| Ich bin gerade mal 19 und jetzt schon abhängig? • Meine Geschichte.. |
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linuxgeek81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 239
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Verfasst am: 10.05.2007, 12:45 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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Gilbert,
ich sage nur soviel dazu: Alles Formen des Selbstbetruges, dem man als Alkoholiker so gerne froehnt. Man wird zu garnichts gezwungen. Deine nasse Denke zwingt (besser: verleitet) Dich vielleicht zu solchen Trugschluessen, aber weder Dein Verstand noch andere Menschen. Und es wird hier niemand "attackiert". Auf weiteres gehe ich jetzt mal nicht ein, bevor das wirklich noch eine sinnlose Diskussion um den kalten Entzug wird. Wurde schon alles gesagt.
Michael |
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| linuxgeek81 hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 10.05.2007, 12:48 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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Hallo Gilbert,
sicherlich gibt es manchmal Schwierigkeiten, wenn man jetzt aufhören möchte zu trinken.
Ich habe, das was Du beschrieben hast, selbst oft genug erlebt. Eine Nacht zur Beobachtung und dann wieder nach Hause geschickt.
Wenn man dann drei Wochen weiter trinken soll, bis man dann einen Entgiftungsplatz bekommen hat, finde ich das auch nicht in Ordnung.
Manchmal muß man eben für seine Gesundheit kämpfen.
Als ich damals immer wieder nach Hause geschickt wurde, weil kein Krankenhaus mehr an meine Motivation zur Nüchternheit glaubte, war ich auch am Ende, als ich dann wirklich aufhören wollte.
Ich bin dann halt zum Sozialpsychatrischen Dienst und habe dort um Hilfe gebeten, welche ich dann auch bekam.
Kein Arzt darf Dich wegschicken, wenn er eine Gefahr für Deine Gesundheit oder Leben sieht. Das dies immer eine Ermessungsache ist, habe ich ja auch erfahren dürfen.
Nun möchte ich aber in diesem Zusammenhang auf die Eigenverantwortung kommen.
Die Altanative, einen kalten Entzug zu machen, sollte keiner für sich in Anspruch nehmen. Dann lieber solange und so oft auf den Rettungsstationen der Krankenhäuser auftauchen, bis man dort entgiftet wird. Das Risiko ist bei einem kalten Entzug sehr hoch und wenn man daran verreckt ist, was dann?
Sicherlich ist unser Gesundheitssystem in dieser Richtung das Beste, aber deshalb das Risiko für das eigene Leben eingehen?
Frag mal Inseläffchen, wie es bei ihr ist. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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gilbert neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 10.05.2007, 12:53 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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Soll das heissen, ihr würdet Hawaii nach einigen Tagen des K.E. raten, jetzt wieder weiterzusaufen, bis er zur Entgiftung kann bzw. um dann eine Entgiftung zu rechtfertigen ?
Das und nichts anderes war meine eigentliche Frage.
Mir "nasses Denken" und "Selbstbetrug" zu unterstellen, geht wohl etwas zu weit. Ein Forum sollte dazu da sein, auch konträre Meinungen zu diskutieren, und nicht nur "JA" und "AMEN" zu den Worten der Moderatoren zu sagen. |
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| gilbert hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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gilbert neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 10.05.2007, 12:55 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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ps mein Beitrag wurde geschrieben bevor ich Karstens Beitrag lesen konnte.
@ Karsten: Dem kann ich nur beipflichten.
Gruss
Gilbert |
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| gilbert hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32811 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 10.05.2007, 12:59 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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Hallo Gilbert,
wir versuchen hier jeden, der Alkohol wegkommen möchte, davon zu überzeugen, zum Arzt zu gehen und dort eine Untersuchung zu veranlassen und dann mit dem Arzt die möglichen Wege, ob nun stationärer Entzug oder nicht, durchzusprechen.
Das heißt eben von Anfang an einen geraden Weg zu gehen.
Was soll man aber jemanden sagen, der einen kalten Entzug begonnen hat, aber nicht in die stationäre Entgiftung kommt oder will? |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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linuxgeek81 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2007 Beiträge: 239
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Verfasst am: 10.05.2007, 13:15 Titel: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? |
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Hallo Gilbert,
Du solltest mich nicht falsch verstehen. Die wollten mich damals als ich den Notruf gewaehlt habe auch erst garnicht irgendwo aufnehmen. Ich habe die dann auch gefragt: "Soll ich jetzt weitersaufen oder was?!". Ich habe aber dennoch am naechsten Tag eine Einweisung bekommen. In dem Moment muss man halt beharrlich und nachhaltig darauf pochen dass man die Entgiftung braucht! Reicht doch zu sagen dass man starke Entzugserscheinungen hat so einfach wegschicken tun die sicherlich keinen bzw. wohl eher sehr selten.
Der Punkt ist doch dass viele in dem Moment an diesen ersten kleinen Huerden schon einen Grund zum Scheitern geradewegs suchen. So nach dem Motto "Ich hab's ja versucht, aber war halt nix... muss ich halt doch kalt entziehen." Und da kommt dann der Selbstbetrug ins Spiel, da man laengst nicht getan hat was man kann sondern nur einen Grund fuer sein Scheitern gesucht hat. Kann man hier im Forum ja recht oft lesen solche Geschichten. Ich habe mich halt nicht abspeisen lassen weil ich wirklich trocken werden _wollte_ das ist doch letztlich der Ganze Grund. Ich hab mich hier auch erst belehren lassen muessen bevor ich diese Schritte getan habe.
Es gibt genug Gruende, warum man gerade "nicht kann": Arbeitsplatz, Kinder, Tiere, Wohnung, Geld, sonstige Verpflichtungen. Der Punkt ist doch einfach dass man an der Stelle mal _priorisieren_ muss. Beim Saufen war's doch genauso mit "Heute isses Mist ich hoer morgen auf"-Syndrom weil man grad heute gemeint hat einen besonders guten Grund zum Saufen zu haben oder halt etwas, das ganz besonders dagegen spricht, aufzuhoeren. Kannst Du parallelen erkennen?
Trocken zu werden heisst auch dass man einiges an seinen Denkstrukturen aendern muss... ich selber denke sehr viel ueber die Problematik nach und versuche es halt besser zu machen als zuvor. Es gehoert auch dazu, nicht mehr wegzulaufen vor gewissen Problemen oder nach Gruenden zu suchen, warum man besser weglaufen sollte.
Man fuehlt sich doch auch viel besser wenn man aufrecht und mit einer Leistung in sein neues Leben geht und nicht wider aller guten Ratschlaege einfach selber entzieht und halb krepiert ist dabei. Wie soll man sich so denn eine anstaendige Grundlage schaffen, noch dazu, wo die Anfangszeit besonders schwer ist. Ich denke viele werden alleine durch den Entzug schon wieder rueckfaellig... muss doch alles nicht sein.
Gruesse,
Michael |
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| linuxgeek81 hat zum Thema: Re: Entgiftung nach vieviel Tagen noch nötig/sinnvoll? geschrieben
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