| Newby auch hier • "alcoholic and very bitter..." |
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Hummelmann neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 21.05.2007, 19:20 Titel: Wer ich bin |
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Hallo Ihr alle!
Ich bin neu hier und überlege seit längerem mich (endlich mindestens) mal in irgendeiner Form einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Ich verfolge dieses Forum seit einiger Zeit und hab' mich vorgestern mal zur Anmeldung entschlossen, da es doch erstmal ein leichterer Schritt für mich ist, mich einer Online-SHG anzuschließen...
Erstmal möchte ich sagen, dass ich diese Forum prima finde und sehr viele interessante Menschen hier verkehren und ich einige Berichte/Antworten gelesen habe, die mir aus der Seele sprechen...
Ich möchte im Moment nicht allzu viel über mich erzählen, aber einiges möchte ich dann doch schon loswerden, damit ihr so einigermaßen wisst, wer ich bin und was ich hier zu suchen habe; danke da auch an "blue bouncer", wahrscheinlich hätte ich in ein paar Tagen wieder vergessen wollen, mich hier anonym angemeldet zu haben und wäre wieder meinem "Alltag" nachgegangen....
Also, nun erstmal meine grobe Geschichte, wobei ich es schwer finde, etwas über mich zu erzählen ohne genaue Ursachen/Gründe zu nennen, aber das möchte ich im Moment noch nicht...
Ich bin heute 23 Jahre alt und Student. Seit ca. 10 Jahren habe ich Probleme mit Drogen und bin seit meinem 16. Lebensjahr starker Raucher. Grob betrachtet, kann man sagen, dass ich von meinem 13. bis 16. Lebensjahr immer wieder mal wochenlange tagtägliche Alkoholexzesse durchgemacht habe. Dann habe ich angefangen Cannabis in extremen Mengen zu konsumieren (bis zu 8g Standard-Hasch oder ca. 2 g hochpotentes Marihuana am Tag inhaliert) und habe gar nicht mehr getrunken. Mit 19 dann sind letztendlich aus all dem wieder Situationen entstanden, die mich dazu gebracht haben, eine ambulante Therapie aus eigenem Willen zu machen. 90 Tage war ich klar im Kopf, habe lediglich Zigaretten geraucht (ca. 50 am Tag). Dann bin ich aber wieder aufgrund best. Geschehnisse eingebrochen und habe die Therapie einfach abgebrochen und tagtäglich Mischkonsum von Cannabis und Alkohol betrieben. Im Laufe der Jahre dann hat der (verdrängende) Alkohol immer mehr die Kontrolle über mich übernommen und Cannabis rückte immer mehr in den Hintergrund. Heute konsumiere ich kein Cannabis mehr, dafür aber (leider) umso mehr Alkohol, wobei ich "nur" Bier trinke, dafür aber ca. 6-10 0,5-L Flaschen am Tag, wobei ich inzwischen soweit bin, dass sowohl der Konsum (körperlich bedingt) rückläufig ist und ich sowohl körperlich als auch psychisch nur noch das nötigste zum Überleben auf die Reihe bekomme und so langsam am Ende meiner körperlichen und psychischen Kräfte bin...
Mir ist bewusst, dass es um mich ernst steht und ich habe einige körperliche Schäden in Kauf genommen, wobei ich noch so jung bin. Manchmal sag’ ich mir, dass ich erst 23 bin und kann es selber nicht glauben. Ich fühle mich manchmal wie 50... Naja, was soll ich noch groß sagen im Moment; ich habe jetzt gerade ca. 3L Bier intus und funktioniere leider noch viel zu gut. Vor 4 Wochen habe ich einen Selbstentzug begonnen und 10 Tage durchgehalten. Ein Rückfall und wieder 10 Tage trocken geblieben. Seit diesem zweiten Rückfall trinke ich wieder täglich und ich weiß, dass ich Hilfe brauch’, aber irgendwie schleiche ich mich immer wieder aus dieser Realität und überlebe trotzdem...
Ich weiß jetzt nicht, wie das für Euch klingt, aber irgendwie komm’ ich mir komisch vor, dies hier zu posten; eigentlich ist mir alles bewusst, aber den letzten Schritt scheine ich nicht gehen zu wollen. Egal, was ich jetzt hier schreibe, ich habe mich entschlossen, auf „Absenden“ zu drücken und morgen nach dem Erwachen erst darüber nachzudenken. Manchmal ist es vielleicht nicht schlecht, etwas zu tun, was man sich sonst nicht traut oder einfach beiseite schiebt.....und von anderen Betroffenen Schwarz auf Weiß zu lesen, was die eigenen Gedanken einem nicht klarmachen können. |
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 21.05.2007, 19:37 Titel: Re: Wer ich bin |
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Hi und herzlich Willkommen hier im Forum!
Ich denke Du bist hier genau richtig!
Denke darüber nach eine Entgiftung zu machen und eine Therapie zu beantragen, ggf. vorher einen Termin bei der Suchtberatung oder bei der Caritas zu machen (die fressen Dich dort nicht!).
Alles andere hilft Dir nicht mehr, wie Du selbst siehst. Wenn Du so weiter machst ist bereits ein Grabstein für Dich reserviert (sorry, aber ich muss Dir das so sagen!).
Pass auf Dich auf und denke um! |
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| Alexander hat zum Thema: Re: Wer ich bin geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 21.05.2007, 21:09 Titel: Re: Wer ich bin |
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Hallo Hummelmann,
ja, deine Situation ist wirklich saumäßig ernst, um es mal so auszudrücken.
Du musst dringend was unternehmen. Am besten als ersten Schritt zur Suchtberatung oder zum Arzt, dann als zweiten Schritt zum klinischen Entzug (erspart dir nicht nur die körperlichen Gefahren eines kalten Entzuges, sondern wird auch von deiner Psyche als "konsequenter" Schritt verarbeitet, nicht so wie deine Wischiwaschi-Selbstentzüge die dich keinen Schritt vorangebracht haben). Und drittens solltest du dann dringend wieder eine Therapie in Augenschein nehmen um konsequent an dir zu arbeiten. Denn so wie ich es verstehe, wirst du viel aufzuarbeiten haben, nachdem du dich Jahre lang konsequent (nicht nur mit Alkohol) zugeballert hast.
Gruß,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Wer ich bin geschrieben
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 21.05.2007, 21:45 Titel: Re: Wer ich bin |
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hallo hummelmann,
so solls ja nicht weitergehen, mach dich auf zum Arzt und offenbar ihm ehrlich, was los ist mit dir
gruß |
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linuxgeek81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 239
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Verfasst am: 21.05.2007, 22:21 Titel: Re: Wer ich bin |
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Hallo Hummelmann,
bis auf die Sache mit dem Gras haben wir vieles gemeinsam. Ich bin ebenfalls Student (bald 26) und habe auch "nur Bier" getrunken. In ganz aehnlichen Mengen wie Du, also von 6-12 Bier am Tag je nach "Tageskondition". Daher kann ich sehr gut verstehen, wie Du Dich fuehlst. Ich habe mich nicht anders gefuehlt und zum Schluss war ich nicht nur koerperlich, sondern auch seelisch total fertig und war auch im Begriff, alles zu verlieren, was ich mir aufgebaut habe (trotz meiner Naesse erstaunlicherweise). Alkohol ist halt immer eine Talfahrt, keiner ist ausgenommen.
Wenn Du hier etwas gelesen hast weisst Du ja, dass ein kalter Entzug (also einfach aufhoeren ohne aerztliche Betreuung) sehr gefaehrlich bei Alkohol ist. Du koenntest in ein Delir fallen, verkrampfen, ersticken oder irgendwo einfach zusammenklappen. Die Liste ist lang. Und ich hatte einen wirklich horrenden Entzug mit lebendigen Halluzinationen, Panikattacken und sonst was, so dass ich mich (auch nach dringendem anraten hier) dann am dritten Tag in die stationaere Entgiftung begeben habe. Es war immernoch nicht gerade schoen aber doch um einiges ertraeglicher -- und natuerlich ungefaehrlicher fuer mich.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Du etwas aendern willst an Deinem Leben? Dir muss klar sein dass es ohne Deinen festen Willen nicht geht. Viele muessen sehr tief fallen, um ihn zu bekommen (Stichwort "persoenlicher Tiefpunkt"). Vielleicht hat der Alk Dein Leben schon genug ruiniert, so dass Du diese Einsicht, diesen Willen, hast?
Dann solltest Du sehr bald (am Besten morgen bzw. heute) zum Arzt gehen und die Karten auf den Tisch legen. Und zwar ohne Vorbehalte und Beschoenigungen. Du kannst dann mit ihm besprechen, dass Du gerne eine stationaere Entgiftung machen willst und er kann Dir dann eine Ueberweisung ausstellen. Wenn Du jetzt zoegerst, denke an eines: Jeden Tag wird es ein Stueckchen schlimmer und es gibt keinen Morgen -- morgen ist nie. Handel heute und jetzt. Und mache auf keinen Fall einen kalten Entzug, sondern trinke bis zu Deiner Entgiftung zumindest soviel, dass Du "ueber die Runden kommst". In der Entgiftung wird der Dreck dann kontrolliert abgesetzt.
In letzter Zeit sieht man es wieder sehr, dass sich Leute hier anmelden und nicht bereit sind, die Ratschlaege, die man ihnen hier unterbreitet, auch fuer sich anzunehmen. Du wirst sicher sehr viel ueber Alkoholismus lernen in naechster Zeit. Im Moment ist es wichtig, dass Du den Leuten hier vertraust und die richtigen ersten Schritte tust. Alles Weitere kann man dann danach Stueck fuer Stueck besprechen. Ich hoffe Du bist einer von denen, die Hilfe annehmen koennen -- und die einsehen, dass es ganz alleine nicht funktionieren kann -- und sich somit so einiges ersparen. Den ersten Schritt hast Du schon getan. Jetzt liegt es an Dir (und nur an Dir), den naechsten zu tun.
Und nicht vergessen: "He who hesitates is lost.".
Liebe Gruesse,
Michael |
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Hummelmann neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 22.05.2007, 11:18 Titel: Re: Wer ich bin |
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Hallo ihr!
Danke erst mal für die raschen Antworten. Ich finde es schön, dass man hier so schnell aufgenommen wird und ihr Euch die Mühe macht und die Zeit nehmt, mir helfen zu wollen.
Und ich bin durchaus bereit diese Hilfe anzunehmen. Ich habe ja bereits einmal eine Drogentherapie aus eigener Motivation heraus begonnen. Seitdem ich diese abgebrochen habe, war es aber irgendwie immer so, dass ich mir gesagt habe, dass es im Moment nicht geht und ich nur vor mich hinvegetieren wollte, sprich ich habe keinen wirklichen Sinn mehr im Leben gesehen und mir halt gedacht, dass kommt schon mit der Zeit und irgendwann packst Du es dann. Dabei habe ich das Nötigste noch auf die Reihe bekommen, sprich mein Abitur gemacht, auch wenn ich heute eigentlich nicht weiß, wie ich das geschafft habe...
Naja, vor einem Jahr habe ich eine Ausbildung abgebrochen, weil ich am Ende meiner Kräfte war und habe leider den Fehler gemacht, professionelle Hilfe nicht sofort in Anspruch zu nehmen, sondern mit mir selber abzumachen, dass, wenn es zu einem Rückfall kommt, ich mich sofort einweise. Ich war zwar für 4 Wochen clean und trocken, aber letztlich bin ich dann halt wieder in die alten Gewohnheiten zurückgefallen und mein Vorhaben habe ich dann einfach mal angefangen konsequent zu vergessen... Und irgendwie ist mir in den letzten Tagen sehr bewusst geworden, wie weit ich mich inzwischen da von dieser Realität entfernt habe. Irgendwie habe ich immer das Wissen, dass es das Beste ist, mich einzuweisen als Ausrede genommen, mich nicht einzuweisen, keine Hilfe in Anspruch zu nehmen ....
Ich möchte nicht, dass mir das noch mal passiert, und von daher bin ich froh, mich hier angemeldet zu haben und fest entschlossen am Ball zu bleiben. Ich habe mich heute mal schlau gemacht, wo so die nächsten Suchtberatungsstellen sind und habe festgestellt, dass die nächste nicht allzu weit weg ist. Jetzt bin ich im Moment am Hin-und Herüberlegen wie ich das alles mit dem Studium und so mache und habe erst mal alles so geregelt, dass ich diese Woche frei machen kann und mir FEST vorgenommen spätestens morgen zu eben dieser Beratungsstelle zu gehen. Ich möchte halt erst mal lieber zu einer Beratungsstelle gehen und mich von da aus weiter verweisen lassen, da diese ja sicher die richtigen (medizinischen) Anlaufpunkte „im Angebot haben“ und das erscheint mir sinnvoller als auf gut Glück zum nächsten Arzt zu gehen. Und damit ich mein Vorhaben nicht doch noch im letzten Moment über den Haufen werf’, habe ich meinem Bruder gerade eine mail geschrieben und gebeten sich bei mir zu melden und, falls nötig, mich bis zur Tür zu begleiten...
Also im großen und ganzen hab ich nun alles in die Wege geleitet und alles andere wird sich dann ergeben...
Danke noch mal für Eure Antworten und schön zu wissen, dass es Menschen im (ungefähr) eigenen Alter gibt, die solche Schritte schon gegangen sind. Das gibt mir noch mal ein wenig mehr Kraft und Motivation, alles wirklich auch anzugehen!!
Gruß Hummelmann
PS: Ich weiß jetzt noch nicht genau, wann ich mich das nächste Mal hier melden werde; aber ich werd’ mich auf jeden Fall melden, wenn ich weiß wie es weitergeht und ich die Zeit habe, hier ein wenig zu schreiben!! |
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| Hummelmann hat zum Thema: Re: Wer ich bin geschrieben
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Alexander neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 308 Wohnort: Bad Schönborn
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Verfasst am: 22.05.2007, 11:57 Titel: Re: Wer ich bin |
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Gut, dass Du gleich bereit bist einen Termin bei der Suchtberatungsstelle oder eine medizinischen Beratungsstelle zu machen. Man merkt auch, dass es Dir wirklich ernst ist mit Deinem Vorhaben vom Alkohol loszukommen. Beherzige die Ratschläge, die Du hier kriegst. Nur wenige die erfolgreich abstinent leben, sind auf anderem Wege abstinent geworden als durch eine Entgiftung mit anschliessender Therapie und natürlich einer entsprechenden Nachbehandlung durch die Suchtberatung oder Psychotherapeuten und natürlich durch den Besuch von Selbsthilfegruppen.
Wer gar keine von diesen Institutionen besucht hat, hat wohl entweder ein Wunder erlebt oder säuft immer noch.
Ich möchte Dir auch schon deswegen raten den Entzug in der Klinik zu machen, weil Du dort mit vielen Leuten zusammenkommst, wo Du mal siehst, was der Alkohol für Auswirkungen haben kann und was viel wichtiger ist, Du wirst merken dass dies nicht bequem ist und dass Du trotz allem einiges dafür tun musst. Wer "nur" zu Hause den Stoff absetzt und dann vor sich hindümpelt macht diese Erfahrungen nicht und deswegen ist der Griff zur Flasche auch nach ein paar Wochen oft nicht zu vermeiden. |
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| Alexander hat zum Thema: Re: Wer ich bin geschrieben
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linuxgeek81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 239
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Verfasst am: 22.05.2007, 13:33 Titel: Re: Wer ich bin |
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Hallo Hummelmann,
Deine Herangehensweise ist grundsaetzlich ganz gut. Ich selber habe halt den direkten Weg in die Entgiftung gesucht, ich wollte quasi nicht lange herumfrickeln (zumal ich schon auf Entzug war). Ich will hier nochmals betonen: Mache auf keinen Fall einfach einen kalten Entzug, das ist gefaehrlich und bringt Dich nicht weiter. Schau dass Du es irgendwie auf eine stationaere Entgiftung hinauslaufen lassen kannst, bei Deinen Trinkmengen ist das sicher sinnvoll.
Du musst auch aufpassen, dass es bei Dir nicht wieder zu einer Suchtverlagerung kommt. Also dass Du jetzt nicht wieder den Alk gegen das Gras eintauschst oder aehnlich. Am Besten rueckst Du gleich mit allem raus und machst geschlossen Reine mit dem ganzen Zeug. Denn sonst kommst Du doch nur wieder vom Regen in die Traufe.
Du hast jetzt so einiges vor Dir und der Berg scheint gross, ich weiss das. Auch Dein Studium koennte vllt. etwas leiden darunter. Allerdings glaube ich, dass Du, wenn Du jetzt so weitermachst, Dein Studium sowieso vergessen kannst. Also was ist ein Semester mehr, am Ende zaehlt nur der Erfolg. Und Du wirst sehen wie super es ohne Alk funktioniert, fast wie frueher in der Schule als man noch jung und unschuldig war Ein herrliches Gefuehl lass Dir sagen, seine Kraft wieder zu haben. So wie heute, von 0930-1730 Schule das haett ich nass nie durchgehalten.
Will sagen dass die Prio eins jetzt fuer Dich sein sollte, Dein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Alles andere sollte jetzt zweitrangig sein. Ich behaupte, dass der Rest dann fast von selber kommt, wenn Du endlich wieder klar bist und Deine Kraft zurueckkommt. Den Hang, sich treiben zu lassen, kenne ich sehr gut. Das kommt auch vom Alk, der macht faul und traege und auch gleichgueltig. Du wirst sehen mit dem Alk verschinden auch diese Eigenschaften an Dir mit etwas Motivation fast von selber.
Mach Dir jetzt nicht zuviele Gedanken, gehe Schritt fuer Schritt und behalte Dein Ziel im Auge. Wenn Du dann noch bereit bist, Ratschlaege und Hilfe fuer Dich von den Leuten hier anzunehmen -- was dem Anschein nach so ist -- bist Du eigentlich schon in besten Haenden. Ab da kann es fuer Dich nur noch bergauf gehen, davon bin ich ueberzeugt. War bei mir genauso. Im Moment zaehlt das Heute und Jetzt.
liebe Gruesse,
Michael |
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