| Entzugskliniken bitte dringend um INFOS!!!!! • Wie helfe ich ihr und mir wieder zueinander zu finden? |
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Falk7 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.04.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 28.05.2007, 22:29 Titel: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo zusammen,
huete ist mein 30ter Tag ohne Alkohol.
Habe leider am Wochenende den Themenchat verpasst
Thema war :
Wie offen gehe ich mit meiner Alkoholkrankheit um ?
Wem sollte / muß ? ich davon erzählen oder verschweige ich es besser ? Erzähl ich es meinen Kindern, wenn sie noch "klein" sind ?
Da ich noch recht frisch ohne Alkohol lebe, beschäftigt mich das Thema gerade aktuell.
Momentan wissen nur meine Familie, und 2 Freunde, sowie neue trockene Freunde davon. Anderen im Sportverein und im übrigen und weiteren Freundeskreis, habe ich nur auf Nachfrage, warum ich nichts trinken würde, geantwortet.
Habe dann umschreibend erklärt, dass ich mich entschieden hätte gar nichts mehr zu trinken, da ich für mein eigenes Empfinden und das meines Hausaztes die letzten Jahre zu viel getrunken hätte. Es kamen im Wesentlichen keine weiteren Nachfragen und die Reaktionen darauf waren meistens sehr positiv, nie negativ.
Mein Sohn kam vorgestern zu mir und wollte unbedingt an den PC, wo ich gerade im Forum beschäftigt war. Und er sagte: Na toll, jetzt trinkst Du nichts mehr und bist jetzt nach nem Forum süchtig!
Also fände es schön, wenn Ihr mir was von Euren eigenen Erfahrungen erzählt.
Lieben Gruß an alle die mich lesen,
vom Falk |
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| Falk7 hat zum Thema: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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Andi Gast
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Verfasst am: 28.05.2007, 23:08 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo Falk,
erst einmal,Glückwunsch,zu deinen 30 Tagen"ohne Alkohol"
Also ich gehe damit folgendermaßen um.
Bei mir auf der Arbeit,wissen es eh alle,da ich da auch schon mehrfach auffällig wurde,als ich noch Trinken musste!
Die "Freunde",die immer nur meine"Freunde"waren,wenn wir gemeinsam unserer Sucht fröhnten,von denen habe ich mich getrennt,als ich für mich beschloss,ein Leben gänzlich ohne Alkohol zu führen,daß bedurfte auch keinerlei Anstrengung,da Sie von alleine gingen,da ich ja Langweilig wurde für Sie.
Ich persönlich,sage es jedem,der mich danach fragt,wenn ich das Gefühl habe,er/sie interessiert sich wirklich dafür
Natürlich,habe ich auch kein Schild um den Hals hängen,wo drauf steht"Ich bin Alkoholiker"Meinen/unseren Freundeskreis,haben wir nach unserer neuen Lebensführung aufgebaut,indem wir uns gleich geotet haben,alleine schon,um zu schauen,ob's passt.
Wir können unsere Freunde,die ich auch wirklich so nennen kann,an einer Hand abzählen,aber bei diesen Menschen,wissen wir eben,daß sie unsere Lebenseinstellung teilen,und respektieren,nicht zu verwechseln mit"akzeptieren"
Das ist ja individuell,wie ein jeder für sich entscheidet,wem er sich diesbezüglich öffnet,aber wie Du ja selbst schon in Erfahrung bringen konntest,so habe ich auch nie negative Resonance,für meine Offenheit,die ich allerdings für mich auch als Selbstschutz ansehe,erfahren.
Ich habe allerdings auch kein Problem damit,in die Apotheke zu gehen,und wenn eine Menschenschlange hinter mir steht,zu sagen,ich bin Alkoholiker,und würde ganz gerne wissen,welche Inhaltsstoffe dieses Präparat hat,da es für mich gefährliche Reaktionen hervorrufen könnte,die mich in einen Rückfall führen können,da habe ich kein Problem mit,sollen die Leute hinter mir doch gucken,und denken was sie wollen,ich kenn die ja nicht,und sie mich auch nicht!
Ich habe für mich die Erfahrung sammeln dürfen,je mehr Menschen in meinem Umfeld,von meiner Krankheit wissen,desto besser geht es mir damit,und die meisten,gehen damit sehr gut um,die,die es nicht tun,haben wahrscheinlich selbst ein Problem,waß aber nicht meines ist!
Heute handele ich für mich,in Eigenverantwortung,als ich noch trinken musste,hat es die Droge für mich übernommen
Wie gesagt,jeder handelt da anders für sich,wichtig ist doch,daß es einem dabei gut geht!
Wie es da mit Kindern aussieht,wann man es ihnen erzählen sollte,dieses entzieht sich meiner eigenen Erfahrung,dazu kann ich,Dir nichts sagen.
Aber sicherlich,wirst Du diesbezüglich noch weitere Erfahrungen in diesem Thread erfahren können!
Gruß Andi |
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| Andi hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 28.05.2007, 23:09 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo Falk,
bei mir ist das ähnlich. Natürlich wissen es meine Familie und Freunde.
Bei allen anderen hängt die Antwort von der Frage und Situation ab. Werde ich gefragt ob ich keinen Alk mag reicht es ja aus wenn ich sage daß ich keinen mag.
Würde ich auf einer Betriebsfeier z.B. vom Chef gefragt ob ich trockener Alkoholiker wäre würde ich ja sagen, wenn er es noch nicht wüsste.
Es kommt meiner Meinung nach iimmer auf die Situation an. |
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| Martin hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 29.05.2007, 07:21 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo Falk,
meine Familie weis dass ich Alkoholikerin bin, dass ich getrunken habe war ja auch nicht zu verbergen auch wenn ich es versuchte, besonders gegenüber meinem Sohn heute 14 Jahre alt.
Mein Sohn hat schon früher gemerkt dass ich trinke wusste ja nicht warum, verstehen konnte er das ja auch nicht aber er wusste. Als ich aufhörte zu trinken haben wir öfter darüber gesprochen mit 14 kann er schon einiges verstehen und zu Hause hat er kein Problem wenn wir darüber sprechen, übrigens würde er sich sehr schämen wenn sein persönliches Umfeld es erfahren würde Freude, Lehrer, Freundin oder auch Eltern von ihr. Ich bin so wie so der Meinung dass besonders bei Kindern (aber nicht nur) die Taten zählen und nicht die Versprechungen wenn das Kind ganz klein ist kann es ja mit dem Wort Alkoholiker nichts anfangen aber das Kind merkt die Veränderung wenn Mutter/ Vater nicht mehr trinkt und für das Kind da ist, und das ist meiner Meinung nach das wichtigste.
Ich würde aber auch nicht unbedingt jedem erzählen nur wenn es notwendig ist um mich selber zu schützen und ich versuche als erste die Gefahren zu minimieren, also ich begebe mich erstmal gar nicht da hin wo im Vordergrund Alkohol steht. Ich würde sagen das ich persönlich nicht mit meiner Krankheit offen umgehen kann, ich schäme mich immer noch.
LG Maria |
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| maria44 hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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newby neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 48
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Verfasst am: 29.05.2007, 10:11 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Guten Morgen
Sehr wichtig fand ich die Gespräche mit meinen Kindern.
11 & 9 Jahre alt.
Das kleinere Kind hat es verstanden als ich sagte das ich ja ab und an was trinke ( habe immer heimlich getrunken,selten im Beisein anderer)
und das mir das nicht gut tut. Deshalb wollte ich das ganz lassen und die erste Zeit würde es mir eben nicht so toll gehen deshalb.
Das größere Kind war sehr froh über das Gespräch.
Es dachte ich sei schwer krank und müsste bald sterben, weil es mir die letzten Wochen jeden Tag so dreckig ging (Kater/Entzugerscheinungen)
Den Alkohol hatte es ja kaum wahrgenommen und wusste nicht woran das alles liegt.
Da habe ich dann auch erklärt was Alkoholsucht eigentlich ist und wie es sich auswirkt.
Denke das waren die wichtigsten Gespräche.
Wem ich es im laufe der Zeit noch sage.....hm....bisher waren die Reaktionen alle mehr oder weniger "positiv".
Trotzdem finde ich das ziemlich schwer
Grüße
Newby |
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| newby hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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Rosamunde Gast
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Verfasst am: 29.05.2007, 10:28 Titel: re. |
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Hallo Falk,
meine Familie weiß es, meine Tochter (31 Jahre) akzeptiert es mittlerweile, daß ich mich als Alkoholikerin bezeichne, sie selbst sieht es nicht so, ich habe in ihren Augen nur manchmal etwas zuviel getrunken.
Maria schrieb:
| Zitat: | Ich würde sagen das ich persönlich nicht mit meiner Krankheit offen umgehen kann, ich schäme mich immer noch.
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Mir geht es ähnlich, bei mir ist der Begriff Alkoholikerin auch noch immer sehr scham besetzt, ich oute mich nur denjenigen die ich wirklich gut kenne, und wo ich evtl. eine Gefahr für mich sehe, wenn ich es nicht sage.
Ansonsten sage ich: Nein danke, ich trinke keinen Alkohol. Bisher wurde das auch immer ohne nachzufragen akzeptiert.
Lieben Gruß, Rose |
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| Rosamunde hat zum Thema: re. geschrieben
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sunshine62 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.05.2007 Beiträge: 42 Wohnort: Süddeutschland
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Verfasst am: 29.05.2007, 13:42 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo Falk,
ich bin seither noch nie in die Verlegenheit gekommen, dass ich gefragt wurde, warum ich nichts mehr trinke.
Zum einen wirds darin liegen, dass ich eh immer schon auf Festen
die "Fahrerposition" eingenommen habe und es normal für alle Anwesenden ist, dass ich keinen
Alkohol getrunken habe.
Zum anderen treffe ich ab und zu mal Entscheidungen, die meiner Meinung
nach nicht erklärt oder kommentiert werden müssen.
Das ist mein Umfeld von mir gewohnt.
Ich muss mich ja für nichts rechtfertigen was ich für richtig halte.
(Im Berufsleben muss ich meine Entscheidungen
ja auch nicht kommentieren oder rechtfertigen.....)
Ausserdem halte ich es persönlich für unhöflich jemanden zu fragen, warum trinkst Du keinen Alkohol?
Ich frage doch auch nicht, warum trinkst Du kein Mineralwasser?
Warum fliegt ihr nicht in Urlaub?
etc, etc, etc...
Die Antworten könnten zu sehr in die Privatsphäre eines Jeden gehen, so dass ich finde,
wenn mir jemand dies erzählen will, macht er dies von selber oder auch
nicht.
Hoffe , ich klinge nicht zu unsensibel, klar stelle ich auch viele meiner
Entscheidungen zur Diskussion , wenn andere Person darin involviert sind.
Jedoch die Entscheidung, dass es mir ohne ALK viel besser geht, ist meine eigene Sache.
Tja zu dem PC Problem - hab ich dasselbe meine Kinder
sind auch schon ziemlich irritiert, wie lange Mutter nun surfen kann..
Denke, das gibt sich hoffentlich wieder.......
ist halt schon interessanter zu surfen, als zu arbeiten )
.
Viele Grüße
Sunshine |
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| sunshine62 hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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Falk7 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.04.2007 Beiträge: 161 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 29.05.2007, 15:03 Titel: Re: Wem soll ich es wie erzählen? |
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Hallo miteinander,
zunächst vielen Dank für Eure Antworten, hat mich schon ein bisschen weiter gebracht. Aber trotzdem bitte weiterschreiben von Euren eigenen Erfahrungen. .
Mit meinem Sohn ist das so ein Ding. Da er vorher anscheinend tatsächlich nicht mitbekommen hat, dass ich in der Abhängigkeit hing, habe ich ihm auch nur so nebenbei mitgeteilt.
Habe Ihm gesagt, dass ich zukünftig keinen Alkohol mehr trinke und, dass zu diesem Entschluss unter anderem ein Forum im Internet und durch dort erst erlangtes für mich völlig neues Wissen in Bezug auf Alkoholabhängigkeit und Gefährlichkeit von Alkohol geführt hat, weil ich selber den "Eindruck" hatte, dass ich zu viel getrunken hätte..........
Nach all den Problemen die er momentan sowieso hat, und die definitiv nichts mit meiner Abhängigkeit zu tun haben, wollte ich ihm auch nicht mehr zumuten.
Das Wort Alkoholiker, oder gar nasser , oder trockener Alkoholiker , ist wirkilch schlimm in Bezug auf einen selber auszusprechen.
Man hat doch auch das Wort Putzfrau, vor ein par Jahren durch Raumpflegerin erstzt. Letzteres finde ich wesentlich besser und beschreibt es genauso.
Wieso können wir "Alkis", (schon wieder so ein Wort, dass den Penner unter der Brücke pauschalisiert), eigentlich kein neues Wort dafür finden. Erstens ist Alkoholiker für Außenstehende sowieso nicht richtig- und mit dem tatsächlichen Inhalt belegt und zweitens derzeit gesellschaftlich so positiv belegt wie "Ich habe Sackratten, Mundfäule oder Fußpilz?"
Sorry für die derbe Verdeutlichung aber ancheinend haben ja viele wie ich auch ein Problem damit.
Auch das Worte nass, ist extrem schlecht belegt, insbesondere nass, da assozieiert man gleich sowas wie "nasser Sack" "nasser Typ" mit. Akut wäre da eigentlich viel treffender! Man sagt ja auch akute Hepatitis.
Und akuter Alkoholiker hört sich besser an als nasser Alkoholiker.
Eine verbal andere Definition, würde es vielleicht auch vielen Menschen einfacher machen sich dazu zu bekennen. Dadurch würde ja die Krankheit nicht verharmlost, aber vielleicht mit einer sachlicheren und nicht derart emotionalen Bedeutung belegt.
Lieben Gruß
von Falk |
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| Falk7 hat zum Thema: Re: Wem soll ich es wie erzählen? geschrieben
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