| Suche Kontakt ( Raum Stuttg. ) - bin Co-abhängig • Mein Vater ist Alkoholiker - Hilfe für meine Mutter? |
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painty neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 11
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Verfasst am: 10.08.2005, 04:57 Titel: painty |
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hallo euch allen....
denke mal, dass ich hier richtig sein könnte.
ich bin leider an einem punkt angekommen, an dem ich mich "nur" noch austauschen kann...
für hilfe ist es wahrscheinlich leider schon zu spät
es geht nicht um mich.
ich bin nur die leidtragende....
es geht um meinen bruder.
er ist grad dabei, dem leben "leb wohl" zu sagen, sich sein ganzes leben zu versauen !
mein vater ist am alkoholismus gestorben, als ich grad 21 jahre alt war.
ich hab' meinen vater so sehr geliebt. ich musste leider miterleben, dass mein vater mich nicht mal mehr erkannte,
als ich ihn mal während einer zwangseinweisung in einem krankenhaus besuchte.
seine eigene tochter...
wie weh soetwas tut, muss ich hier wohl niemandem erklären....
auch meinen bruder hatte ich mal sehr, sehr lieb.
leider wird es für mich immer schwieriger, ihm noch die gleichen gefühle entgegen zu bringen,
wie es noch vor ein paar wenigen jahren war
ich resigniere
weil ich einfach weiss, dass alles, was ich tu'e, nichts bringt
ich kann nur noch hilflos mit ansehen, wie mein bruder sich selber umbringt....
er hat keine ahnung, wie sehr er mir weh tut mit seiner "sauferei".
und - seiner meinung nach - kann er ja aufhören damit, wann immer er will.
das typische verhalten eben.....
ich weiss, dass dem nicht so ist.
auch wenn ich weiss, dass mir hier niemand helfen kann, meinen bruder zu retten....
vielleicht hat ja jemand ähnliche erfahrungen ???
mein bruder kann sich nur selber retten... nur weiss er es leider noch immer nicht.
danke euch für " ein offenes ohr "
painty...... die traurig ist ..... |
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| painty hat zum Thema: painty geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 10.08.2005, 05:54 Titel: Re: painty |
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Guten Morgen painty und Willkommen,
auch wenn Du Deinem Bruder vielleicht nicht helfen kannst, Du bist hier richtig.
Die Angehörigen leiden sehr oft mehr an der Suchtkrankheit als der Betroffene selbst.
Wie Du selbst schon erkannt hast, muß der Wille zur Nüchternheit von Deinem Bruder selbst kommen.
Diese Ausreden, ich kann ja wenn ich will, zeigen leider deutlich, dass er es scheinbar schon probiert hat und eben nicht hinbekommen hat.
Es wird vielleicht nicht mal sehr böse von Deinem Bruder gemeint sein, aber er ersucht sich das mehr selbst einzureden, als Dir.
Der Schritt der Erkenntnis, dass man Alkoholiker ist, tut weh.
Du solltest versuchen, ihm im nüchternen, einigermaßen normalen Zustand, Deine Meinung zu sagen. Mache ihm Deine Position und wie Du Dich dabei fühlst klar.
Dann laß ihm allein. Wenn er dann einmal über sich nachdenkt, muß er auf Dich zukommen und Hilfe haben möchten.
Wenn das nicht passiert, konzentriere Dich auf Dein Leben.
Als ich Deine Zeilen laß, mußte ich an meine Schwester denken, die das Gleiche durchgemacht hat, wie Du jetzt.
Ich weiß heute, dass sie auch sehr gelitten haben muß. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 10.08.2005, 11:15 Titel: Re: painty |
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hallo painty,
auch von mir ein herzliches willkommen hier.
ja, es ist schwer und es tut weh mit ansehen zu müssen wie sich jemand kaputt trinkt, vor allem, wenn man ihn lieb hat.
auch meiner tochter hat es sehr weh getan als ich getrunken habe, dass weiss ich heute. leider sieht ein alkoholiker dieses in der trinkphase nicht oder er will es nicht sehen.
ansonsten kann ich mich karsten seinen worten nur anschliessen, in einem passenden moment mit ihm reden und dann ignorieren, denn erkennen muss er seine krankheit allein, aber das hast du ja schon erkannt. du darfst dich nicht selbst kaputt machen, denke an dich.
ich wünsche dir viel erfolg.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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painty neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 11
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Verfasst am: 11.08.2005, 00:17 Titel: Re: painty |
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hallo und danke für eure schnelle antwort.
mit ihm reden ist sicherlich richtig, aber das habe ich mehr als einmal versucht - bisher ohne erfolg.
ich bin an einem punkt angekommen, wo ich ( fast ) aufgegeben habe...
das theater geht ja leider schon ein paar jahre, ich denke nur, was passiert, wenn er seinen job auch noch verliert.
der führerschein ist schon lange weg, der schuldenberg gewachsen...
und er hat nur noch ein "paar gute freunde " die gerne sein bier trinken ... und wenn es alle ist gehen.
ich bin nur noch die "besserwisser-schwester", die ihm alles vermiesen will und schlecht zu ihm ist.
da ich das alles ja leider schon mit meinem vater durchmachen musste, bin ich vorbereitet auf das, was vielleicht noch kommt. wenn man von vorbereitung überhaupt sprechen kann.
euch vielen dank, hier habe ich wenigstens das gefühl, verstanden zu werden.
gruss painty |
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| painty hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 11.08.2005, 00:24 Titel: Re: painty |
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Hallo painty,
vielleicht muß es wirklich erst soweit kommen, dass er alles verliert.
Auch ich habe erst angefangen nachzudenken, als keiner mehr zu mir stand.
Dann lieber jetzt ein schnelles Ende, damit es dann um schneller voran geht. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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painty neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 11
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Verfasst am: 12.08.2005, 01:43 Titel: Re: painty |
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hallo karsten, - und den anderen anteilnehmenden....
danke für eure antwort.
was kann man denn alles verlieren ??
mein bruder hat bisher seine "pappe" verloren, viele WIRKLICHE !!! freunde,
und mittlerwiele 3 seiner 4 geschwister.
seinen vater hat er schon lange am alkohol verloren....
meine - seine - mutter sieht ihn noch immer als seine "bestgelungenen" sohn an, der in einer bank arbeitet und doch soooo toll ist. sie verschliesst nach wie vor ihre augen...
mich hat er sogar im "suff" geschlagen, was für mich das erste mal in meinem leben einen nervenzusammenbruch zur folge hatte.
dachte niemals, dass ich dafür anfällig sein könnte....
ich bat ihn um entschuldigung, die natürlich nicht kam
ER sieht das alles als nicht soooo schlimm an.... und kann ja jederzeit aufhören
seiner meinug nach hat er mir ja nicht mal weh getan....
das körperliche hat mich nicht so sehr verletzt, wie es meine seele und mein herz verletzt hat !
ich hab nun - trotz meiner traurigen erfahrungen mit meinem vater - ein echtes problem.
mein bruder hatte vor ein paar tagen seinen 42 geburtstag...
er hat kaum noch geld... und das wenige, was er hat, wird gleich in alkohol umgewandelt.....
ich "hasse" und liebe ihn gleichermassen........
wenn es doch nur einen weg geben könnte, ihn vom teufel alkohol zu befreien...
er akzeptiert mich leider nicht mehr....
ich weiss nun wirklich nicht mehr, was ich noch tu'n kann...
eigentlich liegt es in seiner hand.... ich bin nur noch eine randfigur... zuschauerin
ich habe nun nur noch angst, dass ich all dem nicht mehr stand halten kann.
ein glück habe ich einen mann, der mich versteht.... |
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| painty hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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painty neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 11
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Verfasst am: 12.08.2005, 01:46 Titel: Re: painty |
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karsten.....
wie hats du es geschafft ???? |
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| painty hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 12.08.2005, 02:04 Titel: Re: painty |
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Guten Morgen,
wie hab ich es geschaft? Diese Frage ist nicht mit einem Satz zu beantworten.
Ich habe meine Lebensgeschichte, jedenfalls soweit ich gekommen bin, unter www.karwoll.de aufgeschrieben.
Auch mein Weg zur Nüchternheit war durch viele Rckschäge und Rückfälle gekennzeichnet.
Mehrere Male hatte ich ca. ein Jahr geschafft und dann ging alles wieder von vorn los und meist noch schlimmer.
Meine Einsicht war wohl das Wissen, dass ich mir in Trockenphasen angeeignet hatte.
Ich war während dieser Zeit meist in irgendwelchen Einrichtingen, wo ich viel gelernt hatte, aber nie für mich umsetzen konnte.
Ich war sehr überheblich und dachte immer, alle anderen können reden, recht habe ich ich.
Als ich dann anfing, den Andren einfach zu glauben, ob ich es verstand oder nicht, hatte ich Erfolg.
Ich sagte mir immer:
Wenn die Anderen jetzt nüchtern leben, müssen SIE was richtig gemacht haben, nicht ich, der ja immer wieder trank.
Ich machte einfach alles was sie auch gemacht haben und habe es nicht bereut. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: painty geschrieben
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