| Co...bin ich es oder bin ich es nicht? • Verwirrt, verletzt, verzweifelt, verliebt |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 15.10.2009, 23:00 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Hi kwiep,
nenne es falschsozial, anderssozial, unbekannt fehlgeleitet sozial, sozial gut aussehendes Verhalten verdeckend über die eigenen Mängel ausbreiten = sgvüdema. Sgvüdema= z. B. den Partner oder die Kinder reich zu beschenken und weiterhin emotional abzublocken, jetzt halt trocken.
Ich bin hier in diesem Forum aufgelaufen um meiner Frau zu helfen. Mein soziales Verhalten meiner Frau gegenüber. Ich tat etwas Gutes für meine Frau. Jedem der behauptet hätte ich mache das zur Selbstbefriedigung hätte ich einen Vogel gezeigt. Wahrscheinlich hätte ich geknickt das Forum verlassen.
Mir wurde klar, es ging auch um mich, also war ich hier für uns. Mein Sozialverhalten bezog sich also auf uns. Ich tat etwas Gutes für uns, unsere Ehe, unsere Zukunft. Jedem der behauptet hätte ich mache das zur Selbstbefriedigung hätte ich einen Vogel gezeigt.
Später begriff ich, ihr war nicht zu helfen, da keimte das für „Uns alle“ auf. Ich tat etwas Gutes für alle, Held sein dürfen. Jedem der behauptet hätte ich mache das zur Selbstbefriedigung hätte ich einen Vogel gezeigt.
Erst viel später wurde mir klar, mein soziales Verhalten betraf nur mich. Es war mir unbegreiflich, dass ich für mich hier sein sollte, denn ich war noch nie irgendwo nur für mich gewesen. Ich habe Geld verdient für andere und etwas abbekommen, ich war mit meiner Frau zusammen und habe mich durch sie gut gefühlt, meine Mängel emotional an ihr befriedigt. Ich kam mir dabei nicht in den Sinn.
Vieles kommt mir heute immer noch nicht in den Sinn, aber vieles wird immer deutlicher.
Jeder kann mit seinen Mängeln leben und es bleibt anderen ja auch nichts anderes übrig, denn sie haben ja keinen Einfluss auf andere. Je mehr ich mich um meine Mängel kümmere, je weniger erschrecken sie mich und dann darf ich mir meine Ängste und Sorgen auch ansehen ohne sie mit einer Sucht oder Fehlverhalten zu verdecken. Ängste führten bei mir zu depressiven, suizidalen Merkmalen. Damals hätte ein Flashback, z. B. auf der Autobahn zu einer spontanen Fehlentscheidung führen können. Da bin ich heute meiner Frau dankbar, durch ihre Krankheiten meine Mängel aufgedeckt zu haben.
Für was brauchst Du denn einen Vergleich, es geht doch hier um Dich. Du wirst doch wissen was Du mit Dir rum schleppst. Es geht doch nur darum, aufkeimende auslösende Gefühle zu benennen und zwar Deine.
Alles ist legitim, es war für mich auch mal legitim mir abends ein schönes Fläschchen Wein genussvoll einzuverleiben und voll gefressen, überarbeitet, mit Kippe im vollen stinkenden Ascher vor dem Fernseher einzupennen. Das sind die typischen Verniedlichungen und Blockungen, die gerne mit einer sozialen Handlung manipulativ getünscht werden. Ein bewusstes Schulterklopfen hat meist nur den Zweck das eigene unterentwickelte Selbstwertgefühl zu stärken, also einen eigenen Mangel kurzfristig auf Kosten anderer zu beseitigen. Eine scheinbar allmächtige Waffe um sich auf Kosten des anderen, der eh mit schwachem Selbstwert ausgestattet ist zu erheben. Jeder der wie ich damals bei jedem Korkenblub zusammenzuckte und einmal wach wurde, wird verduften, wenn er für die kranke Mängelbeseitigung anderer einstehen soll.
Ein Kind wird z. B. vom saufenden Vater geprügelt, weil es keine Fluppen am Automaten ziehen will. Die Angst hängt auch nach Jahrzehnten noch in den Knochen. Die fehlende Vaternähe verhindert jegliche normale Nähe zu Männern. Vater macht den Mund auf = Saufdruck, Fresssucht, Spieldruck usw. , daraus entwickelt sich z. B. Herpes oder ein Hautausschlag, denn das Kind hat vielleicht unbewusst gelernt zu reagieren oder wenn es etwas Falsches isst, sich blutig gekratzt hat, hat es Schonzeit, das wiederholt sich in der Ehe und später bei den Kindern die ihr spärliches Selbstbewusstsein beim Betroffenen aufpolieren. Das geprügelte Kind ist zwischenzeitlich Doktor geworden, steht unter Dauerstress weil es andere ja vor ähnlichen Situationen bewahren muss.
| Zitat: | | „Ich kann mit meinen Mängeln leben, wenn andere das nicht können oder wollen, dann ist es mir prinzipiell egal.“ |
Sicher, Dir, anderen eben nicht, denn es geht ja darum nicht nur nicht zu saufen, sondern etwas zu ändern. Nicht nur sich nicht mehr für den Partner aufzuopfern, sondern etwas zu ändern. Ein Egal, ist tropfnass und tropfnass führt selten zur Veränderung, sondern zurück. Da spielt es keine Rolle ob zurück eine Flasche oder die gleiche alte Rolle in einer neuen Beziehung ist.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.10.2009, 15:19 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Hi kwiep,
jahrzehntelang aufgebaute emotionale Fehlentwicklungen sind ja nicht weg, nur weil ich nicht mehr trinke. Sich auf das „nicht mehr Trinken“ zu konzentrieren führt mitten in die hohe Rückfallquote. Ich kenne keinen Alkoholiker der mit der Flasche im Hirn trocken wurde, obwohl es welche geben soll.
Erkannte Lust- und Triebbefriedigung kann niemals meine Mängel langfristig beseitigen. Krankhafter Egoismus führt genau in diese hoffnungslose Richtung. Indem ich andere Menschen benutze, wächst mein Druck, der erzeugt Scham, Schuld, Verwirrung, Druck und behindert meine Entwicklung. Nur mein spirituelles Wachstum, körperlich, geistig, geistlich und seelisch kann mich da raus führen. Sonst ist das wie Stillstand, nachdem ich die Wunderpillen einwerfe.
LG und schönes WE Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.10.2009, 23:14 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Hallo kwiep,
dieser Thread hier richtet sich an die Angehörigenkerle, die sich weder ausdrücken können, noch sehen wollen oder können dass sie etwas mit sich herumschleppen, was da nicht hingehört.
Ich danke Dir für Deine ausführlichen Schilderungen Deiner Einstellungen als Alkoholiker. Mir zeigt das wieder einmal, dass wir nach dem Loslassen des Suchtmittels überhaupt nicht so weit auseinander sind, so lange die psychischen Störungen durch Alkoholeinwirkungen noch nicht irreparabel fortgeschritten sind. Vor allem aber, verdeutlicht es mir den gravierenden Unterschied zwischen den Geschlechtern. Ich habe hier im Angehörigenbereich noch keine länger „trockene“ Frau erlebt, die auch nur annähernd so eine festgefahrene Einstellung gehabt hätte und wir haben hier ganz schön knallharte Vollkontaktweibchen.
Vielleicht ermutigt es ja andere Kerle, Ängste und Unsicherheiten zu überwinden und sich frei zu schreiben, denn Kerle denken an der Wurzel anders.
Kwiep, lass uns doch mal in Deinem Thread nachlesen, was Deine Trockenheit mit Psychoanalyse und Spiritualität zu tun haben könnte.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 17.10.2009, 08:20 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Schönen guten Morgen, Ihr lieben (Pracht-)Kerle,
zum ersten finde ich es klasse mal betont die Herren hier anzusprechen, denen es vielleicht schwerer fällt sich zu öffnen.
Zum zweiten finde ich als Frau die Sichtweise interessant - von Co und Alkoholiker - weil sie mir vieles erklärt und somit meine Spiritualität (deshalb will ich mir hier einklinken) eher auf den Kern bringt.
Spiritualität, Reise zu sich selber, kreatives denken oder leben - wie auch immer wir es bezeichnen können, meine absoluter Absturz innerhalb der Alk-Beziehung hat mir tatsächlich erstmalig in meinem langen Leben eine anschließende Zufriedenheit beschert (das nur durch eine andere Grundeinstellung). Alles verloren hatte ich schon, es konnte nur noch besser werden - Ängste fraßen mich nicht mehr auf. Apropos Ängste: bedeutet Angst nicht, Bedenken zu haben selber etwas zu bewältigen? Folgt dann diesem Gedanken nicht der Urgedanke es selber nicht auszuhalten und somit im Leben unterzugehen???
Letzte Woche noch sah es so aus, ein paar unangenehme Dinge mehr und ich hätte fliegen können "ironisch gesagt"
Auto nicht durch den Tüv, bei einem Gehalt von unter 900 Euro, Kaminofen kein Durchzug, kalte Bude, Regenschauer durch die Hauswand und bingo - Regen im Haus.
So, eines ist klar, Panik macht es mir nicht leichter, auch wenn ich mich nur hätte hinsetzen können und heulen.
So : Kaminfofen wurde von einem lieben Schornsteinfeger komplett nebst Rohren in stundenlanger Arbeit gereinigt (zu einem geschenkten Lohn) Einfach jemand, mit dem die Kommunikation von Anfang an klappte und bei jedem Besuch mit einem Kaffee endete.
Auto kann ich nächste Woche holen für 200 Euro - alt - nur 60000 km und einfach vielleicht für ein oder zwei Jahre fahrbereit.... aber fahrbereit mit Tüv....
So - Spiritualität - ich habe lernen müssen dass das Leben seine Bahnen zieht und ich besser diese Bahnen betrachte um daraus zu handeln. Wäre mir früher nicht gelungen. Gelingt mir nur durch eine viel, viel gelassenere Lebenseinstellung und ein Grundvertrauen.
Geholfen haben mir hier Menschen, die hörten was los ist und sofort helfend (sozial, und uneigennützig) reagierten. Einfach so: das Auto sollte weg weil Opa verstorben war und der Schornstein bedeutete eine kleine Bareinnahme. Alles Seiten haben einen Nutzen und für mich bedeutet das einmal mehr Spiritualität und Bereitschaft sich auf das Leben einzulassen wie es sich präsentiert.
Mängel - ja, die haben wir alle, denn wir sind (schönerweise) Menschen mit Ecken und Kanten. Wenn wir aber mit uns eins sind können wir diese betrachten und so für uns leben, dass wir nicht andere schädigen oder uns selbst falsch beleuchten.
Ich muss kein leidender Co sein, der sich bemitleiden lässt. Ich muss kein Alkoholiker sein, der sich Schuldvorwürfe macht - wir alle müssen einfach nur Menschen sein, die Handlungen versuchen im Sinne von "was Du nicht willst, dass man/frau Dir tut, das füg auch keinem anderen zu" - mir zumindest geht es so.
Allso Jung,
ich wünsche Euch in diesem Sinne ein
"Happy Weekend"
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 17.03.2010, 09:39 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Guten Tag,
der Co-Bereich ist der Bereich, in dem die Kerle hoffnungslos von Damen überrannt werden und wir, als das starke Geschlecht, plötzlich nur noch unsere Beine in die Hand nehmen.
Wir dürfen uns hier zu Wort melden.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4502 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 20.01.2012, 16:22 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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glück auf
zunächst danke für den link bei frank9
jetzt mach ich mich erstmal ans lesen
schöne zeit
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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Rhein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.07.2011 Beiträge: 139
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Verfasst am: 21.01.2012, 01:22 Titel: Re: @ stille Co-Kerle |
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Auf Seite sieben schreibt Emma
"Wenn sie nämlich nach 4 Tagen wieder klar ist, will sie ihn zurück.. Umgarnt ihn und bekommt ihn auch schließlich immer in ihr (dann aufgeräumtes) Bett. Und er geht dann wieder drauf ein und denkt sich es wird schon wieder. "
ich hatte mal einen Thread http://www.forum-alkoholiker.de/ftopic26984.html
zum Thema S**ät und Co Ab aufgemacht. Ohne den Satz von Emma überinterpretieren zu wollen nehme ich ihn als Möglichkeit zur These, daß S**ät (mit dem Alk Partner) das Co Ab sein mitunter betäuben hilft, und man - wenn man S** mit dem Alk Partner hat - wenigstens weiß, wofür die BZwenigstens in diesem Moment gut ist.
Ich denke, das hört sich hart an, aber so als Gedankenanstoß und als möglicher Teil vom Ganzen.
Rhein |
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| Rhein hat zum Thema: Re: @ stille Co-Kerle geschrieben
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