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Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil

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akire
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 18:19    Titel: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo alle zusammen Smilie

Nachdem ich mich gestern vorstellte und kurz mein Problem, meine Fragen angerissen habe, entwickelte sich im Vorstellungsbereich ein recht reger Austausch. Vielen Dank dafür.

Nachdem ich aber denke, dass mein Thema hier besser aufgehoben ist, ich den Vorstellungsbereich nicht weiter zweckentfremden möchte, ziehe ich nun nach Rücksprache mit Kasten hierher um.

Wer sich also einlesen möchte - sehr gern - im Vorstellungsthread unter

"Was tun? Überhaupt noch etwas tun?"

Ich bin weiterhin dankbar für jede weitere Meinung, für jeden weiteren Denkanstoss

Liebe Grüße - akire
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akire hat zum Thema: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
Smilla
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 18:51    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Akire,

herzlich willkommen im Forum!

Du hast möglicherweise keine Ahnung von Sucht, aber offensichtlich viel gesunden Menschenverstand.
Sollte deine Beziehung zu diesem Mann über Freundschaft hinausgehen, wirst du Mühe haben ihn zu behalten (den Verstand).

Deine Einschätzung bezüglich der Kinder teile ich unbedingt.
Du weisst davon(als einzige), also musst du handeln.

Mit ihm über Jugendamt zu reden kommt mir komplett unsinnig vor, warum sollte er daran interessiert sein?

Was die Frau betrifft, so könnte ich mir vorstellen, das sie glaubt du bist ja da um die Kinder zu beschützen (weiss ich aus eigener Erfahrung) und wenn sie in einer neuen Beziehung ist, wird sie auch ein bisschen verdrängen. Wenn sie sich der Problematik nicht bewusst wäre, dann wär sie doch nicht weg.

Evtl. eine Option wäre zu versuchen sie darüber aufzuklären was du erlebt hast, Kinder erzählen in der Regel so etwas nicht.

Die andere Möglichkeit direkt zum Jugendamt zu gehen ist vielleicht die beste und für dich die gesündeste

...und geh bitte auf Distanz zu dem Mann, dir zuliebe.

L.g. Smilla
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Smilla hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
akire
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 19:06    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Smilla,

nein, meine Beziehung zu diesem Mann geht nicht über den Status der Freundschaft hinaus. Im Gegenteil, ich denke wir haben diesen Status nicht einmal erreichen können.

Mich hat auch nie der Mann an sich interessiert, sondern der Mensch. Ich sehe da Züge, die ich durchaus mag, die mir zeigen, mit dem könnte man befreundet sein.

Ich habe aber inzwischen bemerkt, dass eine Freundschaft unmöglich ist, weil diese nur aus geben bestehen würde, einfach zu einseitig wäre.

Wir haben gemeinsam so einige Gespräche über dieses Thema geführt und auch er sagt, er mag mich, wäre gern mit mir befreundet, was aber einfach aufgrund seiner Krankheit, die einfach mit lügen und betrügen und was weiß ich noch alles verbunden ist, nicht wirklich funktionieren kann.

Der Mann ist nicht dumm und weiß genau was mit ihm los ist. Leider ist er noch nicht tief genug gefallen, sein Leidendruck wohl noch nicht groß genug.

Natürlich wird er auch nicht daran interessiert sein mit dem Jugendamt zu reden, da bin ich mir sicher. Aber, trotzdem halte ich daran fest, ich werde ihm die Wahl lassen zu entscheiden: Entweder zusammen oder aber ich allein.
Ich möchte einfach soweit als möglich fair bleiben und nichts hinter seinem Rücken tun.

Ich werde ihm auch berichten, dass ich mich gestern dazu entschlossen hatte mich bei euch zu registrieren und euch um Hilfe/Rat zu bitten.

Ich danke dir Smilla.

Liebe Grüße - akire
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akire hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
Apfel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 19:25    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo akire,

habe deine geschichte im vorstellungsbereich gelesen. schön, dass du nicht wegschaust und den kindern helfen möchtest.

ich als mittlerweile alleinerziehende mutter, möchte gerne meine gedanken zur mutter der beiden kinder schreiben.
ich weiß nicht, ob die mutter sich rücksichtslos verhält.
vielleicht ist sie mit der ganzen situation überfordert. es ist nicht einfach sich allein um die kinder zu kümmern, einen haushalt zu führen und vielleicht noch nebenbei zu arbeiten. ich freue mich immer sehr auf mein kinderfreies wochenende, weil ich zeit für mich habe und auch noch eine menge erledigen muß, es bleibt ja einiges liegen.
auch wenn ich mein kind nicht an den vater geben würde, wenn er wieder trinken würde, kann ich mich ein bissel in ihre lage versetzen. es ist schon stressig.
bist du dir auch sicher, dass die mutter weiß, dass er in gegenwart der kinder trinkt? vielleicht ist der vater zu den abgabezeiten 'normal'.

vielleicht kannst du ja auch mal versuchen, die mutter zu kontaktieren.
ich denke, eine mutter liebt ihre kinder, auch wenn sie dabei fehler macht.

gruß apfel
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Apfel hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
akire
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 19:54    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Apfel,

ohhhh ich weiß genau was es heißt alleinerziehend zu sein. Im Mai waren es 17 Jahre die ich allein mit meinen drei Kindern gelebt habe. Ich habe auch gearbeitet, hatte den Haushalt Und - es war in all den Jahren nicht einmal ein Papa da, der die Kinder genommen hat geschweige denn auch nur einmal Unterhalt bezahlt hat.

Zwei meiner Kinder sind inzwischen ganz aus dem Haus, mein Jüngster nur noch am Wochenende zu Hause, da er sich bei der Bundeswehr als Zeitsoldat verpflichtet hat und dort studiert. "Meine" Zeit beginnt also erst jetzt wieder so richtig.

Doch bei allem Verständnis für alleinerziehende Mütter oder speziell für diese Mutter:

1. Sie ist wegen des Alkoholproblems ihres Mannes gegangen. Sie weiß um seine Situation, sie kennt sein Trinkverhalten.

2. Natürlich ist er nüchtern wenn er die Kinder abholt. Er trinkt selten bis nie am Tag, da er ja erstaunlicherweise immer noch seinen Beruf als Fahrlehrer ausübt.

In der Regel trinkt er immer nur abends, es sei denn, ihn hat mal wieder etwas gänzlich umgehauen. So wie es eben am besagten Samstag war, als er von seinen Kindern erfuhr, dass Mama einen neuen Freund hat. Klar, ihr gutes Recht und nachvollziehbar. Doch ich denke, es wäre ihre Aufgabe gewesen ihrem Mann davon zu berichten. Es war nicht richtig das dem Zufall, bzw. den Kindern zu überlassen. Eben weil sie genau weiß, wie ihr Mann in solchen Krisensituationen reagiert.

3. Lebt die Mutter der Frau, also die Großmutter der Kinder mit in ihrem Haushalt. Sie findet also hier sehr große Unterstützung, die Oma bringt die Kinder in die Schule bzw. Vorschule, kocht und kümmert sich. Also kann von einer übergroßen Überforderung nicht wirklich die Rede sein.

Ich empfinde das Verhalten der Frau wahrscheinlich auch mehr als besorgniserregend, weil ich weiß, dass sie aus Beziehungen die vor der Ehe mit meinem Bekannten lagen bereits 3 Kinder hat. 2 davon hat sie zur Adoption frei gegeben, eines lebt beim Vater. Kontakt zu diesen Kindern hat sie keinen, lehnt diesen auch ab.

LG - akire
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akire hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
Apfel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 20:24    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo akire,

mein bild über diese frau ist jetzt auch eher ins negative getaucht. das klingt nicht wirklich nach liebender mutter.

gruß apfel
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Apfel hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
akire
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.06.2007, 20:49    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Apfel, mir geht es nicht darum irgendwen ins negative oder positive Licht zu stellen. Die genauen Gründe warum sie diese drei Kinder nicht behalten hat sind mir nicht wirklich bekannt oder besser ausgedrückt sind mir nur ansatzweise mitgeteilt worden.
Ich denke schon, dass sie auf eine Art und Weise ihre Kinder liebt, zumindest die beiden die sie mit meinem Bekannten hat. Ich denke aber auch, dass sie wahrscheinlich nach den Jahren mit ihrem Mann, seiner Krankheit - die sie bis vor zwei Jahren sogar unterstützt hat, indem sein Feierabenddrink stets bereit stand, indem selbst im Bad nachdem sie ihm das Badewasser eingelassen hatte immer ein Drink für ihn bereit stand, (haben seine Eltern, Verwandte und Nachbarn mir unabhängig voneinander berichtet) nachdem die finanzielle Situation nicht mehr sooooo toll war, ausgehen und Besuch immer seltener wurden, S** schon lange keine Rolle mehr spielte, sie einfach ihr Leben jetzt in den Vordergrund stellt, sie sich selbst und ihre Bedürfnisse als 1. Priorität ansieht.

Sie weiß, ihr Mann liebt sie (angeblich) noch, würde alles dafür tun, wenn sie zurückkommen würde. Was also liegt näher, als ihn auszunutzen indem sie ihm ständig die Kinder aufs Auge drückt?
Sie hält ihm vor, sie brauche ihre persönliche Zeit, sie brauche ihre Wochenenden mehr als nötig. Darüber, dass die Belastung die ihr Mann durchlebt wesentlich höher einzustufen ist, ist aber anscheinend kein Verständnis da. Zum einen ist er schwer krank, er arbeitet Vollzeit und hat dann am WE die Kinder. Wann hat dieser Mann seine Zeit, Raum und Möglichkeit über sich nachzudenken? Sie weiß wie schwach und labil dieser Mensch ist, dass er sich nicht gegen sie und ihre Wünsche wehren wird, weil er es einfach nicht kann.
Wie gesagt, sein Leidensdruck ist anscheinend noch nicht groß genug, auch wenn er den 1. Herzinfarkt bereits hinter sich hat.
Bleibt die Hoffnung für ihn, dass er noch rechtzeitig aufwacht und noch einige Jahre "leben" kann. Ihm kann ich nicht helfen - aber vielleicht den Kindern und damit indirekt auch der Mutter und vielleicht durch mein Handeln für die Kinder auch dem Vater.

LG - akire
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akire hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben
Falk7
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 30.04.2007
Beiträge: 161
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 11.06.2007, 00:13    Titel: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Akire,

nu kapiere ich auch endlich, warum Deine Schutzinstinkte für die Kinder so laut angeschlagen haben! Das was Du über die Mutter der Kinder schreibst, ist ja fast noch schlimmer, als das was Du vom Vater schreibst!

Mein Gott wie schlimm für die Kinder. Das hört sich wirklich böse an und ich würde an Deiner Stelle genauso sorgenvoll nach Hilfe suchen.

Ohne noch mehr über dessen Frau zu wissen, als das was Du schriebst. Wenn sie Ihre Kinder zur Adoption frei gegeben hat, und danach noch mal 2 bekommt, die sie über jedes Wochenende und mehr abschiebt, obwohl sie auch noch Hilfe in Ihrem Haushalt hat, dann stehen mir die Haare zu Berge vor so viel Egoismus!!! Ist vielleicht kein Wunder, dass der Mann trinkt, auch wenn er dabei den Teufel mit dem Belzebub austreibt.

Momentan tendiere ich "bauchmäßig" auch dazu, dass mir der Vater genauso wie seine Kinder leid tut, dass er noch nicht den Weg aus der Sucht heraus begonnen hat und anscheinend noch immer in den "Klauen" seiner Frau hängt. Er braucht vielleicht dringend eine Therapie, um sich alleine von der Frau zu lösen, um parallel dann den Weg und seine Gedanken frei zu haben, um seine Alkoholsucht vernünftig angehen zu können!

Der muss sich Hilfe holen für seine Situation. Habe das Gefühl, dass er Leistungsmäßig und vor allem emotional absolut überfordert ist.

Mich macht das momentan total wütend und ich schreibe jetzt besser nicht weiter.Sehr böse Ausrufezeichen

Lieben Gruß vom Falk
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Falk7 hat zum Thema: Re: Was tun? Überhaupt noch etwas tun? 2. Teil geschrieben

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