| Will es schaffen aber soo schwer ! • Euphorie lässt grüßen! |
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sigrid neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 26.06.2007, 19:21 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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hallo ihr,
karsten, bist du der meinung, dass auch "erst" alkohol-missbrauchende bzw. noch nicht physisch abhängige so radikale schnitte in ihrem leben vornehmen sollten?
bzw: wie radikal sollten diese schritte sein? die erste zeit (oder immer) leute, die alkohol trinken, meiden?
weißt du, ich bin mit meinen freunden seit der kindheit befreundet. sie trinken alkohol sind aber deshalb noch keine alkoholiker. die jenigen BEKANNTEN, die echt viel trinken, werde ich selbstverständlich meiden. bzw es gibt gar keinen grund, sich mit ihnen zu treffen, da man sie eh nur desnächstens in irgendeiner bar antrifft.
ich meine damit: es gibt doch im umfeld leute, die nicht schwarz (alkoholiker) oder weiß (anti-alkoholiker) sind, sondern die mittendrin. sollte man die auch meiden?
(in diesem beitrag kam das wort meiden jetzt ziemlich oft vor... werde es in zukunft meiden... )
liebe grüße
sigi
ps. ot: teleny, ich habe im profil gelesen, dass du katzenfan bist! ich auch! vielleicht magst du mir ja mal mailen. |
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| sigrid hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.06.2007, 19:53 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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Hallo sigrid,
für mich gibt es keine Unterschiede, ob jemand halb, weniger oder süchtig ist.
Die Alkoholsucht ist eine tödlich verlaufende Krankheit, die jeden in den Tod treibt, der sie nicht zum Stillstand bringt.
Dieses Forum habe ich ins Leben gerufen, um Menschen, die Hilfe suchen und von den Erfahrungen von Langzeittrockenen lernen wollen.
Wenn ich dann lese, ich mache eh was ich will, auch wenn ihr den Kopf schüttelt, ich mache es denoch, hat das nichts mit annehmen zu tun.
Ich möchte das Forum für die Menschen anbieten, die lernen wollen. Eine Unterhaltungsplattform, wo man sich eben mal über Gott und die Welt unterhält und die Sucht mal so nebenbei bewältigen will, möchte ich hier nicht führen.
Wer den persönlichen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat, aber den Weg nach untern schon angetreten hat, aber nicht weiter abrutschen will, muß erst recht vertrauen können, wenn er nicht abrutschen will.
Wenn er das nicht kann und glaubt, dass er es am besten weiß, also keine Erfahrungen annehmen will, muß eben doch erst seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen.
Auf halben Weg nach unten umkehren kann man nur, wenn man uns glaubt, dass der Weg dort hinführt, wo wir waren, wenn man nicht aus unseren Fehlern lernt. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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sigrid neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 27.06.2007, 10:31 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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lieber karsten,
danke für deine antwort.
sie macht mich seit gestern sehr nachdenklich.
ich vertraue dir, vertraue darauf, dass du weißt, wovon du sprichst. ich bin nur noch etwas geschockt, ich habe das gefühl, ich spähte immer durch den türspion und das zimmer dahinter erschein so klein. jetzt mache ich die tür auf und sehe erst, was sich dahinter alles verbirgt...
sigrid |
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| sigrid hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 27.06.2007, 10:41 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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Hallo Sigrid,
dieses Gefühl habe ich leider bei vielen hier auch, dass sie nicht verstehen, wie ernst so eine Krankheit ist.
Ich habe viele Jahre meines Lebens verschwendet, weil ich einfach nur gesoffen habe und mir um nichts einen Kopf gemacht habe. Ich habe alles verloren, meine Familie, meine Gesundheit, meine Selbstachtung und fast sogar mein Leben.
Ich reagiere vielleicht manchmal etwas mürrisch, aber das ist ganz sicher nicht böse gemeint.
Dieses Forum zeigt mir deutlich, wie wenig doch Menschen, die unsere Krankheit haben, bereit sind, auch nur etwas zu ändern.
Die meisten suchen hier nach den goldenen Mitelweg, nur um sich nicht ändern zu müssen.
Wenn sie zum Arzt gehen sollen schämen sie sich, sind zu feige oder wollen ganz heimlich aufhören zu trinken, damit bei einem Misserfolg nicht ihr Gesicht verlieren, wieder etwas nicht geschafft zu haben, obwohl ihr Verhalten, ihr Aussehen doch alles andere als seriös ist, wenn sie trinken. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 27.06.2007, 11:03 Titel: re |
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Hallo sigrid
| Code: | | weißt du, ich bin mit meinen freunden seit der kindheit befreundet. sie trinken alkohol sind aber deshalb noch keine alkoholiker. |
solche Freunde habe ich auch und ich denke fast jeder hier. Wir leben ja auch nicht auf dem Mond
aber meine Freunde schaffen es sehr wohl einen nachmittag oder Abend mit mir zu verbringen ohne dass dabei Alkohol verzehrt wird. Ich bin ihnen wichtiger als der Alkohol.
Man muß sich mal immer wieder vor Augen halten, dass das
NICHT-TRINKEN
normal ist und nicht anders herum.
Aber das mußte ich in meinen kranken Kopf auch mal erst rein kriegen.
Ich dachte auch am Anfang, muß ich doch durch, ich hab doch das Problem.
Klar stimmt, aber wenn ich so denke erreiche ich NIE eine körperliche und geistige Distanz zum Alkohol. Um mich herum gehts fröhlich weiter. Hier lernte ich, das ist Alkohol trinken aus 2. Hand.
LG Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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Micha-ela neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.06.2007 Beiträge: 9
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Verfasst am: 27.06.2007, 13:09 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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Hallo Teleny,
ich glaube nicht, dass es hier darum geht, dass Du nicht willkommen bist. Aber eine Suchtabhängigkeit ist einfach ein echt ernstes Thema. Und solange Du das so locker siehst, verletzt Du uns auch etwas. Vielleicht weil einige hier sehr genau wissen, wo man landen kann, wenn man sich so "locker" verhält. Kann sein, muss nicht sein. Aber viellicht kannst Du einfach akzeptieren, dass für viele hier das Leben mit Alkohol absolut lebensbedrohlich ist und daher kein Platz für lapidare Bemerkungen ist.
Weisst Du, ich bin die Erste, die Witze über sich selbst gemacht hat, auch und gerade zum Thema meiner eigenen Alkoholabhängigkeit. Aber letztlich hat mich dieser spassige Umgang nicht weiter gebracht.
Micha-ela |
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| Micha-ela hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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kaktus neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.04.2007 Beiträge: 20 Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: 27.06.2007, 14:30 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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Hallo
Vielleicht sollte ich hier gar nicht schreiben, da ich erst vor kurzem kurzen einen Rückfall hatte. Oder vielleicht gerade aus dem grund.
Ich glaube, es geht nicht darum, alle Freunde zu meiden, sondern gefährliche Situationen.
Und wenn man mit alten Freunden oder der Familie feiert, dann kann man immer noch aus der Situation gehen, wenns zu gefährlich wird.
Wenn man dann noch kann!!!
Und im übrigen : ab wann ist man denn abhängi
kaktus |
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| kaktus hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 27.06.2007, 14:37 Titel: Re: alkohol statt selbstbestimmung |
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Servus Kaktus,
abhängig ist "man", wenn "man" sein Leben nicht mehr ohne Alkohol bewältigt. Blöde Definition, oder?
Ist das issen um den Zeitpunkt eigentlich wichtig? Ich finde: nein! Wichtig ist es für mich, dass ich jetzt ohne Alkohol leben will und dieses Leben ohne Alkohol mir erheblich mehr bietet, als es ein besoffener Tag jemals konnte.
In diesem Sinne: einen schönen trockenen Tag!
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: alkohol statt selbstbestimmung geschrieben
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