| clean 2008 • Schmerzen, immer wieder Schmerzen! |
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Spedi Gast
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Verfasst am: 19.06.2007, 10:59 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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Servus Marlen,
| Zitat: | Warum ist einem der Tag nur so wichtig
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Nun, mir ist der Tag wichtig, weil er den Wendepunkt in meinem Leben markiert. Ich feiere diesen Tag auch als meinen Geburtstag - schließlich bin ich damals nur sehr knapp mit dem Leben davongekommen, und seither lebe ich wirklich ein neues Leben.
| Zitat: | Aber ich weiß gar nicht, inwieweit ich da drin rumwühlen soll. Es kommen alte Gefühle hoch, die ich nicht mehr fühlen will. Ich kann nichts an der Vergangenheit ändern.
Damals habe ich mir eingebildet, daß der Alkohol mir hilft. Es sind so viele Jahre vergangen und etwas erwachsener bin ich trotz dieser Jahre im Suff doch auch geworden.
Ich möchte jetzt für die Zukunft arbeiten, daß ich JETZT Selbstbewußtsein und Selbstachtung aufbaue. Das fällt mir schwer, wenn ich immer wieder die alten Verletzungen rauskrame. |
Du sollst Dich auch nicht an den alten Verletzungen "weiden". Wichtig ist nur dass Du Dir bewusst bist, wann/warum Du getrunken hast. Wenn es diese Verletzungen waren, und die Gefahr besteht dass sich diese Verletzungen wiederholen, dann musst Du Dich gegen den da zu erwartenden Saufdruck wappnen!
Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg!
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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Marlen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: 19.06.2007, 12:22 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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Hallo Spedi,
da stimme ich dir völlig zu. Das Thema war gerade auch ganz schlecht für mich. Ich habe bis jetzt gebraucht um mich wieder zu "fangen".
Da kam jetzt ein Schwall Selbstmitleid und unangenehmer Gefühle hoch, die ich zu gerne ersoffen hätte.
Das alles hat aber mit meinem Leben heute nichts mehr zu tun. Ist passiert .... Vergangenheit.
Ich darf da zumindest momentan nicht rumwühlen, denn da bin ich ganz schnell auf einer Gefühlsebene, die ich in längst vergangenen Zeiten zu recht hatte. Ich spüre Verletzungen, die mir in der Vergangenheit zugefügt wurden, die nicht mehr Rückgängig gemacht werden können, die aber auch nicht präsent sind, wenn ich sie nicht rauskrame.
Das lasse ich lieber und stelle mich den momentanen Gefühlen - das was grad so angeschwemmt wird, das ist genug Arbeit, da muß ich nicht noch den Schlamm unten aufwühlen.
So, genug gegrübelt, jetzt geh ich wirklich in den Garten.
Bis dann
Marlen |
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| Marlen hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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Marlen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: 20.06.2007, 12:54 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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Hallo,
ich finde es für mich recht hilfreich, wenn ich hier öfter Rückmeldung gebe. Hoffentlich ist es O.K., wenn ich diesen Thread dazu nutze regelmäßig zu schreiben.
Der gestrige Tag war nicht einfach, aber gut. Die Gefühle, die ich da aufgewühlt habe, hab ich wieder an ihren Platz geschafft. Trotzdem haben mich so winzige Verzichtsgedanken hin und wieder belästigt.
Der Garten hat sich als gute Idee erwiesen, ist wirklich ein wunderschöner Garten und dort verbinde ich auch nichts mit alten Trinkgewohnheiten. Bei schönem Wetter wird das wohl mein Refugium werden.
Trotzdem freue ich mich jetzt auf den prognostizierten Regen und die Abkühlung. Ich schlafe etwas schlecht und wache recht müde auf, was ich aber nicht auf den fehlenden Alkohol schiebe. So ein schwüles Wetter habe ich immer schon schlecht vertragen.
Langsam kann ich auch Bedürfnisse wieder unterscheiden. Ich habe ja alles zugeschüttet - ganz einfache Sachen, wie Hunger und Durst.
Noch vor zwei Wochen war da einfach was, das mir gefehlt hat und ich hab mir Wein genommen.
Jetzt meldet sich z.B. langsam richtiger Hunger und es ist kein diffuses Fehlen von etwas, sondern ganz klar Hunger. Ich habe zum Schluß ja nur noch ganz wenig und ungerelmäßig gegessen, manche Tage auch gar nichts.
Nach dem Tag gestern, den ich als den bisher schwierigsten empfand, der aber auch gut war (kein Saufdruck), fühle ich mich heute zwar irgendwie müde, bin aber bislang völlig frei von irgendwelchen Suchtgedanken.
Ich habe jetzt beschlossen, meine Abende mit meinem Spachkurs zu verbringen. Bisher war ich ja zu benebelt, als daß da was hängen geblieben wäre.
.... und ich habe gelesen, daß man durch Abstinenz und geistige Betätigung doch einiges an intellektuellen Fähigkeiten, die vielleicht verloren gegangen sind wieder aktivieren kann... mal sehen, was noch zu retten ist
Zumindest ist es eine sinnvollere Freizeitbeschäftigung, als sich vor der Glötze volllaufen zu lassen.
Gerade kam ein Anruf - mein Onkel ist gestorben. Ich müsste eigentlich am Freitag auf die Beerdigung - anstandshalber. Ich hatte aber keinen Bezug zu dem Menschen und denke, daß diese Situation für mich zu belastend ist. Nicht wegen meinem verstorbenen Onkel, sondern die noch lebende Verwandtschaft nervt mich - ich hatte da nie sonderliche Bindungen. Und will mich den neugierigen Fragen und auch teilweise unangenehmen Erinnerungen nicht stellen.
NEIN, ich bin jetzt wichtig! - Ich schreibe eine Karte.
Bis dann
Marlen |
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| Marlen hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 20.06.2007, 13:17 Titel: re |
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Hallo marlen
je, es ist völlig in Ordnung und auch wichtig dass du hier deine Gedanken und gefühle für dich niederschreibst und uns einen Einblick in deine Welt und Gefühlssituation gewährst.
Hier in diesem Thread bist du richtig.
Schön, dass du in dich hinein horchst und deine Gefühle wahr nimmst, annimmst und dann entsprechend handelst.
Mir der Beerdigung hätte ich auch wie du entschieden. Du bist jetzt die Hauptperson in deinem Leben und du kannst entscheiden was dir nicht gut tut.
Gestern, war der schwierigste Tag bisher, schreibst du.
Es werden immer wieder mal so Tage kommen, Gefühlsschwankungen in der ersten Zeit sind völlig normal.
Ich habe es so gehandhabt wie du, ich habe in mich hinein gehorcht und systematisch abgefragt, was ist los, warum geht es dir jetzt nicht so gut.
Manchmal war es wirklich nur Hunger, Durst, Müdigkeit oder Stress. Ich habe dann die entsprechenden Mittel eingesetzt um diesen Zustand zu beenden. Klar, Alkohol als "Allesheiler" gab es ja nicht mehr.
Finde es prima, dass du deine abende anders gestalten willst. Nur, übernimm dich nicht, mute dir nicht zuviel zu. Langsam, step by step.
Dein Körper hat jahrelang Alkohol erhalten, da ist man nicht in zwei Wochen drüber weg. Achte auf dich und tue das, was dir gut tut.
LG Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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Marlen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: 21.06.2007, 10:44 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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Guten Morgen,
ich kann gar nicht sagen, wie es mir heute geht. In Bezug auf Alkohol eigentlich gut.
Leider mache ich die Erfahrung nicht, morgens mit klarem Kopf aufzuwachen. Ich fühle mich benebelt. Die versprochene Abkühlung lässt auf sich warten und ich habe morgens ein Wattegefühl im Kopf und auch leichte Kopfschmerzen. Blutdruck 94/52.... ich weiß nicht, wie ich den rauf bekomme - könnte mich nur in die Ecke legen.
Keine Sorge, Annika, ich übernehme mich schon nicht. Den Kurs kann ich ja durcharbeiten wie ich will oder ich höre mir nur eine Sprachkassette an.
Das Lernen erfüllt mehrere Zwecke. Ersmal will ich mein Gehirn wieder anregen, denn auch wenn der Alkohol hier keine Schäden hinterlassen hat *hoff*, so haben doch die Jahre in denen ich nichts mehr getan habe nicht gerade dazu beigetragen mich geistig fit zu halten. Ich tu damit auch was für mein Selbstbewustsein !
So wie ich meinem Körper jetzt Obst, Salat und Gemüse gebe, gebe ich auch meinem Kopf einige gesunde Sachen.
Dann lenkt es mich ab. Natürlich denke ich über Alkohol nach - aber ich kann ja nicht ständig in mich rein grübeln. So konzentriere ich mich auf ein Thema und beim Lernen denke ich nicht an Alkohol.
Und nicht zuletzt dient es auch dazu ein weiteres simples Gefühl auch als solches wahrzunehmen - Müdigkeit. Ich kann die ganze Nacht fernsehen, ich penn vielleicht mal weg, aber die Müdigkeit spüre ich dann nicht so.
Dabei habe ich natürlich immer gesoffen, also meine Abende und Nächte im Tran vor Fernseher und Flasche verbracht.
Beim Lernen merke ich ganz klar, wann ich zu müde bin um mich zu konzentrieren und gehe dann auch ganz normal schlafen - so mit ausziehen, Zähne putzen, Licht aus usw.... Nicht mal kurz vorm Fernseher bei voller Beleuchtung und in Klamotten wegpennen.
Gestern war ich am See und kam sogar in das kalte Wasser rein. Mit "Pegel" bin ich nur so dabei gesessen, wenn mein Partner mich zum Schwimmen mitgenommen hat. Im Wasser war ich sehr selten.
Meistens habe ich dann auch einen Streit provoziert. Weil ich ja vorgeheizt hatte - und der immer nur Wasser, Schorle und Cola mitgenommen hat... ich wollte immer so schnell wie möglich wieder zu meiner Flasche heim.
War eine ganz neue Erfahrung so völlig entspannt einen Nachmittag am See zu verbringen.
Ja und abends hab ich mich dann mit meinen Lehrbüchern im Garten ausgebreitet und gelernt bis ich müde war.
So denke ich nicht an Alkohol, bzw. sehe mit einem gewissen Schrecken, welche Unmengen an Bier, Schnaps und Wein an einem Nachmittag mitten in der Woche da am See getrunken werden.
Nicht mal nur die Jugendlichen, die sich sowieso die Kante geben, auch z.B. eine Gruppe Mittdreißiger, die ein Surfbrett in den See wirft, sechs Leute halten sich am Brett fest, das dann im See als Tresen dient - dort saufen die dann stundenlang in praller Sonne Votka und Bier.
Ich sehe mir sowas an - und bin dann nur froh, das ich da den Absprung geschafft habe.
Bis dann
Marlen |
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| Marlen hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 21.06.2007, 11:00 Titel: re |
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Hallo Marlen,
weißt du, ich dachte du besucht einen Sprachkurs außerhalb z. B. in der VHS und muß dir alles nach deren Tempo in dein Hirn hinein hämmern
So ist es doch in Ordnung.
Ich finde es richtig schön, wie du reflektierst und wie du deine alten Rituale durchbrichst.
Du bist auf einem guten Weg, wie ich dich lese.
| Zitat: | könnte mich nur in die Ecke legen.
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Wenn du die Möglichkeit dazu hast, dann tu das doch ruhig. Dein Körper wird es brauchen. Und wegen deines Blutdrucks vielleicht mal den Arzt aufsuchen
LG Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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Marlen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2007 Beiträge: 24
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Verfasst am: 22.06.2007, 19:27 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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Hallo,
mir geht es sehr gut. Heute war eigentlich der erste Tag, an dem ich gar nicht an Alkohol gedacht habe - im Sinne von "ich darf nicht" oder auch nur "ich will nicht".
Ich musste mir das nicht sagen, weil ich wirklich keinerlei Verzichtsgedanken hatte. Es ist ehrlich gesagt so, daß ich fast das Gefühl habe dem Alkohol mehr Raum in meinem Leben zu lassen als er es verdient hat. Er hat mir genug Zeit gestohlen.
Ich weiß, daß es ein Fehler wäre, sich nicht noch lange und gerade am Anfang sehr intensiv damit auseinanderzusetzen... Trotzdem habe ich das Gefühl, daß mich das Thema ermüdet, bzw. ich hier nichts beizutragen habe, eben weil es mir so gut geht.
Ich stelle dieser Tage fest, wieviel sich doch auf dem Getränkemarkt getan hat, das ist total an mir vorbei gelaufen. Früher konnte man ja nur zwischen pappiger Limo, Fruchtsaft oder Wasser wählen.
In den Lokalen ist das leider immer noch so, aber im Supermarkt habe ich schon tolle Getränke entdeckt, die auch gut zum Essen passen. Ich freu mich fast schon auf den Herbst und Winter - hab unglaubliche Teesorten entdeckt
Als Belohnung für die letzten Tage hab ich mir zudem einen Entsafter geleistet - tolles Ding. Damit kann ich gesunde Säfte zubereiten und mir bleibt nicht immer so viel übrig, wenn ich Obst und Gemüse kaufe. Außerdem ist es schon wieder eine ganz lustige Beschäftigung.
Mein Kreislauf eiert immer noch. @Annika, da kann man nichts machen. Bzw. die Ärzte wollen da gar nichts machen. Es gibt zwar Medikamente, die helfen aber nur kurzfristig, der Körper gewöhnt sich schnell daran und geht auf den alten Wert zurück. Außerdem würde mir kein Arzt dazu raten, denn ich bin Raucherin und in meiner Familie gab es zahlreiche Schlaganfälle und Herzinfarkte - da ist ein niedriger Blutdruck eigentlich ein Segen.
Durch Sport könnte man den Kreislauf schon in Schwung bringen, aber das Trägheitsgesetz macht es schwierig.... wenn man wie ein Zombie rumläuft und schon froh ist, wenn man morgens endlich die Kaffeemaschine in Gang gesetzt hat, kann man schwer mal schnell eine Runde joggen. Ist so ein Teufelskreis. Wird aber jetzt sicher durch das kühlere Wetter bald etwas besser.
Jetzt gönne ich mir dann mal wieder ein Vollbad mit einem schönen Badezusatz. Das habe ich lange nicht gewagt, hab mich nur mit einem Duschgel aus der Apotheke geduscht, weil meine Haut so trocken und schuppig war, daß sie nach einem Bad wie Hölle gejuckt hat. Meine Haut ist jetzt schon wieder besser geworden. Und mein Gesicht ist klarer, klare Augen, klarer definierte Gesichtszüge.... ich war mal echt hübsch, vielleicht kann man da ja auch noch was retten
Bis dann
Marlen |
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| Marlen hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 22.06.2007, 20:09 Titel: Re: Das Leben ändern ? |
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| Marlen hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
Ich weiß, daß es ein Fehler wäre, sich nicht noch lange und gerade am Anfang sehr intensiv damit auseinanderzusetzen... Trotzdem habe ich das Gefühl, daß mich das Thema ermüdet, bzw. ich hier nichts beizutragen habe, eben weil es mir so gut geht.
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Hallo Marlen,
dieses Gefühl hatte ich am Anfang auch, kann man auch in meinem Thread in dem einen oder anderen Posting herauserkennen.
Trotzdem habe dann alle paar Tage mich hingesetzt und trotzdem was geschrieben - einfach weil ich es mir selbst versprochen habe. Und siehe da: Nach einer Zeit wurde mir bewusst, das mir das Schreiben über meinen Gefühlszustand - auch wenn dieser unspannend und undramatisch ist - doch etwas bringt: Reflektion! Durch das Schreiben hier wird mir klarer, wie ich mich jetzt echt, tatsächlich fühle. Ich werde mir meinem Zustand dadurch ein Stück weit bewusster.
Und jetzt, wo ich das ein paar Monate gemacht habe, bin ich ech froh darüber. Ich lese mir dann ab und wann meine früheren Beiträge durch und erinnere mich wieder. Ich sehe meine Entwicklung ein Stück weit foranschreiten und freue mich.
So wie in deiner heutigen Nachricht machst du es genau richtig. Du beschreibst, was du getan hast und wie du dich dabei gefühlt hast. Das ist gut so! Denn es macht einen wesentlichen Teil der Arbeit an deiner Trockenheit aus. Nur wer seine Gefühle kennt und einschätzen kann, weiß wann er rückfallgefährdet ist.
In meiner Suchtberatungsstelle bin ich auf viele Menschen getroffen, die einen Rückfall hatten und auf die Frage nach dem Warum geantwortet haben: "Keine Ahnung", "es kam wie aus heiterem Himmel", oder "ich weiß nicht warum".
Jemand der seine Gefühle regelmäßig reflektiert und so einzuschätzen lernt, ist da besser gewappnet und wird wahrscheinlich nicht so von bösen "Überraschungen" überrollt.
Am Anfang mag dir das langweilig und mühsam vorkommen, aber mit der Zeit automatisiert sich das - und irgendwann macht es einem auch Spass.
Ich habe momentan hier wesentlich mehr Spass daran zu schreiben und zu reflektieren, als in den ersten beiden Monaten.
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Das Leben ändern ? geschrieben
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