tochter eine Wohnung angeschaut, anschließend noch einen Traum von Wohnung zusammen mit meiner Schwester. Da wäre ich auf der Stelle eingezogen, wenn...... ich mir sicher wäre, dass es mir dadurch tatsächlich besser ginge!
Nach dem letzten Besichtigungstermin bin ich mit meiner Schwester zusammen noch in ein Pub und habe zum ersten Mal, seit wir verheiratet sind, nicht Bescheid gesagt, wo ich bin und wann ich nach Hause kommen werde.
Als ich gegen 21.30 h dann nach Hause kam, war er total aufgelöst und fing dann doch tatsächlich von sich aus an, mit mir unser Problem zu besprechen. Aufgelöst war er deswegen, weil ich noch nicht mal ne SMS geschickt habe, um zu sagen, dass ich später komme.
Dabei bin ich doch immer diejenige, die abends auf ihn wartet und nicht umgekehrt.
Jedenfalls will er diese Woche noch zu seinem Neurologen, will weniger trinken (nicht etwa aufhören, sondern kontrolliert trinken) und mehr mit mir gemeinsam unternehmen.
Und ich? Ich bin einfach noch nicht so weit, dass ich ihn verlasse. Ich weiss, ich empfehle anderen hier im Forum, nicht zu heiraten und den Auserwählten zu verlassen..... aber ich kann es noch nicht.
Obwohl es der Vernunft widerspricht, und obwohl ich glaube zu wissen, dass dies ein endloser Kreis ist, ich kann mir ein Leben ohne ihn noch nicht vorstellen.
Mal schau'n, wie es weitergeht.
LG
ilo |
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| ilo hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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Ayki79 Gast
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Verfasst am: 04.07.2007, 19:06 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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| Zitat: | | Da wäre ich auf der Stelle eingezogen, wenn...... ich mir sicher wäre, dass es mir dadurch tatsächlich besser ginge! |
Lass diese schöne Wohnung nicht für ihn sausen! Und glaub nicht, er würde etwas ändern. Er hat NICHTS eingesehen. Nicht vor seiner Therapie, nicht hinterher, und auch jetzt nicht!
Du gehst zur Zeit in die falsche Richtung, verschwendest deine Zeit, dein kostbares Leben! Das sind einfach nur deine Zweifel, die Angst vor der Veränderung! Lass dich nicht einschüchtern von komischen Gedanken, die dich zum Bleiben überreden! Es bringt nichts. Und es wird dir MIT SICHERHEIT ohne ihn besser gehen! Glaub mir! Und lass bloß diese Wohnung nicht sausen, wenn sie dir so super gefällt! |
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| Ayki79 hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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klaro neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.01.2007 Beiträge: 287 Wohnort: Borken
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Verfasst am: 04.07.2007, 19:41 Titel: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! |
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Hallo ilo!
Was du da von deinem mann schreibst, ist mir bestens in errinnerung, denn ich habe in vielen dingen mich wiedergesehen.
Liebe ilo, dein mann war noch nie trocken, trotz therapie. Warum hat er denn ein thera gemacht.
Ihm ist doch damals der führerschein wegen seiner sauferei weggenommen worden und um ihn wiederzukriegen und dich ruhig zustellen hat er eine thera gemacht. Er hat sie also nicht freiwillig gemacht sondern unter druck, egal wie auch.
Warum ist er nur einige mal in die gruppe gegangen? Warum glaubt er konntroliert trinken zu können? Warum versteckt er den alk wieder? Warum isoliert er sich? Dies alles kenne ich von mir, weil ich damals auch nur für andere meine thera machte. Dein mann hat sich nur ab und zu trocken gehalten und nur solange bis der saufdruck so gross war und die pulle herbei musste. Ich habe damals das spielchen 5jahre gemacht, was ich heute, als die hölle auf erden sehe.
Du bist doch eine erfahrene frau die sich bestens auskennt mit der Co-abhängigkeit und weißt doch wie dein weg sein sollte. Damit meine ich nicht trennung und scheidung, sondern loslassen von bestimmten dingen. Mach was dir spass macht und lasse ihn sein ding machen. Setze ihm grenzen die er nicht überschreiten darf.
Bekümmere dich nicht um seinen schnapsvorrat und lasse ihn saufen wenn er meint dies zu müssen.
Das schlimme dabei ist, da man dies alles ertragen und aushalten muss.
Ich kenne das,denn ich bin auch Co-alk.
Als meine tochter soff, habe ich auch versucht ihr hilfe anzubieten, welche sie aber nicht wollte. Bei anderen war ich derjenige der schuld an ihrer sauferei war. Sie hatte auch noch meine frau auf ihrer seite, denn wenn ich mit ihr über ihre fahne redete so kam diese von ihrem asthmaspray. Sie glaubte ihrer tochter mehr als einen alten erfahrenen Ex-säufer.
Ich bekam dinge von meiner tochter zu hören die mir sehr weh getan haben. Ich bot ihr noch einmal meine hilfe an, ihr adressen zu geben wo sie unterstützung bekam. Die könnte ich mir sonst wo hinstecken, bekam ich als antwort. Ich sagte ihr, das sie sich dann totsaufen müsse, welches aber ihre entscheidung sei. Ich habe losgelassen ihr helfen zu wollen und dabei gelitten wie ein hund, aber ich war nicht hilflos, denn ich ging ja in eine SHG und hatte befreundete therapeuten, die meine mülleimer waren wenn ich das bedürfnis hatte darüber zu sprechen. Das alles musste ich ertragen können. Mir ging es zwar nicht gut dabei, denn schließlich ist es ja mein kind, aber anders konnte ich ihr nicht helfen. Als bei ihr erst was passierte, hörte sie auf zu saufen. Sie ist jetzt trocken und denkt das andere regelt sich von selbst, welches aber nicht der fall ist, denn ihr verhalten ist noch das alte, nur ohne alk.
Liebe ilo. Du bist nicht wütend auf deinen mann weil er säuft sondern wütend auf dich selbst, weil du dir keine grenzen ihm gegenüber setzt. Du bist unzufrieden mit dir selbst und nur du kannst dafür was tun um wieder zufrieden zu werden, denn dafür bist du verantwortlich und kein anderer.
Wünsche dir alles gute und das du den mut nicht verlierst, denn das leben ist trotz schwierigkeiten doch schön.
Herzlichst heinrich |
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| klaro hat zum Thema: Re: Lebt der Mensch wirklich in Mustern? Ich glaube JA ! geschrieben
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