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Vom Alkohol zu Tabletten

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Nicht wissen was wir tun sollen....um Tipps gebeten   •    Mein vater wird daran sterben  
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wuselkind
Gast






BeitragVerfasst am: 11.05.2007, 15:48    Titel: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo alle zusammen,
ich bin neu hier, 23 Jahre alt und noch in der Ausbildung.Ich bin froh ein solches Forum gefunden zu haben. Ich kann garnicht genau sagen wie lange meine Mutter schon trinkt, aber es wird immer schlimmer. Es fing schleichend an und mittlerweile hat sie immer einen Grund dafür und ich bin immer die "Böse", die ihr den Alkohol wegnimmt. Seit einiger Zeit beginnt sie nun auch Tabletten mit Alkohol zu kombinieren. Baldrian in Mengen, oder Schmerzmittel oder Schlfamittel. Vor drei Wochen hab ich sie auf dem Küchenboden gefunden und sie hat sich eine Rippe gebrochen...
Mein stiefvater gibt immer wieder nach, wenn sie sagt, sie schafft alles allein und er verweigert die Möglichkeit einer ambulanten Gesprächtherapie, da er Angst um seinen Ruf hat. Ich durfte die ersten Monate auch nicht mit meiner Mutter über meinen Flaschenfunde sprechen, aber mittlerweile ist es mir egal und ich konfrontier sie damit. Sie hat mir mal wieder hoch und heilig versprochen, dass alles aufhören würde, aber eben habe ich wieder einen halben Liter Schnaps in einem Versteck gefunden. Mir platzt echt langsam der Kragen und mein Hausarzt sagt er kann mir nur empfehlen zu hause auszuziehen, weil meine Gesundheit durch die Eskapaden meiner Mutter auch stark angeschlafen ist. Aber mir fehlt leider Gottes das Geld dazu und ich hab keine Anung inwiefern der Staat in solchen Fällen bei der Finanzierung einer Wohnung hilft. Habt ihr da Tipps und Erfahrungen? Was würdet ihr machen? Ich komm gegen die beiden nicht mehr an weil ich keinerleiUnterstützung auf Seiten meines Steifvaters finde.

Vielen Dank und lieben Gruß
Wuselkind
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wuselkind hat zum Thema: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
summerdream
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6794

BeitragVerfasst am: 11.05.2007, 18:31    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi wuselkind

schön das du hergefunden hast, du wirst merken es tut gut zu wissen, dass man net allein mit allem is und man sich hier mit gleichgesinnten austauschen.

anscheinend bist nur du und der hausarzt bereit den ernst der lage zu erkennen. aber auch wenn dein stiefvater soweit wie du wäre, ist das entscheidende (zumindest zur bekämpfung der alkoholsucht) das deine mutter sich hilfe suchen will und das dann auch macht. wir angehörige können den süchtigen net zwingen, sich helfen zu lassen, an diesen punkt muss er scho selber kommen. du kannst versuchen mit deiner mutter zu reden wenn sie nüchtern is, sag ihr wie du dich fühlst, das du angst um sie hast (wahrscheinlich etz noch vermehrt da sie tabletten dazu nimmt).

falls alles gut reden nix nützt, wäre es das beste, wenn du den rat deines hausarztes befolgst. hast du vielleicht ne freundin mit der du zamziehen könntest. oder einfach mal nach ner wg umschaun, das is dann auch net ganz so teuer, wie wenn du alleine wohnst. gibt auch die möglichkeit über die stadt wohngeld zu bekommen, zusätzlich könntest du deine mutter bitten, dass sie dir das kindergeld überweist, das wären auch wieder 154 € mehr im monat. wie lange bist denn noch in der ausbildung? weißt scho ob du danach übernommen wirst, wäre auch wichtig für die genauere zukunftsplanung.

hast du dir denn scho mal hilfe gesucht außer diesem forum? gibt selbsthilfegruppen für angehörige und immer wieder auch welche speziell für kinder. kannst aber auch mal zur suchtberatung gehn, da kannst du über alles sprechen, evtl. kann der dir auch ein paar hinweise bezüglich der finanziellen situation geben.

logo bist du in den augen deiner mutter die böse. nehmen wir etz mal an, du liest gerne romane. deine mutter nimmt sie dir immer weg, da sie der meinung is, diese zeigen dir eine falsche lebenseinstellung, sind total an der realität vorbeigezogen. wie würdest du reagieren? du wärst wohl ziemlich sauer. du magst etz vielleicht erstmal sagen, hey ein roman is was anderes wie alkohol, aber deine mutter is krank, für sie macht das net viel unterschied.
und ganz ehrlich, hast du den eindruck, dass es was bringt, wenn du den alk wegschüttest? wenn ein alki trinken will, dann besorgt er sich seine droge scho, egal wann und wie. bei meiner mutter ists auf jeden fall so, sie läuft dafür auch in die nexte stadt. und fühlst du dich selber besser, wenn du den sch... wegschüttest, ich glaube net.

liebe grüße
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summerdream hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
wuselkind
Gast






BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 07:56    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,
ich habe schon versucht mit ihr nüchtern zu reden, aber es hat wenig Sinn, denn sie macht große Versprechungen die sie wahrscheinlich auch noch selbst glaubt. Das Reden mit meinem Stiefvater hab ich auch aufgegeben, denn von ihm krieg ich Vorhaltungen wenn ich sage, dass ich oft außer Haus bin und meine Ruhe will, vorallem da ich nächten Monat meine Abschlussprüfung mache. Meine Ausbildung geht bis Ende Juli und ich werde nicht übernommen...leider. Ich hab auch noch nichts neues in Sicht und Kindergeld krieg ich nimmer. Leider reicht mein Lohn aus der Ausbildung aber nicht für eine eigene Wohnung, ich kann höchstens wenn ich Arbeitslos bin versuchen den Unterhalt meines Vaters einzuklagen. Aber der sagte mir schon, wenn ich Geld will macht er einen auf krank und meldet sich arbeitslos, so dass er nicht zahlen muß. So sieht wohl meine liebenswürdige Familie aus.
Das Schlimmste finde ich das Unverständnis meines Stiefvaters, vorallem da er seinen eigenen Sohn, der mehrere Entzüge erfolglos hinter sich gebracht hat in einen Klinik gebracht hat und ihn unterstützt hat. Der ist jetzt seit 3 Monaten trocken. Aber bei meiner Mutter hat er keine Einsicht und er will seinen abendlichen Rotwein auch nicht einsparen "Das sehe ich doch garnicht ein":

Lieben Gruß
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wuselkind hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
lavendel
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beiträge: 2869

BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 09:22    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo wuselkind,

herzlich willkommen hier im forum.

ja, wie schon geschrieben kannst du für deine mutter kaum was machen, wenn sie es nicht einsehen will. und da sich dein stiefvater querstellt, bist du wirklich machtlos und kannst nur versuchen, von zuhause wegzukommen.

ich find es ja schon ein starkes stück, dass dein stiefvater das problem leugnet (obwohl ers ja kennt von seinem sohn Ausrufezeichen), und noch dazu darauf besteht, zuhause vor den augen deiner mutter weiter seinen rotwein trinken zu wollen. damit sehre ich die lage wirklich aussichtslos, den bei einem alkoholiker sollte das nächste umfeld - sprich die wohnung - alkoholfrei sein, und der partner sollte auch mitziehen, sonst ist es oft zu schwer.

ja, ich weiss, dass das nicht mutmachend ist, aber anders kann man es in deinem fall garnicht sehen Traurig, und es dir schönzureden hat ja auch keinen sinn.

kann dich nur ermuntern hier zu schreiben, vielleicht ergibt sich aus dem einen oder anderen "gesprch" etwas, aus dem du kraft ziehen kannst- und allein das wissen, dass man nicht allein ist, hilft oft schon ein bisschen...

lieben gruß

lavendel
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lavendel hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
kleine biene
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.05.2006
Beiträge: 96
Alter: 50
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 09:34    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Wuselkind,

es ist ja jetzt so, dass erwachsene Kinder welche von Hartz IV leben müßten, bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern wohnen müssen.

Aber ich denke es wird auch Ausnahmen geben. Es kann keiner von Dir verlangen dass Du Dich psychisch kaputt machst.

Sprich doch mal bei der zuständigen ARGE oder BIZ vor und schildere die Situation. Ich denke schon dass da was zu machen ist. Und wenn das genehmigt wird kannst Du einen Antrag auf Geldleistungen für die Erstausstattung der Wohnung stellen.

Versuchs mal.
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kleine biene hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
summerdream
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6794

BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 17:35    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hey wuselkind

die situation bei dir zuhause hört sich ja wirklich recht aussichtslos an. auch wenn deine mutter mal trocken werden will, wird sie es sehr schwer in diesem umfeld ham.

ich würde mich an deiner stelle auf jeden fall mal über öffentliche zuschüsse erkundigen. harzt IV kommt für dich nicht in frage, da du erstmal arbeitslosengeld kriegen würdest. aber frag mal beim arbeitsamt nach, stadt und jugendamt könnt dir da vielleicht auch weiterhelfen. // bitte sachlich bleiben Winken. danke. edit lavendel// da ist es dein gutes recht, es dir auch zu holen, immerhin brauchst du es. gibts evtl. auch verwandte zu denen du ziehen könntest? muss ja net für immer sein, nur bis du weißt, dass du nen festen job hast.

dein vater ist ja auch wirklich sehr nett, weiß er den wie's bei dir daheim zugeht? aber so wie's sichs für mich anhört, wär ihm das auch egal Traurig

liebe grüße

p.s. hast du das mit dem kindergeld von einem überprüfen lassen, der sich da auch auskennt? hab scho von mehreren leuten ghört, sie kriegen keins mehr und als ichs dann überprüft hab, kam durch werbungskosten und sozialversicherung doch noch raus, dass sie's kriegen. kann übrigens auch nachträglich noch beantragt werden.
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summerdream hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
wuselkind
Gast






BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 17:42    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich finde es echt lieb wieviele Antworten ich bekomme. Die Situation bei mir wird immer besser. Meine Mutter hat meinem Stiefvater erzählt sie hätte gezielt Alkohol versteckt um zu testen, ob ich sie noch kontrolliere. Sie hat ja versprochen nichts mehr zu trinken. Und er hat mich ohne sie direkt darauf angesprochen und mich gebten ruhig zu bleiben, nichts mehr zu sagen und sie auch nicht mehr zu kontrollieren, denn er möchte in drei Wochen mit ihr in Urlaub fahren und hat genug vom Streß. Da fehlen mir ganz die Worte was ich dazu noch sagen soll und ich komm mir immer mehr wie in einer Sopa vor. Ich hab ihm gesagt, dass ich sibald wie möglich ausziehen werde und bin über Freunde mit einer Beraterin vom Amt in kontakt die Möglichkeiten prüftum eine Finanzierung für einen Auszug zu kriegen.
Wegen dem Kindergeld hatten wir eine kurze Prüfung und der meinte es sei rechtens, dass mir keins mehr zustünde, aber ich frag nochmal nach. Zu Verwandten ziehen geht nicht, weil die 400km weg wohnen und ich hier noch nebenbei Schule mache für eine Weiterbildung und meinem Vater bin ich ziemlich egal was Geldsorgen oder ähnliches betrifft. Ich hab mich damals gegen ihn bei der Scheidung entschieden, daher brauch ich ihn ja auch nicht.
Ich versuche mich jetzt erstmal abzuregen und weitere Infos für einen Auszug zu bekommen.

Danke an alle die bis jetzt geschrieben haben und mir noch schreiben werden
Wuselkind
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wuselkind hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben
summerdream
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6794

BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 18:22    Titel: Re: Vom Alkohol zu Tabletten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

boah, das sind halt eltern wie wir sie lieben Traurig ok spaß beiseite.

ich versuch immer den positiven aspekt einer sache zu sehn, daher sag ich nur, schön wenn dein stiefvater mit deiner mutter in urlaub is, da hast du wenigstens mal zeit für dich und kannst auch mal in ruhe zuhause bleiben. das is auch ne art urlaub für dich...

aber etz mal ganz ehrlich zu dem kontrollieren. es wühlt dich nur selber auf und selbst wenn du es deiner mutter vorhälst, bringt es dich und sie net weiter. oder?

super das du ne bekannte beim amt hast, die schaun dann doch genauer, wie die beamten selber, wo keine ahnung ham um was es geht. das mit dem kindergeld würd ich übrigens net vom arbeitsamt prüfen lassen, sondern von bekannten von dir, evtl. steuer-, sozialversicherungsangestellte oder so. könntest auch beim steuerberater nachfragen, falls du einen hast.

grüßle
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summerdream hat zum Thema: Re: Vom Alkohol zu Tabletten geschrieben

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