| Meine Frau ist Alkoholikerin.... • Helga |
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Teddy neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.07.2005 Beiträge: 145 Wohnort: Freistaat Bayern
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Verfasst am: 14.08.2005, 20:55 Titel: Re: Eine Studentin die säuft |
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Hallo RheinArGirl,
sei mir gegrüßt hier.
Das man abends wenn man rumzieht überhaupt keine alkoholfreien Getränke mehr zu sich nimmt ist eigentlich schon typisch für einen Alkoholkranken, meistens geht es so an. Außerdem ist es ebenfalls typisch daß aus 1x in der Woche zuerst 2x, dann 3x, dann jeden Tag und zum Schluß, nach jahrelangem Alkoholmißbrauch, dann schließlich täglich rund um die Uhr-Trinken praktiziert wird.
| Zitat: | | Ich fühle mich gut dabei, es mag jetzt etwas blöd klingen, aber ich könnte fast behaupten, dass ich diese Flasche Wein nicht als Flasche Wein betrachte, sondern als etwas was mir guttut, was mich versteht und meine Laune steigert. |
Möglicherweise verdrängte Probleme die du ständig mit Alk betäubst, verdrängst oder sonstwie "in Schach" hältst, eine gefährliche Situation die Dich immer tiefer in den Alkoholismus hineintreiben wird, Du solltest aufpassen damit.
| Zitat: | | Schon immer hatte ich einen empfindlichen Magen. Das hat sich in den letzten 3 Jahren enorm verschlimmert, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, dass das was mit der trinkerei zu tun hat. Ich fühle mich ständig so, als hätte ich einen starken Druck auf dem Magen, fühle mich ständig so aufgebläht und habe teilweise sehr starke Magenschmerzen. Ich war auch schon bei Ärzten, aber die kann man ja echt vergessen. Was ich aber jetzt tun werde ist eine Magenspiegelung. Hat Jemand mit diesen Symptomen schon Erfahrung? Ich meine es kann ja auch bei mir was ganz anderes sein- da bin ich mir nicht sicher. |
Bei mir waren es Helicobacter, bis die Ärzte dahinterkamen dauerte fast 10 Jahre!
| Zitat: | | Ich trinke mir z.B. auch einen an, wenn ich Männerbesuch bekomme, einfach um die Nervosität etwas in den Griff zu bekommen. |
Wieso bist Du nervös bei Männerbesuch - vielleicht dumme Frage von mir, aber ich frag einfach mal so.
| Zitat: | | Was mich aber echt sehr belastet, ist die Tatsache, dass ich seit ca. 6 Monaten keine Lust mehr auf S** habe. Ich weiß nicht wo dass her kommt, ich hatte eigentlich immer Spaß daran, aber es war irgendwie so, dass ich eines morgens aufwachte und das Verlangen wie weggeschnippt war. Hat das auch was mit Alkoholkonsum zu tun? |
Das kommt mir aber nicht so typisch für Alk-Probleme vor, Du solltest mal einen Arzt aufsuchen der sich auch mit anderen möglichen Ursachen befaßt und entsprechend untersucht, z.B. Umweltmedizin, Alternativmedizin etc.
| Zitat: | | Eigentlich alles in Ordnung. Aber muss man denn immer einen Grund zum Trinken haben? |
Ein Alkoholiker hat immer einen Grund zu trinken: die Sucht.
| Zitat: | | Meine Mutter macht sich sehr große Sorgen, sie meinte ich hätte ein Alkoholproblem, |
Das denk ich auch.
| Zitat: | Es wäre schön wenn Ihr so den ein oder anderen Kommentar zu meiner Geschichte schreibt, da mich wirklich Eure Meinung interessiert. Vielen Dank schon mal!
Euer Rhein Ahr Girl |
Ich denke Du bist hier in den Teufelskreis Alkoholabhängigkeit hineingeraten der noch zusätzlich durch entsprechende sozial-gesellschaftliche Kontakte nicht nur verstärkt sondern auch aufrecht erhalten wird. Bei den Schilderungen Deinerseits meine ich fast hier bereits einen typischen Alkoholiker erkennen zu können der nicht mehr erfassen kann wie weit die Abhängigkeit bereits fortgeschritten ist.
Ich bin der Ansicht Du solltest einmal in Erwägung ziehen einen "Test" zu machen um zu sehen wie weit Du bereits abhängig bist. Einfach mal das trinken aufhören und sehen wie lange Du es aushälst. Solltest Du es nicht mindestens 6 Tage am Stück ertragen können völlig ohne Alkohol leben zu können ist es Zeit einen Entzug zu machen.
Das ist meine Meinung.
LG
Teddy |
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| Teddy hat zum Thema: Re: Eine Studentin die säuft geschrieben
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Martin Gast
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Verfasst am: 14.08.2005, 21:26 Titel: nochmal hallo |
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Nachmals Hallo,
Teddy hat viel Treffendes geschrieben. Aber dem letzten Absatz muß ich meine entgegengesetzte Meinung hinzufügen.
Ein "Test" mit mehreren Tagen, Wochen oder Monaten Trockenheit hat keine Aussagekraft ob jemand ein Alkoholiker ist. Auch wir - schon länger in Trockenheit Lebende - sind schließlich immer noch Alkoholiker! Ein Absturztrinker macht ebenfalls immer wieder Trinkpausen! Wie oft habe ich kalt entzogen und nach unterschiedlich langer Zeit wieder weitergesoffen und war bereits "Voll-Alkoholiker"!
Karsten hat einen knappen und aussagekräftigen Test zur Überprüfung der Alkoholgefährdung/-abhängigkeit hier ins Forum (Titelbalken, oder wie man das nennt) gestellt! Wenn testen, dann mit diesem Test!!!
Rhein... mach diesen Test. Aber es ist eh klar was bei rauskommt. Du wirst viele/mehr als genug Punkte sammeln. Du bist abhängig und Dein Verhalten ist das einer Trinkerin.
Einzig offen ist die Frage wie weit Deine körperliche Abhängigkeit fortgeschritten ist - schließlich bist Du noch jung und hast noch nicht ewig "Karriere" hinter Dir. Jedoch ist die körperliche Abhängigkeit eh das kleinere (leider in der Öffentlichkeit viel zu stark betonte) Übel. Es ist Deine psychische Abhängigkeit die Dich und Dein Leben allemal bereits einkassiert hat.
Herzlicher Gruß, Martin |
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| Martin hat zum Thema: nochmal hallo geschrieben
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Jenny Gast
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Verfasst am: 14.08.2005, 21:33 Titel: Re: nochmal hallo |
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| Martin hat Folgendes geschrieben: |
Jedoch ist die körperliche Abhängigkeit eh das kleinere (leider in der Öffentlichkeit viel zu stark betonte) Übel. Es ist Deine psychische Abhängigkeit die Dich und Dein Leben allemal bereits einkassiert hat.
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Stimmt, das sehe ich leider genauso. Wäre eine Sucht mit dem körperl. Entzug vorbei, dann wären viele Teilnehmer des Forums auf "ewig" geheilt. Das ist das was ich mal versucht habe, mit massiver gedanklicher Abhängigkeit zu beschreiben.
Liebe Grüße
Jenny |
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| Jenny hat zum Thema: Re: nochmal hallo geschrieben
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Michael neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 02.08.2005 Beiträge: 44 Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am: 15.08.2005, 01:59 Titel: Re: Eine Studentin die säuft |
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Hallo auch von mir
| RheinAhrGirl hat Folgendes geschrieben: |
Und macht es irgendwann mal Klick und man will damit aufhören? Da bin ich im Moment noch in einer sehr starken Anfangsphase würde ich sagen, oder einfach nur naiv. Denn ich sehe keinen Grund mit der Trinkerei aufzuhören - Wann macht es Klick? Ich hatte schon einige Vollräusche aber nie ein Erlebnis gehabt, was mich total abschreckt! Doch was bewegt Menschen dazu, das Trinken sein zu lassen?
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Ich habe täglich mit Alkohol zu tun, und bei mir hat es einfach mal KLICK gemacht, aber das ist nicht bei jedem so.
Viele haben ein Problem mit Alkohol, aber offiziell haben Sie kein Problem damit, warum denn auch?
"Mir macht es Spass, ich kann doch jederzeit aufhören, Gestern hab ich doch fast nichts getrunken, war doch gar nicht so schlimm (oder?)", solche Sachen höre ich täglich.
So lange man es nicht selbst erkennt, dass es ohne Alkohol besser ist, wird man es nicht ändern.
Muss denn erst ein Erlebnis kommen, dass Dich abschreckt?
Das wünsche ich keinem.
Gruß
Michael |
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| Michael hat zum Thema: Re: Eine Studentin die säuft geschrieben
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Leberzirrhose Gast
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Verfasst am: 15.08.2005, 15:54 Titel: Re: Eine Studentin die säuft |
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Hallo RheinAhrGirl,
ich muß schon sagen, dass ich manche Beiträge, die an Dich gingen, sehr fragwürdig finde. Aber gut!
Ich hatte nicht das Gefühl, dass Du Dir Deiner Alkoholsucht nicht bewusst bist.
Ich denke, wenn sich jemand hinsetzt und einen dermaßen langen Beitrag schreibt, tut er das nicht, weil er zuviel Zeit hat, oder Mitleid will.
Ich erkenne das als Hilferuf an und verstehe, dass Du gern andere Meinungen hören möchtest. Das wiederum kann Dir dabei helfen, noch klarer zu sehen, was mit Dir los ist.
Ich habe die ersten Beiträge zu meinem Eintrag ebenso empfunden. Ich verstand nicht, warum Betroffene nicht verstehen, was in einem vorgeht und dass man nicht jammern will, sondern Hilfe braucht. Wenn man sie nicht in diesem Forum bekommt, wo dann?
Also bei meinen Spiegelungen ist nichts Anderes bei rumgekommen, als dass man mir ein nervöses Magenleiden diagnostizierte, was aber ungefähr jeder 3.hat.
Was hier beschrieben wird: Heliobacter pylorus, ist erst in den letzten Jahren aktuell geworden.
Früher wurde dieses Bakterium, was nur im Magen vorkommt, verkannt und leider nicht erkannt.
Das ist heute anders.
Bei einer Spiegelung wird ein sogenannter Hut-Test gleich mitdurchgeführt und man kann daran sehen, ob dieses Bakterium, was große Beschwerden hervorrufen kann, vorhanden ist.
Eine Antibiotika-Gabe hat das schnell im Griff!
Das wäre der "günstige"Fall.
Was aber tun, wenn die Ärzte nichts feststellen und Deine Beschwerden nicht besser werden?
Dann sollte man sich wirklich Gedanken machen, ob nicht vielleicht ein seelischer Aspekt die Ursache ist.
Angst-Furcht erkenne ich bei Dir schon: Du hast z.B.Furcht davor, mit dem Trinken aufzuhören, oder nicht?
Das macht Dir ungeheueren Stress und Stress schlägt auf den Magen.
Bei dem Thema Angst kann man auch noch tiefer gehen, es kann Jahre zurückliegen, was Dir Angst machte. Also gehe nicht unbedingt vom HEUTE aus!
Meine "Trinkkarriere" begann mit 18 Jahren(tägliches Trinken), heute bin
ich 43 und habe bis vor einiger Zeit quartalsweise getrunken.
Ich hoffe, dass es jetzt vorbei ist.
Meine Geschichte kannst Du hier im Forum nachlesen!
Allerdings habe ich sehr viel an mir gearbeitet und tue es immer noch.
Hauptsächlich durch Selbsterfahrungsseminare, nachdem mir Psychotherapeuten und ausprobierte Selbsthilfegruppen nicht viel brachten.
Ich habe meinen eigenen Weg gesucht und gefunden.
Aber das muß wirklich jeder für sich selbst rausfinden!
Selbsterfahrungsseminare gehen ganz tief, aber auf eine andere Art und Weise, als beim Therapeuten. Es wird nicht rumgebohrt in Dingen, die man sowieso weiß, sondern es kommt das zum Vorschein, was gerade verarbeitet werden muß, aber es passiert von ganz allein mit kleinen Anschubbsern. Für mich war es der bessere Weg. Ich möchte aber auch anmerken, dass es mittlerweile sehr fähige Therapeuten gibt!!!!
Wenn nichts Anderes mehr hilft und man dann zu Medikamenten geführt wird, finde ich das einen sehr schlechten Weg.
Damit werden nur die Symptome, sprich Konsequenzen bekämpft.
Nach der Ursache fragt dann keiner mehr und es dauert nicht lange und die Symptome sind logischerweise wieder da!!!
Eines noch: Du wirst hier im Forum immer einige Leute finden, mit denen ein intensiverer Kontakt zustande kommt, der Dir auch weiterhilft.
Also nicht verzagen!
Alles Liebe
Romy  |
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| Leberzirrhose hat zum Thema: Re: Eine Studentin die säuft geschrieben
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